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Woran erkenne ich ADS?

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Hallo? Woran erkenne ich ADS bei Kindern? Mein Mann und ich haben den Verdacht dass unser Sohn fast 11 Mon. hyperaktiv ist. Weil ich nämlich ein ADS Kind war. Und auch heute immer noch sehr hektisch bin. Habe ich das vielleicht vererbt? Oder ist das einfach nur normal in dem Alter? lg Kinderlose


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sorry, aber mit 11 monaten ist es noch vil zu früh um fest zu stellen ob dein kind ads hat. du müsstest mal mehr schreiben, was dein kind macht, dass du den verdacht schöpfst. vielleicht ist er aktiver als andere kinder, aber ich finde in dem alter ist es durchaus normal dass kinder aktiv sind und sich viel bewegen wollen. ich meine gehört zu haben, dass es ein buch gibt, das "das hyperaktive baby und kleinkind" heißt, vielleicht ist das ja was für dich. Ich persönlich kann echt nicht verstehen, wie man bei einem baby ads vermuten kann. little_princess


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Hallo, mein Sohn(heute 10)hat als Baby viel geweint und immer sehr schlecht und wenig geschlafen,war auch ständig in Bewegung.Sein Vater hat ADHS und uns wurde gesagt das es vererbbar ist.Mit6 wurde es dann diagnostiziert und setdem nimmt er Ritalin was ihm gut hilft. LG


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Hallo, Ich finde es super dass sich eine Mutter Gedanken macht, ob ihr quirliges Kleinkind möglicherweise ein AD(H)S hat. Ich bin Ergotherapeutin und befinde mich in Ausbildung zur Verhaltestherapeutin. Ich arbeite fast täglich mit AD(H)S Kindern und bin sehr betrübt darüber, dass die Rezepte der Ärzte mit der eindeutigen Diagnose, meist erst zum Schulbeginn der Kinder oder gar erst noch später eintrudeln. Denn ein ADS lässt sich wirklich meist im Babyalter feststellen. Wenn das erst erkannt ist....kann man frühest beginnen, dem Kind zu helfen und es bedarf später keinerlei Medikamente (die späte Nebenwirkungen mit sich ziehen können. Auch lernen Eltern und Kinder so schon mit der Erkrankung umzugehen und es muss zu keinem Problem werden. Übrigens sind ADS Kinder später oft ganz erfolgreiche Menschen, da sie Powermenschen sind ...und lediglich lernen müssen, ihren "Übereifer" an richtiger Stelle einzusetzen. Ob dein Kind ADS hat kann ich natürlich nicht beurteilen, selbst wenn du mehr dazu schreibst. Allein vom hören/sagen lässt sich keine Diagnose stellen. Man muss ein ADS Kind sehen - denn entscheidend ist ganz stark Mimik und Gestik zu betimmten Situationen. Ich arbeite hierin viedeodiagnostisch. Schau mal auf der Internet Seite vom Herrn Dr. Fritz Jansen. Er hat sich im besonderen Maße mit der Diagnostik auseinandergesetzt und gibt Schulungen für Eltern und Therapeuten - wo auch ich lerne. Desweiteren gibt es bei uns in der Nähe ein Krankenhaus, die sich auf so etwas spezialisiert haben ( OSL - Kreis) Wenn du interesse hast sende ich dir die Adresse und du könntest dich mit denen in Verbindung setzen. Die kennen dann auch bestimmt Einrichtungen, die so eine ADS -Diagnostik machen. Also..ohne den Teufel an die Wand zu malen...wenn du wirklich die Vermutung hast, belasse es nicht dabei...um so eher du deinemKind hilfstumso besser für eure ganze Zukunft und wenn es sich als "Nichts" rausstellt, kannst du beruhigt sein und musst dir keine unnötigen Sorgen machen. ADHS kann angeboren oder erworben sein. Ich wünsche euch alles Liebe. Gruß Cindy


