Elternforum Zehn bis Dreizehn

Gymnasium

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Hummelbiene

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Guten Tag:) Hat hier jemand sein Kind mit nur eingeschränkter Gym Empfehlung trotzdem dorthin geschickt? Warum habt ihr das gemacht und wie ist das Kind dann dort zurecht gekommen? Muss ein Kind wirklich perfekt sein in allem, um aufs Gymnasium gehen zu können? Oder reichen da auch nur die guten bis sehr guten Noten?? Was wird auf einem Gym gefordert ausser 1er und 2er?


seidner

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Antwort auf Beitrag von Hummelbiene

Wir werden es dieses Jahr so machen. Hier in Rheinland-Pfalz gilt Elternwunsch. Laut seiner Klassenlehrerin ist er zu gut für die Realschule +, aber zu schlecht für´s Gym. um das (vor einem halben Jahr) empfehlen zu können. Wir haben dann lange hin und her überlegt, was wir tun sollen: für´s Gym sprach: sehr selbständig organisiertes Arbeitsverhalten, Toleranzgrenze, wenn beim ersten Mal etwas nicht funktioniert und dann auch den Willen es doch noch zu schaffen, die Noten vom dritten Schuljahr waren alle gut. dagegen sprach: die Noten vom vierten Schuljahr, vorallendingen sein langsames Lesetempo; das hat in allen Fächern so richtig reingehauen. wir hatten dann verschiedene Gespräche, sowohl auf der R+. als auch auf dem Gym. (dort mit zwei Lehrern); diese beiden haben die Aufnahme auf dem Gym befürwortet. Und verschiedene Eltern in unserem Bekanntenkreis haben uns dazu geraten, die Orientierungsstufe lieber höher anzusetzten und dann zur siebsten Klasse neu zu entscheiden, welcher Weg es entgültig sein soll. Das haben wir dann mit unserem Sohn besprochen und ihn am Gym angemelde. Ob das richtig war??? Ich habe keine Ahnung, von seiner Persönlichkeit her würde ich sagen JA, von seinen Leistungen, wir werden sehen.... Gerne berichte ich dir im Laufe des Schuljahres nochmal, ob wir es nochmal so machen würden..... Steht bei euch jetzt oder zu nächstem Jahr die Entscheidung an? Sandra


bea+Michelle

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Antwort auf Beitrag von seidner

Bei meiner Großen, war das so, das sie zum Halbjahr 4. klasse die realschulempfehlung hatte, da hatte sie sich auch mit abgefunden und auf dem Endzeugnis stand dann plötzlich die Gymempfehlung, das hätten wir aufgrund der anmeldefrist innerhalb 2 Tagen entscheiden müssen Sie ist dann auf die Realschule, hat nach der 10. gewechselt und dieses jahr das Gym mit einem Sehr gutem Abi verlassen


mama von joshua am tab

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Antwort auf Beitrag von seidner

Nun ja, die R+ wuerde ich erst gar nicht in Betracht ziehen, das ist die heutige Hauptschule....


seidner

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Antwort auf Beitrag von mama von joshua am tab

bei uns gibt es erreichbar nur R+ und Gym. Keine IGS, und die nächste ordentliche Realschule ist knappmin mit dem Auto entfernt in einem anderen Bundesland. Sandra


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Hummelbiene

Die 5. Klasse hat es nun bestanden, allerdings nicht gerade so, dass ich mich vollkommen entspannt zurück lehnen konnte. Da jetzt auch noch die Pubertät, sowie eine zweite Fremdsprache dazu kommt, weiß ich nicht, wie es sich weiter entwickeln wird. Was wird auf dem Gymnaisum gefordert? Eigenständigkeit, Selbständigkeit und Biss. Hier fehlt es am Letzten, und das merkt man auch. Grüße Sodapop


montpelle

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Dein letzter Abschnitt trifft es gut.


AllesOK

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Hallo, wie kommst Du darauf, dass an einem Gymnasium nur 1er und 2er gefordert werden und ein Kind perfekt sein muss??? Der Schnitt zum Übertritt an ein Gymnasium in Bayern z.B. muss 2,33 sein. Meine Tochter hatte einen Schnitt von 2,0. Die 5. Klasse war prima. In der 6. ist sie jetzt etwas abgefallen, da 2. Fremdsprache und die Pubertät hat sie voll im Griff. Sie hat sich zum Ende aber gut gefangen und einen Durchschnitt von 2,7 erreicht. Wenn sie einen Schnitt von 4,0 hätte, wären wir auch zufrieden. Sie kommt in die nächste Klasse und alles ist gut.


