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Wann ist eine Trennung sinnvoll, - warum trenne ich mich nicht? (ultra lang)

Wann ist eine Trennung sinnvoll, - warum trenne ich mich nicht? (ultra lang)

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Hallo, ich würde mich über konstruktive Gedanken freuen. Hier gebe ich meine Sicht zum besten, und die ist, - zwangsläufig, einseitig. Wer mir etwas mitteilt, den bitte ich, nicht zu vorschnell zu sein, denn ich bin natürlich in der Lage, mich hier als armes Hascherl hinzustellen. Ich habe mit meinem Mann drei relativ kleine Kinder. Wir sind über zehn Jahre verheiratet, dennoch bin ich gerade dreißig Jahre alt. Bis vor kurzem haben wir weit weg von beiden Eltern (bzw. Großelternpaaren) gewohnt, sind jetzt aber wieder näher an meine Eltern rangezogen. Seine wohnen im Ausland. Als wir uns kennenlernten, waren wir beide gerade in der Schlussphase von Ausbildungsabschnitten, und haben beide gut bestanden. Aber er nur dank meiner Hilfe, bewerte ich die Situation. Es war für mich aber eine Leichtigkeit, und deswegen tat ich das natürlich für meinen Freund. Ich habe noch einige Ausbildungsabschnitte angehängt, er suchte Arbeit. Eine gute Arbeit, also auf seine Qualifikation passend, erhielt er erst, als ich ihm eine "gefunden" hatte. Zuerst hatte er für mich unerträglich lange keinen Job, dann nur die schlimmsten Aushilfsjobs. Immer wieder hatte er finanzielle Schwierigkeiten, die ihn völlig überraschend trafen. Er war halt ein echter Pechvogel. Da ich sparsam bin, hatte ich alle jemals erhaltenen Geldgeschenke und erarbeitetes Geld durch Jobs neben der Schule gesammelt. Und half ihm natürlich in jeder Notlage. Wir bekamen ein, zwei, drei Kinder, als ich noch nicht ganz mit den Ausbildungsabschnitten fertig war. Währenddessen hatte mein Mann bereits seine Arbeit, durch mich vermittelt, und "geht darin auf". Sie ist zeitlich anspruchsvoll, sie ist weit weg, sie bringt wenig Geld, was an der Branche liegt, und in gewisser Weise ist die Arbeit auch emotional anspruchsvoll, er arbeitet ganz dicht mit Menschen, die nicht auf der Sonnenseite stehen. Dadurch war er schon immer sehr ablehnend, was gemeinsame Unternehmungen betrifft, er ist eben eher ein ruhiger Typ. Ich bin auch kein Wippeschwanz, der immer überall dabei ist, aber zu zweit hätte ich schon gerne was gemacht ab und an, und später mit den Kindern. Und hier rede ich von Spielplatz nebenan, nicht Abenteuer-Safari mit stundenlanger Autofahrt etc. Mit den Kindern hatte ich viel zu tun, da ja der Alltag auch komplett meiner war, und ich immer etwas zu lernen hatte. Er hat mir nie so geholfen, wie ich es gerne wollte, und m.E. habe ich keine übersteigerten Ansprüche. Den eigenen Teller kann man wohl vom Tisch räumen, oder?! An den Wochenenden hat er sich seit jeher ausgeruht, während ich den Dreiklang Lernen, Haushalt und Baby/Kinder spielte. Ich konnte das auch. Ihn musste ich jahrelang "treten", sich mit den Kindern zu beschäftigen. Mittlerweile macht er mal irgendwas nettes mit den Kindern, aber möglichst nur etwas, wo andere Leute ihn sehen können, und wo sich die Beschäftigung der Kinder alleine ergibt. ( Einen Liter Milch am Ende der Fußgängerzone kaufen = dauert zum Glück ewig, kostet nicht viel, und alle Menschen sehen, dass *Hugo* sich mit den Kindern beschäftigt.) Das fing allerdings auch erst an, als ich anfing, am Wochenende zu arbeiten, aushäusig. Da musste er schließlich die Zeit bis zu meiner Rückkehr überbrücken. Er kann nichts dafür, dass sein Job so weit weg ist und er uns tagsüber nicht gesehen hat. Für das winzige Gehalt kann er auch nichts. Das kreide ich ihm nicht an! Aber er hat es in fast zehn Jahren nicht geschafft, einen Job zu finden, der näher an unserer Wohnung lag. Und ja, er kann nur diese Arbeit, für Umschulen ist er zu alt, von Staatsmitteln will ich nicht leben, dieser Beruf bietet keine wahnsinnigen Perspektiven, und mittlerweile halte ich meinen Mann auch für etwas einfältig. (Hoffe, ich verstehe das Wort richtig.) Mehrfach drückte er aus, das er mir die angeblich bessere Ausbildung neidet, und nennt mich eingebildet ... Für mich gab es viele Möglichkeiten in den Jahren. Nach Ausbildungsende habe ich selbständig gemacht. Mit drei ganz kleinen Kindern. Unter anderem, weil mir alle Leute sagten, von denen ich Arbeit wollte, dass das ein Unding sei, bei der Ausbildung und vor allem mit den vielen (drei!) kleinen Kindern. Naja, es gibt ja Arbeit genug, und wenn man sich gut anstellt, dann klappt vieles, worüber andere die Überschrift "unmöglich" setzen. Mein Mann hat Hobbies, ich habe keine, weil ich dafür keine Zeit habe, aber das ändert sich im Leben auch wieder. Ich habe aber ein großes Steckenpferd, das meinem Mann absolut bekannt ist. In den letzten Sommern mussten wir noch häufiger auf meinen Mann verzichten, was sich auf meine Arbeit auswirkte, aber auch auf Familienzeit, weil er sich neuerdings ebenfalls für mein Steckenpferd interessiert. Er war sehr enttäuscht, als wir nicht geschlossen zu einem Ereignis angereist sind, irgendwo nach nirgendwo, wo ich noch nie war, und wo ich mit den Kindern auch nicht gerne alleine hinfahren wollte. Er war ja schon da, und wollte gerne von anderen Menschen, aber auch von uns für seine Taten bewundert werden. Dass ich gelitten habe, wie ein Kaktus im Regenwald, als er soviel Zeit für * meine * Passion opferte und in höchsten Tönen schwärmte (ach nee!), das hat er auch nach deutlicher Ansage meinerseits nicht gemerkt. Ein Balken in meinem Auge sind unsere Finanzen! Er verdient nicht viel, aber übrig bleibt gar nichts für uns! Seit Jahren bitte und bettele ich, dass ich wissen muss, wohin das Geld geht. Er bezahlt bei