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Schreien nach dem stillen

Thema: Schreien nach dem stillen

Hallo, meine Tochter ist 20 Wochen alt und wird nach Bedarf gestillt. Seit ca. 2 Wochen ist bei uns der Wurm drin. Immer wenn ich sie von der Brust lösen will (von alleine geht sie nie weg, am liebsten würde sie den ganzen Tag nuckeln) schreit sie wie am Spieß. Tagsüber, bis auf die Tagschläfchen, kein Problem da ich sie ja durch zb spielen ablenken kann. Zum schlafen gehen entwickelt sich das aber immer mehr zum Problem. Unser Ritual sah wie folgt aus, gedimmtes Licht, ruhige Atmosphäre, Babymassage, stillen, ins Beistellbett legen und Licht aus, danach ist sie eigentlich immer relativ schnell eingeschlafen. Nun aber funktioniert das nicht mehr, sobald ich sie von der Brust löse schreit sie ganz verzweifelt, streckt sich nach hinten durch und macht sich steif. Ich nehme sie dann natürlich wieder an die Brust usw usw. Das ganze Spiel geht dann mindestens 5/6 mal so (1-1,5 Std!) bis sie sich dann irgendwann doch total erschöpft ablegen lässt. Mich nimmt diese Situation ziemlich mit da ich nicht weiß was da gerade falsch läuft. Die Mittagsschläfchen werden auch immer zeitaufwändiger, da ich mehr Zeit benötige sie zum schlafen zu bringen als ihre Schläfchen dann dauern. Meistens habe ich sie dann eh im Tragetuch weil anders geht es fast gar nicht mehr. Ich mache mir Gedanken ob sie deswegen schreit weil sie vielleicht nicht mehr satt wird und ich zuwenig Milch habe aber irgendwie glaube ich das dann doch wieder nicht, weil sie ja eigentlich ab einer gewissen Zeit auch nur noch nuckelt. Es ist auch so, dass sie während dem stillen immer einschläft, wenn ich sie dann lösen will wacht sie auf, hat noch Hunger und will selbstverständlich weiter trinken und das geht dann ewig so. Ich bin am verzweifeln und überlege schon ob ich ihr Fläschchen geben soll obwohl ich das eigentlich nicht will. Vielleicht kann mir jemand helfen, was könnte da los sein? Kennt das jemand? Eine Phase, ein Schub, zuwenig Milch, mache ich etwas falsch? Ein weiteres Problem ist, dass sie auf der linken Seite so gut wie gar nicht mehr trinken mag. Beim abpumpen neulich habe ich bemerkt, dass auf der linken Seite nur noch 25ml raus kamen, rechts ganz normal... was kann ich tun? Der berühmte Seitenwechseltrick funktioniert nicht. Liebe Grüße Tina

von Tina.juni am 04.02.2014, 13:37



Antwort auf Beitrag von Tina.juni

Es gibt immer mal wieder Dauerstillphasen, die gehen aber wie alles wieder vorbei. Laß sie einfach. Wenn Du mittags mit liegenbleibst, kannst Du Dich auch erholen. Sie will Dich halt nicht loslassen, das ist in dem Alter eher normal. Und nuckeln stimuliert die Milchbildung auch, nicht nur kräftiges Saugen. Zur Seite: die meisten Kinder entwickeln irgendwann eine Seitenpräferenz, auch da kann man wahrscheinlich nicht viel machen (bei mir: 3 Kinder rechts, 1 Kind links...). Was man abpumpen kann, ist immer viel weniger, als das Baby da rausbekommt. DU machst nichts falsch, Dein Kind entwickelt sich eben weiter und entwickelt nicht nur neue Fähigkeiten, sondern auch neue "Macken". Am besten ruhig bleiben, auch wenn's nervt. es geht ganz sicher vorbei. Eine andere Patentlösung gibt es nicht...LG

von nörgelmama am 04.02.2014, 14:25



Antwort auf Beitrag von Tina.juni

Zum Mittagsschlaf und Abends einschlafen lege ich mich mit unserer Kleinen (4,5 Monate) ins Bett, mache es mir mit Kissen bequem und habe meinen Tablet oder ein Buch dabei, dass ich gemütlich lesen oder spielen kann, während sie trinkt. Dann macht es mir recht wenig aus, dass sie fürs Einschlafstillen abends 1 - 1,5 h braucht, und wenn sie dann von selbst los lässt, weil sie tief schläft, kann ich wieder aufstehen. Sie liegt bei der 2. Brust im Beistellbett und ich in unserem Bett. Seit ich dazu immer Beschäftigung habe, bin ich weniger nervös, schaue weniger auf die Uhr und es geht im Endeffekt auch schneller als vorher... Ich drück euch die Daumen, dass ihr auch eine Art findet, wie das für euch beide entspannter wird!

von Connitaa am 04.02.2014, 18:43