Josephineee
Hallo, Ich bin am verzweifeln. Meine Tochter ist jetzt 21 Monate alt. Sie war schon immer sehr schwierig was Beikost angeht, weshalb sie die ersten 15 Monate komplett gestillt wurde (sie wollte nichts anderes und hat von morgens 6 bis abends 20 Uhr gefastet wenn sie nicht gestillt wurde). Ich musste aufgrund eines Krankenhausaufenthalts plötzlich komplett abstillen. Alleine 3 Wochen mit meinem Mann hatte sie dann sehr viel abgenommen aber auch etwas Beikost gegessen. Als ich wieder zuhause war hat sie nachts so sehr geschrien (ich habe gehört dass es Hunger war), also habe ich ihr ein Quetschie gegeben, da schlief sie direkt wieder ein. So hat sich das dann irgendwie eingependelt/verschlimmert. Mittlerweile isst sie nur eine einzige Sorte Quetschie und auch sonst will sie fast nichts. Das Quetschie will sie auch nur aus der Packung, nicht vom Quetschie Löffel, nicht als Brei, nicht umgefüllt in eine andere Quetschie Packung. Im Durchschnitt isst sie parallel dazu am Tag eine Nudel und 1 bis 2 Teelöffel von etwas anderem. Ich habe alles versucht (verschiedene Essensorte/Situationen/Umstände, alles an Essen, sie bekommt täglich viel verschiedenes angeboten in verschiedenen Formen und Konsistenzen etc., Quetschies nicht geben eine Zeitspanne lang (ist der Horror für alle Beteiligten und sie hält auch dauerhaft aus täglichen 16 Stunden nichts zu essen)). Das einzige was ich nicht gemacht habe ist von heute auf morgen gar keine Quetschies mehr zu geben. Ich bekomme es einfach nicht hin. Ich renne so auf dem Zahnfleisch dass ich das Dauergeschreie und Geklammere nicht aushalte. Mein Mann ist zwar zuhause aber das bringt gar nichts, sie will nur zu mir immer. Das geht ja nun schon bald 6 Monate so, auf Dauer ist das ja nicht gut. Ich gebe ihr zwar Tropfen damit sie alles hat was ihr durch nur die Quetschies fehlt, diese nimmt sie aber auch nicht oft komplett. Help 🙈🙈
Huhu, meine Tochter hatte in dem Alter auch so eine Phase, deshalb ein paar Tipps und auch etwas Beruhigung von mir. Es ist genau, wie du sagst: Nur wenn du Quetschies kaufst, kann sie auch Quetschies essen. Quetschies sind ja ein totes, zuckerhaltiges, wertloses Nahrungsmittel mit Aromen und Konservierungsstoffen etc., das überhaupt nicht in den Einkaufswagen gehört. Davon kann ein Kind keinen gesunden Körper aufbauen. Sei straight, kauf die nicht mehr, fertig. Es dauert acht bis zwölf Versuche, bis ein Kleinkind ein neues Nahrungsmittel akzeptiert. Man sollte also nicht zu viel herumprobieren, sondern dasselbe gelassen immer wieder anbieten (natürlich nicht nur noch das geben, sondern ruhig im Wechsel mit anderen gesunden, wertvollen Nahrungsmitteln). Unsere Kinderärztin sagte damals klipp und klar: Ein gesundes Kleinkind verhungert niemals (!) vor einem gefüllten Teller. Nie. Diese Gefahr besteht nur bei geistig eingeschränkten, stark entwicklungsverzögerten Kindern, die dann gelegentlich per Magensonde ernährt werden müssen. Deine Tochter ist aber offenbar völlig gesund. Du darfst also deine geheime Angst, sie könnte wirklich verhungern oder Schaden nehmen, loslassen, denn mit dieser Angst erpresst sie dich. Sondern du darfst du ihren Protest, auch wenn er ein paar Tage dauert und natürlich sehr belastet, einfach aussitzen. Wenn sie beim Essen streikt, bleibe also ruhig. Rede nicht auf sie ein, dränge sie nicht, mach keine Ess-Spiele (Belohnung für ein Löffelchen mehr usw.), erkläre nicht, warum das Essen so toll und so wichtig ist für sie. Esst aber immer gemeinsam am Tisch, damit sie erlebt, dass auch du ganz normal und auch unterschiedliche Dinge isst. Biete ihr auf einem Tellerchen eine kleine Auswahl gesunder Nahrung an. Davon kann sie etwas essen, muss es aber nicht. Nach der gemeinsamen Mahlzeit wird der Teller abgeräumt, egal ob sie etwas gegessen hat oder nicht. Noch ein Tipp unserer Ärztin, den wir befolgt haben: Sprich während des Essens mit ihr über kleine Alltagsdinge, erzähle ein Geschichte, aber sprich nicht über das Essen. Lobe sie nicht, wenn sie etwas gegessen hat, tadele sie nicht, wenn sie nichts gegessen hat. Essen ist etwas Schönes und Genussvolles, man muss dafür nicht gelobt werden. Je weniger Thema du aus dem Essen machst, desto weniger ist deine Tochter