Elternforum Hilfe für kranke und behinderte Kinder

Schicksal oder Laune der Natur?

Schicksal oder Laune der Natur?

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Hallo, als ich gestern abend vor dem PC sass, ging mir auf einmal die Frage durch den Kopf ob es Schicksal bzw. vorbestimmt war das unsere Kids so sind wie sie sind?! Oder ob es einfach nur eine Laune der Natur war/ist?! Nur wenn es vorbestimmt war, was soll es uns dann lehren? Ich denke da heut schon den ganzen Tag drüber nach und entweder meine Antworten basieren auf das Thema Erziehung oder sie sind für mich persönlich unlogisch. Was denkt ihr darüber oder habt ihr überhaupt schon einmal darüber nachgedacht? LG Leona


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hallo ich habe mir da auch schon Gedanken gemacht, für mich bin ich auf die Antwort gestossen, dases Gottes Willen ist. Das Kind welches er Mir anvertraut hat, gross zu ziehen, und es auf den Weg zur selbstständigkeit vorzubereiten. Also ich versuche mein Kind so zu erziehen das es auch mit Konflickten und auserandersetzungen zurecht kommt. Wenn es mal wütend ist, und mir sachen sagt die mir weh tun, es mal zu lasse, und wenn sie dann fertig ist, und eh in Ihr Zimmer verschwindet, später mit Ihr darüber rede. Das sie lernen muss, mal was zu akzeptieren ohne gleich ein Wutausbruch zu bekommen, mit der Zeit lernt, sich mit Worten sich zu beherschen, das Sie mir nicht Gelcihgültig ist, wenn sie mir Gleichgültig wäre, würde ich alles geben und zu allem Ja sagen, aber sie sei mir zu Wertvoll, und darum kämpfe ich lieber noch paar Jahre mit Ihr.. ich nehem den schwierigen Weg, der einfachste wäre Ihr alles und überall nach zugeben.. mal sehen und warten bis sie begreifft was cih damit sagen wollte.. doch ich denke es ist keine Laune der Natur, es ist vorbestimmt.. alles gute Silvia


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vorbestimmt denn jeder bekommt nur das problem das er auch tragen/bewaeltigen kann cristina


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Hallo Leona, fuer mich ist das auch keine Laune der Natur. Ich hab schon sooo viel gelernt, was ich sonst nie gelernt haette. Ich bin geduldiger geworden (ich sag nicht, dass es mir nicht manchmal immer noch schwer faellt ;o), ich bin toleranter geworden, ich bin offener geworden, ich hab mich ganz einfach veraendert. Mein Glaube in Gott hat sich verstaerkt, was viele vielleicht nicht verstehen koennen (ich koennte ja auch gegenteilig denken). Ich moechte auf diesem Weg des Lernens und mich besser Verstehens auch bleiben. Auch habe ich so viele Menschen kennen gelernt, die ich sonst nie kennengelernt haette. Eltern anderer betroffener Kinder, Therapeuten und Aerzte (viele leider unglaublich unwissend, ein paar wenige ganz ganz tolle und dafuer umso interessantere Persoenlichkeiten), und ich beginne mehr und mehr mich mit Gott, mit Meditation, mit all diesen Dingen auseinanderzusetzen, die fuer die Reifung der eigenen Seele so wichtig sind. Wenn ich die Wahl haette, wuerde ich mir dann wuenschen dass mein kleiner Zwerg keine gesundheitlichen Probleme haette? Hundertausendmal JA! Und ich kaempfe und tue alles, was ich kann, um ihm so viel zu lernen, soviel Moeglichkeiten zu geben sein volles Potential auszuschoepfen, wie ich nur kann. (Aber ich habe Limits, an die ich gehen kann, und dann kann ich einfach nicht mehr. Und das kommt schon oefter mal vor - und das soll ich wohl auch lernen: mehr Bescheidenheit und Demut, die eigenen Grenzen erkennen) Aber schlussendlich ist es Gottes Wille allein, wie weit mein Kind kommen wird, und fuer manche sicherlich komischerweise glaube ich fest daran, dass Gott mir helfen wird, dass mein Kind eines Tages ein voellig "normales" Leben wird leben koennen... Liebe Gruesse, Birgit


