Mitglied inaktiv
Guten Morgen, meine Tochter hat gestern Nacht schlecht geschlafen. Sie hat geträumt, es wären Tiere in ihrem Zimmer, da hätte sie Angst. Verständlich. Mein Mann wollte schlafen und konnte nicht, hat sich dann eben darüber auch aufgeregt, warum das Kind jetzt so ein Theater machen würde. Ich war eben einige Mal bei Ihr im Zimmer unten, um sie zu beruhigen. Als alles nicht so ging, wollte ich eben bei ihr auf der Gästematratze schlafen. Da war doch mein Mann glatt der Meinung, ich würde sie verziehen und verwöhnen. Sie müsse lernen, mit ihrer Angst umzugehen und alleine zu schlafen. Bei ihm wurde eben irgendwann die Tür zugesperrt und er musste zusehen, wie er die Angst bekämpft. Nach Stunden ist er vor Erschöpfung eben eingeschlafen. Jetzt weiß ich auch warum er so ist wie er manchmal ist :-( Ich finde das furchtbar, so geht das doch nicht. Ich war so sauer und enttäuscht von ihm. Sein geliebtes kleines Mädchen... Manchmal habe ich das Gefühl, sie passt ihm nur, wenn sie "funktioniert" und lieb ist wie er will. Mit Ärger will er nichts zu tun haben, weil er nicht damit umgehen kann, wie er ihr dann gegenübertreten soll. Er will auch bald noch ein Kind. Wie soll es denn da werden?? Ich glaube, er ist sich nach vier Jahren immer noch nicht im Klaren, was es heißt, Vater zu sein. Er ist 35, beruflich erfolgreich und gebildet. Aber da... ich verstehe das echt nicht. Und es macht mich sehr traurig. Was meint Ihr? Hat er einfach überreagiert, weil er schlafen wollte und eh nicht konnte? Und das Geheule eben der letzte Tropfen war, der Faß zum Überlaufen brachte? Sollte ich das Gespräch nochmal suchen? Oder es beruhen lassen? Diverse Bücher mag er eh immer nicht lesen. Ich soll lesen und ihn dann immer über Erziehung usw. aufklären. Melli
Hallo, ich finde nicht, daß Du überreagierst. Meine große Tochter ist 6 und wenn sie schlecht träumt, kommt sie in mein Bett, in die Mitte, zwischen uns, da gibt es keine Diskussion. Meistens ist es sogar der Papa, der sie dann erstmal kuschelt und sagt, das sie keine angst haben muss. Ich finde da gibt es keine Diskussion, denn dafür sind Eltern doch da, den Kindern Sicherheit zu geben und sie zu trösten, egal ob am Tag oder in der Nacht. Ich würde mit Deinem Mann nochmal das Gespräch suchen und ihn fragen, wie er sich denn als Kind gefühlt hat, als die Tür verschlossen wurde und er mit seiner Angst alleine war. Sicher würden wir auch nachts lieber schlafen, aber sie darf in unser Bett und dann ist das auch keine Aufregung, weil sie sich sicher fühlt. Manchmal sind wir zu Viert im Bett, wenn die Kleine auch noch kommt. Tanja
dein mann ist ein produkt seiner erziehung und da war das nun mal so, daß er mit härte erzogen wurde ( finde das einsperren auch ganz gruselig ). wahrscheinlich mußte er sich noch nie mit problemen seiner tochter auseinandersetzen, entweder weil sie keine gemacht hat oder weil du sie von ihm ferngehalten hast. für sich selber ist er wohlgeraten ( nach außen hin sicherlich ), deswegen will er das auch weitergeben. sei ihm nicht böse und versuche ihm zu vermitteln, wie sich euer kind fühlt, wenn sie angst hat. ich würde mich da aber auf jeden fall durchsetzen, wenn es darum geht, ein kind in der nacht zu trösten, notfalls würde ich aus dem schlafzimmer ausziehen. ich hatte mal einen freund, der war etwa im alter deines mannes, der durfte als kind nie ins bett, wenn er angst hatte, die eltern haben ihn tatsächlich auf dem bettvorleger dann schlafen lassen....er hat keine eigenen kinder, aber er schlug mir das für mein kind als supermethode vor...
