Mitglied inaktiv
Mich beschleicht oft der Verdacht, dass die Kinder durch unsere heutige synthetische, zuckerhaltige und chemische NAhrung anders sind, als die Kinder vor 30-50 JAhren? Ich meine, zappeliger, hyperaktiver, wilder und unruhiger? Oder ist es nur eine Sache der heutigen humanen milden Erziehung und der Einsicht der eltern? Nicht falsch verstehen. Ich habe auch zu HAuse so ein wildes Kind. Aber ich erinnere mich an meine Kindheit, wo das Essen nur aus natuerlichen Bioprodukten bestand, wo es fast keine suessigkeiten gab, kein Fastfood, keine zuckerhaltige joghurts, keine Chips, keine Fertiggerichte. Wir hatten nur rotebeetesuppe, kartoffeln, getreide, Obst (nur das, was auf dem LAnd waechst, kein exotisches), Gemuese, Brot, Fleisch (kein Antibiotika behandeltes), Fisch (kein gezuechteter Fisch). Ich war selbst ein sehr ruhiges Kind, fast schon zu ruhig, und ich erinnere mich im kindergarten, dass alle Kinder irgendwie nicht so wild waren. Meine Mutter und meine Oma berichteten immer wieder von all diesen ruhigen braven Kindern. ich meine, klar, die wurden auch mit etwas Straenge erzogen, ausserden war die Kindheit meiner Mutter um einiges schwerer als jetzt zum Beispiel meine, die NAchkriegszeit. Das kann ich noch gut differenzieren. Aber irgendwie, habe ich das Gefuehl, dass die heutige NAhrung, die wir zu unseren Kindern geben, egal was, es ist entweder verseucht oder verzuckert irgendwie auf das Verhalten der heutigen Kindern sich auswirkt, ich habe das gefuehl, sie sind irgenwie wie vergiftet durch diese NAhrung, wir essen doch schon lange nicht mehr das, was fuer uns natuerlich waere. Nur mal so ein gedankenanstoss, der nicht stimmen muss. es kommen natuerlich andere FAktoren dazu zusammen, wie unsere Konsumgesellschaft, Wohlstand, humane, kindergerechte ERziehuung, Respektierung des kindlichen Willens und seiner Freiheit (was ich sehr gut finde). Aber diese humane kindergerechte Erziehung und Respektierung der kindlichen Persoenlichkeiten habe auch die NAturvoelker, doch ihre Kinder wirken trotz dieser wunderschoenen Umgehensweise mit dem Kind, viel ausgeglichener, als Kinder in unserer Gesellschaft. Koennte es wirklich an der NAhrung liegen? Freue mich schon auf eine friedvolle und interessante Diskussion.
Hi, zumindest scheint es einen Zusammenhang zwischen Hyperaktivität und Farbstoffen in Lebensmitteln zu geben: http://www.3sat.de/mediathek/?obj=7025&mode=play Ich würde trotzdem cool bleiben, sonst musst du konsequenterweise ganz "aussteigen" (was auch eine Option ist). Und ich wir haben trotz all der Probleme immer noch eine höhere Lebenserwartung als die früheren Generationen. Ciao Biggi
Wir haben eine groessere Lebenserwartung nur aufgrund unserer fortschreitenden Medizin und dem Wohlstand, unser Essen vergiftet uns mehr und erregt mehr Krankheiten, als es der FAll bei unseren Vorfahren war.
