Mitglied inaktiv
Hallo, mein Neffe hat ADS (er wird 9). Das Schlimmste ist seine Unkonzentriertheit in der Schule, was man auch an seinen Leistungen stark erkennt. Meine Schwester hat schon alles probiert: SPZ, Ergotherapie, Logopädie, Verhaltenstherapie, mehrere Psychologen... Nur besser geworden ist es absolut nicht. Die Lehrer scheinen auch überfordert zu sein. Mittlerweile ist meine Schwester soweit, Medikamenten zuzustimmen (es zieht sich ja schon Jahre hin). Nun meine Frage: Wer gibt seinem Kind auch Medikamente gegen ADS? Kann man sie so dosieren, daß es wirklich nur die Konzentration in der Schule fördert? Zu Hause kann meine Schwester wohl damit leben, daß er etwas auffällig ist. Ich möchte jetzt keine Moralapostel lesen, meine Schwester tut sich schon schwer genug, nur das Familienleben leidet langsam. Und seine Zukunft (schulisch) ist ja auch nicht ganz unwichtig. Danke für die Antworten! Manuela
Hallo der Sohn meiner Freundin bekommt Retalin, seit dem geht es in der Schule sehr viel besser und auch das Familienleben ist deutlich besser. Der Junge hat nun auch Freunde gefunden, was ohne Ritalin nicht möglich war. Viele Grüße Angi
Mein Sohn nimmt Medikinet (= Ritalin). Er ist seitdem wesentlich konzentrierter. Ohne das Medikament wäre er jetzt auf einer Sonderschule.
Hallo! Möchte hier nicht als Moralapostel auftreten, soviel vorneweg ;-) Und kann dir leider auf deine eigentliche Frage keine Antwort geben, da ich mich damit nicht auskenne. Wollte nur noch auf eine andere Möglichkeit der Behandlung hinweisen, nämlich klassische Homöopathie! Kann voll und ganz verstehen, wenn deine Schwester nicht mehr gewillt ist, noch eine Therapieform in Angriff zu nehmen, nachdem, was sie schon alles durch haben, aber dass du hier die Frage stellst und auch die Tatsache, dass sie schon so viel anderes versucht hat, zeigt ja schon, dass ihr ein bißchen skeptisch seid, was die medikamentöse Behandlung angeht. Habe letztens erst bei meiner Homöopahtin gelesen, dass es inzwischen Studien gibt, die bestätigen, dass eine klassische homöopathische Behandlung bei ADHS sehr erfolgversprechend ist (in der Beispielstudie kam es bei 75% der behandelten Kinder zu einer deutlichen Besserung des Verhaltens). Würde mich zur Behandlung dann aber wirklich nur in die Hände eines erfahrenen Homöopathen begeben! Wie gesagt, ist nur ein Hinweis, bitte nicht falsch verstehen! Ich wünsche Euch jedenfalls viel Erfolg! Lg, Jamilia
Homöopathie hat auch nix gebracht (hatte ich nur vergessen...), trotzdem danke! :-)
Es gibt meines Wissens andere Möglichkeiten um ADS Betroffenen zu unterstützen, damit sie ein "angenehmeres" Leben auch mit ihrer Umwelt führen können. Soviel mir bekannt ist, gibt es das homöopathische Mittel Zappelin... Zudem kann man auch mit den Gaben von jeweils 1 Kg Obst und Gemüse täglich, die notwendigen Coenzyme, Vitamine, Spurenelemente, Mineralien zuführend positiv auf Betroffenen einwirken, auch die Unkonzentriertheit verschwindet. Allerdings dauerts ein wenig, bis die ersten Besserungszeichen eintreten. Bis zu drei Monaten. Weiterhin kann sich Deine Schwester eine Familienherlferin übers Jugendamt besorgen, die ein- bis zweimal in der Woche sich um alles kümmert, sodass Deine Schwester Verschnaufpausen hat. Im übrigen wäre es evtl gut zu wissen, wie sich das Syndrom Deines Neffen äußert, außer dem Nichtkonzentrieren und wie Deine Schwester im alltäglichen Leben dagegen hält. Meiner Meinung nach sind nciht nur die betroffenen Kinder mitzutherapieren, sondern auch die Eltern. Arthouse
