Mitglied inaktiv
Hallo, es geht um meinen gerade 5jährigen der uns zur Zeit fast den letzten Nerv raubt. Er hat absolut keine Frustrationstoleranz, alles, absolut alles muß nach seinem Kopf gehen und er provoziert uns ohne Ende. Mit ihm ein Spiel zu spielen ist fast unmöglich. Sobald was nicht nach seinem Kopf geht wird geschrien und die Spielfiguren vom Tisch geworfen. Vorhin hatten wir folgende Situation: Mein Mann wollte mit den Jungs als es dunkel war im Garten kurz noch Wunderkerzen anzünden. Da beide Hausschuhe anhatte hat er ihnen gesagt, das sie bitte auf der Terrasse bleiben sollen und nicht ins nasse dreckige Gras laufen sollen. Mein Kleiner hält sich natürlich nicht dran, provoziert, geht immer einen Schritt weiter ins Gras, hüpft dann auf die Trittplatten "ich bin doch nicht im Gras". Uns beide macht diese Provokation total fertig. Papa hat was mit den Kids gemacht, sie haben Aufmerksamkeit - warum kann er sich dann nicht an Regeln und Anweisungen halten... Besonders mein Mann ist total genervt und frustiert und auch nervös im Alltag. Er hat kaum noch Lust was mit den Kids zu machen - hat immer was anderes zu tun, damit er sich nicht mit ihnen, besonders dem Kleinen auseinandersetzen muß. Oft ist es bei uns so, das wir ihm nachgeben nur das es nicht schon wieder Geschrei gibt. Ich weiß das ist falsch, aber diese ständigen Machtkämpfe bei jeder Kleinigkeit geht einfach wahnsinnig an die Nerven. Ich gebe nicht IMMER nach aber halt doch zu bestimmt 50 %. Ständig der Hintergedanke Jetzt schreit er gleich wieder ist da. Er sagt auch oft Ich schlag Dich wenn was nicht nach seinem Kopf geht.Ich sage dann das man das nicht tut. Habt ihr irgentwelche Tipps wie ich diesen ständigen Provokationen und Machtkämpfen entgegenwirken kann. Mit ihm reden bringt wenig, da er in der Situation eh nicht zuhört und später demonstrativ abschaltet indem er wegschaut bzw. wild mit den Augen blinzelt. Viele Grüße MF
Du beantwortest Deine Frage schon selbst ein wenig. Du schreibst, ihr gebt dann nach.. Ja, klar, dass er provoziert, er rechnet ja damit, dass dann nachgegeben wird. Und diskutieren nutzt da nix, denn ein Kind sieht die Welt nun mal mit anderen Augen. Da hilft nur Konsequenz. Wer sich nicht an die Regeln hält, z.B. nicht in´s Gras mit den Hausschuhen, der muß rein und vom Fenster aus zu schauen, wie der Papa mit dem Geschwisterkind schön Wunderkerzen anzündet. Zuerst wird es Terror geben, klar, dass ihm das nicht passt, aber wenn Ihr das konsequent ein paar Mal durchzieht, wird er sich auch wieder eher an Regen/Vereinbarungen halten. Denn zuschauen tut Niemand gern. Natürlich müssen ihm immer wieder Chancen gegeben werden, er lernt ja dazu und es muss dann auch wieder gut sein, nur kein Ersatzprogramm bieten, er soll merken, dass es an seinem Verhalten liegt, dass er nicht mehr mitmachen kann. Nicht inkonsequent werden. LG Pat
Hallo MamaFlix, erst mal: das ist in dem Alter relativ normal und auch das ist nur eine Phase, die vorbei geht. Ich finde es schon extrem wichtig, daß ihr gerade jetzt konsequent bleibt, damit euer Sohn weiß, woran er sich orientieren kann. Vielen Konflikten kannst du von vornherein aus dem Weg gehen. Ich denke, du weißt was ich meine, wenn nicht führe ich das gerne aus. Ich hätte gleich auf das Anziehen der Schuhe bestanden, dann wäre es egal gewesen, wenn er durch die Matsche rennt. Lasst euch doch nicht von einem Fünfjährigen provozieren und lasst euch auch nicht auf Machtkämpfe ein. Ihr seid Erwachsene! Ist ein wenig, als würdet ihr euch im Sandkasten um Förmchen streiten ;-) Betrachtet eure Konfliktsituationen einfach mal mit etwas Abstand. Das hilft mir immer ganz gut, um aus der Schleife auszubrechen. Und ganz zum Schluß möchte ich dir noch sagen, daß es bei uns oft hilft, wenn ich einfach mal platze vor Lachen, weil viele Situationen einfach nur lächerlich sind. Mein Sohn ist manchmal etwas irritiert, aber man kann dann auch über die Sache reden, ohne daß er abblockt. So, war etwas wirr, weil ich schon auf dem Sprung bin. Hoffe, du konntest folgen. LG Tinka