uns nur eine Art von Posten im Alltag, und das sind genau die Dinge, von denen er -auch- profitiert (Auto), oder ohne die man gar nicht kann (Krankenkasse). Alles andere nicht. Mal ein Lebensmitteleinkauf, mal ein T-Shirt für die Kinder, einmal im Jahr. Ihn scheint es nicht zu interessieren, woher bei uns das Geld kommt, oder wie alles finanziert wird. In meiner Ausbildung wurden wir konsekutiv immer mehr von meinen Eltern unterstützt, die uns die Wohhnung weitestgehend finanziert haben. Wusste mein Mann. Nun bin ich fertig, das ist also nicht mehr notwendig. Mein Mann fragt und fragte nicht, woher das Geld für die Wohnung kommt oder kommen könnte in Zukunft. Wieviel der Wocheneinkauf gekostet hat. Wie teuer neue Kinder-Winterstiefel sind. Wieviel Extrageld im Kindergarten oder in der Schule fällig ist. Wieviel Strom wir verbrauchen, Telefon etc. Beim Umzug habe ich festgestellt, dass praktisch alle Möbel in der Wohnung *meine* Möbel sind, zumindest habe ich sie ausgesucht, angeschafft und mit meinem Ersparten bezahlt. Und er war ja auch selten da, also habe ich sie meist auch selbst benutzt, mit den Kindern. Ich verstehe immer seine Seite, es ist immer ganz logisch. Es gibt für alles bei ihm eine plausible Entschuldigung. Dass er lethargisch und ungeschickt ist, kann man ihm wohl kaum zum Vorwurf machen, das sind Eigenschaften. Persönlich habe ich mit ihm total seit gut zwei Jahren gebrochen. Er merkt es scheinbar nicht, aber es fällt auch nicht so auf. Alltag gibt es eben keinen gemeinsamen, und der Rest ist Absprache, wer wie lange und wo arbeitet. Mein Verdienst geht für unsere Familie drauf, dabei ist der wesentlich kleiner, meine Selbständigkeit ist nur Teilzeit, damit ich mich um die Kinder kümmern kann. Ich war hochschwanger, in den Endzügen diverser Abschlussprüfungen, alleine mit zwei Kleinkindern, da fiel ihm ein, dass ein * persönliches Problem * seinerseits riesigen Investitionsbedarf hat. Ich habe das schon Jahre vorher kommen sehen, ihn darauf aufmerksam gemacht, - aber er hat nicht reagiert. Das war für mich eine Grenze, sein Einsatz dort, würde die Familie finanziell oder emotional ruinieren. Vermutlich ist mittlerweile beides eingetreten, denn abhalten konnte ich ihn nicht von seinem Engagement. Während es mich in der Art und vom Zeitpunkt her nicht überraschte, kam es für ihn mal wieder völlig unvorbereitet, und ich sollte mal wieder helfen. Mit ganz viel Geld. Das ist auch eine nützliche Sache, ganz ohne Ironie jetzt mal, und dass ich es nicht tue, bereitet mir sogar Gewissenskonflikte. Aber es ist seine Geschichte, nicht meine. Und bevor ich seine Kartoffeln aus dem Feuer hole, hole ich wohl lieber meine, oder?! Heißt: Hier meine Familien, die Kinder eben. Ich muss sagen, wenn man etwas gesunden Menschenverstand anwendet, kann man viele Situationen voraussehen, die ihn immer so plötzlich ereilen. Aber er kann das nicht. Und hört nicht auf mich. Er hat noch nie einen Plan für die Familie gemacht, weder was Jahresziele, Wochenendausflüge oder Lebensperspektive angeht. Muss man auch nicht, aber ich denke gerne voraus, und so stört es mich, wenn er sich da komplett rauszieht. Früher klang das eben anders für mich, als wir noch keine Kinder hatten. Man könnte sagen, er ist weltfremd. Und wie schlimm ist das? Wie sehr darf mich das stören? Er entstammt einer anderen Kultur, und ich kann nicht immer sagen, wieviel von seinem Verhalten auf die Kultur/Herkunft zu schieben ist, und wieviel einfach männliche Eigenschaften sind, wie sie überall vorkommen, aber nirgends gerne gesehen sind. Seine starke Seite ist Geduld, er kann alles aussitzen. Irgendwann braucht man aber auch Ergebnisse, finde ich, und die muss man manchmal selbst herbeiführen. Dass er für eine Familie so wenig Verantwortung übernehmen würde, konnte man ja kinderlos nicht ahnen. Und wenn jeder über sein eigenes Geld verfügt in einer Beziehung, dann stellen sich viele Problem oder Fragen einfach nicht, bzw. ist die hypothetische Beantwortung meist praxisfern. Er ist ein liebevoller Vater, er könnte tagelang mit den Kindern im Bett kuscheln. Allerdings schläft er dabei immer ein, also ist selbst das mehr ein sich selbst überlassenes Toben. Ich denke, er liebt die Kinder sehr. Aber Gedanken macht er sich keine um sie. Andererseits gibt es einen akuten Fall, indem er große Sorgen um die Kinder angibt, und uns einschränken will. Ein gewisses Gefahrenpotential sehe ich auch, aber nicht mehr, als der Dachziegel, der einem beim Spaziergang den Schädel zertümmert. Ich erwarte von ihm, dass er sich bei meinen Sorgen um die Kinder an meine Einrschänkungen an ihn hält (- auch, wenn meine Sorgen realistischer sind, als seine aktuelle Pseudofurcht, finde ich). Ich will auch auf keinen Fall, dass wir mehr auffallen, als durch eine auffällige Familienkonstellation. Gossenkinder z.B will ich nicht, und ich beuge dem vor, so gut ich kann. Was ihm natürlich ein Beibehalten seines dahinwabernden Drohnenzustands ermöglicht, schlimme Konsequenzen hat es ja nicht. Die Kinder lieben ihn, er ist ein kostbares Produkt, weil selten zu haben, er macht gerne, was sie wollen, und streng ist er auch nicht. Sie dürfen Süßes, TV, kleine Geschenke etc. Weder gibt es bei uns einen Erziehungsstil, der jemals festgelegt wurde, noch wird je drüber gesprochen. Ich hatte immer viel mit ihm geredet, dachte ich. Tatsächlich hatte ich ihn angeredet. Seit zwei Jahren sage ich nicht mehr, als er. Also gibt es weder Morgen - noch Abschiedsgruß, keine inhaltlichen Unterhaltungen, außer, was unbedingt eingekauft werden muss, einmal am Wochenende, wenn er da ist. - Wobei ich ihn frage, weil er sonst direkt nach meiner Heimkehr, nach meinem Einkauf mit drei Kindern, während