Mitglied inaktiv
Liebe Eltern in diesem Forum, bevor ich Euch mit meinem Anliegen "überfalle" möchte ich kurz etwas über mich erzählen: Ich bin Physiotherapeutin und habe zwei Jahre lang in Baden-Württemberg mit behinderten Kindern und Jugendlichen gerabeitet. Nun lebe ich östlich von München und habe einen 3-jährigen Sohn. Durch das Stillen meines Sohnes hat sich für mich ein neues Feld aufgetan und ich befinde mich nun in einer Zusatzausbildung zur Still- und Laktationsberaterin IBCLC. Im Rahmen dieser Ausbildung ist es erforderlich, eine Facharbeit über ein selbstgewähltes Thema zu schreiben. Bisher gibt es jede Menge Literatur über das Stillen gesunder Kinder, jedoch nur sehr wenig über die Schwierigkeiten, die beim Stillen behinderter Kinder bestehen könnten, mit Ausnahme von Down-Snydrom (darüber gibt es eine gute Broschüre) und LKG-Kindern (darüber gibt es einiges). Alle anderen Behinderungen fehlen eigentlich gänzlich in der Stillberatungs-Erfahrung und da sich an dieser Stelle meine beiden Berufe sehr gut verbinden und ergänzen lassen würden, habe ich mich entschlossen, meine Facharbeit über das Stillen von behinderten Kindern zu schreiben. Nun brauche ich dazu natürlich viel Hilfe von Eltern, die bereit sind, mir meine Fragen zu beantworten und mir von ihren Erfahrungen zu berichten. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr Kontakt mit mir aufnehmen würdet und Euch beteiligen würdet - vielleicht kann es helfen, dass zukünftige Eltern von behinderten Kindern einen leichteren Still-Start oder überhaupt die Möglichkeit des Stillens bekommen. Auch Eltern, die nicht Stillen konnten oder wollten würden mich interessieren - bitte beteiligt Euch auch! Wenn Ihr mitmachen möchtet, wäre es sehr nett, wenn Ihr mir eine kurze Email an anjabier@web.de schicken könntet, ich schreibe Euch dann die Details. Vielen Dank für Eure Hilfe und ich wünsche Euch allen eine schöne und innige Zeit mir Euren Kindern und viel Kraft! Anja
aber ich kenne aus der Langstilliste zb Frauen die Down-Kinder gestillt haben. Sind wir ehrlich, oft ist in Normalklinken sprich Normalkindern schon das Stillen nicht sonderlich unterstützt worden wie es bei behinderten Kindern aussieht... Ich habe ein 680 Gramm Frühchen stillen wollen, was hat mir da die Klinik nicht alles Steine in den Weg gelegt und das Ende vom Lied, trotz zweier Langstillkinder hat meine Erfahrung dagegen nicht gereicht Ich habe 18 Monate abgepumpt ( Flaschegefüttert und sondiert) und wurde selbst dafür belächelt. Es ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig damit das Thema Stillen bei behinderten Kindern noch verbreitet wird. dagmar
Hi, ich habe auch abgepumpt, aber nur 6 MOnate. Danach war nix mehr da :-) Nach drei Monaten Neo und Ernährung mit Sonde und Flasche hat es mit dem Stillen leider nicht mehr geklappt. Wir haben alles versucht, d.h. Brusthütchen, Brusternährungsset usw. junonie
mein sohn hat einen herzfehler von geburt an. als ich ihn gestillt habe hat er immer sehr lange pausen gebraucht und wollte meist nach zwei stunden schon wieder trinken, mit 6 wochen war er dann auf der intensivstation(man hatte gerade den herzfehler entdeckt) und ich habe nur noch gestillt als ich da war. er bekam auch am anfang eine sonde durch die nase und die flasche. ab da war es dann vorbei mit stillen. auch in der schwangerschaft hatte ich sehr viel fruchtwasser, was er nich trinken konnte(klar nach 6 wochen haben wir gewußt warum) lg mandy
Ich wollte stillen, hatte wirklich genügend Milch, aber es hat nicht geklappt: Mein Sohn WOLLTE NICHT! Er hat sich mit Händen und Füßen gegen das Anlegen gewehrt, hatten wir ihn dann endlich mal dran hat er nicht gesaugt :-( Was ich in all den Stillbüchern und -broschüren sehr vermißt habe waren Tipps um stillunwillige KINDER an die Brust zu bekommen. Für das Problem keine Milch oder Milchstau oder was weiß ich was habe ich wahrlich genügend Lösungen gefunden! Viele Grüße Simone PS Mein Sohn hat eine Übersensibilität im Mundraum und wollte deswegen nicht an die Brust - Flasche war aber kein Problem und ich habe 8 Wochen abgepumpt...
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Ich hab auch abgepumt. Allerdings nur 4Monate. Luise konnte nicht stillen, weil sie in der Nase Röhrchen hatte, die 2 cm rausstanden (Choanalatresie-Platzhalter), wurde erst sondiert und dann Flasche gefüttert. Die Klinik war ganz ok, eine Schwester auf der Neo war super, hat uns von der Sonde wegbekommen, Abpumpen wurde zwar moralisch unterstützt, aber zu wenig Milchpumpen in der Klinik. Anlegen haben wir probiert, machte auch mächtig schlechtes Gewissen (seit Theo weiß ich, daß es einfach nicht ging), aber nach dem "Abstillen" erhielten wir dann die Diagnose Herzfehler, CHARGE. Deswegen hat sie alle halbe Stunde nur so wenig getrunken und ich war mit Füttern-abpumpen im halbstundentakt einfach überfordert. Taktile Wahrnehmungsstörung (im Rahmen von Charge, mit Schluckproblemen) kam auch noch hinzu, hatte aber nichts mit der flüssigen Nahrungsaufnahme am Anfang zu tun... Kannst mir gern mailen. Michi mit Luise (CHARGE) und Theo (der, gesund, mit 14 Monaten noch super gern stillt)
Hallo, unser Kleiner hat einen schweren Herzfehler und eine beidseitige LKGS. Leider hat es mit dem Stillen nicht geklappt (er war auch noch ein Frühchen). Ich pumpe seit 13 Monaten ab, muss aber seit etwa 2 Monaten noch mt Hipp zufüttern. LG Tina
Hallo zusammen, ich freue mich sehr, dass sich gleich ein paar Mütter gefunden haben, die hier von ihren Erfahrungen berichten. Ich würde jetzt die beiden, die es ausdrücklich erwähnen (Cairam2000 und Michi mit Luise) per email anschreiben - wenn die anderen Schreiberinnen auch mitmachen wollen, dann meldet Euch doch bitte nochmal hier oder direkt bei mir per Mail. Vielen Dank schonmal für Eure Mithilfe, ich finde es toll, dass hier soviele engagierte Eltern sind! Herzliche Grüße, Anja
Hallo Anja, interessantes Thema! Zum Stillen von LKGS-Kindern gibt es zwar einiges, aber da ist auch viel Müll dabei. Bin selbst AFS-Stillberaterin und Mutter von drei Kindern, darunter eins mit LKGS. Habe mich sehr in die Materie eingearbeitet. Kannst mich bei Interesse gern kontaktieren. LG Kirsten