Lyssi
Mich würden jetzt euere ehrlichen Meinungen interessieren:
Das Internetspiele im hohen Maas auch eine Art Sucht ist, ist ja bekannt.
Hier ein paar Details:
ER spielt gerne und VIEL unterschiedliche Spiele im Internet.
Viel bedeudet, dass er morgens sich mit seiner Tasse Kaffee an den Pc verkrümelt und spielt. An Wochenenden den kompletten Tag und nur zum Essen in der Küche sitzt, danach mal ne Stunde schläft oder Sport schaut und wieder ab vorm Pc. I.d.R. bis ca 2.00 - 3.00 Uhr nachts.
Gemeinsame Unternehmungen, sei es nur ein Spaziergang gleich NULL.
Laut Aussagen der Frau bekocht er sie aber und das gerne. Wenn sie morgens aufwacht, steht der Kaffee schon frisch vor ihrer Nase.
Aber er ist dann meistens schon wieder vorm Pc und zockt.
Hinweise, dass er über Internet mit anderen Frauen chattet oder ähnliches gibts nicht, er spielt halt "nur".
SIE macht sich große Sorgen um ihn und die Beziehung. Sie glaubt, er liebt sie nicht, weil er neben seiner Arbeit seine Freizeit ca 99 % den Internetspielen widmet.
Nun hat sie Angst, dass ihm im Leben bzw der Beziehung etwas fehlt oder sie keine "gute Frau" ist und er deshalb "resigniert" und sich in Spiele "stürzt".
Ich habe beruflich mit Menschen zu tun und dies ist ein aktueller Fall. Es ist zwar NICHT meine Aufgabe, diese Beziehung zu kitten aber die Frau hat mir ihr Leiden geklagt und wollte wissen, ob man an der Liebe des Mannes ernsthaft zweifeln sollte/kann, wenn offensichtlich keine "gesunde" Dosis zu Internetspielen besteht und das (meiner Meinung nach) schon eine krankhafte(?) Sucht ist.
Ich habe ihr nur gesagt, dass ich vermute das ihr Mann sie schon liebt, nur er fernab jeglicher Realität sich in die Spiele reinsteigert. Klar, die Ursachen liegen oft im Tiefen und Verborgenen aber nicht mal seine Frau hat irgendeine Ahnung, woran es evtl liegen könnte.
Therapie oder Arzt als Vorschlag wäre sinnlos, er sieht "kein Problem"... hm
Ich muss dazu sagen, mein Freund spielt gelegentlich auch im Internet Spiele aber Gott sei Dank nicht in diesem Ausmaß.
Wenn er kein Problem erkennt und er es nicht ändern will dann kann sie nichts machen. Wenn sie mit dem 1% das er einbringt nicht zufrieden ist kann sie nur die Konsequenz ziehen. Zuerst Pistole auf die Brust, sonst geht sie... dann auch gehen. Ich denke nicht, dass es immer eine tiefere psychol. Ursache geben muss. Vielleicht hat er erst nur Gefallen gefunden und so kam die Sucht.
Ich glaube nicht dass das etwas damit zu tun hat ob er sie noch liebt oder nicht!! Er ist in eine Sucht verfallen!!!
Oje. Ich weiss jetzt gar nicht so recht, wo ich genau anfangen soll. Würde mich nicht wundern, wenns um WoW geht. Aber, was ich schon von Anfang an sagen kann ist, das es mit der Liebe zu seiner Frau nix zu tun hat. Es ist so, das man in dieser Spielsucht vollkommen den Bezug zur Zeit und zur Realität verliert. Ihm ist das nicht bewusst, das er sie und ihre Bezihung derart vernachlässigt. Und es wird auch devinitiv nichts bringen, wenn sie ihm droht, ihn zu verlassen. Denn, er wird sich dann nur noch mehr "in seine Welt" zurück ziehen. Das ganze hat auch nichts mit anderen Frauen zu tun. Jedenfalls nicht nach meiner Erfahrung. Er muss hier selbst das Einsehen haben, er muss sehen, das seine Familie darunter leidet und vor allem, ER muss es EINSEHEN. Wenn der Punkt erreicht ist, dann wird er sich selbst Gedanken machen und überlegen, ob es nicht besser währe, damit aufzuhören. Wenn er stark ist, schafft er es alleine. Wenn nicht, wird er alle Hilfe brauchen, die er bekommen kann, inklusive Therapeut. Ich belasse es jetzt erst mal bei diesem kurzen Text, das Thema kann man noch beliebig lange ausweiten.
