Agnetha
Ich möchte gerne wissen, was sich gegen das Verhalten eines Hundes gegenüber meinem Sohn (7) tun lässt. Es handelt sich um eine Hündin, ca. 3 Jahre alt. Wir sehen uns nicht so oft, nur in Abständen bei Familienfeiern, weil es der Hund eines Familienmitgliedes ist. In dem Moment, wo der Hund meinen Sohn sieht, wird geknurrt, gerne auch mal geschnappt, wenn er vorübergeht. Mein Sohn hat diesem Tier noch nie etwas getan; im Gegenteil hat er Angst und versucht immer möglichst einen Abstand zwischen sich und ihr zu lassen. Wir achten darauf, dass er nicht durch die Gegend rennt, damit der Hund sich nicht provoziert fühlt. Ich kenne so ein Verhalten von anderen Hunden im Bekannten- und Freundeskreis gar nicht. Mein Sohn hat da kein Problem, keine Furcht, streichelt die auch mal und sie treten ihm gegenüber kein bisschen aggressiv auf. Die Reaktionen des Hundehalters, wenn sein Tier sich so aggressiv verhält (das macht sie nur bei meinem Sohn, bei keinem anderen, die übrigens alle erwachsen sind), sind nach meiner Auffassung etwas lasch. Ich bin kein Hundehalter und habe keine Erfahrung, aber ein gelangweiltes "..., aus", dem man nicht einmal etwas Nachdruck anhört, war bis jetzt nicht sehr erfolgreich. Ich habe mittlerweile schon gar keine Lust mehr zu irgendwelchen Feiern zu fahren, weil ich schon daran denke und ein bisschen auch befürchte, dass sie meinen Sohn eben doch irgendwann mal zu schnappen kriegt. Wie würdet ihr reagieren, wenn es euer Hund wäre? Was kann man tun, damit da mal Ruhe ist und er sich in der Nähe des Tieres normal bewegen kann? Danke für eure Tipps! Agnetha
Ich würde Hund und Kind trennen.
Freunde von uns haben auch einen Hund, der mein Kind angeknurrt hat und einmal nach ihr geschnappt (nur das Bein berührt, nicht die Haut verletzt). Kind hat den Hund niemals auch nur angeguckt oder versucht zu berühren. Da die Freunde meinten, es sei ja nichts passiert, habe ich das Kind nicht mehr zu diesen Freunden mitgenommen. Da bin ich einfach kein Risiko mehr eingegangen, vor allem wenn auch die Einsicht dieses (kinderlosen) Paares fehlt.
Ach, Mensch, das ist ja eigentlich genau das, was ich denke, aber es ist schwierig das durchzusetzen. So richtig hat keiner Verständnis dafür, weils ja keinen weiter betrifft und auch bisher nichts passiert ist. Wie gesagt, bei den Erwachsenen tut sie das nicht. Aber der Hund muss auch immer und überall mit dabei sein. Weihnachten, Ostern, Geburtstag ... Da wird die Sippe wohl verrückt werden, wenn ich sage, ich komme Weihnachten nicht, weil der Hund nicht alleine zu Hause bleiben kann und überall mit hin genommen wird. Obwohl ich keinen Hund habe und haben möchte, hab ich nichts generell gegen welche. Nicht, dass das so rüberkommt. Aber dieser eine speziell bringt mich auf die Palme. Ich glaube, es ist einfach eine Antipathie, die sie meinem Sohn gegenüber empfindet, und dazu vielleicht ein gewisses Überlegenheitsgefühl, weil er im Gegensatz zu allen anderen in der Regel anwesenden Personen eben viel kleiner ist. Agnetha
Du kannst ja auch eine leicht verdauliche Version bringen: Das Kind hat Angst vor dem Hund, deswegen kommt das Kind dorthin nicht wo der Hund unangeleint ist. Mir wäre es allerdings schietegal was die Sippe sagt.
Mir auch, vielleicht hat ein "ähnliches" Kind den Hund mal gepiesakt, man weiß es nicht - so oft scheint ihr euch nicht zu sehen, dass man die beiden unbedingt zusammenführen muss, also kommt der Hund halt nicht, wenn das Kind kommt, oder der Hund wird angeleint (und beim Ruhigbleiben kräftig gelobt von seinem Menschen) und dein Kind ignoriert ihn komplett (auch nicht anschauen oder so).
Die Lösung mit dem Anleinen, Loben und nicht-Beachten gefällt mir ganz gut. Werde es das nächste Mal so ansprechen. Danke! Agnetha
sicher in einer Transportbox untergebracht werden. Das tut dem Hund für ein paar Stunden nicht weh und gibt deinem Sohn Sicherheit. ICH würde als Hundehalter nicht riskieren, meinen Hund bei Kindern rumlaufen zu lassen, die er offensichtlich nicht mag - im Zweifel zahlt nämlich immer der Hundehalter, wenn mal was passiert. Frag sie doch mal, ob sie denn eine Haftpflicht haben, falls doch mal was passiert.... ist sicher interessant zu sehen, wie sie dann reagieren.