Mehtab

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Hallo Hummelbiene, ich kann dir das jetzt nicht so empfehlen. Gerade sind Kinder von Bekannten nach der fünften oder in einem Fall auch nach der sechsten (nach zwei Jahren Kampf) gescheitert. Mir tun die Kinder und auch die Eltern leid. Ich bin heilfroh, dass nicht schon wieder ein Schulwechsel ansteht. Wie muss sich ein Kind fühlen, dass nie weiß, wie lange es noch in dieser Klasse sein wird. Wenn das zwei Jahre so geht, finde ich das schon schlimm. Zuerst versucht man halt, ob es nicht doch klappt, wenn das Kind schon am Gymnasium ist. Die Kinder wollen auch nicht gleich wieder aus der Klasse herausgerissen werden, wenn sie sich gerade eingewöhnt haben. Wie viel einfacher wäre es für das Kind und auch für die Eltern gewesen, wenn das Kind gleich in die Realschule gegangen wäre, in die es jetzt ja auch wechseln wird. Viele Grüße Mehtab


Goldbear

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Hallo, das ist von so vielen verschiedenen Faktoren abhängig, dass es da keine pauschale Aussage geben kann. Hier in Bayern zählt ja einzig und allein der Notenschnitt und trotzdem gibt es Kinder, die dann wieder zurückgehen (in dem Jahrgang meiner Tochter sind in 4 Jahren ca. 8 von 135 Kindern runter auf die Realschule), die besser sind als in der Grundschule und die gleichbleibende Noten haben. Meine Tochter ging mit einem Schnitt von 2,00 aufs Gymnasium, hat sich erstmal etwas verschlechtert und ist jetzt richtig gut. Ihre Freundin hat sich erst verbessert und hat jetzt die 8. Klasse mehr schlecht als recht hinter sich gebracht. Beide Kinder gingen mit 2,00 aufs Gymnasium. Und meine Tochter hatte es in der 5. Klasse weder mit selbständiger Arbeit noch mit guter Organisation, von Fleiß rede ich gar nicht erst. Sie ist jetzt noch recht unorganisiert, aber es wird besser. Ich würde es versuchen, denn zurück geht ja immer. VG Goldbear


Emmi67

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Man muss weder perfekt sein noch unbedingt sehr gute Noten haben. Wichtig ist, wie die Noten zustande gekommen sind. Mein Ältester hat in der Grundschule sowohl in Mathe als auch in Deutsch immer zwischen 2 und 3 gestanden (Ausnahme Deutschaufsatz, da immer 2 und ab und an auch 1). Allerdings hat er immer alles sofort verstanden, die Noten kamen ganz überwiegend durch Flüchtigkeitsfehler oder ungenaues Lesen der Arbeitsanweisungen. Er hat zwar dann in Mathe und Deutsch die Zwei bekommen und damit eine volle Empfehlung, aber nur wegen des Mündlichen (also Ermessen des Lehrers). Auf dem Gymnasium hatte er nie irgendwelche Probleme. Mit zunehmender Schwierigkeit wurden die Flüchtigkeitsfehler besser, wobei aber immer noch, auch in der Oberstufe, die Lehrerin vom Matheleistungskurs verzweifelt, weil er schriftlich immer "nur" eine 2 plus schafft...... Angestrebter Abischnitt ist 1,8, vielleicht klappt auch 1,7. Ich konnte nicht feststellen, dass auf dem Gymnasium irgendetwas speziell gefordert wird außer einer schnellen Auffassungsgabe.


bikermouse66

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Mein Großer geht auf´s Gymnasium. Er war schon immer faul, aber hat ein schnelles Auffassungsvermögen und auch jetzt trotz Umstellung auf G8 sehr gute Noten (Versetzung zur 8 keine einzige 4, wenig 3). Der Kleine wechselt jetzt die Schule. Er ist nicht dumm, aber extrem faul. Worauf er keine Lust hat ist halt peng und was ihn interessiert ist genial. Da ich sehe, was das Gym fordert (auch noch trotz Ganztag), habe ich mich beim Kleinen gegen das Gymnasium entschieden und schicke ihn zur Gesmtschule in den Naturwissenschaftlichen Zweig, der von vornherein höhere Ansprüche stellt. LG Anke


ursel66

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und er ist jetzt in der 7! ER wollte auf das Gymnasium und die Direktorin der Grundschule wollte ihn auf die Hauptschule schicken (sie hatte einige Male im 3. SJ HA-Betreuung und wollte, dass mein Sohn leserlicher schreibt. Seine Antwort: Wenn DU das nicht lesen kannst, kann ich nichts dafür ....) Er hat einen Schnitt von 2,3 nach der 6. und dies ohne zu lernen. Aber das sagt noch nicht wirklich was aus, da er in Franz. auf die 5 kam - keine Vokabeln gelernt. ICH habe es ihm überlassen und es ist sein Job, da was raus zu machen. Sicher bin ich gelassener, da ich schon einen durch diese Zeit bekommen habe. Aber ich finde, dass Eltern, die Anteil am Schulleben nehmen, mitbekommen, ob ein Kind sich schwer tut oder faul ist.