Ich denke so einfach kann man nicht sagen ob er "süchtig" ist oder nicht. Ich spiele wenn ich Zeit habe auch gerne ein Internetspiel. Hätte ich mal nichts zu tun (haha....Urlaub von der Familie) könnte ich mir vorstellen, dass ich das auch mal so richtig auskosten könnte und 2 Wochen mit Pizzaservice vor dem PC verbringen könnte) Ich sehe das aber als ein "Hobby" an. Wenn die familie etwas machen möchte, lasse ich den PC selbstverständlich aus. manchmal ungern, das gebe ich zu, aber die Unternehmung macht dann schon Spaß und ich werfe nicht daheim als erstes wieder die kiste an. Mir geht das aber auch mit Büchern so. Da kann ich auch tagelang unansprechbar sein und jede freie Minute lesend auf der Couch verbringen. Glück für meine Familie wenn das Buch nur kurz und keine 10 Bände-Reihe ist:) Problematisch wirds, wenn sich der Partner zu nichts anderem mehr aufraffen kann und deshalb die Unternnehmungen/Familienleben zurück gestellt werden. Warum gibts denn nichts gemeinsames mehr? Hat er keine Lust und lässt sich nicht überreden oder erwartet die Frau dass von ihm die Vorschläge und der Anstoß für Unternehmungen kommen? Arbeitet er????? Lg reni
Ich gehe mal stark davon aus, das er keine Lust hat, irgendwo hin zu gehen. Und ich denke, es gibt aus dem Grund halt auch nichts mehr gemeinsames, weil er sich nicht los reissen kann. Was spielst du denn?
ich spiel seit 8 Jahren WoW. Ist aber glücklicherweise ein gemeinsames Hobby von meinem Mann und mir. Allerdings haben wir auch keine Probleme 2 Wochen ohne PC in den Urlaub zu fahren oder ein WE ohne WoW zu verbringen. Wir spielen meistens abends wenn andere vor der Glotze sitzen zusammen mit Freunden und haben Spaß. Lg reni
Ich hab meinen Mann vor mehr als 6 Jahren in WoW kennen gelernt. Aber, dann weisst du ja auch, wie es anders gehen kann, wie aus Spass auch Sucht wird und wie Familien kaputt gehen. In den fast 7 Jahren Spielzeit hab ich genug mit erlebt.
Hallo, Inwieweit das bei ihm Sucht ist, kann man so nicht sicher beurteilen. Sicher allerdings ist, das so exzessives Spielen Vergeudung von Lebenszeit ist. Wenn man Hobbies, Partnerschaft und alles andere vernachlässigt, ist das sicher nicht gesund. Geht er eigentlich arbeiten? An Deiner Stelle würde ich Zeiten mit ihm vereinbaren in denen er spielen kann und spielfreie Zeit. Wenn das nicht klappt Konsequenzen ziehen. Grüßle Tonic
Ich würde klare Regeln vereinbaren. Also feste Spielzeiten (wobei Ausnahmen in Maßen ) erlaubt sein dürfen. Also z.B: drei Abende in der Woche, in dieser Zeit macht frau eben mal was schönes für sich:-) und einen Tag am WE. Klappt es nicht würde ich mich trennen. LG Kügelchen
Sucht hat nichts mit Lieben oder Nicht-Lieben zu tun. Falls er denn wirklich süchtig ist. Macht sie denn konkrete Vorschläge für Unternehmungen oder wartet sie darauf, dass er von selber damit ankommt? Weiß er, was sie von ihm erwartet oder sich wünscht? Oft liegt das größte Problem in Beziehungen ja an der fehlenden Kommunikation. Mit dem Partner wird auf heile Welt gemacht und nichts angesprochen. Mit den Freundinnen, Therapeuten etc. werden dann die Problemchen zu riesigen Problem-Bergen aufgebauscht. Da dann wieder rauszufinden ist nicht immer leicht. Mein Mann spielt auch immer mal wieder irgendwelche PC- oder Onlinespiele (meistens in der kalten Jahreszeit). Manchmal auch bis spät in die Nacht. Er ist nicht süchtig, sondern es macht ihm einfach nur Spaß. Er geht ganz normal in die Arbeit, kümmert sich um die Familie, den Haushalt, trifft sich mit Freunden, liest Bücher etc. Nur wenn sonst nix los ist, sitzt er halt lieber am PC als vor dem Fernseher. Ich surfe auch relativ regelmäßig, schaue, was hier so los ist, lese ab und zu den ganzen Tag, wenn meine Tochter unterwegs ist, usw. Die zeitliche Spieldauer an sich sagt noch nichts über die Suchtgefahr aus. Das Drumherum ist wichtig. Wenn man sich zu gar nichts Anderem mehr aufraffen kann und sich nicht mal mehr zu interessanteren Unternehmungen erheben will, dann hat man ein Problem. Ob das dann Sucht oder einfach nur Desinteresse und Lieblosigkeit ist, wird gar nicht so einfach zu unterscheiden sein.
