Rund um die Erziehung

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Geschrieben von lolli85 am 15.03.2007, 15:51 Uhr

wie die großeltern erziehen?

hallo zusammen,
nein erziehungsprobleme haben wir (noch) nicht, jedenfalls nicht mit dem kleinen ( 5 monate).

was mich eher zum grübeln bringt sind die großeltern. ich war letztens für 2 wochen mit dem kleinen schatz bei menen eltern. der papa musst leider arbeiten.

beim frühstücken wollte mein daddy dem kleinen doch tatsächlich n brötchen geben! hab ihm gesagt das er das lassen soll, da der kleine ja nur mumi gewöhnt is.
tja er hats gelassen aber mit einer begründung das mir die haare zu berge standen. " in seinem alter habt ihr auch schon immer ein brötchen bekommen, ihr habt so lange daran rumgelutscht bis es weg war"
am nächsten tag fing er schon wieder damit an. musst sogar laut werden! das kann doch wohl nich wahr sein!

genauso gestern bei ner freundin ( auch schon in den 50 ern) in dem alter haben meine kinder schon diese löffelbisquitdinger gegessen. die wollt ihm ein stückchen kuchen geben!!! ich dacht ich fall um

wie bitte kommen denn, vor allem ältere, leute auf die idee nem baby(!) son zeug in den mund zu schieben? da mus ich ja angst haben ihn mal dazulassen

 
10 Antworten:

Aus dem einfachen Grund:

Antwort von Si+Jo+Jo+Fr am 15.03.2007, 17:12 Uhr

weil es eben frueher so UEBLICH war und man nicht so einen "Geschiss" drum gemacht hat, was gut fuer ein Baby ist und was nicht!
Die Grosseltern wissen es meist nicht besser!

Nun bist du gefragt, ihnen klar zu machen, dass es jetzt eben nicht mehr so ist, dass man Babys alles in den Mund stopft sondern dass man eben heute vieles anders macht.
Und ja auch damals sind die Leute gross geworden und bevor man das Kind evtl verhungern laesst (wieviele Muetter sind im Kindbett gestorben oder hatten gar keine Zeit zu stillen, weil sie am Feld waren und die Oma das Kind versorgt hat)gibt man halt auch mal Brotrinde etc. Ideal als Beissring damals, den es noch nicht im Supermarkt zu kaufen gab. Genauso wie es meist keine Schnuller gab, da halfen dann prima Baumwollsaeckchen die in Bier getunkt wurden....*GG* Aufm Land durchaus ueblich und das ist noch nicht sooo lange her, ausserdem sind deine Eltern und Grosseltern hoechstwahrscheindlich im 2 WW oder kurz danach geboren! Das ist einfach eine komplett andere Zeit gewesen. Da musste man Babys durchbringen, egal wie. Allergien? Was ist das?!

Also die Grosseltern meinen das nicht boese, sie sind eben in einer andern Zeit aufgewachsen. Gib ihnen doch eine Broschuere zum lesen (kein Buch, das wuerden sie wohl gar nicht erst anfangen zu lesen) und rede ihnen ruhig ins Gewissen, dass es DIR sehr wichtig ist, dass er nur MuMi bekommt. Kannst du ihnen nicht vertrauen, kannst du ihnen das Kind nie alleine da lassen....das sollten sie doch spaetestens verstehen *zwinker*


Ich wuensche dir viel Kraft und eine Gute Portion Nerven!!!!

LG Silke

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Re: Aus dem einfachen Grund:

Antwort von lolli85 am 15.03.2007, 20:02 Uhr

wenn das so einfach wäre....
ich glaub aleine lassen kann ich ihn eh nicht. meine eltern vertreten die meinung, auch heute stehn die da noch hinter, das es durchaus ok ist kinder nen arschvoll zu verpassen oder so sachen...
na wer weis wie sich das so entwickelt

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Re: Aus dem einfachen Grund:

Antwort von lolli85 am 15.03.2007, 20:08 Uhr

achso meine eltern sind 1960 und 61 geboren, und meine mutter ist gelernte kinderkrankenschwester und hat diesen beruf 20 jahre ausgeübt....
da hat meine oma eine wesentlich bessere einstellung und die ist von 1942

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Re: Aus dem einfachen Grund:

Antwort von Si+Jo+Jo+Fr am 15.03.2007, 20:44 Uhr

da sind meine Eltern ein Stueckle aelter....Jahrgang 49 und 45 *G* Mann, sind die alt *LOL*

Halte durch, du bekommst sicher noch ein paar Antworten.

