Elternforum Rund um die Erziehung

Kennt ihr das Verhalten?

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Mein Sohn (gerade 3) macht mich in letzter Zeit fertig, ich bin ziemlich gestresst. Das Grundproblem ist, dass er ununterbrochen redet und ständig eine Reaktion erwartet. Er kommentiert alles und jeden und fragt ständig warum macht X dies und Y das. Wenn es etwas berechtigtes ist, erkläre ich es, aber auch da fragt er meist noch mehrfach nach. Wenn ich etwas nicht weiß, sage ich ihm das, aber damit gibt er sich nicht zufrieden, sondern bohrt immer weiter, warum ich da nicht weiß. Außerdem kann er im Moment keine 5 Minuten still sitzen. Ich weiß, dass das mit 3 Jahren auch schwer ist, aber ich habe eher das Gefühl, dass er nicht abschalten kann und immer "Action" braucht bzw. will. Wenn wir uns hinsetzen und ein Buch lesen, schafft er es nicht bis zum Ende. Bei der Gutenachtgeschichte hört er fast gar nicht zu (hat bis vor ein paar Wochen gut geklappt). Wenn ich ihm vorlese und ihn frage, was gerade passiert ist, weiß er es nicht; er hört wohl nicht zu, weil er mit den Gedanken woanders ist. Außerdem fragt er ganz oft:"Was hast Du gesagt?" Erst habe ich gedacht, er hört schlecht, aber ich glaube, das ist nur eine Angewohnheit. Ich versuche dann immer zu sagen" Ja, was habe ich denn gesagt?" und meist weiß er das dann auch. Aber wenn ich dass 50 mal am Tag machen muss und das jeden Tag, macht mich das schon fertig. Eigentlich ist er ein etwas schüchterner Typ, aber im Moment ist er nur anstrengend und aufgedreht. Ich mache mir oft Gedanken, ob ich etwas falsch gemacht habe. Ob ich mehr mit ihm hätte malen und basteln sollen (das mag er aber nicht), ihn sozusagen zu etwas ruhigem zwingen. Da er in 6 Wochen in den Kindergarten kommt, habe ich Sorge, dass ich einiges falsch gemacht habe, und das nun nicht wieder hinbekomme, da ich dann nicht mehr soviel Einfluss habe. Außerdem ist er relativ faul, hilft nicht beim Tisch decken, Staub wischen (ich meine das spielerisch; viele Kinder finden das ja toll). Er kann sich auch nicht alleine an oder aus ziehen. Ich glaube, dass ich so kurz vor dem Kindergarten "Torschlusspanik" bekomme und glaube, dass er dort nicht zu recht kommt, weil er in der Beziehung wenig kann bzw. tut. Wie empfindet ihr das bzw. wie verhalten sich eure Kinder in dem Alter?


