papillon74
Lieber Dr. Posth,unser Sohn,3,3Jahre war immer schreckhaft,eher zurückhaltend in fremden Sit,...Im Moment hat er wieder Angst vor lauten Geräuschen.Handtrockner auf öffentl. Toiletten,Luftballons,die platzen könnten,Rasenmäher,Traktoren,...Das war mal besser,nun gehts wieder schlechter.Ich bin immer darauf eingegangen und habe versucht dem dann immer aus dem Weg zu gehen.Auf dem Kinderkarneval zB will er irgentwann nach Hause,wenn zu viele Luftballons platzen.Ich tue das dann oder gehe mit ihm raus,bis es wieder ruhiger ist.Mein Mann und seine Eltern machen das eher so, daß sie sagen: das ist doch nichts, ist doch nicht schlimm, ist doch gar nicht laut,...Verhätschel ich ihn mit meinem Verhalten? Sollte ich auch lieber Beschwichtigen oder seine Gefühle ernst nehmen? Lieben Dank für Ihren geschätzten Rat.
Hallo, gerade bei den Entwicklungsängsten und dazu zählt die Angst vor lauten unangehmen Geräuschen oder unkalkulierbaren Ereignissen, wie platzende Luftballons, hüpfende Bälle oder auch hin und her flitzende Kinder! hat es keine Sinn einer Vermeidung. Das verstärkt er die Symptomatik. Gerade in diesem Zusammenhang bewährt sich die geschützte und auf das Verhalten des Kindes abgestimmte Konfrontation. Das bedeutet, man nähert sich der angstauslösenden Quelle mit seinem Kind (wichtig Bezugsperson!) immer soweit, soweit es das Kind weitgehend angstfrei ertragen kann. Der Abstand wird zwangsläufig immer geringer und zuletzt kann man den Gegenstand gemeinsam berühren und untersuchen. Beim Luftballon heißt das, man lässt ihn gezielt platzen, und das Kind darf sich die Ohren zuhalten. Bei herumspringenden Kindern stellt man sich mit seinem Kind dazwischen, dann lässt man es auf den Boden, dann soll es mitlaufen usw. Diese Form der Desensibilsierung erfüllt absolut ihren Zweck und wirkt auch präventiv auf andere Angstquellen. Beschwichtigende Worte sind übrigens immer angebracht, aber sie müssen auch Verständnis für die kindlichen Gefühle signalisieren. Viele Grüße
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