LG SIlke

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Leidensgenossin

Antwort von MutterTeresa am 15.03.2007, 23:29 Uhr

Habe das gleiche Problem mit meinen Schwiegereltern. Da wird sogar offen gesagt: Wenn die Mama weg ist, dann bekommst und darfst du alles, was du bei ihr nicht darfst...... Suuuuper! Und so sinnvoll! Bücher????? Was ist das? Brauchten wir früher auch nicht. Wir haben unsere Kinder immer noch groß bekommen....
Manchmal denke ich mir, genau das ist das Problem.
Eigentlich müssten Kinder, die schlecht behandelt werden, klein bleiben, damit man sieht, was die Eltern für einen Mist gebaut haben. Aber das arme Kind! Wär also auch keine Lösung.

Ich vertrete halt einfach meine Meinung und vertraue drauf, dass mein Kleiner die Grenzen zu schätzen weiß, die er bei seiner Mama hat. Letzten Endes lieben Kinder ja feste Regeln, Rituale und Grenzen. Das gibt ihnen Sicherheit. Und wenn es das Ritual ist, dass bei den Großeltern immer alles gegessen, gesehen und getan werden kann, was man will! Zu Hause läuft es eben anders. Was soll man denn sonst tun? Den Umgang verbieten kann man nicht. Aber es nervt schon gewaltig, immer und immer wieder, die gleiche Leiher durchkauen zu müssen.

Eine Leidensgenossin

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Re: Leidensgenossin

Antwort von lolli85 am 16.03.2007, 8:16 Uhr

na ich hoffe doch!
hab ja nix gegen ein bisschen von oma verwöhnen zu lassen... aber dann doch bitte so das es geht!
ich denk wir werden ihn erst sehr spät bis gar nicht alleine da lassen.
geht auch nich anders, weil die auf dem land wohnen und ich 50 minuten von meiner heimatstadt bis dahin brauchen würde. geht also mit kleinkind und baby nich.... zum glück!

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Thema aus meiner Sicht

Antwort von ABC-Oma am 16.03.2007, 9:25 Uhr

Liebe Mütter, ich bin dreifache Oma und möchte dazu folgendes sagen:
Als mein erster Enkel geboren wurde, war ich sehr erstaunt, wie sich die Zeiten in Ernährung und Pflege geändert haben. Z.B. habe ich seinerzeit (oh, wie lang ist das her), schon mit drei Monaten mit Karottenbrei angefangen. Das ist heute undenkbar. Ich habe nur eine Tochter und bekam mit dem Enkel nach ca. 30 Jahren wieder engeren Kontakt zu Babys. Die (mittlerweile drei) Kinder wurden hypoallergen ernährt und durften somit nur bestimmte Dinge bekommen. Wir haben eingehend darüber gesprochen, damit ich den Sinn verstehe und so wurde dann gehandelt.
Meine eigene Erfahrung als junge Mutter hat mir dabei geholfen, die heutige Zeit zu verstehen: Ich habe eine Schwägerin, die sieben Kinder hat. Da es zu dieser Zeit ja nur "die Alten" als Ratgeber gab (ich hätte viel um ein solches Forum gegeben) habe ich mich an die Ratschläge gehalten. Fazit: meine Tochter bekam Kuhmilch oder Haferschleim, den der kleine Magen gar nicht verarbeiten konnte. Mit den Magenproblemen schlägt sie sich heute noch rum.
Bevor mich jemand verurteilt: die Zeiten waren damals so und als junge Mutter richtet man sich nach dem "Bewährten". Deshalb fällt es mir natürlich nicht schwer, mich nach den Regeln der heutigen Ernährung zu richten. Außerdem bleibt mir genügend Spielraum, um auch als Oma zu verwöhnen. Auch heute noch frage ich, was dürfen sie, was nicht, da es ja auch mal aus gesundheitlichen Gründen Verbote gibt. Und ich möchte meinen Enkeln keine gesundheitlichen Problem bereiten, nur weil ich meine, dies oder das müssten sie haben.
Ich wünsche allen, dass diese Zwistigkeiten ein gutes Ende finden. Natürlich müssen wir "Alten" das unsere dazutun. Aber Einsicht ist schwer. Vor allem, wenn es "damals schon so war".
LG an alle
Ingrid

