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Federwiege abgewöhnen

Federwiege abgewöhnen

Laleku55

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Hallo zusammen, ich hoffe, jemand kann mir helfen oder hat ähnliche Erfahrungen gemacht 🤍 Meine Tochter ist jetzt 1 Jahr und ein paar Tage alt und hat sich leider sehr an unseren Swing (Wippe) zum Einschlafen gewöhnt. Sie schläft darin schnell ein, aber ich nehme sie nach ca. 30–40 Minuten raus und lege sie ins Bett (meistens ins Familienbett), wo sie dann eigentlich gut weiterschläft. Das Problem ist: Ich möchte den Swing langsam abgewöhnen, weil sie inzwischen sehr aktiv ist, sich hochzieht und es mir auch nicht mehr sicher vorkommt. Ich habe schon versucht, sie im Reisebett oder im eigenen Bett einschlafen zu lassen, aber: sie steht sofort auf weint und ist schwer zu beruhigen wirkt abends oft sehr aktiv statt müde Zusätzlich ist sie gerade sehr quengelig und teilweise auch „aggressiver“ (schreien, unruhig), wahrscheinlich wegen Entwicklungsschub oder Zähnen. Tagsüber schläft sie nur noch 1x (ca. 1,5 Stunden). Hat jemand von euch auch so eine starke Einschlaf-Gewohnheit mit Swing/Wippe gehabt? Wie habt ihr das abgewöhnt? Ich möchte es möglichst sanft machen, ohne sie schreien zu lassen, aber weiß gerade nicht, wie ich es am besten angehen soll. Ich bin für jeden Tipp dankbar 🤍


Ani123

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Antwort auf Beitrag von Laleku55

Mein erster Gedanke war Federwiege  abbauen. Was sie nicht sieht kann sie nicht einfordern. Das Phänomen hat bei manchen Kindern schon geholfen. Z. B. wenn der Schnuller weg ist. Es kann sein, dass ihr Kind von sich aus dann im Bett einschläft, weil es die Federwiege nicht mehr zur Auswahl gibt.  Eine Umstellung wird es sein, welche ein paar Tage dauern kann. 14 Tage sollten sie das neue Ritual ausüben. Dann sollte es Wirkung zeigen. Wichtig ist, dass sie wissen wie das neue Ritual sein soll. Einschlafen im Kinderbett oder Familienbett? Schlafen im eigenen Zimmer oder bei den Eltern? Bleibt ein Erwachsener dabei bis das Kind schläft oder soll es alleine einschlafen? Soll es dabei z. B. eine Geschichte hören (z. B. über Tonie) oder nicht? Soll es ein Nachtlicht im Zimmer geben oder dunkel sein? Wird vorher eine Geschichte vorgelesen? ... Darüber sollten sie und wenn gegeben der Kindsvater sich einig sein und alle weiteren Personen die das Kind schlafen legen informieren. Gleiche Rituale führen zu Routinen.  Wenn sie die Federwiege stehen lassen sollten sie konsequent bleiben. Z. B. dass sie mittags nicht mehr darin schläft. Das bedeutet, dass auch der Papa sie dann nicht mittags dort reinlegt, weil es vielleicht einfacher ist. Leichter stelle ich es mir vor, wenn das Kind die Federwiege nicht sieht und somit zur Auswahl hat. Je nachdem wie groß ihre Wohnung ist könnte diese in ein anderes Zimmer gestellt werden, zu dem das Kind kein Zugang hat und weiß, dass die dort steht. Sonst kann es einfordern in dem Raum darin zu schlafen.  Konsequent sein von allen Seiten, das ist wichtig bei einer Abgewöhnung. Verhindern, dass ihr Kind vielleicht quengelt,  anfangs schwerer einschläft und unruhiger schläft kann niemand. Das Kind braucht Zeit um sich an die neue Routine zu gewöhnen. Ich kann von meinem ehemaligen Babysitterkind berichten, welches über 3 Jahre nur auf dem Arm einschlief. Es bekam die Flasche auf dem Arm und wurde in den Schlaf getragen/geschunkelt. Kurz vor dem 3. Geburtstag wollten die Eltern, dass das endet. Das Kind bekam die Flasche auf dem Sofa, was es gut annahm. Danach sollte es ins Bett. Und ab da an machte es jeder anders. Einer blieb dabei sitzen, de andere verließ sofort den Raum und kam wieder wenn das Knd rief, die andere kam sofort dem Wunsch des Kindes nach es auf den Arm zu nehmen, wieder jemand anderes es auf den Schoß einschlafen zu lassen, usw.. Ich setzte mich neben das Gitterbett und redete dem Kind gut zu und ermtigte es in den Schlaf zu finden. Nach bis zu 1,5 Stunden daneben sitzen gab ich auf. Das Kind schlief immer noch nicht. Ich brachte es dann auf dem Arm zum schlafen. Und wie sich dann herausstellte wurde die Taktik, dass das Kind auf dem Arm einschläft, noch häufig angewandt. Somit konnte sich das Kind nicht umstellen. Es ging zurück zum alten und das war für alle entspannter. Beim zweiten Versuch gab es klare Regeln. Das Kind schläft im Bett ein, kein einschlafen auf dem Arm oder Schoß. Flasche auf dem Sofa, danach wenn gewünscht vom Kind kuscheln, dann ins Bett. Anfangs saß ich daneben,  merkte, dass das Kind dabei nicht einschlief. Also sagte ich, dass ich kurz rausgehen, was ich mache und dann wieder komme  (z. B. Spülmaschine ausräumen, Wohnzimmer aufräumen, Toilette). Die zeitlichen Abstände verlängerte ich und es schlief alleine ein. Nach kurzer Zeit konnte ich Gute-Nacht sagen und rausgehen. Bei allen anderen klappte es genauso. Wir zogen an einem Strang.  Als das 2. Kind kurze Zeit später folgte sollte das sofort alleine einschlafen. Theorie und Praxis waren anders und es schlief 1 Jahr auf dem Arm ein. Die Umstellung war ähnlich wie beim 1. Kind. Nur, dass es hier die Nachtflasche auf dem Schoß im Zimmer des Kindes gab, danach wurde es ins Bett gelegt, ein Lied gesungen und der Raum verlassen. Es dauerte ca. 2 Wochen, dann schlief es alleine ein.  Was ich damit ausdrücken möchte, auch wenn es nicht sofort klappt. Gemeinsam überlegen wie es weitergehen soll und sollte es wirklich zurück zur Federwiege gehen seht es nicht als Rückschritt. Ihr habt es probiert und es war noch nicht der richtige Zeitpunkt für alle (wobei ich da besonders auch die Erwachsenen sehe).  Ihr wünsche euch viel Geduld.