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Hi, für mich ist es ganz klar eine Laune der Natur. Vor allem wenn ich mich an die Vorlesungen in Entwicklungsbiologie zurückerinnere - wir haben uns immer gefragt, wie es überhaupt gesunde Kinder geben kann. Die Vorstellung, dass da jemand willkürlich über gesund oder krank entscheidet, würde mich auch total erschrecken. Vor allem wenn man so sieht, was die Kleinen alles ertragen müssen. Liebe Grüsse, Tina


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Hi, mein Sohn Julian (13Monate) wurde mit einer Gaumenspalte und Pierre Robin Sequenz geboren. Es ist mein erstes Kind, ich war 19 als ich ihn bekam. Er war ein reines Wunschkind. Ich grübel auch oft darüber nach, warum uns bzw. ihm das passiert ist. Er musst hart um sein Leben kämpfen, wir waren knapp 6Monate nur im Krankenhaus. Ich dachte mir oft, das ich evtl selbst schuld daran bin, da ich ja diejenige war die schwanger war, und dieses Kind in MIR heranwuchs, also musste nur ich daran schuld sein. Aber ich lebte meine Schwangerschaft super aus. Keine Komplikationen, keine Übelkeit, er wuchs gut, er wog gut... Ich aß das was man hauptsächlich essen sollte, viel Folsäure, Grünzeug, Obst, Wasser, Saft, Tee... Ich wollte alles perfekt machen, klar sündigte ich zwischenzeitlich auch, bis zur Geburt wusste ich nicht was mit ihm los war. Aber wenn ich so darüber nach denke, kann ich es eher so empfinden, das die Fehlbildungen eine Aufgabe für mich und meinen Freund waren. Wir hatten damals keinen guten Bezieungs start, streiteten uns oft, er belog und betrog mich, ich liebte ihn, er wollte es mir immer wieder beweisen... Ich konnte nicht mehr, ich wurde schwanger, und seitdem Julian auf der Welt ist, ist zwischen uns, durch das gemeinsame Kämpfen um unseren Sohn, alles so wunderschön, wir sind uns erstmals so nah gekomm wie noch nie.Das hört sich vielleicht etwas seltsam an, aber durch dieses gemeinsame leiden, das Freuen über kleine Erfolge bei Julian, hat uns immer mehr zusammen geschweißt, also denke ich eher, das es für uns so ein Schicksal war, uns mehr zusammen zuschweißen, und unserem Kind die Liebe von uns zweien zu geben, als nur von einem Elternteil, wer weißt ob wir überhaupt zusammen geblieben wären, wenn das nicht passiert wäre... Julian geht es heute super, es ist alles überstanden... Das war also meine Meinung zu unserem Schicksal... Ich empfinde es so. Falls du mehr über Julian wissen möchtest, besuch ihn doch auf seiner HP www.julian-miehling.de.vu Grüße Steffi, Markus und Julian


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Hallo! Ich habe mich gerade neu angemeldet, und finde es toll,das es auch so ein Rubrik hier gibt. Ich möchte mich kurz vorstellen. Ich heiße Anja, bin 31 Jahre alt und habe 2 Kinder 10 und 2. Benedikt wurde vor 2 Jahren geboren, und man sah gleich, das etwas nicht stimmte. Doch wir mußten bis Mai diesen Jahres auf eine Diagnose warten. Er hat einen seltenen Gendefekt *Monosomie 3p*. Was in Zukunft auf uns zu kommt, wissen wir nicht. Momentan ist er auf dem Entwicklungsstand eines 1jährigen. Er kann endlich krabbeln und frei sitzen. Ich kann für mich sagen, das es eine Laune der Natur ist. Ich glaube nicht an Gott, also auch nicht sein Wille. Dieser Defekt ist bei ihm bei der Teilung der Zellen neu entstanden ... keiner kann etwas dafür. Wir leben mit Benedikt wie andere Familien mit ihren gesunden Kindern. Nur ein klein bischen anders, bewußter. Auch können wir viel lernen von ihnen, man geht ganz anders in einen neuen Tag, weil unsere besonderen Kinder eben etwas ganz besonderes sind :-) Wir haben uns bewußt für ein 3. Kind entschieden, aus vielerlei Gründen. Und vielleicht tut Benedikt dieses (hoffentlich) gesunde Geschwisterchen gut. Ich hoffe ich darf diesen Link hier einstellen. Wer möchte und Interesse hat: http://www.benedikt04.2page.de/ LG Anja