er sich ausruhen muss oder zum Hobby, weil er sonst direkt los geht, und seinen Bedarf einkauft. Er fragt eben selbst nichts, oder sagt auch nichts. Änderungen habe ich versucht, die an meinen grundsätzlichen Schwierigkeiten mit ihm aber nichts wesentliches geändert haben. Die Wochenenden mit den Kindern, also die gemeinsame Zeit, habe ich ihm „auf´s Auge gedrückt“, in dem ich dann arbeite. Und meine Tätigkeit läßt sich auch nicht verschieben, zusätzlich maloche ich fünf Tage die Woche, selbst und ständig, aber, s.o. In Teilzeit. Komme aber sicher dennoch auf mehr als 40 Stunden/Woche. Gemeinsame Zeit habe ich ihm mit den Kindern jetzt mehrfach organisiert, indem ich arbeitete, und er seinen Urlaub zu Hause und mit Kinderalltag verbringen konnte, je eine Woche lang. Erfolg: Ganz kurz sieht er, wie schön das ist, wieviel Arbeit es macht, und vor allem: Wieviel es kostet. Diese Erkenntnis hält genau bis zum nächsten Wocheneinkauf, dann bin ich wieder dran. Er hat mir dann natürlich schön geholfen, meiner Arbeit nachzugehen und hat vor anderen etwas zum Brüsten. Nun wohnen wir weit auseinander, weil er den Umzug verpennt hat. Ich habe rechtzeitig klare Ansagen gemacht, aber er hatte keine Zeit, es war EM, und sein TV stand auf der Arbeit, so blieb er dort und ließ sich höchstens mal per Telefon informieren. Aktives Nachhaken? - Fehlanzeige! Meistens war er nicht erreichbar, und ich weiß wieso und kann es mal wieder nachvollziehen, aber irgendwann geht das doch nicht mehr! Vielleicht hat er es nicht für möglich gehalten; zumindest hat er ganz kurz vorher bekannt gegeben, dass ihm das zu schnell geht, er eigentlich nicht einverstanden ist, und er nochmal überlegen muss. Zwei Wochen später war die alte Wohnung vergeben und der Umzugslaster bereits gefahren ... Mehr als acht Wochen haben die Planungen aber schon gedauert. Er kommt erst, wenn er hier einen einigermaßen lukrativen Job hat Wir sind in den Sommerferien umgezogen, nun sucht er Arbeit hier. Wenn er Weihnachten noch keine bekommen hat, dann will er wirklich mal anfangen, nachzudenken. Nachzudenken, wie er eine bekommen kann?! Wenn ich ihm keine hersuche , dann wird es sicher noch lange dauern. Vielleicht nochmal zehn Jahre. Eheliche Pflichten? Habe ich keine Lust drauf, bei so viel Desinteresse will ich mich nicht wie ein Ventilöffner fühlen müssen. Er hat mir sogar mal ein Verhältnis unterstellt, weil ich nur Schlafen wollte möglichst alleine mit Stillkind daneben, dabei hatte ich eben das Schrei-Stillkind von neun Monaten, (HORROR!), eine frische Selbständigkeit, zwei andere Liebe suchende Kinder und die üblichen Mutter-/Elterntermine, wie Beirat hier, Vorstand da. Schlaf nachts seit über einem Jahr drei, vier Stunden. Und er meint, ich verschmähe ihn, weil ich jemanden anders habe. Rund um die Uhr Kinder auf dem Schoß und neben mir. Das fand ich echt total primitiv!! Wenn man diesen Zustand einer Frau nicht erkennt, obwohl sie es einem sagt, obwohl man selbst das Schreikind hört (bei Anwesenheit) etc. dann ist das ja wohl auch Ignoranz?! Wirklich, ich verstehe ganz viele Aspekte im Leben meines Mannes, ich betrachte ihn auch noch als Familiemitglied, als Oberhaupt definitiv nicht, aber bei welchen Aktionen kann ich mal sagen: Das Maß ist voll! (Guten Gewissens am besten?! Aber das geht wahrscheinlich nicht??) Ich vermute, dass wir kein Geld von ihm für die Kinder erhalten würden, im Falle einer Scheidung. Und das ist das einzige, was mich von einer Scheidung oder vorerst erstmal Trennung abhält. Wir habe ja ohnehin keinen gemeinsamen Alltag, er sieht uns ca. einmal im Monat über ein langes Wochenende, mehr nicht. Er ruft seltenst an, auf drei Anschlüssen von ihm ist er nicht erreichbar. (U.a. weil er eines seiner Telefone nicht bedienen kann, und sich auch nicht reinfuchst.) Ich habe ihm sogar mal ein Handy gekauft, damit wir immer kommunzieren können, alleine schon wegen und auch mit den Kindern. Hat er nicht dabei, hat er nicht an, Akku ist leer, Kabel irgendwo vergessen etc. Und um die Kinder tut es mir leid. Weil es so aussieht, als ob ich Papa wegschicke, der doch ohnehin schon immer so viel Pech hat. Ich stelle fest, dass sich aber eigentlich nichts ändern würde, außer, dass manche getrennte Väter sich etwas mehr zumindest für die Kinder ins Zeug legen. Eine offizielle Trennung verkompliziert schließlich auch viele Dinge. Für mich braucht er mittlerweile wohl nichts mehr tun, mir reichts! ------------------------------------------------------------------------------- RESPEKT an alle, die bis hierher gelesen haben!! Und Dank!! Wann ist eine Grenze erreicht, wo man sagen kann, ich will eine Gemeinschaft mit dir nicht mehr? Sollte ich vielleicht gehen, weil von uns fünfen offensichtlich nur ich angepisst bin? Bin ich dumm, dass ich noch da bin, oder gebe ich uns nicht genug Zeit? (Ein Eintags-Hochzeiter bin ich nicht, ich anerkenne schlechte Zeiten, die auf einen zukommen im Leben!) Für meine Entwicklung hätte ich eine Heirat nach oben gebraucht, wobei ich meinen Mann definitiv nicht abwerten will. Aber er kann mir leider gar nichts beibringen, weil ich soviel selbst dazugelernt habe in den Jahren unserer Ehe, während er nur stagnierte. Ich erziehe drei Kinder, das ist normal. Aber einen Erwachsenen will ich nicht weiter erziehen und auch nicht durchs Leben ziehen. Er ist ja nicht behindert. Könnte ich verantworten, dass die Kinder bei ihm bleiben? Vermutlich nein, er hat letzten Endes keine richtige Ahnung von einem Leben mit Kindern, Struktur etc. Und alle erst mal in kalte Wasser fallen zu lassen, finde ich hier auch nicht gut. Alle konstruktiven Ideen sind WILKOMMEN!! Sabine Muhwock (die natürlich nicht wirklich so heißt)


