Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Ablösung mit 2 Jahren

Frage: Ablösung mit 2 Jahren

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Lieber Herr Dr. Posth, unsere Tochter, 26 Mon., ist sehr anhänglich, schläft im Familienbett und wird zu 95% von mir als Mutter, die restl. Zeit vom Vater betreut, andere feste Bezugspersonen gab es bisher nicht. Wir gehen viel unter andere Kinder, sie ist kontaktfreudig, bleibt aber in ihrer Spielgruppe, die ihr seit Anf. Dez. vertraut ist, nicht ohne mich. Wir haben es dreimal probiert, für ca. 30-75 Min, sie hat nur geweint. Nun hat sie Angst, ich könnte wieder weggehen, träumt z. T. schlecht, murmelt vor dem Einschlafen "Mama weggehen..." Ist das der normale Verarbeitungsprozess, oder ist sie überfordert? Ich möchte, obwohl das in der Gruppe nicht vorgesehen ist, erst mal dabei bleiben. Im Nov. kommt allerdings unser zweites Kind, und bis dahin wäre es sicher besser, wenn sie sich ein wenig abgelöst hätte... Sanne


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, nicht entweder-oder, sondern es ist der Verarbeitungsprozeß und sie ist überfordert. Sonst brauchte sie die Dinge ja nicht groß zu verarbeiten. Ich würde Ihnen empfehlen, es so zu machen, wie Sie vorhaben, nämlich erst einmal eine Zeitlang dabei zu bleiben, bis Ihre Tochter signalisiert, daß Sie sich Schritt für Schritt zurückziehen können. Um die Loslösung richtig in Gang zu bringen, wäre es sehr wichtig und hilfreich, wenn sich der Vater stärker verfügbar macht. D.h. er muß sich erst einmal im Spiel seiner Tochter regelmäßig widmen und, wenn es gut geht, dann auch wichtige pflegerische und Betreuungsaufgaben übernehmen. Das ist auch schon deshalb wichtig, da ja ein Geschwisterchen erwartet wird. Viele Grüße


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