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kommt mir einiges bekannt vor in deinem text :-D unser jüngster war mit 3 auch so. und ich hab mir auch gedanken darüber gemacht. mit dem hören dachte ich auch zuerst es wäre angewohnheit. war es aber nicht. er hatte flüssigkeit hinter dem trommelfell , ist an den polypen operiert worden und hat röhrchen im trommelfell. seitdem ist es gut. mit dem vielen reden und fragen hat er nicht aufgehört. die aus dem kiga meinten, wir sollten ihn auch mal testen lassen, weil er auch keine ruhe hat, sich nicht konzentrieren kann, stört , nicht spielt ..... den test haben wir gemacht. und er ist einfach nur unterfordert. er findet im kiga keine beschäftigung, die ihm zusagt. und deshalb ist er so zappelig, stört .... ich muss dazu sagen, dass er ein handwerker ist, seit er greifen und be-greifen kann. gib ihn einen schraubenzieher in die hand und er zieht dir im ganzen haus die schrauben nach. ritter interessieren ihn auch und technische sachen. aber da konnten die im kiga nicht mit dienen, in der gruppe in der er war. seit einem jahr hat er morgens zoff gemacht, weil er nicht hinwollte. jetzt hat er die gruppe gewechselt, die erzieherin lässt ihn auch mal was handwerkliches machen und seitdem geht er wieder gerne in den kiga. hat dein sohn irgendwas, was er besonders gern macht. dann förder ihn in diese richtung. oder lass ihn auch mal testen. vielleicht hat er auch was anderes. auf jedenfall würde ich danach gehn. unser kleiner bekommt jetzt ergo, wegen der konzentration. und seit er zu seinem geburtstag ne ritterburg bekommen hat, spielt er auch mal. hat er vorher nie getan. keine autos, keine bausteine, nichts. nur werkzeug, im garten... versuch ihm auf jedenfall die fragen zu beantworten. egal wie nervig es ist. irgendwann kommt vielleicht auch mal so ein schöner satz, wie bei meinem kleinen, der hat alle müh belohnt: " Mamas wissen immer ALLES, wirklich ALLES. papas nicht." mein mann war halt auch immer so genervt und hat oft gesagt, frag die mama, oder , weiß ich nicht, weil er nicht wollte. ich hab dann mit ihm auch in kinderlexikons geschaut,w enn ich was nicht wusste. und dieser satz hat mich dann sooo stolz gemacht. das ist doch auch was wert. LG 3fachmama


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Hi, ja! Mach dir nicht so viele Gedanken. Meiner ist fast genau so. Warum, warum, warum :-) Und redet non stop. Freu dich doch, auch wenn es mal nervt. Und (fast) immer in Action. Wenn du was nicht weißt, weißt du es eben nicht, oder schaue es halt nach, wenn es eine sinnvolle Frage ist. Es gibt auch Situationen, wo ich über die Frage einfach nur herzhaft lache, oder eine Gegenfrage stelle. Allerdings kann er nach wie vor ewig zuhören, wenn es um Bilderbücher geht. (Natürlich auch da mit Nachfragen) Vielleicht schaust du dich mal nach anderen Bilderbüchern um, und / oder drehst den Spieß um, und lässt ihn erzählen. Meiner ist fast 3, kommt im September in den Kindergarten, hilft auch herzlich wenig zuhause (naja, manchmal schon), und ich bastele auch selten mit ihm. (tja, und das liegt dann teils schon an uns Mamas, aber macht nix) Meiner geht in die Krippe und die haben da viel mit ihm gebastelt etc. Ich bin da ein bißchen froh, daß das von denen erledigt wurde (Ja, Vernachlässigung durch berufstätige Mutter, in meinem Fall) Äh, bin trotz vorhandener Bastelbücher was einfallslos. Man braucht da wirklich gute Anregungen, um das Kind auch zu interessieren, ich hätte nie die Ideen gehabt, die die da haben. Deiner kommt in 6 Wochen in den Kindergarten, und sei doch froh, die werden mit ihm Basteln, und auch die Kinder mithelfen lassen beim Tisch abräumen. Und er wird da deswegen bestimmt nicht auffallen :-) 3 kreative Tips für zuhause (habe ich aus der Krippe) - ein Karton, in der Mitte ein runder Kreis auch aus Pappe, darauf ein Blatt Papier Din A 4, der Kreis muss sich drehen können. (vielleicht den Kreis von unten mit dem Reißbrettstift befestigen, keine Ahnung, die hatten das da aus Holz) Du brauchst eine Spritze und Wasserfarben. Du drehst den Kreis, Kind spritzt in der Zeit mit der Spritze die Farben. 2 Farben reichen, erst die eine, dann die andere. - ein Bilderrahmen aus Holz, und Kind klebt bunte Perlen etc. drauf. Kleber ist Silikon (Silikon hätte ich mich selbst nie getraut, haben die in der Krippe aber gemacht, und ich zuhause nachgemacht, kein Problem. Braucht lange zum Trocknen) Super Geschenk für Oma. - im Winter Schneemänner aus Watte auf Papier kleben... ok, dann gibt es natürlich noch Wasserfarben, Fingerfarben etc... Es gibt auch gute Bastelbücher auf dem Markt, aber ich habe den Eindruck, daß sie meistens doch eher für Ältere sind.... Ich finde es toll, wenn Mütter sowas zuhause mit so kleinen echt so fertig bringen, was kreatives zu machen. Also, ich denke, selbst ohne Job hätte ich das nicht so hingekriegt. Zu dem Helfen zuhause werde ich selbst irgendwann selber mal posten. schätze ich. Eigentlich ist die Antwort wohl, dass man sich selbst erinnern muss, das Kind mal zu ermuntern zu helfen... Aber Gedanken mache ich mir deshalb nicht, solange ich ein gesundes, (meist) lustiges, zufriedenes Kind habe. Ciao Biggi