Hallo, ich denke wie die anderen. Viele Kinder in dem Alter sind so, aber gerade in der Phase muss man konsequent sein. Ihr seit die Erwachsenen und nicht umgekehrt. Rennt er gegen die Vereinbarung aufs nasse Gras, dann bekommt er eine Chance, reinzugehen und sich die Schuhe anzuziehen, falls er weiter provoziert, geht er rein. Ohne wenn und aber, abgemacht ist abgemacht. Auch Geschrei höre ich mir nicht lange an, schreien dürfen meine Kinder, aber nicht in meiner Anwesenheit, das nervt mich nämlich. Dann werden sie auf ihre Zimmer geschickt, was auch immer gut klappt - und falls mal nicht, dann kann ich auch zigmal mein Kind wieder ins Zimmer verfrachten. Manchmal braucht man einen verflixt langen Atmen ;-) Bei uns gilt auch die Devise, "mit Geschrei wird gar nichts durchgesetzt". Wichtig ist auch, das ihr an einem Strang zieht. Erziehung ist nun mal anstrengend, aber dein Mann sollte sich dem nicht entziehen. Wie soll dein Kind sonst lernen, sich an Regeln zu halten... Gruß Birgit
Hallo, zum provozieren gehören immer 2. Einer der provoziert und einer der sich provozieren lässt. Das ist keine Phase.Wenn ihr jetzt nicht handelt,dann wird das schlimmer. Ich will Euch ja keine Angst machen. Ihr müsst Euch an einen Tisch setzen und Regeln aufstellen. Lieber heute als morgen.Wenn der kleine seine Phase hat,und "austickt" ins Bett stecken,das er liegen bleibt.Steht er drei mal wieder auf,werden die Rollos runter gelassen. Erst wenn er stille liegen bleibt,kann die Zeit gezählt werden ab wann er wieder aufstehen darf.5 Jahre= 5-10 min. Dann beruhigen sie sich wieder. Was auch hilft: Der kleine wirft die Figuren durch das Zimmer,wird er vom spiel ausgeschlossen.Nur wichtig ist,das spiel mit Deinem anderen Kind zuende spielen.Ggf.nochmal von neuem beginnen.Den Störenfried aber zuschauen lassen,damit er merkt das Ihr Euch eure gute Laune und die freude an dem schönen Spiel nicht verderben lasst. Auf jeden Fall hilft das mehr als als Fernsehverbot oder Gartenverbot,wenn die kleinen Provozieren sie ins Bett zustecken,denn welches Kind geht gerne ins Bett........? Lass den kleine nicht so oft Comic und Zeichentrickserien schauen. Diese Sendungen machen Jungs agressiv. Und Jungs soll man möglichst wenig abends Fern schauen lassen. Und nicht schimpfen oder laut werden. Das motiviert die kleinen nur. Ist er im Sportverein, wo er die Überschüssige energie loswerden kann? Ich wünsche Dir von Herzen ein starkes Nervenkostüm und ein frohes Neues Jahr. Sommerhut
Hallo, mein fünfjähriger Sohn versucht auch ständig seinen Dickschädel durchzusetzen und ich habe festgestellt, dass es besser geworden ist, weil ich ihn öfters lobe und mit extra langen Gute-Nacht-Geschichten belohne, wenn er sich an Regeln hält, oder sich toll verhalten hat. Mein Mann und ich haben viel ausprobiert: Lieblingsspielzeug weggeräumt, Fernsehverbot, ins Zimmer geschickt. Das übliche halt.... Aber irgendwann kam dann der Spruch vom Spross: Ist mir doch egal.... Wir haben uns schlapp gelacht (Galgenhumor) und uns überlegt, wie wir ihn links überholen. Seitdem machen wir oft Kissenschlachten. Dort kann er seine Energie oder auch mal Frust loswerden. Wir jagen uns durchs Haus, fangen uns, spielen verstecken, bis gelacht wird und der Kurze keine Power mehr hat. Klar, Nerven braucht man. Aber lasst Euch nicht unterkriegen und geht öfters mal alleine weg und holt Euch einen Babysitter. Auch am Tage, dann kommen die Kids mal ans Nachdenken. Viele Grüße Nicole
Hallo, der Tip von Sommerhut, das Kind ins Bett zu stecken ist ja wirklich super *ironieoff* Dann hat du gleich das nächste Problem: Das Kind will nicht mehr ins Bett, weil das ein Platz ist, der zur "Bestrafung" dient. Manchmal bleibt mir echt nur das Kopfschütteln... Gruß Tinka
Das würde ich nicht machen, dann verbindet das Kind was Negatives damit und will evt. nicht schlafen gehen oder so. Ich finde, in ihrem Bett und ihr Zimmer sollten sie sich wohlfühlen und entspannen können, es sollte ein angenehmer Ort sein. Ansonsten gebe ich Dir aber recht, z.B. was das Ausschliessen von Spiel angeht, wenn er die Figuren umschmeisst, und das mit dem Sich-die-Laune-nicht-vermiesen-lassen. Nicht Strafen, sondern eher die "natürliche Konesquenz" spüren lassen - hier, dass die anderen das nicht gut finden, sauer werden und man nicht mehr mitspielen darf...
oT
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