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hallo, ist dir eigentlich schon einmal der gedanke gekommen, dass dein mann ein doppelleben führt? er braucht sein geld alleine für sich und hat weder interesse bei euch zu wohnennoch irgendetwas anderes an seinem leben zu ändern - da hat sich mir beim lesen deines langen beitrages immer mehr der gedanke entwickelt, dass ein solcher mann zwei leben hat. liebe grüße, malwinchen


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Hallo, vielen Dank für das Durchhangeln! Ein Doppelleben kann ich mir absolut nicht vorstellen. Das würde eine Raffinesse und eine Organisation erfordern, die ich ihm never ever zutraue. Er ist in meinen Augen nur faul und lethargisch. Aber ein Gedanke ist es auf jeden Fall, der einem kommen kann, bei meinen Ausführungen, da muss ich dir Recht geben. Sabine Muhwock


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Na sowas, mein Ex hat einen Zwillingsbruder! Aber mal im Ernst: Was Du suchst ist eine Absolution. Die Erlaubnis, gehen zu dürfen. Ein großes Schild, wo draufsteht: "Jetzt ist das Fass voll! Du darfst/sollst/mußt gehen!" Das wird nicht gehen. Du wirst die Entscheidung selber treffen müssen. Und sie ist abhängig von Dir und Deinen Grenzen. Was für den einen okay ist, ist für den Nächsten schon zu viel. Ändern wirst Du ihn nicht, das hast Du ja schon erkannt. Aber Du mußt jetzt auch keine Entscheidung treffen, daß Du für den Rest Eures Lebens bei ihm bleibst. Du kannst jeden Morgen sagen: "Okay, heute gehe ich noch nicht!" Erst, wenn Du morgens aufstehst und merkst, daß gehen logischer ist als bleiben - dann wirst Du gehen. Wann dieser Zeitpunkt erreicht ist, mußt Du selber wissen. Oder es gibt einen Anstoß von außen - bei mir war das so. Aber solange Euer Leben so vor sich hin plätschert ist es natürlich schwer für Dich. Denn: Es ist ja heute nicht schlimmer als gestern oder vorgestern. Also warum solltest Du heute gehen, wenn Du gestern oder vorgestern auch nicht gegangen bist? Ich denke, als Anfang kannst Du ihn ja mal mit der Jobsuche alleine lassen. Vielleicht ist die Trennung dann sowieso unausweichlich. Gruß, Elisabeth.


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Hallo +emuft+, du hast es treffend beschrieben, ich suche einerseits nach einer Absolution zu gehen. Andererseits würde sich ja nichts ändern. Und da er ohnehin praktisch nicht anwesend ist, hadere ich wohl auch so mit mir. Ich versuche mal, mich mit der Arbeitssuche für ihn zurückzuhalten. Was mir ehrlich gesagt etwas schwer fällt, denn ich kontakte ja herum, und man wird angesprochen, und immer hat jemand eine Idee oder einen Ansprechpartner für ihn. Das gebe ich natürlich weiter. Für die Kinder wäre es gut, den Vater öfter um sich haben, aber andererseits richtet er auch viel Chaos in unserem Alltag an oder bremst uns. Ich werde auch mehr auf die Signale achten, die von den Kindern kommen. Die halten unseren merkwürdigen Umgang miteinander ja für normal, das ist es aber nicht. ("Die beiden Eltern von XY haben sich in den Arm genommen, warum machen die das denn?! Ihr macht das doch auch nicht! Eltern sollen doch nur Kinder in den Arm nehmen.") Wenn da noch mehr solche Klopse kommen, muss ich alleine deswegen schon Konsequenzen ziehen. Ja, mein Mann wartet auf das Leben, das sich vor seiner Haustür abspielt. Irgendwann wird es schon klingeln und ihn fragen, ob er mitspielen will. Er wartet erstmal solange. Sabine Muhwock


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Ja, er ist lethargisch. Aber er kann es auch sein, weil Du ihn immer wieder an der Hand nimmst. Ihr habt Euch gesucht und gefunden - es gibt einen Grund, warum gerade Du "so einen" Mann hast. Nicht böse gemeint, ich hatte ja auch "so einen" Mann. Und auch bei mir gab es einen Grund dafür, ich habe mir einen Mann ausgesucht, der damals zu mir paßte. Ich habe es gebraucht, ihn immer an die Hand nehmen zu müssen - bis es mir zu viel wurde, weil die Kinder dazukamen und weil ich mich weiterentwickelt hatte. Mich erinnert das an einen Spruch, weiß nicht von wem der ist: Frauen heiraten einen Mann in der Hoffnung, daß er sich ändert. Tut er aber nicht. Männer heiraten eine Frau in der Hoffnung, daß sie sich nicht ändert. Tut sie aber. Gruß, Elisabeth.