Tja, viel dazu sagen kann ich nicht, außer - ich kann dieses bekloppte, dämlich WOW nicht mehr sehen! Das hat ein so großes Suchtpotenzial, unfassbar!!! Fest steht - es liegt an ihm, nicht an ihr. Sie muss schauen wie lange sie das mitmacht. Und dann die Konsequenzen ziehen. Die, die so exzessiv zocken haben keine anderen Hobbys, zocken ist ihr Hobby, dass ist das Problem. Zeiten vereinbaren geht nicht, weil er dann sowieso in Gedanken immer beim PC ist und sich bevormundet fühlt. Sie kann sich aber Gedanken machen in wie weit sie ihm den Raum bietet derart viel zu spielen und das ggf. ändern.
Diese Spiele haben durchaus ihren Reiz, man darf es halt nur nicht übertreiben. Sie sollte ihm mal einen Spiegel vorhalten, indem sie genauso exzessiv zockt wie er, vielleicht geht ihm dann ein Licht auf.
für euere recht ausführlichen Antworten.
Ja, soweit ich weiß arbeitet er, aber sehr flexibel.
Unter den Antworten hier schrieb jemand, dass man Sucht nicht mit zeitlichen Ausmaß in Verbindung bringen kann - ich bin da schon anderer Meinung. Denn es ist schon ein Unterschied ob jemand mal abends eine halbe Stunde und am We 3 Stunden spielt ODER täglich schon ab früh, Mittags (wenn Arbeitszeiten nicht dazwischen kommen) und abends bis in die frühen Morgenstunden...
Ich habe mal gehört, dass mehr als 4 Stunden täglich spielen schon als Sucht bezeichnet werden kann.
Aber ich denke auch, man kann es nicht auf jeden Menschen pauschalisieren.
Ist ein schwieriges Thema.... aber dennoch sehr interessant welche unterschiedlichen Ansichtsweisen es dazu gibt.
Danke euch
im übrigen bin ich der gleichen Meinung, dass es wenig bis nichts bringen wird, jemanden die Pistole auf die Brust zu setzen oder Druck auszuüben wenn es sich tatsächlich um eine Sucht handelt - die "verlassene", spielende Person wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht "einsehen" und den schwarzen Peter der Frau zuschieben ![]()
Tatsache ist, das sie sich vernachlässigt fühlt, und er zu viel Zeit vor dem Computer verbringt. Vielleicht kann sie da ansetzen. Sie kann ihm sagen, dass sie ihn und seine Anwesenheit braucht. Dann mit ihm Computerzeiten und Familienzeiten ausmachen. Schafft er das nicht, würde ich von Sucht ausgehen, und er braucht Hilfe. Aber Hilfe kann nur der bekommen, der diese auch annimmt und das Bedürfnis erkennt. Tut er es nicht, sollte sie ich die weitern Schritte überlegen. Auch sie kann sich Hilfe holen. Es gibt viele Angehörige von Computerspielsüchtigen. Ist er es jetzt noch nicht, dann ist er definitiv auf dem besten Weg zur Sucht.
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