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An Eltern mit autistischen Kindern

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Wie habt ihr es gemerkt das euer Kind daran leidet. julia


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Hallo Julia! Ich habe selber kein autistisches Kind aber meine über 20jährige Schulfreundin/Freundin. Ihr Mädchen ist heute 10 Jahre alt und hat sich "den Umständen entsprechend gut entwickelt". Von ein paar Monaten nach der Geburt an war sie bereits insofern aufällig, als dass sie einen "starren Blick" hatte - sie schaute quasi ins Leere. Ihr Gesicht verzog sich nicht, das "soziale Lächeln" blieb aus. Sie starrte immer nur. Wenn man sie später etwas fragte, sagte sie immer nur "ja" (das muss aber nicht unbedingt eines der bekanntesten Anzeichen sein). Was auf jeden Fall auffällig war/ist, dass sie ihre ganz eigene Ordnung hat und wehe, man bringt sie durcheinander, dann ist das Geschreie groß... jeder hat seinen festen Sitzplatz, ihr Zimmer ist entsprechend aufgeräumt, wie sie es für richtig hält (selbst wenn einem das komisch vorkommt) usw. Die "Ordnung" kann aber unterschiedlich sein, bei dem einen Kind das eine (Sitzplätze) oder das andere (Schrank einräumen), was wichtig ist. Autisten bauen selten soziale Kontakte auf, auch nicht zur Mutter. Sie leben in ihrer ganz eigenen Welt. Es gibt viele verschiedene Formen, stärkere und schwächere. Das ist sehr individuell und kein einfaches Thema, Autismus. Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. LG Rose33


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Hallo Julia, meine Vorrednerin hat recht, am besten wird das durch Experten diagnostiziert. Eines der wichtigsten Punkte bei Autismus ist jedoch (soviel ich weiss) die Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion. Ich hatte auch Angst mein Sohn koennte autistisch sein, da der Augenkontakt aus blieb. Aber bei ihm wurde das ganze als "sensory Integration issues" definiert. Er kann uebrigens inzwischen in meine Augen schauen, aber wenn ich z.b. mit ihm schimpfe, geht das nicht. Da ist der Informationsinput sozusagen zu gross, und dann kann er nicht mehr gleichzeitig alles. Aber genau so etwas wie mein Sohn hat wird manchmal mit Autismus verwechselt. Liebe Gruesse, Birgit


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Hallo! HAbe kein autistisches Kind, arbeite aber in einer WG für Menschen mit autistischer Wahrnehmung als Behindertenpädagogin, Heilerziehungspflegerin heißt das in Deutschland glaub ich. Hab dir was reinkopiert. Weiß zwar nicht wie alt dein? Kind ist, aber so ca. mit 2.5-3,5 haben Kinder ein "autistisches Alter" den genauen Begriff weiß ich nicht, aber da wollen sie auch immer alles gleich haben (z.B.: Wutanfall am Morgen, weil es nicht wie gestern regnet, es muß immer nach dem Kiga Nudeln mit Sauce geben Usw...) Kommt aus einem Übersteigerten Sicherheitsbedürfnis was sie in der Phase haben. Frühkindlicher Autismus ist eine schwere Entwicklungsstörung, die sich spätestens bis zum 3. Lebensjahr zeigt. Sie ist unter anderem gekennzeichnet durch eine tiefgreifende Beziehungs- und Kommunikationsstörung, die die Kinder unfähig macht, zu anderen Personen, selbst zu den eigenen Eltern, ein normales Verhältnis herzustellen. Vermeiden Blickkontakt Vermeiden Körperkontakt Bizarre Bewegungen Autistische Kinder können zunächst keine Geste, kein Lächeln, kein Wort verstehen. Sie ziehen sich zurück, kapseln sich "autistisch" ab – daher der Name! Jede Veränderung in Ihrer Umwelt erregt sie stark. Autistische Kinder können nicht spielen und benutzen ihr Spielzeug in immer gleicher, oft zweckentfremdeter Art und Weise. Sie entwickeln Stereotypien: z.B. Drehen und Kreiseln von Rädern, u.a. Wedeln mit Fäden oder Papier. Zeigen durch Hinführen Wirken wie taub Die schamatischen Zeichnungen verdeutlichen die wichtigsten Symptome des frühkindlichen Autismus. Diese sind allerdings in ihrer Zusammensetzung und ihrem Ausprägungsgrad von Kind zu Kind unterschiedlich. Autistische Kinder haben häufig vom Säuglingsalter an Probleme beim Essen und beim Schlafen und entwickeln selbststimulierende Verhaltensweisen, die bis zur Selbstverletzung reichen können. Sie bestehen zwanghaft auf ganz bestimmte Ordnungen oder können ihre Eltern zur Verwzeiflung bringen durch exzessives Sammeln bestimmter Gegenstände, durch ihre Weigerung, bestimmte Kleidung zu tragen oder durch Wiederholung immer der selben Verhaltensweisen oder sprachlichen Äußerungen. Auffällige Sprache / Echolalie Kein kreatives Spielen Außergewöhnliche Begabungen in Teilbereichen Die intellektuelle Begabung autistischer Kinder ist sehr unterschiedlich. Sie reicht von geistiger Behinderung bis hin zu normaler Intelligenz, wobei die Kinder häufig erstaunliche Teilleistungen im Rechnen, in technischen Disziplinen, in der Musik und auf anderen Gebieten zeigen. Kein Spielen mit anderen Kindern Unangemessenes Lachen und Kichern Nach inernationalen Untersuchungen sind von 10.000 Kindern vier bis fünf autistisch. Von der Störung sind Jungen drei- bis viermal häufiger betroffen als Mädchen. Frühkindlichen Autismus findet man in Familien aller Nationalitäten und sozialen Schichten. Fixierung auf spezielle Themen Verweigerung von Veränderungen Es gibt trotz umfangreicher Forschungsergebnisse bislang noch kein Erklärungsmodell, das vollständig und schlüssig die Entstehungsursachen des frühkindlichen Autismus belegen kann. So wichtig die Forschung für ein besseres Verständnis des Syndroms auch sein mag, so lassen sich doch keine theoriegeleiteten Ansätze für eine Förderung autistischer Kinder daraus ableiten. So unterschiedlich sich die ursächlichen Faktoren für das Syndrom darstellen, so vielfältig und jeweils am einzelnen Kind ausgerichtet müssen die pädagogischen und therapeutischen Ansätze sein. Keine Angst vor normalen Gefahren Das ist so Stichwortartig, weil Bilder dazwischen waren, google doch mal: Dachverband österreichische Autistenhilfe, Bzw. Hilfe für das Autistische Kind. Liebe Grüsse Astrid