Hallo, und ich dachte es geht nur mir so, bin echt traurig das mein Mann auch unseren Sohn weinen lassen möchte obwohl er erst 8 Monate ist. er verstehr einfach nicht wie sich der kleine fühlt! Auch wenn ich es ihm immer wieder erkläre, er ist der Meinung das Max auch schon so denkt wie wir und er alles versteht. keine Ahnung wie ich das noch ändern kann. auch ein buch will er nie lesen, weil er weiß ja eh wie man mit Kindern umzugehen hat. "seuftz" Maria
Liebe Melli, die Menschheit ist schon ganz schön alt und folgendes Ordnungsprinzip auch: Der "Vater" guckt nach "außen" und achtet auf Feinde und Essbares. Das Essbare schleppt er nach Hause zur Familie. Die Feinde überlass ich deiner Phantasie. Die "Mutter" achtet "innen" auf das Feuer und das alle Bäuche gefüllt sind. Wenn die moderne Mutter nächtelang auf dem Zahnfleisch durch die Wohnung zum quengligen Kind kriecht, kann sie ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen. Der Mann kriegt Panik um "Feuer" und "Bauch" und nach "draußen" gucken muss er schließlich auch noch. Um die Ordnung (die das Überleben sichert) wieder herzustellen, wird der bevorzugt, der dem Überleben am ehesten dient: Der Erwachsene vor dem Kind, das ältere Kind vor dem Baby. Dieses Ordnungsprinzip ist in uns eingebrannt, auch wenn wir heute die Rollen in den Familie tauschen oder sich die Aufgaben miteinander vermischen. Wenn sich also Panik beim Menne einstellt: Locker bleiben! Wenn du auf das "Gepolter" deines Mannes ebenfalls panisch reagierst, schaukelt ihr euch nur sinnlos hoch. Heute geht´s nicht mehr ums existentielle Überleben. Die Körperreakionen sind nur leider die gleichen geblieben. Mein Hinweis: Gehe nicht genervt zu deinem Kind. Versuche die Situation so zu betrachten, dass das, was du tust, auschließlich deinen Kräften dient. Wenn du zu deinem Kind gehst, dann NUR deshalb, damit ihr beide Schlaf findet. Oder könntest du schlafen, wenn dein Kind stundenlang weint? Die GG mischen sich doch nur deshalb lautstark ein, weil es an "Eingemachte" gehen könnte, wenn sie uns leiden sehe. Liebe Grüße Heike
Natürlich gehe ich hin, ich tu´ kein Auge zu wenn mein Kind weint. Je mehr ich jetzt darüber nachdenke, umso ruhiger werde ich auch. Ich will ja gar nicht, dass er das nächtliche Aufstehen übernimmt. Er fährt täglich weite Strecken mit dem Auto, er muss ausgeschlafen sein. Aber ich erwarte von ihm, dass er mich dann handeln lässt wie ich es will. Melli
"Aber ich erwarte von ihm, dass er mich dann handeln lässt wie ich es will." :-) Ach diese Männer immer, ich kenne das doch auch nur zu gut. Da hilft nur eins: Ihm liebvoll aber deutlich sagen, dass du das so willst und er bitte weiter schlafen soll. Liebe Grüße Heike
Hallo, ich finde es ist voellig unnatuerlich, dass die Kinder schon so frueh alleine schlafen sollen (ok, meine Kinder schlafen auch jedes in seinem Zimmer in seinem Bett ein, nicht zuletzt auch, weil wir noch nicht ins Bett gehen und auch noch lesen wollen... aber nachts kommen sie dohc in der Regel zu uns und das ist ok.), natuerlich ist das nicht. Dass Dein Mann seinen Schlaf braucht und der von stundenlangem Geheule Deiner Tochter staendig unterbrochen wird ist natuerlich auch nichts, ich tue mich auch schwer, wenn ich nicht durchschlafen kann. Warum gehst Du also immer wieder hin, statt direkt dort zu bleiben, wenn die Nacht so hart ist fuer das Kind, oder aber nimmst Deine Tochter mit zu Euch ins Bett, dann wird sie auch ruhiger schlafen. LG, koesti
... es ist aber doch zumindest fraglich und umstritten, ob wir noch so nach diesen "Urmenschen-Mechanismen" funktionieren! Es ist zwar anscheinend heute modern, quasi alles mit biologischen, genetischen, evolutions- oder naturbedingten... Theorien zu erklären, aber deshalb ist es nicht unbedingt richtig. Ich finde, oft werden mit solchen Erklärungsmustern traditionelle Rollenverstollungen (Frau: nach "innen"-Heim und Herd, Mann: nach "aussen"-Arbeit... usw.) legitimiert, da würd ich ein bisschen aufpassen... Da sich Gesellschaftsordnungen ändern, ändert sich eben auch der Mensch (wenn auch langsamer)! Naja, aber nix für ungut, meine es echt nicht böse :-)!