ursel66

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Antwort auf Beitrag von Emmi67

und er ist jetzt in der 7! ER wollte auf das Gymnasium und die Direktorin der Grundschule wollte ihn auf die Hauptschule schicken (sie hatte einige Male im 3. SJ HA-Betreuung und wollte, dass mein Sohn leserlicher schreibt. Seine Antwort: Wenn DU das nicht lesen kannst, kann ich nichts dafür ....) Er hat einen Schnitt von 2,3 nach der 6. und dies ohne zu lernen. Aber das sagt noch nicht wirklich was aus, da er in Franz. auf die 5 kam - keine Vokabeln gelernt. ICH habe es ihm überlassen und es ist sein Job, da was raus zu machen. Sicher bin ich gelassener, da ich schon einen durch diese Zeit bekommen habe. Aber ich finde, dass Eltern, die Anteil am Schulleben nehmen, mitbekommen, ob ein Kind sich schwer tut oder faul ist.


celmin

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Antwort auf Beitrag von Hummelbiene

Unsere Große bekam keine Empfehlung fürs Gymnasium und wir hätten sie von den Noten her auch auf die Realschule geschickt. Da wir aus Hessen kommen, zählt hier ja erstmal der Elternwille. Unsere Tochter hat Legasthenie mit einer Lesestörung. Lesen war also unterirdisch schlecht....und das auf dem Gym. Sie wollte aber unbedingt. Wir haben uns also durchgesetzt.... Wir wussten, wenn sie es von den Noten her nicht schafft wird sie querversetzt auf die Real - und dann hätten wir keinen Einfluss mehr darauf. Die ersten Jahre waren hart...hauptsächlich für mich. Sie war nicht gut, aber immer im Mittelfeld. Englisch war eine Katastrophe, auch wegen der Legasthenie. Als zweite Fremdsprache kam Latein dazu, Franz hätte ihr sicher das Genick gebrochen. In Deutsch wurden Bücher gelesen und ich habe ihr diese oft abends vorgelesen, weil sie selbst nicht schnell genug mit dem Buch durchkam. Was es von den Büchern als Hörbuch gab, habe ich gekauft... Auch Sachbücher Habe ich oft vorgelesen... Mit 13 kam sie dann an Mangas, weil sie normale Bücher eh nie angefasst hätte und plötzlich kam das Interesse fürs Lesen... Sie hat immer nur das Nötigste getan, war und ist eher faul, hat kaum Vokabeln gelernt und rutschte immer so durch. Aber sie hat es bisher gut gemeistert. Sie kommt jetzt in die Q3 und macht nächstes Jahr ihr Abi. Mittlerweile ist sie sogar fast ehrgeizig geworden. In Mathe war sie immer ziemlich gut, LKs hat sie Kunst und Englisch (Durch die Mangas und Animes, die es fast nur auf Englisch gibt). Es geht also auch ohne Empfehlung... Wir hätten sie aber nicht auf ein reines Gym geschickt, weil das im schlimmsten Fall einen Schulwechsel bedeutet hätte. Hier in Hessen gibt es viele Gesamtschulen und deshalb kam sie im Ort auf die kooperative Gesamtschule mit Gym Zweig. So wäre sie dann nur in eine neue Klasse gekommen. Aber es hat ja funktioniert...


fisch1010

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Antwort auf Beitrag von celmin

Ich wäre trotz allem dafür, das die bindende Schulempfehlung wieder eingefürht wird. Und zwar um die Kinder zu schützen und die Eltern mit der Entscheidung zu entlasten, falls es die falsche Entscheidung war. Tut man sich keinen Gefallen mit, Gymnasium um jeden Preis. Aber man wird ja auch total verunsichert, das nur das Gymnasium zählt. Wenn ich dann allerdings sehe, wie bei mir in der Familie, das man mit einem mittelmässigen Abi gerade mal nach 1 Jahr suchen einen Ausbildungsplatz in der Bank bekommt, frage ich mich, hat sich das gelohnt? Und jeder sagt dem armen Mädchen "und dafür brauchst Du Abi". Nein denke das ist nicht gut.


