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Vasektomie

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Ich brauche bitte euren Rat und eure Meinung. Mein Freund und ich haben einen vier Monate alten Sohn. Er war kein Wunschkind doch das spielt inzwischen für uns keine Rolle mehr, er ist zwar anstrenend aber supersüß... Mein Freund hat noch ein älteres Kind aus einer "nur-einige-Wochen-Bettgeschichte". Dieses Kind hat er bis heute nicht gesehen. Nun zu unserem Problem: Wir lieben uns über alles, können über alles sprechen und sind uns immer einig. Nur ein Thema treibt einen Keil in unsere Beziehung: Er möchte sich sterilisieren lassen, da er bereits zwei Kinder hat, obwohl er keines wollte. Ich versuche ihn davon zu überzeugen sich damit ein paar Jahre Zeit zu lassen bis wir unser Leben in geregeltere Bahnen (beruflich etc.) gelenkt haben. Denn ich weiß auch noch nicht ob ich ein weiteres Kind möchte, finde den Gedanken an ein einziges Kind aber nicht besonders schön. Wir streiten uns immer heftig bei diesem Thema. Er will keinen weiteren "Unfall" und ich möchte uns nicht so unwiederbringlich die Chance auf ein weiteres Kind nehmen - eine Familie sind wir ja bereits. Ich verzweifel langsam. Hätte mein Freund das nötige Kleingeld hätte er die Vasektomie längst gemacht - auch heimlich. Wenn ich daran denke wird mir übel. Das wär für mich ein Gefühl als würde er mich betrügen oder uns irgendwie die Chance auf eine gemeinsame Zukunft nehmen. Ich weiß nicht womit ich ihn überzeugen kann. Bitte Anwortet!


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Schwierig...er hat seine Entscheidung getroffen und möchte kein Kind mehr. Da einen "Kompromiss" zu finden, ist meist unmöglich. Mir stellt sich die Frage: Er hat nun drei Kinder obwohl er keins wollte? Wie geht das...naiv, reingelegt worden oder einfach nur unwissend? LG Heike


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Korrektur: Aus drei mach zwei


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Danke für die schnelle Antwort :-) In seinem Lebensentwurf hatte er keine Kinder vorgesehen. Nach dem ersten ungewolten Kind wollte er den Eingriff bereits machen... Wir hatten uns naiv auf unsere "Berechnungsmethode" verlassen. Er fühlt sich jetzt machtlos wenn es um Verhütung geht und das kann ich sehr gut nachvollziehen. Inzwischen nehme ich gewissenhaft die Pille und er vertraut mir, aber er möchte trotzdem dieses entgültige....


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Hallo, sorry aber ich denke auch, wenn sich jemand wirklich entscheidet keine Kinder mehr haben zu wollen, musst du das wohl akzeptieren. Sieh es doch mal andersrum. Wenn du überhaupt nicht mehr wolltest könnte er dich wahrscheinlich auch nicht überzeugen. Ich denke du solltest dich an den Gedanken gewöhnen und deine kleine Familie geniessen. Wenn du es nicht kannst, trenn dich von ihm und such dir einen neuen Mann der noch Kinder will, klingt hart ist aber herzlich gemeint. Lieben Gruss Pinky (nach drei Kindern sterelisiert)


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Hallo, vielleicht will er ja so unbedingt eine Vasektomie, weil du nicht akzeptierst, dass er keine Kinder mehr will? Denn darauf läuft es hinaus, wenn du damit argumentierst, er würde eurer Beziehung keine Zukunft geben mit dem Eingriff. Das heisst du setzt quasi vorraus, dass er später schon irgendwann weitere Kinder will. Und wenn nicht? Lässt du dann die Pille weg? Ich will dir nichts unterstellen, nur aufzeigen, was seine Ängste sein könnten. Vielleicht solltest du dir ernsthaft überlegen, was es für dich bedeutet, keine Kinder mehr zu bekommen und welche Zukunft du eurer Beziehung in dem Fall gibst. Wenn du dir vorstellen kannst, "nur" mit ihm und eurem einen Kind glücklich zu sein und zu bleiben, dann sag ihm das, vielleicht nimmt das etwas von seinem Druck. Wenn aber nicht, dann musst du dir überlegen, wie es für dich weitergeht.. sicher KANN es sein, dass er in ein paar Jahren seine Meinung ändert, aber es kann auch sehr gut sein, dass er weiterhin keine Kinder mehr will. Er hat ja nun zwei und sollte langsam einschätzen können, wie er dazu steht.. LG


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ich denke, er hat seine entscheidung getroffen und ich kann es ihm nicht verdenken. ich finde deine argumentation ihm gegenüber nicht fair. du argumentierst ein für ihn sachliches thema emotional und stellst eure beziehung in frage. das tut er im gegenzug nicht. er will lediglich keine weiteren kinder und ich denke, du wirst schon am anfang eurer beziehung gewusst haben, wie er zu dem thema steht und es ist jetzt nicht die große überraschung für dich. das ihr in bezug auf verhütung beide sehr naiv gehandelt habt, weißt du ja selbst. wie wäre es, wenn du konstruktive gegenvorschläge machen würdest, statt ihm emotionalen druck zu bereiten? schlage ihm doch vor, dass ihr gemeinsam einen termin bei deinem frauenarzt macht und euch dort zum thema verhütung beraten lasst. es gibt ja nun nicht nur die pille, sondern z.b. auch spiralen oder implantate. vielleicht wäre das ein weg, einen kompromiss für die nächsten jahre zu finden?