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Haha, sehr guter Spruch, der trifft es bei uns und bei vielen Paaren, schätze ich! Heute wurde mir nochmal vor Augen geführt, wie konträr Ansichten sein können, ohne dass das Auswirkungen hätte. Es hat mir nochmals verdeutlicht, wie total anders mein Mann unsere Beziehung sieht, oder zumindest dass er sie total anders bewertet als ich. Nämlich vermutlich als ganz in Ordnung, nur, dass ich ein wenig zickig bin. Ich finde es abartig, Mama-Taxi zu spielen! Ich habe drei Kinder, damit ist das Auto voll, oder meine Fahrrad-Kontroll-Qualitäten ausgeschöpft. Und ich habe meine Arbeit. Und noch bestimmte weitere Verpflichtungen. Aber mich bzw. die Kinder mit Terminen vollzustopfen, die Zeit regelrecht töten, das kann ich nicht. Andere Mütter lieeben es, denn das ist ihre Daseinsberechtigung. Umweltaktivistisch und zeitsparend wollte ich eine Fahrgemeinschaft ins Leben rufen, war bereit, die jeweils nicht beteiligten meiner Kinder irgendwo warten zu lassen etc. Und wunderte mich über geringes Interesse. Ein erfahrener Mensch hat mir heute erklärt, dass es Mütter gibt, die genau das schätzen. Hin- und her zu rasen, und schon im Stress zu sein und über Spritpreise zu jammern, aber auf keinen Fall damit aufhören. Manche tragen ihr Kind morgens aus dem Bett, damit es einen sanften Start in den Tag hat, ihr Schulkind (!). Tja, nun machen die Mütter ihres, und ich meines, und schaden tut es nicht gegenseitig. Hmhm, soso. Sabine Muhwock


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mein senf dazu. ich finde dein mann nach deiner beschreibung nicht schlimmer und nicht anders als andere ehemänner, die ich kenne. gemäss mir könnte man den ganzen text in fünf worten zusammenfassen: ich liebe ihn nicht mehr. es gibt viele frauen, die leben mit ihren männern zusammen, obwohl sie keine liebe mehr verspüren. dann gibt es andere frauen, die entschliessen sich zu einer trennung. aus diesem grund kann man dir nichts raten, denn keine der beiden entscheidungen hat nur vorteile. ich weiss, was ich tun würde, aber das könnte nicht das richtige für dich sein. bin gespannt, was du selbst entscheidest. alles gute!


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Hallo Sabine :-), die Frage ist doch was würde sich ändernn, wenn du dich trennst? Ich meine wie kann man den Umzug verschlafen? All dein Verständnis in Ehren, aber was kannst du von Ihm noch erwarten? VG Mama Fabian


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hat sowieso keinen taug mehr. zur frage: eigentlich BIST du doch schon getrennt. wobei ich es nicht schön finde, wie du über einen menschen schreibst, den du geliebt hast und der gut genug für drei kinder war. ich lese raus, daß er für dich ein vollidi ist.


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Hallo vallie, das ist es auch: Ich bin mir über die Gefühle nicht ganz im Klaren, und für pfiffig halte ich ihn nicht. Er hört mir zu, aber versteht meine Aussagen nicht, jedenfalls meistens. Und wenn ich ihm eine Aussage auch noch in allen Konsequenzen erklären muss, weil er nicht mitdenkt, wie es mir nun mal erscheint, dann bin ich damit nicht einverstanden. Beispiel: Ich habe aktuell die Möglichkeit, in eine feste TZ Stelle eingestellt zu werden. Der gleiche Job, aber eben sicher und mit Versicherung etc. Das habe ich ihm mitgeteilt, denn bei einem ziemlich geringen Familieneinkommen und viel Stress ist das doch ein Traum. Und bringt einige Fragen und Konsequenzen mit sich. Seine einzige Reaktion und Aussage in den letzten zwei Wochen dazu war: "Aha!". Keine Frage nach dem Verdienst, keine Frage, ob Steuerklassen geändert werden sollen, keine Frage nach Arbeitszeiten etc. Selbst wenn es jemanden nicht interessiert, dann sollte man anstandshalber Freude für mich ausdrücken. Er kann sich auch freuen, denn da besteht ja wieder besser die Möglichkeit, sich zurückzulehnen etc. Aber er ist doch direkt involviert, es geht um das Familieneinkommen, um seine Steuerklasse etc. Daher war er mir nicht gut genug für etwas, sondern ich würde sagen, ich habe lange auf Veränderungen gehofft, als sich die Gemeinschaft nicht so darstellte, wie ursprünglich vorgestellt, und wie auch landläufig häufig üblich. Verantwortung füreinander etc. Aber dennoch danke für deine Erkenntnis aus meinem *Roman*. Sabine Muhwock


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das kann ich gut nachvollziehen. mein exgatte war ähnlich desinteressiert, aber akademiker, insofern liegt es nicht an der ausbildung sondern an der herzensbildung. was ist, wenn du ihn vor vollendete tatsachen stellst und die trennung "begehrst"??? meinst du, er ändert sich??? willst du es noch??