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Hallo, würde mich mal gern näher mit dir unterhalten. Wie schon im Beitrag geantwortet hat meine Tochter ADHS (9) und kommt oder bzw. ist ja schon in der Vorpupertät. Hast du Erfahrungen wie das in der Pupertät ist? Ich habe gehört daß es bei Mädchen(welche ja nur eher selten davon betroffen sind)in der Pupertät nachlassen kann, bzw, eventuell ganz vorüber gehen könnte. Is das nur heiße Luft oder is da wirklich was dran??? Könntest mir gerne mailen: raruda_vertrieb@t-online.de Tut gut jemanden mit Erfahrung hier zu haben, denn meine Tochter hat seit ca. 1 Jahr keine Ergo mehr, da der Entwicklungsrückstand aufgeholt ist. LG Heidi


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Hallo mein Sohn hat auch ADS. Und ich muss auch sagen, wenn ich zurückdenke, dass er ab ca. 10 Monaten ganz anders wurde. Er hat super viel geschrien, keine Nächte mehr durchgeschlafen, sein Spielverhalten war total eigenartig (ich habe jetzt einen fast 2 jährige noch dazu und sehe jetzt die gravierenden Unterschiede). Das hat m ir alles noch nicht zu denken gegeben. Kurz vor der Schule habe ich mir Hilfe geholt (übrigends auch OSL-Kreis:-) und gefunden. Unsere Ergoth. hat sofort über die Mimik, Gestik und Verhalten in Videoaufnahmen ADS festgestellt. Wir waren schockiert, als wie die Filme ansahen. Und heute bin ich sicher, dass es damals seinen Anfang genommen hat. Ich war soviel im Frühförderzentrum, beim Psychologen u.s.w. Keiner hat was von ADS-Kind gesagt. Und das finde ich schlimm. Jetzt muss er auch auf ein Medikament eingestellt werden. Schließlich muss er in der Schule klar kommen. Liebe Grüße Jana


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Hallo, ADS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung ) oder ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit Hyperaktivität) kann von Kinder-und Jugendpsychatern getestet werden. Werden Betroffene behandelt führt diese nicht zu einer "Heilung", sondern ermöglicht es dem Betroffenen, mit den Schwächen umzugehen, die Stärken auszubauen und gezielt einzusetzen. Hab Dir hier noch was herkopiert zum Thema: ADD steht für das englische "Attention-Deficit-Disorder" und bezeichnet eine Diagnose, welche primär durch erhebliche Beeinträchtigungen der Konzentration und Daueraufmerksamkeit, der Selbststeuerungsfunktionen, der Planungs- und Handlungskontrolle, durch Störungen der Impulskontrolle sowie fakultativ durch motorische Hyperaktivität gekennzeichnet ist (ADHD). Im deutschsprachigen Raum wird für die ADD/ADHD der Terminus ADHS und teilweise auch ADS verwendet. In der Schweiz ist ADD auch unter dem Begriff „POS" bekannt. Kinder mit Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen (ADD -->) sind in ihrer psychischen Entwicklung, schulischen und beruflichen Bildung sowie sozialen Integration gefährdet. Übermäßige motorische Unruhe, gestörte Aufmerksamkeit, Impulsivität und leichte Erregbarkeit erschweren die Lebensführung, so daß der Leidensdruck groß ist. Die Störung hat danach Krankheitswert, sie ist deshalb von der WHO in den Katalog der seelischen Erkrankungen afgenommen worden. Die Behandlung von Kindern mit hyperkinetischen Störungen sollte nur erfolgen, wenn sie sich auf eine Diagnostik stützt, die sich auf Untersuchungsbefunde zu störungsrelevanten körperlichen, kognitiven und psychischen Funktionen sowie sozialen Bindungen bezieht. Deshalb sind eine somatischneurologische Untersuchung (Körpergröße, Körpergewicht, Herzfrequenz, Blutdruck), eine Labordiagnostik (Differentialblutbild, Elektrolyte, Leberstatus, Schilddrüsen und Nierenfunktionswerte) ein Ruhe-EEG und eine kognitive Leistungsdiagnostik unerläßlich. Notwendig ist eine orientierende Familiendiagnostik und Verhaltensanalyse. Die medikamentöse Behandlung ist Teil psychotherapeutischer und spezifisch pädagogischer Betreuung des Kindes in Kooperation mit Familie und ggfs. mit Kindergarten, Schule und anderen, das Kind betreuenden Einrichtungen. Die bloße Beschränkung auf die Pharmakotherapie mißachtet elementare Bedürfnisse und Ansprüche der Kinder und widerspricht den Regeln guter klinischer Praxis ebenso wie das Diagnostizieren oder Rezeptieren ohne Untersuchung. Die ärztliche Therapiekontrolle hat regelmäßig Eßverhalten, Wachstum, Herz- und Kreislauffunktionen sowie die allgemeine Verhaltensentwicklung (Auftreten von Tics?) zu überwachen, letzteres ggfs. unter Einsatz von eingeführten Skalen zur Verhaltenseinschätzung." Du siehst also, nur durch eine genaue und fachärztliche umfangreiche Untersuchung kann ADS/ADHS festgestellt werden. Ich möchte das Thema nicht beiseite wischen, aber heutzutage ist es leider so, dass die Wörter "ADS und ADHS" zu absoluten Schlagwörtern geworden sind. Die Krankheit ist einfach "in" (O-Ton unserer Kinderätzin :-)) Fakt ist, dass etwa 3-10% aller Kinder Symptome im Sinne einer ADS zeigen. Jungen sind dreimal häufiger betroffen als Mädchen. Wir waren mit Max (5) zum ADS/ADHS Test in einer kinderpsychologischen Praxis und es wurde uns gesagt, dass eine Diagnose vor der Einschulung nicht gestellt wird. In diesem einen Jahr kann noch soviel passieren. Allerdings gehen wir alle zwei Wochen dort zur SI-Therapie, die ich dann zu Hause weiter durchführe. Das hat Max sehr viel gebracht und ich bin froh schon vor Schuleintritt etwas machen zu können. LG Danny.


