Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Schlafen

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Frage: Schlafen

Mitglied inaktiv

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Hallo Katrin, meine Tochter ist ein Jahr alt geworden. Wir hatten in den letzten Wochen viele gesundheitliche Einschränkungen bei ihr. Von Mittelohrentzündung, über einen Wurm etc (vielleicht kannst du dich ja noch erinnern). Sie hat damals und heute auch noch sehr viel bei uns im Bett geschlafen. Es ging ihr halt nicht gut. Zur Zeit ist es allerdings so, dass sie gegen 22h wach wird, weint und dann nur noch mit der Hilfe von meiner Hand wieder einschläft, manchmal kann sie gar nicht mehr einschlafen und ich versuche sie zu beruhigen, dabei landet sie bei uns im Bett und schläft super. Ich habe immer noch im Hinterkopf, dass es ihr vielleicht nicht gut geht, mein Mann sieht das allerdings etwas realistischer, sie ist nicht krank. Jedenfalls sucht sie immer meine Nähe und drückt sich an mich. Mich stört es nicht, jedenfalls wird sie bald 2-3x bei meiner Schwiegermutter schlafen und ich möchte nicht, dass sie bei ihr mit ins Bett geht und dort schläft. Sie soll einfach durchschlafen. ich bin nun am überlegen, ob ich ihr eine Puppe oder anderes íns Bett legen soll (sie hat kein Stofftier o. ä.) dass sie sich dort nähe sucht wenn sie aufwacht. Was meinst du?? Ich selber bin durch einen Trauerfall in der Familie immer so erledigt und habe ehrlich gesagt auch keine Lust 2 Stunden nachts auf meine Tochter einzureden dass sie wieder schlafen soll. Glaubst du, dass sie irgendwann wieder alleine durchschläft oder muss ich wieder nach dem Buch "jedes kind kann schlafen lernen" durchgreifen?? Vielleicht hast du ja eine Idee.... P.S.: Das mit den "kalten Füssen" waren bzw. sind Durchblutungsstörungen. Nicht schlimmes, scheint sie auch nicht zu stören.


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe no-kiss, paulita hat Deine Anfragen so prima in Worte gefasst, dass ich mich nur noch anschließen kann. "Durchgreifen" ist ein Überstülpen und dominieren- heisst, Dein Kind wird Dir nicht glauben und Dich weitertesten und protestieren, wenn Ihr etwas versucht, hinter dem Ihr nicht genug steht. Du gibst Dir Deine Antwort schon selbst. Es ist momentan keine Kraftressource Deinerseits da- Du brauchst Ruhe und genießt die Nähe Deiner kleinen... Vielleicht seid Ihr Euch durch die vielen Krankheiten sehr viel näher gekommen und noch mehr zusammengewachsen. So soll es sein! Deine Tochter sieht ausschließlich Sicherheit in Dir. Zudem dauert ein vollendeter Genesungsprozess nicht ausschließlich so lang, wie keine Krankheitsszeichen mehr da sind, sondern noch sehr viel länger, bis auch das Krankheitserleben selbst, bewältigt ist. Mein Rat: kuschelt Euch in ein Familienbett. Ruht Euch aus, schöpft Kraft, freut Euch auf das gemeinsame Aufwachen und Euer vergnügtes Kind. Vielleicht gelingt es Euch auch die Morgenende gemütlich zu beginnen... Neue Ziele sind erst dann realisierbar, wenn Ihr dazu bereit seid und nicht dann, wenn das "Ideal" erfüllt werden soll. Deine Tochter versteht noch nicht, was Du Ihr erzählst. Wie sollte sie ein Gefühl der Nähe entgegen dem, was Du von ihr möchtest, auch umsetzen? Nämlich allein in einem kalten Bett einzuschlafen ( übertrieben!). Deine Tochter wird irgendwann allein schlafen können. Ganz sicher, dann, wenn alles stimmt und Ihr sie dahingehend begleiten könnt. Jetzt aber eben noch nicht. Bis bald und viele Grüße von Katrin


Mitglied inaktiv

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hallo ich miche mich mal ein, weil ich deine situation aus eigener erfahrung ein bisschen kenne und selber bei zwei kindern sehr unterschiedliche erfahrungen gemacht habe. zunächst: ganz, ganz sicher wird dein kind irgendwann gut + gern alleine ein- und auch durchschlafen. aber wann, das ist immer so ne frage. jetzt scheiden sich die geister (sehr und heftig) an der "ferber"-methode. d.h. am "durchgreifen" im sinne des buches, das du nennst. wir haben es damals bei unserem großen auch eingesetzt, mit mäßigem erfolg. er ist heute 7.5 und schläft immer noch ganz gern mal bei uns ein. ist aber mehr ein schmuse-luxus, den wir uns alle gern gönnen. er "muss" das nicht. die kleine, 2 jahre alt, hat so'ne und so'ne phasen. wir sind bei ihr wesentlich lässiger + flexibler als damals beim großen und ihr scheint es so gut zu bekommen, dass sie auch sehr gern alleine ein- und durchschläft - auch wenn sie ab und an bei uns im elternbett schlafen mag. mein reim darauf? wählt die variante, die für euch (alle!) am wenigsten stress bedeutet. ich hatte früher einen ganz, ganz schlimmen eigenen stress, wenn wir den jungen haben "weinen lassen", das war ein gerangel und inneres gezerre. wir haben als familie alle viele nerven gelassen. grad wenn du selber mitgenommen bist, traurig und ruhebedürftig, was spricht dagegen, es sich und dem kind einfacher und nett zu machen und es ne zeitlang bei euch schlafen zu lassen? nichts bleibt bei kinder lang wie es ist. vielleicht mag sie in ein paar wochen oder monaten (deshalb oder trotzdem) dann super-gern allein schlafen? lass das "einreden" sein, kuschel mit ihr, lass du selber auch innerlich los, vielleicht geht dann vieles von selbst... lg paula


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