Meiner Meinung nach hat der Hund wohl wirklich mal schlechte Erfahrung mit Kindern gemacht. Hund vergessen sowas leider nicht mehr. Wenn sich ein neutrales Verhältnis zwischen Kind und Hund nicht aufbauen lässt, wobei wohl auch kein wirkliches Interesse seitens des Hundehalters besteht, dann würde ich als Mutter darauf bestehen, dass der Hund sich dort aufhält, wo das Kind nicht hinkommt. Anderes Zimmer, Hundebox, egal was, aber es sollte eine räumliche Trennung vollzogen werden. Wir haben auch eine Hündin, die auf Kinder sehr unterschiedlich reagiert. Sie mag grundsätzlich keine schnellen Bewegungen und wird auch nervös wenn Kinder rumzappeln und rumschreien. Da man Kinder schlecht fesseln und knebeln kann, bin ich als Hundehalterin gefragt; ich habe aufzupassen, dass den Kindern nichts passiert.
Ich sehe beim "Nicht beachten und loben wenn ruhig" ein Problem: Die Menschheit denkt, dass Hunde komplex denken können. Das können sie auch, wenn es um das ausklügeln von Jagdstrategien geht. Liegt der Hund in der Ecke und ist ruhig, dann hat das für ihn keine besondere Bedeutung. Kommt nun jemand und lobt ihn, steckt ihm Leckerlies rein, überlegt er sich nicht "na, warum machen die das denn?" sondern denkt sich: "prima, immer her mit dem Stoff. Und wenn ihr es nicht freiwillig rüberwachsen lasst, hol ichs mir eben." Dann steht er auf und fängt an zu nerven. Wie macht ihr das bei euren Kindern wenn die was unerlaubtes tun?? Missachtet ihr das auch?? Hunde brauchen - wie Kinder auch - klare Regeln. Wenn der Hund Kinder anknurrt, würde er bei mir achtkantig gegen die Wand fliegen. Auch wenn es ein fremder Hund wäre. Die GEFAHR, in der sich mein Kind zu der Zeit befindet, wäre mir viel zu groß um noch auf Etikette zu achten. Sorry, aber versteh ich nicht - den Halter genauso wenig wie die Mutter.
Also ich stimme da DeSa voll und ganz zu! Ich würde es als Hundehalter nie verantworten wollen wenn einer unserer Hunde ein Kind auch nur kurz anknurrt, das geht gar nicht, ob dieses Kind ihm je was getan hat oder nicht ist dabei völlig egal. ER hat nicht zu knurren, vielmehr sollte ein gut sozialisierter Hund, aufstehen und weggehen wenn es ihn nervt. Wenn ein Hund auf einer Familienfeier oder sonst wo mein Kind anknurrt oder sogar schnappt, dann tut es mir leid, aber dieser Hund hätte ein ernsthaftes Problem, und da ist es mir egal oder der Halter oder der Rest der Familie zuschaut oder sich darüber brüskiert! Wir Menschen neigen leider dazu Hunde zu vermenschlichen und zu denken, dass Hunde denken wie wir! Das stimmt jedoch nicht, es gibt in einem Hunderudel z. B. niemals antiautoritäre Erziehung! Wenn in einem Rudel einer etwas falsches, unerwünschtes macht oder rumnervt, dann gibt es da kein bitte bitte las das doch oder ein nettes aus! Da läuft das dann anders! Hunde sind Rudeltiere und in einem Rudel gibt es immer einen Führer und wenn wir Menschen nicht den "Führer" machen, dann macht das der Hund und dann passieren solche Situationen, weil der Hund sich Sachen rausnimmt, die wir nicht wollen, viele aber leider nicht in der Lage sind, sich durchzusetzen und dem Hund zeigen, wer das Sagen hat. Ich spreche übrigens nicht davon den Hund zu schlagen oder dergleichen, sondern einfach dominant zu sein! Denn das ist das was der Hund auf der Familienfeier gezeigt hat. Dominanz
Wir haben alle keine Ahnung, warum der Hund so reagiert und sind uns einig, dass er das Kind nicht gefährden darf. Da jeder seine Hunde und die, die er so kennt, im Kopf hat, sind die Tipps unterschiedlich - und erziehen muss die Halterin ihn sowieso selbst. Wichtig ist, dass die Mutter des Kindes klar kommuniziert, dass sie ihr Kind keiner Gefahr aussetzen wird und deshalb darum bittet, dass der Hund wenigstens angeleint wird. Dann darf natürlich auch das Kind nicht mit "ätschbätsch" um den Hund herumhopsen...
