Miri_Alm1989
Sehr geehrter Herr Dr. Wahn, ich habe Ihnen schon oft von unserer Tochter 6 Jahre alt berichtet, die seit einem Jahr mit einer massiven Schleimbildung und ständigen Exacerbationen nach Influenza kämpft. Sie wurde seit gut einem halben Jahr immer wieder antibiotisch mit Amoxiclav behandelt, da im Sputum immer wieder Moraxella Catharralis nachgewiesen wurde. Es wurde damit zwar besser, aber der eitrige Schleim war nie ganz weg. Nun wurden wir in die Pneumologie nach Regensburg überwiesen, wo nun eine Infektion mit Pseudomonas im Sputum gefunden wurde. Unsere Tochter hat Asthma aber keine Mukoviszidose und keine PCD. Außerdem hat sie keinen Immundefekt. Dies wurde bereits alles diagnostisch ausgeschlossen. Wie hoch schätzen sie die Chancen ein, dass der Pseudomonas eliminiert werden kann, wenn keine der vorherig Grunderkrankung besteht, dieser Keim aber vermutlich seit einem Jahr in der Lunge ist? Ich bin so verzweifelt. Außerdem plagt mich die Frage wieso in mehreren Sputum Proben der Keim in dem in unserem ortsansässigen Labor mehrfach nicht nachgewiesen werden konnte. Morgen werden wir über das weitere Vorgehen der Behandlung informiert. Für Anfang Juni ist eine Bronchoskopie geplant. Danke Ihnen und freundliche Grüße M. Almesberger
In der Regel wird mit dem Keimnachweis auch ein Antibiogramm angefertigt, Welches die am besten wirksamsten Antibiotika aufzeigt. Ziel ist die Entfernung des Problemkeims ( Eradikation), was durchaus realistisch ist. Ich verstehe die Überlegung zur Bronchoskopie, ist doch die bekterielle Besiedelung der unteren Atemwege entscheidend. Ich rate, weiter positiv zu denken, glaube ich doch, dass man Ihrem Sohn helfen kann. Gruß, Ulrich Wahn
Miri_Alm1989
Vielen Dank Herr Dr. Wahn für die Antwort. Würden sie sich auch dafür Einsetzen, dass die Bronchoskopie und Behandlung frühzeitig erfolgen soll? Stand jetzt ist die Bronchoskopie erst für Anfang Juni geplant. Es widerstrebt mir mit dem Wissen der Diagnose Pseudomonas noch 5 Wochen verstreichen zu lassen, ehe man handelt. ...