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Ich glaube auch, dass DU Torschlusspanik bekommst. Hört sich ganz danach an. Dein Sohn ist 3 Jahre alt und Du verlangst eine Menge Selbstständigkeit von ihm. Dass er Dich jeden Tag was fragt, sei froh, dass er sich interessiert und nicht so herrumdrömelt. Wenn Du ihm alles ordentlich beantwortet hast und er aufgepasst hat, dann kommt er vielleicht irgendwann mal aufs Gymnasium anstatt, dass er doof geblieben ist. 3 Jahre ist auch kein Alter sich ausgiebig mit etwas zu befassen oder lange geduldig zu bleiben und sich zu konzentrieren. Das wird mit den Jahren schon kommen. Mach Dich locker und atme mal tief durch! Gruss Katrin


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schieb mal keine Panik....hier ist noch ein 3jähriger der manchmal, bevorzugt abends, absolut keine Ruhe geben kann. Tagsüber ist er ganz umgänglich - geht aber auch anders, wenn er sich mit dem kleinem Bruder um ein Spielzeug zankt.... Abends, wenn er noch eine Stunde länger munter ist als der Kleine, dreht er komplett auf. Plappert und erzählt und wehe, man reagiert nicht. Dann wird das gleiche notfalls auch 1000 mal erzählt. Deswegen ist es uns wichtig, wenigstens zustimmend oder kurz zu reagieren. Damit er sich ernst genommen fühlt. Gern fängt er dann auch an rumzutoben, wie ein Irrer zu hüpfen, zu springen und wild zu spielen.... entweder er nutzt die Anti-KLeiner-Bruder-zeit voll aus oder aber (meine Vermutung) er ist einfach am "durchdrehen" denn er hat da ja alle Mama und Papa-Aufmerksamkeit für sich. Basteln, länger als 5 Min Buch lesen und Lieder-Singen mag meiner übrigens auch überhaupt nicht. Er kann sich kurz mit malen und basteln beschäftigen aber er rennt und flitzt lieber....ich mach mir deswegen aber keine Vorwürfe - warum auch?! (Er hilft aber wahnsinnig gern mit beim Tisch-decken, kehren, aufräumen - solange Mama und der kleine Bruder das auch machen. Kleine Aufgaben, wie "such mir mal 4 Kartoffeln ausm Kühlschrank" macht er allerdings liebendgern allein und wird richtig bös, wenn man nicht solche Sachen parat hat..)


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So war unsere Tochter auch, bevor sie in den KiGa kam... allerdings war das bei ihr schon mit 2 Jahren der Fall. Sie ist auch mit 2 in den KiGa gekommen. Gesprochen hat sie zwar nicht soviel, war aber auch anstrengend. Seit sie in den KiGa geht, ist sie viel ausgeglichener... und ich denke, dass das auch bei euch so sein wird. Er wird lernen, dass man auch mal ruhig sitzen bleiben muss... das sieht er ja bei den anderen Kindern. Und viele Dinge werden auch im KiGa erklärt bzw. vieles lernen die Kinder von den anderen Kindern. Mach dir keine Gedanken... warte den KiGa-Start ab und dann noch mind. 1/2 Jahr, danach kannst du beurteilen, inwiefern euer Sohn sich verändert hat. LG, Andrea