Mein Sohn (knapp 6J.) bekommt ein Medikament mit gleichen Wirkstoff wie Ritalin.Alles andere an Therapien,Zappelin,u.a. ist im Vorfeld gescheitert und er ist nicht in der Lage,seine Konzentration länger als 1-2 Minuten zu halten ohne Medikamente. Seit Juli bekommt er das Medikament und seine Aufmerksamkeitsspanne hat sich sehr gesteigert. Das Medikament ist ein Retardprodukt,welches bis etwas über Mittag wirkt. Er geht in einen Integrativkindergarten,wo er auch Therapien bekommt. Da er eh um einiges entwicklungsverzögert und zusätzlich sprachbehindert ist,kam er aufgrund seines ADHS trotz Therapien nicht weiter (klar wenn die Konzentration mal gerade 1-2 Minuten anhält). In den letzten 4 Wochen hat er einige Fortschritte gemacht,die auf die bessere Konzentration und die erhöhte Aufmerksamkeitsspanne zurückzuführen sind. Ganz ehrlich,ich hab mir vorher unheimlich Gedanken gemacht,ob ich ihm Medikamente geben werde,leichtfertig war diese Entscheidung nicht.Zudem wollte ich meinen Jungen nicht ruhigstellen,sondern ihm ermöglichen,seine Aufmerksamkeitsspanne zu erhöhn.Ihm selber geben seine Fortschritte Auftrieb und auch sein Selbstbewußtsein ist ein klein wenig größer geworden dadurch (was dadurch,daß er meistens weniger konnte als Gleichaltrige nicht besonders groß war und er sich schnell ins ein "ich kann das nicht" flüchtete). Gruß IgelMama
Hallo Oh diesen leidesweg kenn ich schon auch die Tipps die hier angesprochen werden halfen auch nix denn wie kann man zum Bsp. Obst essen wenn man allergien hat . Also mein Sohn war am anfang auch unauffällig eigentlich so ein Kind was man sich nur wünschen konnte aber eben sehr verträumt und ängstlich aber nicht zu allem keiner weiß warum . So dann kam er in die Schule das erste Jahr war Problem los hat gerechnet , schönschrift alles aber dann 2te Klasse zum Glück hatten wir eine gute Mathe Lehrerin die hat die Defizite gleich erkannt und uns viel geholfen er kam dann aber leider in eine andere Schule (Umzug) nach der 3 Klasse ging nix mehr wir haben ihn auf freiwilliger basis die 3te Klasse wiederholen lassen .In der vierten wurde er noch mal geprüft und die Klassenlehrerin wollte ihn in die Förderschule wir haben gekämpft auch das SPZ hat uns geholfen nach langen hin und her hat er dann im 2ten Halbjahr das Ritalin genommen ist dann auf die Mittelschule gekommen geht inzwischen in die 6 Klasse und hat auf dem Zeugnis der 5 klasse keine 4,5 oder 6 . Nimmt aber jetzt kein Ritalin mehr sondern Concerta das wirkt nicht gleich aber länger da sie ja jetzt bis 15.30 Untericht haben . Dann must du wissen was für ein Typ unser sohn hat ADS -Träumer Nebenbei haben wir auch Kineslogie gemacht und auch beim Orthopäden waren wir da hat uns das SPZ viel geholfen .Jetzt geht er noch zur Ergo obwohl er schon 13 ist aber leider habert seine schrift die kann keiner mehr lesen :( LG wenn du noch was wissen willst frag einfach
Hallo also mein Sohn,8 Jahre hat auch ADS.Er nimmt seit 9 Monaten Medikinet.Er mußte die 1.Klasse wiederholen,aber seit er das Medikament nimmt ist er jetzt sogar Klassenbester geworden.Was sein Selbstbewußtsein ganz schön gestärkt hat.Ich war auch am Anfang sehr skeptisch,was die Medikamente angeht,bin aber froh das ich es gemacht habe.Bevor er das Medikament genommen hat war es bei uns zu Hause auch nicht leicht,weil mein Mann es nicht akzeptierte das sein Sohn ADS hat.Aber jetzt ist es wieder besser geworden.Mein Mann und ich gehen auch regelmäßig zur Psychologin unseres Sohnes,daß hilft uns sehr. ULI
Hallo, mein Sohn beginnt am Mittwoch mit Medikinet. Zum Glück habe ich auch hier grad was drüber gelesen. Er ist jetzt seit 9 Monaten in ergoth. und logop. Behandlung und jetzt in die Schule gekommen. Er hat auch dieses ADHS-Träumer-Verhalten. Ich bin heilfroh, dass jetzt begonnen wird, da ich die schwierigste Zeit zu Hause am Nachmittag habe. LEider bekommt er noch nicht das Retard, sondern das einfache, aber wir können dann viell. noch mal umstellen. Ich wollte hier nur noch mal sagen, dass die Medikamente nicht ruhigstellen. DAs die Kinder so reagieren, hat nur damit zu tun, dass sie sich besser organisieren können und eben aufmerksamer sind. Das Medikament ist jetzt meine letzte Hoffnung. Gruß Jana