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Hallo Mama Fabian, wenn ich mich trenne, werden mich Gewissensbisse plagen, aber das ist anscheinend normal. Bin ich nicht zu unflexibel, denn ich habe anscheinend die Gabe, mehr Dinge zu erkennen, mehr Einfühlungsvermögen, mehr Verständnis. Und sollte ich deshalb nicht einfach weniger kleinlich sein. Wenn es ihm einfach nicht gegeben ist?! Bei einer Trennung müsste ich garantiert alles für ihn tun, weil er mit sllem nicht in die Puschen kommt. UND: Ich habe ganz erhlich Angst vor einem Schiedungskrieg. Jetzt ist mein Mann friedlich, weil sein Leben schön und gut ist. Aber wenn ich mich trennen will, dann kriegt er sicher Angst um die Kinder, die unbgründet ist. Aber das versteht ja anscheinend nicht jeder getrennte Partner. Und es ist vielleicht auch nicht immer so. UND: Ich will ja auch (zur Zeit?) keinen neuen Mann. Daher scheue ich mich, mich ohne Zwang wieder zur Alleinstehenden zu machen. Rein aus rechtlicher Sicht. Umzug: Ich habe viel telefoniert und geplant, und ihn nach Möglichkeit telefonisch in Kenntniss gesetzt. Aber genau in der Zeit der Planung (dieser Umzug stand schon einige Jahre im Raum, und nun hat er eben stattgefunden), war er sehr abgelenkt durch die EM, ganz männlich. Dass man dann aber nicht realisiert, dass es um die Familie geht, die gerade dabei ist, das ganze Leben umzukrempeln und sich viel verändern wird, das ist wirklich unglaublich. Er hat auch nur einen Tag Zeit gehabt für den Umzug, alles andere war meine Angelegenheit. Klar, wie kann man Zeit für etwas brauchen, was man gar nicht sehen will oder verdrängt oder nicht verstanden/realisiert hat?! Dass er es so offen zugibt, oder sich selbst so bloßstellt, hatte ich aber (mal wieder) nicht vermutet. Es zieht mich übrigens jedes mal wieder mindestens einen Tag runter, wenn er so reagiert. Obwohl ich es ja langsam gewöhnt sein müsste. Und wieso tut es das? Weil ich doch emotional an irgendwas klammern will, an der Hoffnung, dass es doch noch mal besser wird? Oder ist das meinerseits auch normal, die dusselige Hoffnung? Sabine Muhwock


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Hallo Sabine, Punkt für dich - Gewissensbisse hatte ich auch auch, als ich mich von meinem Mann trennte! Würde er morgens aufstehen und zur Arbeit fahren, die ich ihm "besorgt" habe?! Würde er es schaffen Rechnungen zu bezahlen, die ich sonst überwiesen habe? Würde er es schaffen alleine zurecht zu kommen? Ich habe nach der Trennung viel für ihn getan, aber nicht alles! Es ist unwahrscheinlich befreiend wenn man von Tag zu Tag mehr von der "Verantwortung" abgegeben kann! Das kann man nicht von heute auf morgen! Erst kürzlich gab es wieder eine Situation in dem ich ihn mehrmals - schriftlich und mündlich darum gebeten habe ein Anruf zu tätigen - nichts - ich wüßte wie er wäre und was solle er denn sagen? :-(( Ich denke einen Scheidungskrieg kann man auschließen - ohne deinen Mann persönlich zu kennen, aber woher soll denn diese plötzliche Innitative kommen? Geschieden bin ich auch noch nicht und muss es auch nicht sein! Ja einen Umzug kann man auch überwerten, das ist doch ruck zuck erledigt - ein paar Möbel geschleppt...Ironie off Deine Hoffnung kann ich dir nehmen - DAS ÄNDERT SICH NICHT! Ich habe mich auch lange an diese Hoffnung geklammert - gemacht, getan und wurde immer wieder eines besseren belehrt! Ich habe meinen Mann gerne an die Hand genommen, habe ihn davon überzeugt eine Ausbildung zu machen, habe eine Lehrstelle gesucht, habe zu Recht das Arbeitsgericht beschäftigt, habe ALG II Anträge gestellt, habe gearbeitet und Geld verdient, habe aus Dummheit verursachte Rechnungen bezahlt, habe wieder einen ziemlich guten Job für ihn besorgt, habe mich um unser Kind gekümmert, Haushalt und den Kontakt zu seinen Freunden gehalten und und und..., aber irgendwann war die Liebe unter all den Aufgaben versteckt und letztendlich nicht mehr zu finden! Viele Grüße Mama Fabian


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Zitat: "Ich denke einen Scheidungskrieg kann man auschließen - ohne deinen Mann persönlich zu kennen, aber woher soll denn diese plötzliche Innitative kommen?" Doch, das kann trotzdem sein. Mein Ex war auch so eine Schlaftablette, aber die Scheidung hat ihn irgendwie aufgeweckt - vielleicht auch, weil ich von einem Tag auf den anderen wirklich absolut überhaupt gar nichts mehr für ihn getan habe. (Es half, daß er das gemeinsame Konto leergeräumt hat, während ich beim Anwalt war - das hat mich so wütend gemacht, daß ich mich absolut aus der Geschichte zurückgezogen habe - zurückziehen konnte. Er saß zwischenzeitlich auf der Straße und hatte kein Einkommen, weil er seinen ALG-Antrag nicht ausgefüllt bekam. Er mußte wohl sehr tief fallen, um seinen Popo hochzubekommen.) Der negative Effekt der Erweckung war, daß er mich wegen jedem Scheixx vor Gericht verklagt hat und mir einen richtig schicken Scheidungskrieg beschert hat. Der positive Effekt war, daß er den Hintern plötzlich hochbekommen hat: Er studiert jetzt in London - das war eigentlich unser gemeinsamer Lebenstraum, den ich alleine nicht stemmen konnte und den er nur geträumt hat, ohne was dafür zu tun. Allerdings reichte die Initiative dann doch nicht aus, um die Kinder regelmäßig zu besuchen. Offensichtlich ist neben dem Studium nicht mehr genug Kraft dafür da. Schade für die Kinder, aber es ist seine Entscheidung. Gruß, Elisabeth.


