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Dermatitis, Hautekzem, ND

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Hallo, bin zum ersten Mal in diesem Forum und befürchte, dass diese Diskussion bereits endlos getätigt wurde. Bitte um Nachsicht, falls das der Fall ist. Meine Tochter ist fast 4 Monate alt. Sie bekam mit 13 Wochen einen starken pickeligen Hautausschlag im Gesicht, vor allem um den Mund und auf den Augenlidern. Nach einigem hin und her ging ich damit vergangene Woche zur KiÄ, die es sofort als Hautekzem bzw. unspezifische Dermatitis diagostizierte. Sie sagte, das sei zwar nicht ganz dasselbe würde aber ziemlich gleich aussehen und behandelt. Also sei es egal. Ich solle sie für die nächsten 10 Jahre täglich eincremen bis sie flutscht und bei Ausbruch des Ausschlags mit Kortisonsalbe behandeln. Übrigens: Ich habe selber empfindliche Haut (bin rothaarig), mein Mann hat als Kind abartigen Ausschlag in den Arm- und Beinbeugen gehabt, mein Vater hat Schuppenflechte. Meine Tochter wird ausschliesslich gestillt, ist kräftig und ansonsten kerngesund. Nun die Frage: Wie unterscheidet man Dematitis von Hautekzem von ND? Kann man das alles in einen Topf schmeissen? Mir ist klar dass Dermatitis einfach "Haut-Aua" heisst und wahrscheinlich der Überbegriff ist. Aber wann wird es zur ND und wie steht das mit Hautekzem in Verbindung? Für Aufklärung und Rat wäre ich dankbar. Danke, Annie


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Wikipedia sagt: Als Dermatitis wird eine entzündliche Reaktion der Haut bezeichnet, die vornehmlich die Dermis (Lederhaut) erfasst. Ein Synonym dafür ist über weite Bereiche der Begriff Ekzem. Allerdings handelt es sich bei der Dermatitis um eine breiter gefasste Definition und müsste ein "Ekzem" damit genauer als "Dermatitis ekzematosa" benannt werden. Das atopische Ekzem ist eine Hautkrankheit, deren Hauptsymptome rote, schuppende, manchmal auch nässende Ekzeme auf der Haut und ein oft quälender Juckreiz sind. Weitere geläufige Bezeichnungen sind Neurodermitis, atopische Dermatitis und endogenes Ekzem. Die Neurodermitis gehört mit zu den atopischen Reaktionen, die Veranlagung dazu ist erblich und dazu gehören auch Heuschnupfen, Allergien, Asthma. Eine Dermatitis ist das gleiche wie ein Ekzem und Neurodermitis ist eben eine häufige Form der Dermatitis. Also letztendlich ist alles irgendwo das selbe, nur das ND nicht heilbar ist, sondern höchstens mit der Zeit "unsichtbar" wird, kann aber jederzeit wieder aufflammen. Ein sonstiges Ekzem kann durch alles mögliche kommen (s.a. Windeldermatits, Schnullerekzem...) Ob es eine ND ist kann sich erst mit der Zeit herausstellen, in der Regel geht sie mit sehr trockener Haut einher. (Allerdings hat sich das bei meinem Sohn auch erst später gezeigt.) Ich hoffe ich habe Deine Fragen zumindest zum Teil beantwortet, sonst frag einfach nochmal nach. LG, koesti


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Herzlichen Dank, Koesti! (Auf die Idee, bei Wikipedia zu schauen hätte ich eigentlich selber kommen müssen.) Jetzt muss ich wohl nur noch rausfinden, worauf das Kind reagiert. Da sie es so stark um den Mund herum hatte, habe ich meine Super-Lift-Anti-Schwangerschaftsstreifen-Busen-Creme abgesetzt. Besser ist es ja, das kann aber auch an der Kortison-Creme (1%) liegen und muss nichts mit der Busencreme zu tun haben. Aber auf den Augenlidern? Was die Ernährung betrifft: Da kann es höchstens meine sein und nicht ihre, denn sie wird gestillt. Meine KiÄ sagte, dass oft Milchprodukte verdächtigt werden, dass sie aber nur einmal in hunderten ihr vorgestellter Fälle wirklich Schuld waren. Hat jemand eine Idee? Empfehlt ihr, dass ich mit dem Kind zum Hautarzt gehe statt bei der KiÄ zu bleiben? Danke, Annie


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Hallo, puh! Ich LIEEEEEBE solche Aussagen von Ärzten ;-) Schau auch mal auf www.dermis.net Da kannst du dir evtl. auch aufgrund der Bilder ein "Bild" machen, um welche Art Ekzem es sich handeln könnte. Um solch eine (selten dämliche, wie ich finde) Aussage deiner Ärztin abzuklären, würde ich dir dringend empfehlen entweder in eine spezielle dermatologische Kinderklinik zu fahren (meistens haben die auch eine Ambulanz mit Sprechstunde) oder einen Kinderarzt mit dermatologischer oder allergologischer Spezialisierung aufzusuchen (ggf. erfährt man entsprechende Adressen eben auch in besagten Kliniken). KiÄ und Hautärzte scheinen speziell in Bezug auf ND einen blöden Kleinkrieg auszufechten (egal welches Posting zu dem Thema, diese beiden Ärzte erzählen fast immer genau das Gegenteil in solchen Fällen *ggg*), der immer auf dem Rücken der Eltern/des Kindes ausgetragen wird :-( LG ... Marion P.S.: Man müßte sogar unbedingt abklären, welchen Auslöser das Ekzem hat (Bakterien, allergische Reaktion oder anderes), denn danach richtet sich dann auch die Therapie. Kortison hilft eigentlich immer, aber man muß es vernünftig einsetzen (inkl. ausschleichen), die weitere Pflege nicht vernachlässigen usw. Wenn Pilze oder Bakterien das Ekzem auslösen, müßte aber mit ganz anderen Mitteln behandelt werden, deshalb verstehe ich auch die Aussage deiner Ärztin nicht ganz *amKopfkratz*