Hallo, ja da kannst Du wohl Recht haben... Aber das ändert nix daran, dass das ein Ganzes ist, Fortschritt ist immer positiv und negativ... Das Gute ist, man KANN ja aussteigen. Und man kann (bisher und in Deutschland, ich meine Du lebst irgendwo im Baltikum? Siehste, ich kenn' Dich) trotzdem von der Medizin profitieren. Man kann natürlich auch einen Kompromiss finden, soviel Bio wie möglich, und trotzdem "normal" leben... Dann hilft man sich selbst, aber nicht den anderen. Andere Sachen, die wir machen, schaden ja auch. Ciao Biggi
Das ist es ja, man kann nicht mehr aus diesem NAhrungskreis aussteigen. Egal, was wir zu uns nehmen, es sind uebrall versteckter Zucker, FArbstoffe, Aromastoffe, iregndwelche unnatuerliche Fette, die Geschmackstraeger sind, und Geschmacksverstaerker, selbst Biomitteln sind nicht mehr ganz rein. Ja, ich komme aus BAltikum, aber zu Sowjetzeit, hatten wir nicht diese Auswahl von Lebensmitteln und auch nicht mit diesen chemischen Substanzen verstetz. Klar wurde es in sowjetischen Kolchosen mit chemischen Duengern geduengt, was das Zeug haelt, doch meine Mutter bezog ihre Lebensmittel nur von meinen Grosseltern, die ein grossen Hof bewirtschafteten, und da wurde nur mit der Kuhmist geduengt, weil fuer mehr nicht das Geld gereicht hat, zum Gleuck. Auch hatten wir keine Colas oder andere zuckerhaltige Getraenke, abgesehen von der Limonade, die es nur auf den geburtstagen gab. Wir tranken nur Wasser (wie sauber der war, weiss ich nicht) und es gab immer von Oma und im Geschaeft diese frisch gepressenen Apfel- oder Tomatensaft, der in zwei TAgen getrunken werden musste, weil geoffnet schon Schimmel bildete. Ich muss auch sagen, dass es hier weniger Konservierungsstoffe in den Lebensmitteln steckt, obwohl ich mich manchmal sehr darueber aergere, denn ein Wocheneinkauf ist hier nicht moeglich, alles verdirbt innerhalb von 3 TAgen selbst im Kuehlschrank. MAn muss hier jeden zweiten TAg einkaufen gehen, wennman sich nciht von Konservendosen ernaehren will. Ich schmeisse hier so viele Lebensmittel weg, weil ich immer ncoh nciht gelernt habe, jeden zweiten TAg 2 Tueten zu kaufen, sonst ist alles verdorben. Liegt das wirklich an den Konservierungsstoffen? ich weiss auch nicht woran, es liegt. Aber wenn ich westliche Lebensmittel kaufe, die halten dann locker bis zu 14 Tagen.
Also ich denke, es ist schon so. Also die Kinder sind dadurch mal ein wenig aufgedrehter, wobei man berücksichtigen muss, dass die von Geburt an daran gewöhnt sind, es also anders verarbeiten, als wenn wir mit 16 plötzlich nur so etwas zu essen bekommen hätten. Lebewesen verändern sich mit der Zeit, um zu überleben, und ich denke, nach und nach können weitere Generationen das besser verarbeiten. Das erst einmal dazu. Allerdings denke ich auch, dass die gar nicht viel aufgedrehter sind. Ich habe ein Kind, nach dem ich ständig gucke, weil er so ruhig ist, dass er verschwinden könnte, ohne dass es jemanden auffällt. (Außer wenn er erst einmal an ein Instrument kommt... Dann ist er laut... xD) Die Charaktere gibt es nach wie vor. Andererseits habe ich vier Exemplare, die einfach nur furchtbar laut sind und ständig durch die Gegend rennen und Action brauchen. Ich denke, so etwas gab es früher auch, sogar genau so oft. Ich kann mich zumindest noch an meine Schulzeit erinnern und da gab es auch sehr viele, die... ja... sich mit Laustärke bewiesen haben, ne? Das denke ich dazu... LG, Potter
