Mitglied inaktiv
Hallo zusammen! Mein kleiner Gabriel (9 Wochen alt) kämpft derzeit mit seinem Stuhlgang. Ich hab ja im Forum gelesen, dass Phasen ohne Stuhl bis zu 3 Wochen normal sein können, da is er ja mit 6 Tagen offensichtlich noch gut dran. Er hatte zwar heute nach einem Löfferl Milchzucker, den ich gestern der abgepumpten Muttermilch beigemischt hab, mehr als ausreichend Stuhl, aber trotzdem gehts ihm nicht gut. Er schläft jetzt seit 6 Tagen durch (so von 10 bis 5) und genau da begann das Drama. Seine Koliken erreichten nie dagewesene Stärke (abends bis zu 4 Stunden, dazu morgens und mittags mal), ausserdem hat er extreme Blähungen, die wirklich übel stinken. Er scheint aber, ausser den schmerzhaften Blähungen keine Schmerzen zu haben, die auf irgendein Problem schließen ließen. Kann es sein, dass das schon wieder ein Wachstumsschub ist? Kennt das jemand und hat gute Ratschläge? Herzlichen Dank euch allen Birgit
Liebe Birgit, lange Phasen ohne Stuhlgang sind dann akzeptabel, wenn es dem Baby dabei gut geht. Hat es Probleme und ihm ist unwohl, dann ist auch Handlungsbedarf. Wie ist das Trinkverhalten Deines Sohnes an der Brust? Bäuert er gut? Wie ernährst Du Dich momentan, gab es u.U. eine Veränderung? Wie beruhigt sich Dein Sohn unter den Blähungen, gibt es eine effektive Maßnahme? Ich kann Dir aus der Ferne raten: - kontakte vor Ort mit einer Stillberaterin, die sich das Anlegen und Trinken Deines Sohnes noch einmal anschaut und Dir dann evt. einen Tipp geben kann. GGf. saugt der kleine Mann einfach zu viel Luft. Das kann dann durch die Änderung der Stillposition oder das Anlegen selbst verändert werden. - trage Dein Baby viel und oft am Körper im Tragetuch. Schirme es gut ab, wenn ihr unterwegs seid und versuche Deinem Kind einen Rhythmus zu geben. Lasse die Abendstunden ruhig verlaufen und reduziere Reize, die Dein Kind zusätzlich beeinflussen. - vielleicht mag Dein Baby ein Bad am Abend bzw. in der Zeit vor! den Schreistunden. - versuche die Schreiphasen auch für Dich so erträglich wie möglich zu machen. Gehe z.B. in dieser Zeit spazieren mit Deinem Sohn. Eigene Bewegung ist ein guter Stressabbau. Schicke Mann oder Eltern/ Freundin etc. mit dem Kind raus und erhole Dich ein wenig. Habe keine Scheu davor das sehr laute Schreien auch durch Oropax besser zu ertragen ( das ist kein Witz, sondern eine Möglichkeit sich selbst zu schützen...). - lese das Buch "so beruhige ich mein Kind", Christine Rankl, Walter Verlag- ein toller Ratgeber, der praxisnah und gut nachvollziehbar das Tun der Schreibabys erläutert und wertvolle Tipps für Eltern bereithält. - suche einen Kinderarzt auf, der Deinen Sohn auch körperlich noch einmal untersucht. Bis bald und viele Grüße von Katrin
Mitglied inaktiv
Danke erstmal für die wertvollen Tipps! Die Schreizeiten haben sich wieder reduziert, was mir aber auffällt ist, dass er sehr, sehr viele Bäuerchen macht und diese extrem stinken. Ich hab aber das Gefühl, dass er sich außerhalb der Bläungszeiten durchaus wohl fühlt. Möglicherweise liegt es an meinem Essen, ich weiss halt langsam gar nicht mehr, was ich essen soll, weil er doch sehr empfindlich ist. Hab heut von einer Kinderkrankenschwester den Tipp bekommen statt Wasser Fencheltee zu trinken, das werd ich halt jetzt noch probieren. Nächste Woche müssen wir sowieso zum Kinderarzt, bin mal gespannt, was der sagt. Danke auf alle Fälle nochmal für deine Ratschläge, ich find es großartig, dass es dich hier für uns gibt! Liebe Grüße, Birgit