Caot

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Antwort auf Beitrag von fisch1010

....kein Lehrer vermag zu wissen wie sich die Kinder in den nächsten Jahren weiter entwickeln....machmal bekommt man zu den empfehlungen ja haarsträubende Gespräche dazu. Da fragt man sich, was einem da die Lehrer so erzählen......ob die jemals schon mal beim Kind waren? 4 Jahre Grundschule und jeder Lehrer erzählt etwas anderes...... Ich sage da, mehr Mut zur Entscheidungsfreiheit. Irren ist menschlich, egal ob als Eltern oder Lehrer. aber klar, wenn der Nachbar oder die beste Freudin eh alles besser wissen, kann man es sowieso nie richtig machen! Wir dummen Deutschen! Hätte ich mal nur auf den Nachbarn gehört, der hat es mir ja schon immer gesagt!


Strudelteigteilchen

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Antwort auf Beitrag von fisch1010

Dir geht es also einzig um die Schuldfrage? DAS finde ich ja mal sehr schräg: Das identifizieren eines Schuldigen erzeugt doch keine Instant-Problemlösung. KindGroß hatte eine Hauptschulempfehlung, jetzt steht sie kurz vorm Abi. ICH als Mutter hätte mich EXTREM schuldig gefühlt, wenn ich ihr diesen Weg nicht ermöglicht hätte - obwohl die "eigentliche Schuld" bei der GS-Lehrerin liegt, denn wir wohnen in Bayern und die Empfehlung war und ist bindend. Die Lehrerin hat sich immerhin entschuldigt bei mir. Die Kosten, die mir entstanden sind, weil ich wegen der bindenden Empfehlung eine private Realschule wählen mußte, ersetzt mir aber keiner. Ich wälze die Verantwortung für meine Kinder nicht auf irgendwen ab - komplett unabhängig davon, was Lehrer meinen. Ich höre mir gerne an, was sie zu sagen haben, aber letztendlich entscheide ich ganz alleine - und da ist es völlig egal, ob es um die Frage "Ganztagsschule vs. Halbtagsschule" oder "sprachlicher Zweig vs. mathematischer Zweig" oder eben um "Gymnasium vs. Realschule" geht. Eine bindende Empfehlung macht mir das Durchziehen meiner Entscheidung höchstens komplizierter und/oder teurer, aber niemals wird es mich davon abhalten. Letztlich bin ich ja auch diejenige, die das dann vor dem Kind verantworten muß - und die die Folgen trägt, wenn das auf der Hauptschule unterforderte Kind auf dumme Gedanken kommt oder das auf dem Gymnasium überforderte Kind Depressionen hat.


Mama_Maria

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Antwort auf Beitrag von Hummelbiene

Bei mienen Sohn in der Klasse waren mehrere Kinder mit Realschulempfehlung auf dem Gymnasium (hier zählt nur Elternwille). Alle hatten die ersten Jahre ziemlich schlechte Noten oder mussten sogar abgehen. Manche haben sich bis zur 8. oder 9. Klasse durchgekämpft, aber meistens mussten sie wiederholen oder sind grottenschlecht. Man kann nicht sagen, dass auch nur ein einziges Kind aufgeblüht wäre und richtig gut geworden wäre. Die Einschätzungen der Lehrer aus der Grundschule waren schon ziemlich gut. Wenn du dein Kind trotzdem auf das Gymnasium schicken willst, sollte es besonders mündlich gut sein, also nicht schüchtern, und ehrgeizig. Auch solltest du selbst eine ganz gute Schulbildung haben, damit du helfen kannst. Oder ihr habt das Geld für Nachhilfe.


Caot

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Antwort auf Beitrag von Mama_Maria

.....keine Mama muss einem Gymnasilakind helfen. Das würde ja bedeuten, mama war auf der HS, Kind muss da auch hin, weil Mama ihm die HA nicht erklären kann. Wenn DAS Mamam machen muss, dann läuft da aber etwas gewaltig schief, und das bereits ab der GS. Also, meine Kinder machen ihre HA alleine. Wissen sie mal nicht weiter, hilft der HINWEIS von mir, sich das noch mal durchzulesen, damit es klarer wird. Nützt das nichts, ruft man den Klassenfreund an. Hilft das noch nichts, kommt ein Kommentar von mir unter die HA. DAS war alles noch nie ein Problem. im Gegenteil, die Lehrer waren bisher dankbar - für meinen Kommentar. Ich kenne genügend Kinder die keine entsprechende Empfehlung hatten und trotzdem auf die immer höhere Schulform gingen. Bei den, mir bekannten, Kindern war das immer die richtige Entscheidung.