Es geht nicht um Legitimation einer Rollenverteilungen. Das kann nur jeder für sich selbst entscheiden, welche Lebensaufgaben er für sich übernehmen will. Es geht um die Anerkennung, dass Menschen seit etwa 10.000 Jahren Angst um ihre Existenz haben und deshalb in ziemlichen Streß geraten können. Liebe Grüße Heike
Instinkte mehr beim Menschen durch die moderne Zivilisation "zugeschüttet" und sich auf der anderen Seite ein paar weitere GEne auf die neuen Situationen einstellen und dementsprechend verändern. Aber: ein paar Grundprinzipien dienen einfach der Erhaltung der menschlichen Spezies (zum BEispiel das Sichern und Zufriedenstellen diverser Grundbedürfnisse. Genauso wie die Paarung nebst dazu gehörenden Grundvoraussetzungen und die darauf folgende Brutpflege z.B.) und werden als solche die Menschheit immer begleiten. Und zwar in der KOnstellation wie Heike sie beschreibt: männliche Spezies "nach außen gerichtet", weibliche Spezies "nach innen gerichtet". Klar: der BEgriff "Heim" im Zusammenhang mit der Frau ist heutzutage politisch eher unkorrekt geworden und wird so lange diskutiert, bis es wirklich jedem zum Hals raus hängt. Und es liegt an jedem selbst, wie er/sie das sieht und was er/sie daraus macht. Aber: die o.a. Prinzipien werden sich nie verändern; es sei denn, den Männern werden gebärfähig und es wachsen ihnen ebenfalls Brüste ;-) LG Jacky
Mein Mann hat gerade vom Auto aus angerufen. Dann haben wir uns eben unterhalten. Er sagte, er war einfach so mürrisch, weil er nicht einschlafen konnte. Und hatte eben auch das Gefühl, sie würde mit Absicht sowas machen. Naja, so ganz überzeugt ist er zwar nicht, aber er hat eingesehen, dass seine Methode ja wohl gar nicht geht. Immerhin. Ein Fortschritt. Er bestätigte mir auch, dass er sein kleines Mädchen sehr liebt. Aber das weiß ich ja selber, die zwei sind doch das selbsternannte "dynamische Duo". Nun gut, jedenfalls habe ich ihm jetzt deutlich gesagt, dass ich nachts handle wie ich es für richtig halte. Ob es ihm nun passt oder nicht. Er war damit einverstanden. Vielen Dank Euch allen für Eure Meinungen. Melli
Als ich deinen Beitrag oben gelesen habe, dachte ich du beschreibst unsere Situation. Unsere Tochter ist jetzt knapp 20 Monate alt und JEDESMAL wenn sie eine Phase hat, in der sie schlecht schläft und ich mich dann nachts um sie kümmere, fangen wir an uns zu streiten weil er meint, sie soll lernen zu hören und sich wieder hinlegen wenn man ihr das sagt. Letztens hat er sie in die Ecke gestellt weil sie sich nicht von ihm beruhigen lassen wollte. Ich hab ihn daraufhin aus dem Schlafzimmer geworfen und er schläft jetzt immer noch auf der Couch. Normalerweise ist er auch ein lieber Papa und sie ist sein Engel. Nur bei diesem Problem, was meiner Meinung nach keines ist, kommen wir auf keinen gemeinsamen Nenner. Schön, dass ihr euch ausgesprochen habt und die Sache klären konntet.
