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Symphysenschmerzen

Symphysenschmerzen

Pinkmyride

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Hallo zusammen, ich bin jetzt in der 29. Schwangerschaftswoche meiner zweiten Schwangerschaft und auf der Suche nach dem ultimativen Tipp bei Symphysenschmerzen. Seit rund 8 Wochen habe ich fast durchgängig Schmerzen, mittlerweile ganz extrem. Ich nehme bereits regelmäßig Symphytum Comp., trage einen Beckengurt wenn die Situation es zulässt und gehe zur Osteopathie - nichts scheint wirklich zu helfen. Auch ein Steiß-Entlastungskissen, auf dem ich während meinem Bürojob sitze (umgedreht, sodass die Öffnung vorn am Schambein ist) bringt keine Erleichterung. Die einzigen Situationen, in denen ich keine oder zumindest weniger Schmerzen habe, sind während des Duschens und im Liegen. Habt ihr noch Tipps wie ich mir ggf. Linderung verschaffen kann? LG


Lillimax

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Antwort auf Beitrag von Pinkmyride

Hallo, ich weiß, du wirst es nicht gern hören. Aber es gibt leider keinen ultimativen Tipp, der die Schmerzen lindert. Sondern die Schmerzen werden erst in der Zeit nach der Entbindung besser werden und dann verschwinden. Leider. Grund ist, dass die Schwangerschaftshormone alle Knorpelverbindungen im Körper lockern. Der Beckenknochen besteht ja aus mehreren Teilen, die ebenfalls mit Knorpelbrücken miteinander verbunden sind. Dies ist von der Natur so gewollt, damit der starre Beckenknochen sich unter der Entbindung etwas verbiegen kann. Und damit das noch besser klappt, sorgen die Hormone dafür, dass die Knorpelverbindung deutlich elastischer und lockerer werden als normal. Bei Symphysenschmerzen hat diese Lockerung sozusagen etwas zu gut funktioniert. Ändern kann man das nicht, weil die Schwangerschaftshormone natürlich bis zur Entbindung weiterhin fleißig auf die Knorpelverbindungen einwirken, dies ist durch nichts abzustellen oder zu ändern – außer durch die Entbindung. Ich selbst hatte das Schmerzproblem auch in beiden Schwangerschaften, und zwar immer so ab der 22. SSW schon. Es hat manchmal höllisch wehgetan und gebrannt wie Feuer. Phasenweise wird es von selbst etwas besser und beruhigt sich etwas, aber es kommt meist wieder und geht nicht ganz weg. Die letzten Schwangerschaftsmonate sind nicht witzig, davon können ja viele Frauen ein Lied singen. Alles Liebe und halt' die Öhrchen steif! Das Problem erledigt sich in den Wochen nach der Entbindung, weil die Knorpelbrücken des sog. Beckenrings sich dann langsam wieder festigen. LG


Cleo92!

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Antwort auf Beitrag von Pinkmyride

Liebe Pinkmyride,  schade, dass du dich so spät meldest 😔 Leider machen viele alltägliche Bewegungen die Synphysenschmerzen noch schlimmer. Mir hat damals meine Frauenärztin geraten, sobald die Synphysenschmerzen beginnen mich im sitzen an zu ziehen. Unterhose, Hose, Socken. Alles im Sitzen anziehen. Beim Umdrehen auf der Couch/im Bett die Knie zusammen halten und stück für stück Umdrehen. Langsamer laufen (aber die schmerzen haben mich eh dazu gezwungen 😄). Ebenfalls sollte ich mir ein Stillkissen zulegen bzw. wenn ich dies nicht möchte ein Kissen was Dick genug ist in der Nacht zwischen die Beine.. Nach zwei Wochen wurde es dann deutlich besser! Als ich schluderte und es wieder schlimm wurde habe ich wieder darauf geachtet. Aber sie meinte halt, wenn durch die Hormone alles weicher wird und nicht richtig gestützt wird, wird es um so schmerzhafter und nicht so einfach gegen zu arbeiten.  Vll. hilft es dir ja aber trotzdem auf die letzten Wochen wenigstens ein bisschen Linderung rein zu bekommen! Oder aber jemand anderen, der den Beitrag liest  Alles Gute für die letzte Zeit und bei den Temperaturen starkes Durchhaltevermögen 🥵😰


adamia

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Antwort auf Beitrag von Pinkmyride

Hallo Pinkmyride, kenne das leider auch, bin gerade in der 40. Woche mit meiner ersten und hatte ab der 33. SSW ziemlich heftige Symphysenschmerzen. Bei mir haben Rückenorthese, Symphytum Globuli und Krankengymnastik ehrlich gesagt auch alle nichts gebracht, die Übungen aus der Physio konnte ich wegen der Schmerzen beim Ausführen selbst kaum konsequent machen. Zwei Tage komplettes Liegen hab ich auch probiert, null Wirkung. Was bei mir zumindest ein kleines bisschen half: sehr langsames Gehen und beim Umdrehen im Bett die Knie zusammenhalten, so wie Cleo92 das beschreibt. Aber wirklich weg war es nie, nur phasenweise etwas erträglicher. Was Lillimax schreibt, deckt sich mit dem, was ich in meiner eigenen Recherche zu dem Thema gelesen habe: Die Hormonlockerung ist ein Teil der Erklärung, aber offenbar nicht die ganze, es gibt auch Hinweise, dass Muskelkontrolle und Stabilität rund ums Becken eine Rolle spielen. Hilft Dir jetzt akut wahrscheinlich wenig, aber falls Du danach guckst, was man für später vielleicht besser machen könnte: das würde ich mal im Hinterkopf behalten. Ich hoffe, die letzten Wochen sind für Dich einigermaßen auszuhalten. Alles Gute für Dich und das Baby.