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Hallo, ich fand die Antwort von Jogi sehr interessant. Mein Sohn ist drei Jahre alt. Er war schon als kleines Baby sehr unruhig, bis er mal durchgeschlafen hat waren 2 Jahre (!) vergangen. Er hat immer schlecht und wenig geschlafen. Er mußte immer unterhalten werden. Als er fast 2 Jahre alt und sehr rebellisch war, ich ihn nicht mehr "unterhalten" konnte, habe ich mich an einen Erziehungstherapeuten gewandt weil ich einfach nicht mehr wußte, wo vorn und hinten ist. Sagen wir mal so, ich habe mich mittlerweile mit seinem Verhalten arrangiert, wobei es mir oft auch sehr schwer fällt. Simon ist sehr lebhaft, er hat auch sehr früh mit Sachen angefangen, die Kinder in seinem Alter erst später gemacht haben. Höhen und Tiefen (Klettergerüst, Löcher, Rutschen) sind für ihn ohne Bedeutung, die werden genommen egal was passiert. Auf heiße Herdplatte fassen hatten wir zweimal hintereinander. Nicht an der Hand laufen, nicht hören, laut schreien, sich nicht konzentrieren können. Auch alleine spielen klappt eigentlich erst seit 2 Wochen. Er kann in einem MOment superlieb sein, im nächsten zum Tier werden. Meine Freunde, Bekannte meinen alle, Simon sei einfach nur ein lebhaftes Kind. Komisch, dass das aber auch Außenstehende sagen. Beim Arzt, an der Supermarktkasse, der Taxifahrer... sie erleben uns 10 min und grundsätzlich fällt der KOmmentar "Mann, DER ist aber lebhaft..." Ja, das weiß ich selbst. Und da der KV ebenfalls, wie ich vermute, ADS hat - jedenfalls weist wirklich alles darauf hin - bin ich natürlich in Sorge. Wie Jogi schon gesagt hat, viele Ärzte machen eine Diagnose erst sehr spät. Klar, wie soll man bei einem kleinen Kind das auch frühzeitig feststellen. Trotzdem habe ich Angst, weil ich wirklich den Verdacht habe, dass Simon betroffen ist. Ich fühle mich damit ein wenig allein gelassen, weil alle mich nur belächeln und meinen, ich würde übertreiben. Nur mit dem Unterschied, dass sie von den SAchen, die Simon abfährt, oft nichts mitbekommen, weil sie immer nur MOmentaufnahmen sehen. Also mal ein Nachmittag aufm Spielplatz oder so. Ich kann mit Simon nicht einkaufen gehen, nicht in Ruhe Bus fahren. Er bleibt beim Essen grundsätzlich nicht sitzen. Er braucht über eine Stunde, bis er einschläft. Er schreit dann zwar nicht aber er ist eben wach. Er ist sowas von aktiv, dass ich nicht mehr weiß, wo mir der Kopf steht. Das Kind kann 3 Stunden am Stück laufen und rennen ohne umzufallen. Ich bin wirklich beunruhigt. Jeder Arzt belächelt mich, ich soll mal abwarten. Ich warte jetzt noch den Kiga ab und dann sehe ich weiter. Ich habe es übrigens mit Bachblüten versucht, was total nach hinten los ging. Danach wurde es noch schlimmer. Klar sagt man immer, dass bei pflanzlichen Mitteln die Symptome erst schlimmer werden, aber nach gut 1,5 Wochen hatte ich genug. In der Zwischenzeti hatte mir Simon mit dem Finger ins Auge gepiekt, grundlos, so dass es verletzt war und ich mit Augenklappe rumrennen mußte. Er beißt neuerdings wieder, das hat er das letzte Mal mit 9 Monaten gemacht. Ich habe keine Ahnung mehr, wies weitergehen soll. LG Sue