Hallo, was Du schreibst, ist eine Rechtfertigung der aus der Erziehung resultierenden Bequemlichkeit des Mannes (per se, fast schon). Was Bubumama beschreibt, ist eine Erziehungsansicht einer Person, zufällig Mann. Ich jedenfalls glaube nicht an "Warum Männer besser einparken können" oder wie auch immer die Lektüre heisst. Ciao Biggi
Liebe Biggi, lies doch bitte die schöne Antwort von Melli, als sie mit ihrem Mann telefoniert hat. Und nun stell dir mal ein Telefongespräch mit deiner Haltung vor. Mir fällt das nicht schwer, denn das habe ich am Anfang unserer Elternschaft (die Große ist 11 Jahre) auch so gemacht: Ich werfe meinem Mann seine "Bequemlickeit" vor und gleichzeitig meckere ich noch auf seine Eltern, denn sie waren es, die ihren Sohn zu so einem bequemen Sack erzogen haben. Aber ich werde das in Zukunft nicht mehr dulden und meinen Mann energisch umerziehen. Er war richtig "begeistert" darüber. Ich bin mir nach 15 Ehejahren sicher, dass ein konstruktives Gespräch zwischen Melli und ihrem Mann nicht möglich gewesen wäre, wenn sie ihm vorwurfsvoll gegenübergetreten wäre. Statt dessen haben sich beide gemeinsam überlegt, wie sie die zukünftigen Nächte gestalten wollen. Das geht nur, wenn sich beide _wohlwollend_ gegenüber stehen. Wie man letztendlich zu einer wohlwollenden Haltung findet, ist unrelevant. Ich freue mich jedenfalls für die beiden. Ich habe das von dir zitierte Buch nicht gelesen und Einparken hat für mich ganz viel mit Liebe zum Auto zu tun. Liebe Grüße Heike
... ich finde da vermischts Du zwei Sachen: Man kann doch wohl durchaus konstruktiv und "nicht-vowurfsvoll" an eiin Gespräch mit dem Parnet herangehen, ohne gleich Deine biologistischen Theorien (das mit dem Einparken ist auch ein Buch von dieser "populären" Sorte) zu teilen?! ES gibt genug andere (sogar bessere( gründe, sich in seinen Partner reinzuversetzen - ob nun Mann oder Frau -, als den, dass ich mir ausgerechnet seine vermeintlchen "urmenschlische" Beweggründe vorstelle! Finds besser mir vorzustellen, was er konkret für Gründ haben könnte - z.B. einfach Müdesein und Schlafenwollen, Genervtsein von was Anderem... etc.
Liebe MM, **Man kann doch wohl durchaus konstruktiv und "nicht-vowurfsvoll" an eiin Gespräch mit dem Parnet herangehen, ohne gleich Deine biologistischen Theorien (das mit dem Einparken ist auch ein Buch von dieser "populären" Sorte) zu teilen?!** Selbstverständlich kann man.:-) Es sind auch nicht meine "biologistischen" Theorien. Es ist einfach eine Tatsache, dass wir unter Streß andere Körperreaktionen zeigen als im Ruhezustand und dass wir zur Streßminimierung unsere Welt ordnen (müssen - damit wir überleben). Das war schon vor 10.000 Jahren so. Die Gründe, die du aufführst "z.B. einfach Müdesein und Schlafenwollen, Genervtsein von was Anderem..." sind Streßauslöser, die eine körperliche Reaktionskette in Gang setzt. Wir sind dann voller Energie bis zum "Platzen". Wenn beide wütend sind und fast "Platzen", kommt man schlecht auf einen Nenner. Wenn ich solche "Szenen" nicht will, dann kann ich entweder in mir "drinnen" ordnen (also meine Emotionen) oder "außen" (in dem speziellen Beispiel von Melli ging es um die Zuständigkeiten, falls das Kind nachts weint.) Ein nächtlicher Streit um Erziehungsmaßnahmen ist nichts anderes als der Versuch, das Chaos zu ordnen. Liebe Grüße Heike
Hallo Du musst die Angst deiner Tochter auf jeden Fall ernst nehmen, die kommt ja irgendwoher u. kann man nicht einfach auslöschen- dann hat sie irgendwann nur noch mehr Angst. Aber dort zu schlafen ist auch nicht optimal, weil sich die Kleine ja daran gewöhnt u. du dann jede Nacht da hin gehst. Vielleicht kannst du ihr einen Glücks/Zauberstein besorgen, der sie mit der Zauberkraft beschützt (unter Kopfkissen).Oder die Kuscheltiere bitten, auf sie aufzupassen u. in Wachstellung aufbauen. So ein wenig phantasievolles Treiben wird ihr gefallen, weil ihre Ängste ernst genommen werden u. da sie in dem Alter ist, wo Handpuppen, Zauber ect. perfekt wirken (weil Kinder an das glauben), versuch es doch so streßfrei. Du solltest auch über die Angst sprechen (vor Monster? ...) u. vielleicht macht ihr dann etwas genau dagegen (Monstersaft trinken...). Es gibt ein schönes Buch: Neue Märchen für Kinder. Da werden Kinderängste/Probleme i. Geschichten angesprochen u. enthalten auch solche schönen Lösungen. Wenn das Problem ernst genommen wird, wird auch dein Mann sehen, dass es ohne Strenge aber mit Liebe geht. Lieben Gruß
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