P.S. das ist das längste Posting, seit ich im RuB-Forum bin. Es ist ein wenig mit mir durchgegangen :)

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Re: Leidensgenossin

Antwort von ClaudiP68 am 16.03.2007, 9:33 Uhr

Hallo!

Ich fühle mit Dir. Ich hab nun auch schon einen 7-jährigen (Sohn 7 J) Kampf ;-) hinter mir mit meinen und den Schwiegereltern und denen die sichj sonst so einmischen. Meine Kleine ist nun 1 Jahr und ich mußte mir wieder anhören, das wir mit 3 Mon schon Leberwurstbrote gegessen haben. Ich habe sie bis 11 Mon vollgestillt, weil sie halt einfach nix anderes wollte. Sie hat zum Glück alles wieder rausgeschoben.
Wir müssen einfach damit klarkommen, ich glaub die Wenigsten können noch umdenken.

LG Claudia

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Re: Thema aus meiner Sicht

Antwort von mamaj am 16.03.2007, 11:02 Uhr

Hallo,
ich kann Dich gut verstehen, aber auch die Großeltern.
Sie kennen es nicht anders und sehen ja an ihren Kindern, das auch sie groß geworden sind.

Ich hatte das Problem mit meinen Schwiegereltern.
Ich habe ihnen viel erklärt, mir den Mund fusselig geredet, aber sie haben es erst selber erfahren müssen.

Sie haben gewußt, das unsere Tochter unter einer Lebensmittelallergie leidet. Dennoch haben sie ihr Erdbeeren und Brombeeren zu essen gegebn...ausgerechnet an einem der seltenen Wochenenden, an denen wir Eltern mal eine Nacht nicht da waren.

Am nächsten Morgen hatte unsere Tochter am ganzen Körper Ausschlag, sie mußten sogar unsere Ärztin anrufen...das war ihnen eine Lehre. Zum Glück hat es unserem Kind nicht geschadet, es war "nur" ein harmloser Ausschlag, aber die Großeltern waren in Panik ;-)

Bis Heute bekommt unsere Tochter (8J.) statt Schokolade und Gummibärchen (die bekommt sie in Maßen von uns) von den Großeltern Apfelringe aus dem Bioladen...sie haben es gelernt. Nie wieder wurde diskutiert über Essen, Schlafgewohnheiten oder Förderung ... was wir sagen wird gemacht.

Wichtig ist doch, das ihr dazu steht, das Euer Kind so lange wie ihr es für richtig haltet MuMi bekommt und das auch vertretet. Das solltest Du den Großeltern klar machen. Wie sie es machen würden interessiert in dem Fall nicht, denn es ist euer Kind.

Sei Selbstbewußt und erkläre immer wieder, wie wichtig die richtige Ernährung für ein Baby ist, damit es gesund aufwächst.

Alles Gute
mamaj

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Re: Thema aus meiner Sicht

Antwort von siko7069 am 20.03.2007, 13:57 Uhr

Lass dich loben! Du warst bereit für Neues und bist sicher auch eine trendi Oma. Leider sind viele Großeltern nicht mehr so "anpassungsfähig" und gehen lieber den einfacheren weg des Altbewährten.
Wenn wir jungen (frischen) Mamas mal ganz tief in uns gehen so gibt es sicher auch schon bei uns Dinge die wir noch vor einiger Zeit besser fanden als das neue von heute. Ist zumindest bei mir (geht bei der Musik schon los!) so, denn ich bin schon eine recht alte Mama mit 36.
Liebe Grüße
Siko

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