Jolu
Guten Tag, mein Sohn, 11 Jahre SSW 31+4, anfangs Neutropenie, mit ca. 2 Jahren Infektasthma. Heute Asthma Bronchiale, immer verstopfte Nase, juckende Haut und juckende Augen, nach Magenspiegelung Ergebnis seit kurzem Eosonophile Ösphaghitis. eosonohile seit Jahren schwankend, derzeit bei 1400, ige Wert bis zu 3000, aktuell 1300. Man geht derzeit von einem Typ 2 Muster aus, eine Allergie wurde nicht gefunden. Er ist mit Cortison gut eingestellt wobei die Unsicherheit bezgl der Behandlung der Speiseröhre da ist. Diese soll erstmal mit einem Budesonid Gel behandelt werden und wenn die Entzündung hoffentlich nach Behandlung weg ist kann man versuchen mit Ernährungsumstellung. Trotz der hohen Blutwerte könnte er aufhören zu inhalieren aufgrund der guten Lungenfunktion. Allerdings ist der Versuch bis dato immer missglückt, so dass man die niedrigste Dosis an Spray bis zur nächsten Magenspiegelung beibehält. Meine Frage, gibt es denn Möglichkeiten die Eosonophilen wieder ins Gleichgewicht zu bringen? Besteht diese Erkrankung ein Leben lang und kann sie Vorbote von systemischen Erkrankungen sein? Können sich die Eosonophilen im Gewebe wieder zurückbilden, sollten wir hierzu noch weiteres abklären lassen? Vielen Dank. Jolu
Die eosinophile Ösophagitis ist in Deutschland eine sehr seltene, möglicherweise unter-diagnostizierte Erkrankung aus dem allergischen Formenkreis. Die meisten Studien dazu kommen von der amerikanischen Arbeitsgruppe um Prof. Jonathan Spergel. Die bei Ihrem Sohn durchgeführte Therapie ist prinzipiell richtig und gut nachvollziehbar. Neuerdings sind auch Berichte über Therapien mit sog. Biologika sehr ermutigend (z.B. anti IL4/anti IL13, Dupilumab). Dies sollte aber gründlich mit Ihrem Kinder-Allergologen besprochen werden. Gruß, Ulrich Wahn