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Also was die Allergie auf Milch angeht, so finde ich die Aussage Deiner Ärztin ziemlich daneben. Ich habe schon viele ND-Kinder mit Milchallergie oder Unverträglichkeit getroffen. In einer Kur hatten wir ein Mädchen getroffen, 15 Monate alt, die angeblich auch keine Probleme mit Milch hatte. Nachdem sie ein paar Wochen strikt Milchfrei war, war die ND plötzlich fast verschwunden... Ich würde probehalber mal auf Milch in Deiner Ernährung verzichten, bei 3-4 Wochen Verzicht entsteht Dir noch keinerlei Mangel und Du wirst direkt sehen, ob es Deinem Kind Einfluss hat. Um den Mund herum spricht shcon dafür, dass es irgendwas ist, was in den Mund genommen wird, also Nahrung, Schnuller, Spielzeug, Kuscheltier... Allerdings haben die Kinder auch manchmal durch das Sabbern beim Zahnen einen Ausschlag um den Mund herum. LG, koesti


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Danke Marion und Koesti, ich bin also doch nicht übertrieben hysterisch. Werde mich um einen ordentlichen Haut- bzw. KiA bemühen, der sich damit gut auskennt. Da in meiner Familie soviele Allgerien und Hautempfindlichkeiten sind, hatte ich mich schon fast abgefunden. Übrigens: Pilz könnte ein Treffer sein! Ich hatte bereits 2 Hefepilzinfektionen der Brust mit Soor beim Kind. Werde weiter forschen. Nochmal Danke! (Bin ich eigentlich die einzige, die von fast jedem Arzt richtigen Stuss hört?)


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unser sohn hatte auch im ersten lebensjahr empfindliche/ trockene Haut, die zum ekzem , v.a. im Gesicht neigte. die hautärzte und der Kia haben wenig geholfen. ich habe das problem dann selber gelöst.. ich nehme zur hautpflege im gesicht die dermifant kindercreme vom www.allergika.de die ist mit 20% nachtkerzenöl. frühs und abends- wunderbar! zur basispflege ist auch shéa butter hervorragend www.armah-biomedica.de das mit der diät /allergischen genese wird bei dem milderen ekzem-verläufen meiner erfahrung nach häufig überbewertet.. julian wurde und wird ganz normal ernährt, wir haben später eine konstituionsbehandlung bei der heilpraktikerin gemacht, die ihm sehr gut getan hat im hinblick auf infektanfälligkeit. alles gute! Stef


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Ich habe die Firmen kontaktiert und werde heraus finden, ob es auch einen Vertrieb in den USA gibt. Hier gibt es zwar viel mehr Medikamente ohne Rezept zu kaufen, aber überall gibt es nur dasselbe Zeug (wie im Sozialismus) Vielleicht finde ich eines Tages auch mal eine vernünftige US-Marke!


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Erst mal bist du nicht die einzige, die von den Ärzten irgendwelchen Stuss erzählt bekommt, da sei mal ganz beruhigt! Ärzte sind auch nur Menschen, machen Fehler und geben das weiter, was sie gelernt haben und als richtig erachten. Frag 10 Ärzte bezüglich Dermatitis, ND etc. und du bekommst 10 verschiedene Aussagen bezüglich Diagnose und/oder Behandlung. Die Schwierigkeit für dich als Mutter liegt nun darin, rauszufiltern, was für dein Kind zutrifft, richtig und gut ist und welchen Weg ihr einschlagen wollt. Auf der Suche nach dem richtigen Weg wirst du sicher auch ab und an in einer Sackgasse landen und wo anders weitergehen müssen. Du hast hier schon einige Infos, Tips und Ratschläge bekommen und Meinungen gelesen (hab nicht alle Antworten nachgelesen) und ich kann dir hier auch nur eine weitere Meinung und Erfahrung bieten, die für dich nicht unbedingt das Richtige sein muss. So wars bei meinem Sohn: Vater hat ND, also Vorbelastung besteht. Ausbruch der ND mit 2 1/2 Monaten, erst mal leichte Form. KiÄ empfahl Basispflege und bei Verschlechterung leichte Kortisoncreme, was für mich Anlass war, die KiÄ zu wechseln. Habe zu einer antroposophischen KiÄ gewechselt. Viele Behandlungsversuche blieben erfolglos, Hautbild wurde schlechter. Was letztendlich zum Erfolg geführt hat: -klassische Homöopathie (konstitutionelle Behandlung) -einfache Basispflege (eigenes Rezept mit Allantoin, Nachtkerzen- und Avocadoöl) -Ernährungsumstellung (zunächst für mich, da ich lange voll und immernoch teilstille), da Allergien bestehen gegen Milcheiweiß, Hühnereiweiß und Soja Mein Sohn ist jetzt 2 1/2, seit über einem Jahr ist die Haut kaum belastet, seit gut 1/2 Jahr ist bis auf kleine Rötungen oder Pickelchen ab und an nichts mehr zu sehen. Alles Gute für Euch!