Hallo
wenn wir Besuch haben sind (Wach-) Hund u. Besuch getrennt. Der Hund bekommt einen Teil des Hofes (großer Hof, 100 m lang) abgeteilt in dem er sich bewegen kann, der Besuch einschl. Kinder kann sich im Garten/Resthof bewegen..... hätte anders gar keine Ruhe
viele Grüße
Ich glaube,das Problem ist nicht der Hund sondern der Halter.Ich habe selber einen Hund (und eine Katze und und...) und eine 1 jährige Tochter. Unser Hund ist ansich sehr verträglich,aber wir haben ihn aus dem Tierheim,und deshalb kann ich verschieden Verhaltensweisen nicht erklären.Deshalb bin ich eh immer vorsichtig.Mit Kindern hat er 0 probleme,er bechützt sie,sie dürfen fast alles,aber Teenis,vor allem jungs knurrt er auch maanchmal an. Da wir weder wirklich die Sprache der Tiere sprechen (zumindest relativ wenige von uns) noch sie wirklich verstehen, muß die dem Tier nächste gelegene Bezugsperson für seinen Schutz und für sein Benehmen sorgen. Vermutlich wird der Hund einen für IHN guten Grund haben,warum er knurrt,nur verstehen wir diesen Grund nicht.Tierschutz und Tierliebe hin oder her, Kinder sind in diesem Fall "schützenswerter". Da der Grund nicht klar ist und sich in dem Fall auch sicher keine "Therapie" lohnt (oder sehr ihr den Hund mehr als einmal im Monat?) würde ich entweder einfach schauen,daß der Hund nicht dem Kind in die Quere kommt und andersrum.Das Kind darf ruhig wissen,daß der Hund nicht gut auf es zu sprechen ist.Damit es sich von ihm wirklich fernhält. Falls der Halter aber den Hund frei läßt,dann finde ich,ich meine Hallo?es ist eure Verwandschaft,gehört es zum Anstand daß auch die ANDEREN sich darum kümmern dass diee Person zurecht gewiesen wird.Ganz im Ernst,wenn was passiert,was wir nicht hoffen,dann bedeutet es für den Halter gerichtliche konsequenzen,für den Hund Maulkorbzwang oder zwangseinschläferung....würde der Halter DAS riskieren?Wenn er schon eine Verletzung deines Kindes riskiert,dann hoffentlich nicht das auch noch... Ich würde den Halter klipp und klar darum bitten,den Hund so unterzubringen,daß keinem der beiden was passieren kann.Verpacke es gut,denn für den halter ist der Hund sicherlich Kind ersatz!!! Und wenn das auf Wiederstand stößt,dann mach es publik,sag in der ganzen Runde,so meine Lieben,heute sehr ihr uns und unseren Sohn zum letzten mal,weil xx nicht darauf eingehen will,seinen Hund unterm Tisch,in der Box oder wo auch immer zu lassen (komm nicht mit richtig zu erziehen,darauf reagiere ich auch allergisch,grins).
Hallo Gnomali, es ist richtig, dass wir als Eltern da schon längst viel deutlichere Worte hätten finden müssen. Da der Hund sich den anderen (Erwachsenen) gegenüber völlig normal benimmt, bin ich wohl so ziemlich die Einzige, die Bauchschmerzen hat, wenn wir uns drei-/viermal im Jahr sehen. Glücklicher Weise ist es nicht öfter. Selbst mein Mann will keinen "Stunk", sondern nimmt es eher in Kauf, dass wir unseren Sohn nicht einen Schritt alleine gehen lassen. Mich stört das aber, dass er sich so beschränken soll; ich finds nicht richtig. Er läuft nur ruhig durch die Gegend, versucht den Hund zu ignorieren, nicht zu fuchteln, zu schreien oder sonstwas für Dinge, die Kinder gelegentlich tun. Das kanns ja irgendwie auch nicht sein. Die nächsten beiden Gelegenheiten sind im Dezember: ein Geburtstag und Weihnachten. Ich werde vorher mal Klartext reden, denn letztlich sind mir die Gefühle des Hundehalters da relativ wurscht und mein Kind wichtiger. Die Hundehalter haben übrigens seit einem halben Jahr selbst ein Baby. Der Hund ist überall dabei, schläft teils im Kinderzimmer, ist quasi wie das "2. Kind" und, soweit ich das gehört habe, absolut friedlich. Ich hoffe, er bleibt das auch, wenn das Kleine erst einmal durch die Gegend krabbelt und läuft. Danke nochmals für eure Tipps und Meinungen! Agnetha
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