Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Was ist los?

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Frage: Was ist los?

Mitglied inaktiv

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Hallo, unser Kind ist jetzt etwas über 3 Wochen alt, bis jetzt hat alles gut geklappt. In den letzten Tagen wird sie abends immer quengelig und schreit ganz viel und lange, dann läßt es sich kaum beruhigen. Sie wird voll gestillt. Kann es trotzdem an Kolliken liegen und wenn ja was kann man tun? Die Zähne können es ja noch nicht sein. Sie ist dann gestillt und auch gewickelt, wissen dann nicht was wir noch machen sollen. Vielen Dank im Voraus


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Flamme, oft beginnt es gegen 17.00 Uhr, dass die Kinder das erlebte ihres Tages loswerden müssen... Weinen und Schreien ist ihre Aussprache von dem, was sie erlebt haben. Die kleinen Mäuse sind nun "bei uns" angekommen. Sie sind aus ihrer Neugeborenenhülle fast ganz herausgewachsen und registrieren nun zunehmend ihre Umwelt. Auch wenn der Tag noch so reizarm und wirklich voll Rhythmus für die kleinen ist, so kann es doch Protest geben, dass die intrauterine Geborgenheit nun nicht mehr existiert. Um den Kindern den Übergang in die äussere Welt zu erleichtern ist das enge Feshalten und Tragen sehr sehr hilfreich- nimm Dir ein Tuch zur Hand. Damit Du Deinem Kind ruhig zur Seite stehen kannst und Dich von seiner Unruhe nicht anstecken lässt, suche Dir eine Tätigkeit. Am günstigsten ist es, wenn Ihr Euch bewegt. Gehe spazieren. Es tut Dir gut und Deinem Baby. Bewegung sorgt für Spannungsabbau und gibt Dir Kraft zurück. Genausogut kann auch der Papa diese Rolle übernehmen und Du kannst die Zeit anders nutzen. Rhythmus ist für jedes Kind sehr entscheidend. Natürlich hat ein drei Wochen altes Kind noch keinen geregelten Rhythmus, aber- sorge dafür, dass zumindest Du Deine Tätigkeiten koordinierst. Versuche Dir einen festen Körperpflegezeitpunkt zu geben, iss nach Möglichkeit regelmässig und schau, ob Ihr in einem gewissen Zeitfenster auch Eure Erledigungen macht. Um Dein Kind draussen vor äusseren Einflüssen zu schützen, trage es auch dort. Es ist dicht bei Dir, Du schirmst es mit dem Tuch ab und es hört und riecht Dich unmmittelbar. Schaut aber dennoch, ob auch körperliche Faktoren Grund für die Unruhe sein können. Im Zusammenhang mit exessiven Schreien kann auch eine Blockade im Skelettsystem vorliegen. Diese Blockaden/ "Verschiebungen" entstehen quasi pyhsiologisch, da das Kind unter der Geburt, ja selbst schon in der Schwangerschaft, enormen Kräften ausgesetzt wird. Insbesondere in sehr schnellen oder operativen Geburtsabläufen. Ein Besuch beim Osteopathen ist daher nie verkehrt und kann, selbst wenn der Grund des Schreiens nicht durch Schmerzen oder Unwohlsein zu erklären ist, hilfreich sein. Bitte die Hebamme einmal ansprechen! Viele Grüße und habt Geduld! wünscht Katrin


Mitglied inaktiv

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Diese Schreistunden kennt wohl ziemlich jedes Elternpaar. Es kann an Koliken liegen. Meist jedoch ist es die Zeit, in der das Kind seinen Tag verarbeitet. Zwar hat es noch recht gut funktionierende Schranken um das pralle Leben abzublokken. Aber alles ist neu, vom Vogelgezwischer, Regen, Kaffemaschine, viele Gesichter, Autos, Berührungen, Gerüche........ Wir reden uns alles von der Seele, der Kleine Mensch muss schreien. Hört ihm zu, gib ihm Geborgenheit. Diese Stunden werden auch Großmutterstunden genannt. Mama und Papas Nervenkostüm ist um diese Zeit leidr auch schon gespannt. Das bekommt das Kind natürlich mit und das pusht ihn zusätzlich. Es will sich aber beruhigen. Daher war das früher die zeit für die Omas und Opas. Nehmt das Menschlein in den Arm (oder Tuch), schaukelt ruhig, redet ruhig, singt, was euch ruhiges einfällt. Seit erfinderisch. Manche Eltern entwickeln so richtige "Tänze", also Bewegungen und Rhythmen, die das Kind aus dem Mutterleib kennt. Manche Kinder lassen sich durch Duschgeräusche beruhigen, andere durch den Staubsauger. Aber fangt nicht mit Autofahren an. Lieber ins Tuch und einen ruhigen Spatziergang gemacht (war bei uns schwer angesagt) Diese Zeit ist schwer, aber sie vergeht meist mit einen viertel Jahr. Liebe Grüße und viel Kraft Suse


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