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hi julia, meine vorschreiberin hat ja schon sehr ausfuehrlich beantwortet. autsimus ist eine entwicklungsstoerung, da jedes kind anders ist, einen anderen charakter und ein anderes temperament hat ist auch jedes autistische kind individuell. mein sohn ist jetzt 5 und gilt als "milde autistisch" und "high functioning' (lebe im ausland). trotzdem fand ich meinen sohn schon vom ersten tag an "anders" eines was fast alle autistischen babies gemeinsam haben ist dass sie kaum ihren zeigefinger benutzen um auf sachen und menschen zu zeigen/ deuten. und sie reagieren kaum auf ihren namen, erscheinen schwerhoerig. das sind zwei frueherkennungskriterien. fast alle anderen punkte sind naemlich kannpunkte, muss aber nicht so sein, besonders der weitverbreitete irrtum, dass autistische konder koerperkontakt ablehnen. wie alt ist denn dein kind? warum bist du besorgt? kannst mich gerne anmailen, adresse ist hinterlegt, lg, christine


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kein Blickkontakt kein soziales Lächeln keine Sprache stereotypes Spielen... dagmar


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Einer meiner Söhne hat den frühkindlichen Autismus. Er fiel in erster Linie damit auf, dass er nicht gesprochen und nicht spontan nachgeahmt hat. Ich will noch einen großen Irrtum im Zusammenhang mit Autismus ausräumen!!!! Vermeidung von Körperkontakt ist kein Indiz. Es gibt genauso Autisten, die Körperkontakt mögen wie die, die ihn ablehnen. Ganz frühe Hinweise auf den frühkindlichen Autismus bei Kleinkindern ist : Sprachentwicklungsverzögerung keine So-tun-als-ob-Spiele mangelnder Blickkontakt mangelndes Imitationsverhalten


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Mit drei Jahren wurde bei unserem Sohn frühkindlicher Autismus diagnostiziert. Da gibt es ganz klare Kriterien, die erfüllt sein müssen. Also: da ist es nicht notwendig, jahrelang unsicher zu sein. Bei Tim war folgendes auffällig: - Ausbleiben der Sprache - Weglaufen beim Spazierengegen (ihm war egal, ob wie weit wir entfernt waren; er ist einfach weggeflitzt) - er war nur mit Mühe dazu zu bewegen, fremde Wohnungen zu betreten. Körperkontakt hat er immer gesucht und ist auch heute mit fast acht Jahren ein ganz verschmustes Kind. Und Blickkontakt war für ihn auch nie ein Problem. Und Imitieren ist noch heute ein Highlight für Tim. Autismus kommt in soooo vielen Formen vor... Viele Grüße Martin