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Erstens: er bräuchte es noch nicht einmal heimlich zu machen, selbst eine Ehefrau muss dazu heute nicht mehr einwilligen, geschweige denn eine Freundin. Ich nehme mal an, "80" ist Dein Geburtsjahr (und er ist ähnlich jung)? Dann denke ich, dass Du Recht hast, dass eine solche Entscheidung viel zu früh kommt. Ich finde dieses Thema auch unendlich emotional, aber es hilft, sich einmal für ein rationales Gespräch zusammenzureißen. Das Entscheidende ist, WARUM er keine Kinder mehr will. Wenn es ihn einfach nur nervt, so viel Gewusel um sich zu haben, schon wieder volle Hosen und durchwachte Nächte, kein Freiraum, um sich mit Freunden zu treffen etc. - dann denke ich auch, dass Du keine Chance hast, seine Meinung zu ändern, und dass Du auch nichts davon hättest, wenn Du es versuchst. Der brutale Rat dann lautet: Wahrscheinlich ist ein anderer Mann mit Kinderwunsch besser für Dich. Sollten die Gründe aber finanzielle Ängste (können wir uns das leisten? wie bezahlt man Ausbildung/Studium?), Angst vor Trennung (ein Kind sehe ich nie, was ist ,wenn diese Frau mir die anderen auch wegnimmt?) oder Angst vor der Verantwortung (kann ich auch dreien ein guter Vater sein?) sein, dann hast Du eine Chance, ihn zu überzeugen. Vielleicht nicht sofort, aber die Chance ist da. Nur darf so ein Gespräch nicht emotional und mit einem Haufen Tränen geführt werden, das bringt nichts, da dreht Ihr Euch nur im Kreis. Ruhig, mit der Vereinbarung, unterbrechen zu können, bevor es doch emotional wird - und am besten moderiert (das allerdings nur, falls Ihr jemanden habt, der die Problematik kennt und nicht im Verdacht steht, auf jemandes Seite zu stehen, sondern wirklich neutral ist). Ich wünsche Dir Glück. LG Heike (mit der Erfahrung von Vasektomie, Refertilisation und drei absolut von beiden gewünschten Kindern danach...)


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Wenn ich n Mann wäre, der nie ein Kind will würd ich mich zu dem Zeitpunkt an dem ich mir dessen sicher wäre sterilisieren lassen... nun hat er Kinder, die er nicht wollte... ist er vergewaltigt worden? Kondom-Allergie? Nee sorry aber mehrere "Unfälle" verstehe ich nicht. Er will keins mehr, du hast ein Kind... lass es gut sein. Wenn ich n Mann wäre ich würde mir x mal überlegen, ob ich überaupt je ein Kind will. Gehts mal auseinander (und die wahrscheinlichkeit ist ja leider sehr groß), dann ist der Ex-Papa schnell nur noch der zahlender Kinder-Besucher. Würde ich als Mann nicht sein wollen. Ich habe in Sachen Familienplanung mein Soll erfüllt und wer auch immer meint Kinder haben zu wollen kann das aber eben nicht mit mir. Ich lasse mich auch nie und von niemandem umstimmen. Ihr habt ein Kind und kein weiteres haben zu können bedeutet doch nicht das Ende der Welt oder gar der Beziehung. lG Kerstin


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eine Vasektomie ist auch wieder rückgänig zu machen, falls er sich dann doch irgendwann noch mal überlegt ein Kind zu bekommen, vielleicht beruhigt Dich dieser Hintergedanke etwas und ihr könnt nochmal in aller Ruhe reden.... Lg


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Hallo Manuschatz, leider funktioniert die Refi nicht in allen Fällen. Diesen "Hintergedanken", dass man es ja wieder rückgängig machen könnte, schon bei der Vasektomie zu haben, halte ich für ganz gefährlich. Man darf in einer Beziehung unterschiedliche Ansichten haben, ohne dass sie gleich zum Scheitern verurteilt ist. Aber unterschiedliche Ansichten über Kinder führen entweder dazu, dass einer oder beide kreuzunglücklich werden oder dass es irgendwann richtig kracht. Dann lieber vorher einen Schluss-Strich ziehen und noch etwas vom Leben haben. Denn das Fatalste wäre doch, wenn sie sich jetzt in die Situation fügen würde, um dann mit 45 festzustellen, dass sie ohne das Kind, das sie dann nicht mehr kriegen kann, doch nicht auskommt und dass die Beziehung reif für den Müll ist. Dann ist nämlich beides weg. Dass sich eine Frau damit abfinden können soll, dass es kein Kind mehr gibt, wenn der Kinderwunsch in ihr so groß ist, halte ich nach aller Lebenserfahrung von knapp 39 Jahren gelinde gesagt für unwahrscheinlich. LG Heike


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Hallo Heike, ich gebe Dir ja Recht, aber ist es nicht manchmal die Hoffnung, und wenn es nur ne Kleine ist, die uns Dinge anders sehen lassen..... Lg Manu


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...sondern Dich fragen: bist Du bereit diesen Preis (also auf weitere Kinder zu verzichten) zu zahlen? Für mich persönlich käme ein Mann, der mit mir kein oder nur ein Kind haben wöllte, nicht in Frage. Aber das ist ja nur meine Sicht der Dinge. Viele Grüße Petra


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Genau. Denn von dieser Hoffnung, die Manuschatz beschreibt, zu leben und deswegen die Beziehung aufrecht zu erhalten, um am Ende enttäuscht zu werden, ist sehr trügerisch. Wenn ich versuchen wollte, diese vertrackte Situation positiv zu sehen, würde ich sagen: Er ist ehrlich. Er hat sich nicht heimlich sterilisieren lassen und "übt" dann trotzdem mit ihr weiter, bis sie sich dann irgendwann fragt, warum es nicht mehr klappt. Er sagt, was er zu wollen glaubt, und gibt ihr damit die Chance, eine Entscheidung zu treffen. Einfacher wäre schöner, aber einfacher ist es eben nicht. LG Heike