Christiane Schuster

Ewige Kriege, ich kann nicht mehr

Antwort von Christiane Schuster

Hallo Viviane
Ohne Ihre Tochter oder Sie persönlich zu kennen vermute ich, dass Sie das Kind ein wenig überfordern und ihr insgesamt zu wenig liebevolle Aufmerksamkeit schenken.
Überwinden Sie sich doch bitte einmal und nehmen Sie Ihre Tochter, die mit 6 Jahren auch noch ein (egoistisches)Kleinkind und keine kleine Erwachsene ist, liebevoll und fest in den Arm. Überlegen Sie dann gemeinsam mit ihr, wie das morgendliche Aufstehen erträglicher gestaltet werden kann. Regen Sie z.B. zu einem lustigen Wettspiel an: wer zuerst fertig ist, darf den Platz am Frühstückstisch aussuchen; wer abends zuerst den Schlafanzug angezogen hat, wählt die Gute-Nacht-Geschichte aus.
Wecken Sie Ihre Tochter evtl. morgens 2 mal: nach dem 1. Wecker-Klingeln darf sie noch 10 Min. liegen bleiben, um beim 2. Wecken dann nicht mehr ganz so verschlafen aufstehen zu können.
Waschen Sie sich (mit den Kindern oder die Kinder) gemeinsam: wer ist schon groß genug um sich selbst richtig und zügig zu waschen und Wem muß noch geholfen werden? Evtl. müßten Sie dann auch helfen; das ist zwar gerade morgens nicht gerade lustig, aber leichter zu ertragen als ständiges Hetzen und Schimpfen.
Helfen Sie ggf. soviel beim Anziehen, dass Sie GEMEINSAM am Frühstückstisch sitzen. Das Aufstehen fällt IMMER schwer; ob nun 15 Min früher oder später ist meist ohne Bedeutung.-
Kommt Ihre Tochter nachmittags aus der Schule, fragen Sie zunächst einmal nach dem Erlebten und zeigen Sie Verständnis dafür, dass der Schulalltag anstrengend ist. Ihre Tochter wird sich freuen von Ihnen verstanden zu werden.
Denken Sie bitte daran: je gestresster Sie selbst sind und je hektischer Sie werden und schimpfen, umso intensiver werden sich diese Verhaltensweisen auf Ihre Tochter übertragen, die sich an Ihnen orientiert.
Beginnen Sie zuerst ein Liedchen zu singen, zu summen oder zu pfeifen, bevor Sie vielleicht gegenüber Ihrer Tochter so reagieren, wie Sie eigentlich gar nicht wollen. Der harte Alltags- und Erziehungsstress lässt sich dann viel leichter ertragen.
Bevor die Spannungen zwischen Ihnen und Ihrer Tochter immer größer werden, holen Sie sich bitte kompetente Hilfe vor Ort bei einer Erziehungsberatungsstelle oder dem behandelnden Kinderarzt.

Kopf hoch, liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 29.09.2009

 
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