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Hallo "Susanne", mir kommt deine Geschichte sehr bekannt vor, und ich meine, von dir in einem anderen Zusammenhang schon mal gelesen zu haben *zwinker*. Aber egal. Was emfut schreibt, trifft den Nagel m. E. auf den Kopf. Du hast dir genau das gesucht, was du früher gebraucht hast und hängst jetzt im Ist-Zustand fest. Fakt ist, dass dein Mann in eurem Leben keinerlei Rolle spielt, weil du alle relevanten Entscheidungen fällst und die Alleinverantwortung trägst. Das hat Vorteile für ihn, aber auch für dich: Er weiß, dass er sich auf dich verlassen kann und du seine Mithilfe/Mitbeteiligung an Haushalt/Kindern/Lebensorganisation weder brauchst noch einfordern wirst, du hast - zumindest nach außen hin betrachtet - eine vollständige Familie, andererseits aber keinen Mann, der dir am Zeug flickt, weil er an Entscheidungen beteiligt werden will. Du hast zwar keinen Respekt mehr vor ihm, weil er intellektuell und lebenspraktisch weit unter deinem Niveau ist, aber andererseits ist er auch "bequem", weil er dich so machen lässt, wie du es für richtig hältst und dir nicht in die Quere kommt. Immer wieder kommen dir zwar nagende Zweifel, ob das eigentlich deiner Vorstellung von einer erwachsenen Partnerschaft entspricht, aber eigentlich hast du dich mit eurem Modell gut eingerichtet. Ob du es dabei belassen willst, ist allein DEINE Entscheidung. Dein Mann ist, wie du selbst schreibst, zu lethargisch, um eine Änderung der Situation herbeizuführen, und, wie ich herauslese, ist der Leidensdruck, den dir eure Partnerschaftskonstellation bereitet, auch eher gering. Die Frage ist, ob du dich damit begnügen willst, einen Menschen an deiner Seite zu haben, von dem du weißt, dass er dir nicht das Wasser reichen kann und der einfach nur "bequem" ist. Du verachtest ihn ja im Grunde regelrecht und hast dich deshalb innerlich davon verabschiedet, ihn für voll zu nehmen. Du bist also quasi schon alleinerziehend, hängst aber irgendwie doch an dem bestehenden Rahmen, der dir ja auch eine gewisse Sicherheit gibt. LG Nicole


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asdf


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Hallo Mama Fabian, klingt in weiten Teilen nach meinem Mann! Allerdings habe ich ihn erst am Ende der Ausbildung an die Hand genommen. Und ich hätte keine Angst, dass er den Weg zur Arbeit nicht findet. Wie seid ihr denn zur aktuellen Situation gekommen, dass ihr getrennt seid, aber nicht geschieden. Und es anscheinend auch nicht wollt, zumindest du nicht. War das eine aktive Entscheidungsfindung, oder hat es sich so ergeben? Hatte eben wieder ausführlich *gesenft*, aber darüber war schon der Rechner so gelangweilt, dass er sich kurz aufgehängt hat. Vielen Dank, Sabine Muhwock


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Liebe Nicole, sehr gut, trifft auch die Lage! Ich hatte mir vorgestellt, dass wir uns eben gemeinsam entwickeln, aber eben nebeneinander, und nicht voneinander weg. Weil wir ziemlich jung waren, als wir uns kennenlernten. Und mir zumindest bewusst war, dass ich noch kein fertig geprägter Mensch war, das wäre ja auch schrecklich gewesen ... Und vielleicht hängt es auch irgendwie mit meiner imaginären Lebensmitte zusammen, die ich bei 35 Jahren ansetze, dass ich rekapituliere und mich frage, wohin es noch gehen kann. Ich bin kein Streber, und will nicht die erste Bundespräsidentin werden, aber ich will zumindest auf dieser Lebensetage auch keine Wurzeln schlagen. Man wird doch wohl davon träumen dürfen, mal selbst durch eigene Arbeit, und nicht durch Transferleistungen wie Kindergeld, Pflegegeld etc. zu leben. Und das ist mein Ziel, und das ist momentan noch fern. Denn wir überleben, aber leben tun wir nicht im Überschwang. Und ich habe verhältnismäßig lange gelernt, und auch viel. Und das werde ich einfach ich nicht zum Fensterputzen nutzen. Bin ich bereit, tatsächlich, das ist eine Kernfrage, mich länger mit diesem Lari-Fari-Zustand zufrieden zu geben, oder ändere ich etwas? Wobei das gute an dieser (oft genug wenig erträglichen) Situation ist, dass sie risikolos ist, von den Unzulänglichkeiten abgesehen. Eine neue Situation könnte ja Abgründe aufbringen, von denen ich bisher nichts ahnte, und darauf habe ich keine Lust und will auch die Kinder nicht solchen Erfahrungen aussetzen! Zur Zeit bin ich sogar in einem Zustand, in dem ich stark bezweifele, dass es Liebe überhaupt gibt. Ich würde eher glauben, dass sich zwei Menschen aus gemeinsamen Ideen zusammentun, aus sexuellem Begeheren, oder weil der eine was hat, was dem anderen fehlt. Wie komme ich darauf? Ich werde (am Ende meiner kühnsten "ich-habe-mich-getrennt-bin-endlich-wieder-verliebt"-Träume) nie wieder einen Mann ohne positive Schufa-Auskunft und letzte Steuerabrechnung in mein Haus lassen. Das ist mein fester Glaube und mein unbedingter Vorsatz. Nicht, weil ich geldgeil bin, überhaupt nicht. Aber ich habe es satt, zu schuften und Geld dafür zu bekommen, aber es anderen Menschen, die sich extrem ungeschickt anstellen, hinterherschmeissen zu müssen. (Denn ja, das musste ich schon, manchmal kann frau nicht warten, bis er aufläuft. Man hängt ja schon selbst mit drin, bsp. nicht bezahlte Versicherungen, und irgendein Unfall passiert. Alles schon erlebt.) Du hast ganz genau Recht, mit deinen Aussagen. Und irgendwo hatten wir auch schon korrespondiert, meine ich, *zwinkerzurück*. Sabine Muhwock


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nach allem, was du schreibst, hast du keinen respekt mehr vor ihm. er zieht sich aus der verantwortung, überlässt alles dir. du bist die starke in dieser beziehung, aber auf dauer bist du alleine wohl besser dran. die sorgen, die du dir ZU RECHT machst, könntest du dir sparen, wenn ihr getrennt wärt. so interpretiere ich dein posting. ihr seid eine wg, in der er auf deine kosten lebt. ob du das auf dauer durchhältst, wage ich zu bezweifeln. man merkt auch, daß du dich entwickelt hast, im leben stehst, und ihn eher mitschleppst. ich denke, du solltest das durchziehen, was du in gedanken schon lange getan hast... claudi