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Kann es nicht sein, daß du wirklich nur ein "wildes" Kind hast, ich meine mit 11 Monaten? Ich habe bisher gelesen, daß man ADHS oderauch ADS erst ab dem 3. bzw. 4. Lebensjahr testen kann, deswegen verwundert mich auch ein bißchen der Beitrag von der Ergotherapeutin, obwohl man lernt ja nie aus. Es stimmt, es ist vererbbar, und meines Wissens reichen glaub schon 5 Prozent aus um das zu vererben. Aber jetzt kommt der Hammer: Meine Tochter (9) hat ADHS (Snief), und das Testen ging über einen Zeitraum von fast 5 Jahren, weil bei ADS-oder ADHS oft noch ein Entwicklungsrückstand zugrunde liegt, aber als Baby war sie total ruhig, also eher das Gegenteil, bis sie dann 2-3 Jahre alt war, da fingen dann die Auffälligkeiten an... LG Heidi


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Ich finde es auch sehr schwierig zu sagen ob und ab wann man ADS oder ADHS sehen kann.Es gibt auch Kinder die sind einfach nur Hyperaktiv, denn mit 11 Mo kann man wohl kaum testen inwiefern sich ein Kind konzentrieren kann oder nicht. Unsere Tochter ist fast 5 und wir sind seit ihrer Geburt ständig bei Ärzten, weil sie z. B die ersten 8 Mo nur geschrien hat bis zu 8 Std. am stück, danach wurde das zwar besser , aber dann ging ihr Bewegungsdrang los... Auch wir kennen Agressonen ( hauen, treten, beissen). Sie bekam mit ca 3 Jahren spezielle KG, weil sie keinen Körperkontakt zu liess, das geht heute. Ergoptherapie brachte gar nichts. Sie akzeptiert keine Grenzen und kann sich überhaupt nicht auf eine Sache konzentrieren. ( malen, basteln, im Haus spielen geht überhaupt nicht) Essen ist ohne Bewegung nicht möglich. Sie kann uns nicht angucken, wenn wir mit ihr sprechen.Dafür kann sie ohne Pause stundenlang klettern, laufen, rennen . ausserdem ist sie laut und total impulsiv. Laut Kinderarzt, Kinder psychologe, Heilpädagoge hat sie schon ADHS, aber wir geben bewusst ( noch ) kein Ritalin, weil wir auch wissen wie schwer es ist bei kleinen Kinder zu erkennen, ist es wirklich ADHS oder eben entwicklungsbedingt oder einfach nur sehr lebhaft. Ich habe auch gedacht als wir mit 2-3 Jahren zu den Ärzten gegangen sind, die müssen doch sehen das unsere Tochter anders ist als ein normales Kind, aber erst jetzt erknnen wir das viele Symptome eines ADHS wirklich erst später als krankheitsbedingt beurteilt werden können. Darum würde ich an Deiner Stelle das Kind beobachten, vielleicht zu einem Spezialisten, aber in die Ecke ADHS würd ich mich anDiner stelle nicht drängen lassen. LG Anja