Hi, naja, ein Wocheneinkauf in D mit frischen Lebensmitteln ist auch nicht möglich, also bei mir verdirbt Gemüse auch nach ein paar Tagen (jedenfalls das meiste)... Ich denke, wenn man da wirklich aufpassen will, muss man echt Bio kaufen (klar sind da auch manchmal bedenkliche Sachen drin) oder eben selbst anbauen, diese Option gibt es ja nach wie vor. Aber am besten darfst Du dann auch nicht Auto fahren, keine Plastikverpackungen kaufen, umweltfreundlich heizen, keine Flugreisen, und keine Sachen kaufen, die man bald wegschmeisst, keine Kleidung, die mit Chemikalien behandelt ist (und keine Mode, die ist ja auf Wegschmeissen ausgerichtet), kein Plastikspielzeug, auch aufpassen mit den Farben bei Holzpielzeug, irgendwie belastet man immer sich selbst und / oder auch andere. Ausserdem muss man aufpassen, wo alles hergestellt wird, welche Arbeitsbedingungen, welche Transportwege... Ohje. Wahrscheinlich habe ich einfach aufgegeben? Ich denke schon, dass Du mit den Sowjetzeiten Recht hast, hatte auch Vor-und Nachteile, wenn alles aus dem Eigenanbau kam, war aber damals wahrscheinlich aus praktischen Gründen I(war nicht immer alles überall zu kriegen, oder???) Jetzt kannst Du das freiwillig auch... Musst Du aber Abstriche machen (Zeit) Was die Medizin angeht (Lebenserwartung) seit Ihr da oben wohl nicht sooo weit hinter uns zurück, denke, das ist bei Euch auch OK) Also ich kaufe meistens nicht Bio, denke mein Kleiner muss sich dran gewöhnen, bin auch geizig und faul. Ciao Biggi
Hallo! Ich kaufe am liebsten Bioprodukte und bei Milch etc. kaufe ich ausschließlich Bio ein. Aber alles in Bio zu kaufen würde unser Budget um einiges sprengen. Ich könnte mir auch gut vorstellen am Land zu leben auf einem Bauernhof etc., stelle mir das eigentlich sehr schön vor. Aber natürlich geht das nicht, besitze keinen Bauernhof und werde auch nie einen besitzen :-) LG Traude
Hallo, Kinder sind zunächst einmal deshalb motorisch unruhig und überreizt, weil sie fast alle täglich viel zu lange fernsehen dürfen (und oft eine Playstation besitzen). Und weil sie deshalb zu wenig draußen toben bzw. kaum noch Interesse an Sport haben. Als ich ein Kind war, gab es morgens gar nichts und nachmittags fast nichts im Fernsehen. Wer unbedingt gucken wollte, musste sich mit Übertragungen von Bundestags-Debatten oder mit dem Testbild begnügen. :-) Das heutige - fast immer viel zu lange - Bildschirmhocken macht nachweislich das Gehirn unruhig, es verhindert den Abbau von Überreizung und schafft sogar neue innere Spannungen. Auch für das (in 90 Prozent der Fälle falsch diagnostizierte) sog. Zappelphilipp-Syndrom gilt: Es wird meist schlicht durch starken Bewegungsmangel plus zuviel TV-Konsum verursacht. Nur wenige Fälle sind echte ADHS-Fälle. Bei vielen Zappel-Kindern erreicht man sofort eine Beruhigung, wenn sie nicht mehr fernsehen dürfen, sondern täglich draußen spielen und toben. Tatsächlich reagieren wohl manche Kinder auch auf (zu) viel Zucker. Unsere Kinderärztin erzählte mal, dass manche Kinder nach Genuss einer Tüte Gummibärchen stundenlang extrem aufgedreht sind. Dies gilt aber nicht für alle Kinder. Natürlich sagt einem trotzdem schon der gesunde Menschenverstand, dass zuviel Zucker Mist ist, ein wenig darf aber sein. Meine Kinder dürfen täglich 45 Minuten fernsehen. Eine Playstation oder einen Gameboy oder etwa Vergleichbares gibt's bei uns nicht - da sind wir hart geblieben. Unsere Kinder leiden nicht darunter, nach kurzem Meckern war das Thema vergessen. Sie haben trotzdem viele Freunde und werden keineswegs gehänselt, nur weil sie hier technisch nicht so aufgerüstet sind. Bei uns gibt's jeden Tag Süßes - aber nur einmal und nur wenig. Jedes Kind darf sich eine Süßigkeit aussuchen und fertig. Auch damit kommen sie gut klar. Wir haben außerdem das Glück, im Grünen zu wohnen, die Kinder sind im Sommer bis zum Einbruch der Dunkelheit draußen, im Winter etwas kürzer. Ich glaub' schon, dass das ziemlich ideal ist. Mir tun die Bildschirmkinder unheimlich leid. Wir haben einen Nachbarjungen, der aggressiv, unglücklich und verhaltensauffällig ist - und das wirklich nur, weil er jeden Nachmittag vor Glotze und Playstation hockt. Ein ganz trauriges, armes Kind, das wirklich sympathisch wäre, wenn die Eltern sich hier nicht so gehenlassen würden. Grüßle, Hexe
Hi Hexe, ich vermute, da ist was wahres dran, nicht umsonst versucht man diese Auffälligkeiten oft ja auch mit Bewegung zu therapieren... Ich schätze, das "Sich nicht Austoben" spielt noch eine viel grössere Rolle als die Ernährung. Ciao Biggi
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