Hallöchen, meine Tochter ist neun und nimmt seit ca. 9 Wochen Medikinet (Ritalin).Sie hat ADHS!Die Medikamente würden bei normalen Kinder gar nix helfen, also wirklich nur bei ADHSlern.Der lange Leidensweg ist bekannt, meine TOchter war 4 wo ich schon sagte, irgendetwas stimmt nicht, sie kannte kein Farben, keine Zahlen ....(Kind hatte mein Mann mit in die Ehe gebracht), dann die gnazen Tests hin und her, hieß es zuerst den Entwicklungsrückstand von ca. 1 1/2 Jahren durch Ergotherapie nachholen. Jetzt in der Schule kommt sie in die 3. KLasse, (hatte Glück ist Zwergenschule, also ca. 12 Schüler pro Klasse), hatte allerdings vom Kiga ein empfohlenes Jahr in der Förderschule, und ich muß sagen (obwohl es in der Sonderschule war, hieß aber Grundschulförderklasse), bin froh, das sie dort war und nach einem Jahr so fit war, daß sie ganz normal in die Grundschule gehen konnte.Sie hat zwar Schwierigkeiten in Mathe, aber jetzt mit den Tabletten wirds bestimmt besser, bei uns lagen halt voll die Ferien dazwischen, aber sie ist einiges ruhiger geworden, man merkt halt frühs beim Frühstück totales Gezappel, Tasse fliegt um, Kaba wird verschütter, auf gut deutsch gesagt, sie spinnt richtig rum, und eben abends wenn die Tabletten nachlassen genauso, aber nicht so schlimm wie frühs. Sie bekommt nur eine Tablette am Tag. darin sind 2 Kapseln enthalten, welche eine gleich in den Körper übergeht und die andere erst gegen nachmittag. Bei Mädchen ist das ganze ja nochmals schlimmer, denn im Normalfall sind eigentlich nur Jungs davon betroffen. Die Tablettenverträglichkeit ist im Vorfeld getestet worden, da hat sie 2 Stück am Tag bekommen um auch wegen der Dosis zu schauen wie sie's verträgt. Ritalin macht (bei unsrer Tochter zumindest) meist über Mittag Appetitlos, aber dafür haut sie abends um so mehr rein, was ihr nicht schader, muß immer aufpassen, daß der Wind sie nicht umhaut :-)) Sie ist regelmäßig in Kontrolle, Gewicht, Blut ect... Ich bin froh daß es dafür Medikamente gibt, denn es leiden ja nicht nur die Eltern drunter (oh, hoffentlich sitzt du jetzt mal still und zappel nicht immer so.....) sondern vor allem die Kinder, die merken genau daß ihr Körper nicht so funktioniert wie bei ihren Gleichaltrigen, und sie hat jetzt auch Freunde, was vorher auch nicht möglich war. Ich hatte früher bei den Hausis viel STreß und sie hat oft geweint und um sich geschlagen, weil sie dann keine Konzentration und dadurch eben auch null BOck auf Hausis hatte, und sie hatte es auch sehr schwer die Aufgaben zu kapieren, eben durch die Konzentrationsstörungen. Also, toi, toi, toi Lg heidi
Ach, ja und nochwas, vielleicht wär ein Verein ganz gut für das Kind. Meine Tochter ist im Seilspringen und im Grundschulturnen (abends), denn sie braucht besonders viel Bewegung (ADHS). Und ansonsten gehe ich jeden Abend mit ihr Inliner fahren, sie fährt dann auch meistens Fahrrad und ich Inliner .Dann ist das Gezappel auch nicht mehr so arg, denn dann wenn die Medikinet nachlassen, merkt man das die ganze Power wieder rauskommt, solche Kinder brauchen eben besonders viel Bewegung... Lg heidi
Habe drei Kinder. Davon sind zwei behindert. Mein Ältester war hyperaktiv. Alle "Symptome", die hier beschrieben wurden und werden, kenne ich in- und auswendig. Schließlich habe ich das einige Jahre mitgemacht. Heute ist er 14 jahre alt und besucht eine sog. L-Schule = Schule für Lernbehinderte. Er sitzt derzeit in der 9. Klasse und bereitet sich auf seinen Schulabschluss vor, den er mit einem ganz normalen Hauptschulabschluss beenden wird. Seine Klassenlehrerin geht sogar soweit, ihm anzubieten, noch ein Jahr länger auf der Schule für die mittlere Reife zu bleiben. Mein Sohn ist zu 30% Autist. Niemals habe ich ihm aloopathische Medikamente gegeben, sondern ihn rein homöopathisch behandeln lassen und irgendwann selbst das Ruder in die Hand genommen. Seit 2005 erhält er jeden Morgen, genauso wie seine beiden jüngeren Brüder, biologische Präparate, die ihm eine bessere Konzentration ermöglichen. Habe ich im letzten Jahreszeugnis gesehen. Ein reines Einserzeugnis. Diese Präparate bestehen jeweils zu 1 Kilo aus Obst und Gemüse. Auch meine Kinder Allergiker. Trotzdem vertragen sie diese aufgearbeiteten und damit verträglichen Gemüse/Obst-Sorten. Den Weg, den meine Kinder und eingeschlagen haben, fällt aus jeglischem Rahmen, ich weiß. Doch der Erfolg gibt uns Recht, genauso wie die betreuenden Ärzte. Arthouse