Emmi2810
Guten Morgen ich brauche dringend einen Rat oder Tipp. Mein Sohn ist 10 Monate alt. Er war noch nie ein guter Schläfer und wacht nachts sehr häufig auf, damit habe ich mich einfach abgefunden. Allerdings ist es seit Wochen so, dass wenn er nachts aufwacht brüllt er direkt wie am Spieß los. Es ist schrecklich. Man wird mit diesem Schrei so aus dem Schlaf gerissen, erschreckt sich extrem, steht völlig neben sich und er lässt sich mit absolut gar nichts außer der Brust beruhigen. Wenn man irgendwas anderes versucht flippt er völlig aus und schreit und weint immer immer mehr. An der Brust ist er sofort ruhig und schläft ein. Es ist wirklich kaum auszuhalten und so geht es schon wochenlang. Woran könnte das liegen? Und was kann ich tun? Es liegt auf jeden Fall nicht daran, dass er Angst hat nicht gehört zu werden. Ich habe nämlich einen super leichten Schlaf und bin immer direkt wach sobald er aufwacht. Vorab vielen Dank und viele Grüße
Liebe Emmi, der Kleine schreit so, weil er die Orientierung verloren hat und weil er in der Situation, in der er aufwacht, einfach nicht weiß, was ihm fehlt. Damit das nicht mehr passiert, sollten Sie 2 Dinge verädern. Zum einen sollten Sie darauf achten, dass er nicht mehr eltergesteuert einschläft. Das heisst, er sollte auf jeden Fall noch mitbekommen, wann Sie gehen und er sollte den letzten Schritt in den Schlaf alleine gehen können. Ich gebe den Kindern am Schluss immer noch ein Zeichen, indem ich sie fest drücke. Wie ich im Detail vorgehe, habe ich auf meiner Website unter Schlafberatungen beschrieben. Zudem sollten Sie noch mal genau gucken, wie der Tag und besonders der Abend verläuft. Ich denke, dass der Kleine insgesamt überreizt sein könnte, einfach durch die Interaktion mit ihm und dadurch, dass er vielleicht in "Mini-Krisen" immer sehr schnell abgefangen wird. Achten Sie genau darauf, wie schnell Sie am Tag eingreifen und ob Sie dem Kleinen auch die Möglichkeit geben, selber "Lösungen" zu finden. Auch braucht er Raum für ein freies, selbstvergessenes Spiel. Ab 17.00 Uhr sollten Sie ein Teil der "langweiligsten" Eltern der Welt sein. Sollte das Problem weiter bestehen, bleiben Sie in der Nacht ruhig und wechseln Sie hier nicht die Strategie. Nachts kann man nichts Neues lernen. Insgesamt würde ich Ihnen eine persönliche Beratung durch uns empfehlen. Auch die Kinder wünschen sich, tiefer und erholsamer zu schlafen. Das hilft ihnen konzentrierter und freudiger zu die Welt zu entdecken. Herzliche Grüße und viel Freude mit den Kleinen, Margit Holtschlag
Emmi2810
Vielen lieben Dank für die Antwort. Das ist wahrscheinlich auch ein Hauptproblem bei uns. Er lässt sich nämlich nur auf mir beim stillen zum schlafen bringen. Jedesmal wenn ich ihn vorher versuche abzulegen, damit er ohne Brust einschläft, fängt er extrem an zu weinen und findet gar nicht mehr in den Schlaf. Gerne schaue ich mir dazu aber Ihre Webseite an. Vielen Dank und viele Grüße
Liebe Emmi, achten Sie darauf, dass der Kleine seine Entwicklungsaufgaben zeitgereicht bearbeiten kann, es werden sonst immer mehr. Dazu gehört auch, sich regulieren zu können und scheinbar unangenehme Empfindungen (in Begleitung) aushalten zu lernen. Unsere Kinder sollten krisensicher in die Welt entlassen werden. Das ist ein langer und liebevoll zu begleitender Übungsprozess. Herzliche Grüße, Margit Holtschlag
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