Mimi76
Sehr geehrter Herr Dr. Wahn, meine Tochter ist 2 3/4 Jahre. Letztes Jahr im Mai wurde bei einem Bluttest eine mögl Allergie gegen Hühnerei Rast Kat 3 festgestellt . Nach langen hin und her und kämpfen haben wir im Februar nun endlich die Provokation gehabt. Die Allergie wurde auf rohes Hühnerei bestätigt und gebackenes hat sie gut vertragen. Ihr wurde dann auch endlich eine offizielle Notfallmedikation verschrieben davor hatte ich nur eigenständig Cetericin gekauft. Ihr Set besteht aus 2 Zäpfchen mit Cortison und 75 ml Cetericin Saft. Das wurde uns so verordnet. Diese soll sie immer mitführen. Der Cetericin Saft ist ja aber recht groß. Er passt in keins der dafür vorgesehen "Med Taschen" welche ggf auch mal ein fremder als eine Notfallmedikation identifizieren könnte im Fall der Fälle. Nun sagten die in der Apotheke ich soll beinäm Kinderarzt fragen und das Cetericin gegen Fenistil Tropfen tauschen. Geht das so einfach? Unser Kinderarzt ist von der ganzen Allergie Sache sehr unberührt und will damit nichts so richtig am Hut haben weshalb ich lieber hier 1 Mal Nachfrage. das Cetericin verträgt sie zudem gut und es hilft ihr auch. Zudem hatte meine Tochter im Dezember eine allergische Reaktion. Die Augen schwollen an und sie bekam eine sehr heftige Nesselsicht am Körper insb. an den Beinen. Es war kaum noch normale Haut übrig nur erhobene. Sie war zudem etwas müde. Eier hatte sie keine weder an diesen Tag noch am Vortag gegessen. Dafür aber das erste Mal seit langem Stangensellerie (mein Mann mag diesen nicht daher kochen wir nie damit). Diesen hatte sie vorher von uns zubereitet sicher erst 2 Mal gehabt. Knollensellerie isst sie regelmäßig in Suppe. Woher es kam wissen wir allerdings nicht mit Sicherheit das ist nur eine Vermutung weil sie es vorher nur einige Male gegessen hatte. Und jetzt stehen wir damit da. Keiner weiß woher es kam und keiner kümmert sich weiter darum. Muss das 1 Mal mit Blutwerten abgeklärt werden? Sollen wir selber versuchen ihr nochmals Sellerie zu geben und schauen? (Das wird uns sicher und KA raten, war beim Ei auch so). Ich bin total verunsichert. Könnte eine erneute Exposition dann heftiger ausfallen? Damals wurde es mit Cetericin besser. Aus Eier hatte sie allerdings so auch noch nie reagiert. Hier bekommt sie Müdigkeit, es tut im Mund "weh" und sie hat Bauchweh. zudem was das Gesicht ganz leicht geschwollen. Viele Grüße
Sie müssen offenbar davon ausgehen, dass bei Ihrer Tochter eine deutliche Allergiebereitschaft besteht, und dass weitere Nahrungsmittel im Laufe der Jahre auch zu weiteren Allergien führen. Ein spezialisierter Kinder-Allergologe sollte also bereits jetzt Ihr ständiger Gesprächspartner sein. Er kann weitere Blutteste veranlassen und erkennen, wo künftige Risiken sind. Cetericin gehört zu den guten, modernen Antihistaminika (wie Loratadin, Desloratadin, Levocetirizin etc.), die auch von Kleinkindern gut vertragen werden. Leider gilt dies nicht für Fenistil, welches seit vielen Jahrzehnten zwar zugelassen ist für das Alter, aber wegen seiner Nebenwirkung auf das Hirn von Kleinkindern heute nicht mehr empfohlen werden kann. Ich würde also bei der angeratenen Notfallapotheke bleiben und eventuell für Kita und Wohnung die verordneten Medikamente vorhalten. Diät bleibt natürlich das Wichtigste, aber man muss mit Überraschungen rechnen. Gruß, Ulrich Wahn