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Hallo Claudi, auch du hast richtig erkannt: Gedanklich habe ich mir vor ca. zwei Jahren getrennt. Um erhlich gesagt in der Hinterhand zu haben, dass eine Trennung irgendwann möglichst schnell durchgezogen werden kann. Ja, ich empfinde ihn als 4. Kind. Weil ich ihm alles vorbeten muss. Und natürlich mache ich das, weil er viele Regeln nicht kennt hier, weil er nicht hier aufgewachsen ist und logischerweise vieles fehlt. Andererseits hat er mittlerweile sein halbes Leben hier verbracht, und er geht auf die Lebensmitte zu oder ist sogar schon drin. Da hätte ja auch mal etwas hängenbleiben können, finde ich. Er glaubt gerne, was in der Yellow Press steht, sieht nur die schönen Bilder und all das Glitzern. Er sieht nur Erfolg bei Menschen, aber nie die Arbeit, die dahinter steckt. Wir haben auch beruflich und menschlich erfolgreiche Familienmitglieder. Dort sieht er aber nur die tollen Urlaube, die viele Freizeit, die interessanten Kontakte. Dass die dafür oft auch zwanzig Stunden am Tag arbeiten und als wesensoffene, neugierige Menschen durch den Tag gehen, das erkennt er nicht. Und versteht es nicht, und kann es auch nicht nachvollziehen, dass es bei mir mittlerweile ähnlich ist. Nun zwinge ich mich für heute früh, wesensoffene Geschäftskontakte zu pflegen, :-) obwohl ein Austausch mit euch sehr hilfreich ist. Heute abend melde ich mich wieder! Sabine Muhwock


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Hallo Sabine, ich kann Dir nicht wiklich helfen, da ich zwar einen Mann aber keine Kinder habe. Ich denke die Ratschläge sollten die Frauen geben, die in ähnlicher Situation stecken. Was ja schon viele getan haben. Wenn Du bei mir um die Ecke wohnen würdest, würde ich bei Dir klingeln, die für einige Stunden die Kids abnehmen, so das Du mal bei einem Spaziergang an frischer Luft über alles in Ruhe nachdenken kannst, und mal zum Luftholen kommst. Ich wünsche Dir viel Glück, wie immer Deine Entscheidung ausfallen sollte. Ich drücke Dich. LG Jean


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Hi, ich habe mich auch ganz durchgewurschtelt und dachte immer nur,was Du für eine starke und intelligente Frau Du bist,was Du alles leistest und schaffst.Im Grunde bist Du alleinerziehend mit 4 Kindern. Meiner Meinung nach hat das mit Euch beiden gar keinen Zweck. Er kann Dir das Wasser nicht reichen,Du hast keinen Respekt mehr vor ihm,er weiß das und strengt sich kein Stück mehr an,weil er es gewohnt ist,daß Du ihn an die Hand nimmst-Mama macht schon. Der Typ macht mich schon aggressiv,wenn ich nur von ihm lese*kicher*. Ich würde ihm gar nichts mehr abnehmen,laß ihn selber zusehen und rede mit ihm.Mal sehen,ob der dann seinen A.... hochkriegt und kämpft. Wenn nicht,brauchst Du kein schlechtes Gewissen haben wegen Trennung,wenn er seine Chance nicht nutzt,ist er selber Schuld. Ich hatte bisher auch nur Männer(2),die mir mehr Klotz am Bein wie sonstwas waren,ich kann uns will sowas nicht mehr und bin glücklich als allein erziehende Mama. Liebe Grüße,Nele03


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Vielen Dank, tut unglaublich gut, wenn jemand so nett ist! Ich habe gestern schon gemerkt, dass alleine das Niederschreiben hier viel gebracht hat, dass alles mal halbwegs geordnet und halbwegs benannt ist. Da kommen ja viele Dinge zusammen, die mir in der Menge gar nicht bewusst waren. So ein Berg ist ja gar nicht fein, der gehört irgendwie geschliffen, so oder so. Sabine Muhwock


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Ganz ehrlich: Ich glaube Dir kein Wort von Deiner Geschichte. Es kann doch nicht sein, daß jemand sich wirklich so dumm ausnutzen lässt und jahrelang nichts dagegen tut... Das klingt mir zu sehr nach Seifenoper bzw. nach Roman. Das kann nicht stimmen.... Na merkst du was???


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... glaube jedes wort. kenne solche geschichten aus meiner umgebung. grad mit kindern und wenn man dem mann nicht was wirklich schlimmes nachsagen kann, ist es umso schwerer, einen schlussstrich zu ziehen. allerdings bin ich der meinung: kommt zeit, kommt rat. alles gute!


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Hallo lalaluna, es ist niemand verpflichtet, mir zu glauben. Ich habe nur festgestellt, dass oben erstaunliche Ähnlichkeiten literarischer Art zwischen verschiedenen Einträgen der letzten Zeit auftauchen und das kundgetan. Und dem ist definitiv so, achtet man auf Stilmittel. Für mich war es in der Tat hilfreich, hier Input zu erhalten, um mein Kopfchaos zu sortieren. Daher finde ich es schade, wenn sich jemand verausgabt, um einem Geschichtenheini zu helfen. Andererseits ist es schade, dass (wenn es so ist) der Geschichtenheini seine Kreativität nicht beruflich nutzt. Oder vielleicht tut er es, und hat noch Energie für hier über. Selbst dass du meine Situation oder mein Verhalten als dumm bezeichnest, ist nochmal Augen öffnend. Im Grunde ist es das nämlich, fürchte ich. So hoffe ich, nicht mehr lange die Dumme zu sein. Sabine Muhwock


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Hallo chatilia, auch dir dank für deine Meinung! Allerdings sollte ich wohl genau das nicht machen, - ich habe es lange genug getan, mit gewartet. Da mein Mann selbst immer wartet, alles auf die lange Bank schiebt, nie sofort eine Entscheidung trifft, nie etwas sofort macht etc., bin ich schon leicht infiziert von diese Virus. Aber bei ganz vielen Angelegenheiten hilft es leider gar nicht. (Vergessen, Versicherungen zu überweisen, generell alle Gelddinge "vergessen", Versprechen jeglicher Art vergisst er allermeistens einzulösen, an viele Abmachungen hält er sich kaum.) Seine Ausreden sind gut, allerdings hätte man eben auch mit der Sache gerechtem Engagement die Angelegenheit aus der Welt schaffen können. Für Aufschieberitis, so will ich es mal nennen, bin ich in ganz vielen Fällen absolut nicht mehr. Sabine Muhwock