versucht, hieraus einen Machtkampf zu machen, so wie sie das jetzt tut. Gib ihr zwischen den Mahlzeiten nichts, keine Knabberstangen, kein Obst, keine Milch (ganz wichtig), nur Wasser oder Kindertee ohne Zucker. Nur wenn zu den Hauptmahlzeiten wirklich Kohldampf da ist, ist ein Kleinkind auch experimentierfreudig, was ungewohnte Nahrung angeht. Weil sie nur wenig isst, muss das Wenige, das sie isst, auch wertvoll sein. Zum Beispiel ein paar Vollkornnudeln mit selbstgemachter, schneller Tomatensoße (dauert drei Minuten, einfach Tomaten anbraten, etwas würzen, pürieren, fertig). Oder ein Ei, oder etwas zarten Lachs, oder ein feines Vollkornbrot (ohne Körner) mit Nussmus. Oder ein Cremesüppchen aus püriertem Gemüse mit etwas Sahne und Leinöl. Es gibt tolle Ratgeber zur wertigen Ernährung von kleinen Kindern. Ich weiß, sie wird anfangs nichts oder so gut wie nichts davon essen. Das macht nichts, es kommt. Sie muss aber jetzt die Erfahrung machen dürfen, dass sie euch mit der Essensverweigerung nicht mehr erpressen kann. Sie will das eigentlich auch gar nicht. Sie möchte Eltern, die ihr Halt und Führung geben, damit das Essensdrama auch für sie endlich ein Ende haben darf. Nur wenn du dich durchsetzt und so den Machtkampf beendest, kann sie zu einem natürlichen, entspannten Essverhalten finden. Bei uns hat's auch geklappt, es war so eine Erleichterung. LG
Hallo, Ja sie bekommt immer täglich ihren Teller zum essen, aber beißt vielleicht 1x in ein Stück Gurke das wars. Die Quetschies, die ich habe sind zum Glück ohne Konservierungsstoffe etc (Demeter). Sie ist (wohl auch genetisch bedingt) sowieso recht klein und dünn (ca 78 cm und 8,4kg). Da trau ich mich nicht sie ein paar Tage großteils fasten zu lassen weil es dann auch schnell noch weniger wird. 😖 Es ist echt verzwickt
Oh je, das klingt wirklich verzwickte. Was sagt denn der Kinderarzt dazu? Wurde mal Blut abgenommen, um die Eisenwerte zu checken? Eisenmangel verringert den Appetit. Ist sie sonst altersentsprechend entwickelt? Ich denke nicht, dass deine Tochter das "absichtlich" macht oder damit provoziert, weil sie nur Quetschis möchte. Ich würde in deiner Situation mal zu einem Gastroenterologen gehen, sie irgendwo vorstellen, um zu sehen ob ihr etwas fehlt, ob eine Gedeih- oder Fütterstörung vorliegt? Ob es etwas psychisches sein kann? Ob eine Entwicklungsstörung vorliegen könnte etc. Dein Kinderarzt weiß bestimmt wohin du dich wenden kannst. Was mich ein bisschen stutzig macht und warum ich glaube, dass sie nicht aus Trotz oder ähnlichem handelt ist, dass sie nur eine Sorte essen möchte. Ich denke würde es sich um einen Machtkampf handeln, würde sie auch beherzt zu Schokolade oder Gummibärchen greifen. Ich würde heute noch ein paar Telefonate tätigen und schauen, dass sich schnell jemand dein Kind ansehen kann. Bis dahin gib ihr einfach die Quetschis und biete weiterhin alles andere an.
Hallo, Laut Ärzten alles tiptop außer halt etwas klein, aber bin ich auch. Gummibärchen gibt's hier nicht, aber zu Schokolade greift sie. Sie lutscht auch mal Tomaten aus oder oder aber wie gesagt wenn da insgesamt 2 bis 3 Teelöffel zusammenkommen ist es ein normaler Tag (Schokolade lege ich ihr aber auch keine Tafel hin😅)
Ich bin komplett bei Jorinde17!! Du läßt dich aus Angst von eurer Tochter "erpressen". Halte durch!!!
Hallo, du musst durch die paar Tage, die die Verweigerung deiner Tochter maximal dauern würde, durch. Denn natürlich ist sie mangelernährt, auch wenn die Quetschies von Demeter sind. Sie braucht in diesem Alter ein buntes Spektrum an Nahrung. Vitaminpräparate können die unendlich vielen Spurenelemente, komplexen Kohlehydrate, Proteine usw. nicht annähernd ersetzen. Solange du in deiner Angst gefangen bleibst, deine Tochter könnte vorübergehend (!) ein paar hundert Gramm abnehmen, wird sich bei euch nichts ändern. Erst wenn du aufhörst, dich von deiner Angst und deinem Kind erpressen zu lassen, wird deine Tochter zu einem normalen Essverhalten finden können. Es ist wirklich wichtig, dass du verstehst, dass dein Nachgeben genau diese Normalität sehr zuverlässig verhindert. Es gibt hier für dich keine Lösung, außer du kommst aus der Geiselhaft der Angst heraus. LG
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