Mitglied inaktiv
Hallo! Timo(7) kriegt seit er 5 ist Taschengeld erst 50 Cent jetz 1 Euro, zusätzlich kriegt er von Opa noch "Eiergeld"! Er füttert die Hühner mittags und kriegt für jedes Ei was er holt 1 Cent,dassind pro Woche auch noch mal ca 60Cent! Nele(4) kriegt 50 Cent Taschengeld, und findet das sehr ungerecht! Wir haben ihr erklärt das es Timo größer ist und er ja am Wochenende auch mal länger aufbleiben darf usw. Ist auch alles nicht so das Problem! Nur wenn Timo sich von seinem Taschengeld Süßigkeiten, oder Getränke kauft ist es jedes mal ein riesen Theater! Nele sterigert sich da richtig rein und weint/nölt stundenlang! Timo macht sich eine Freude raus ihr dann auch immer zu zeigen was er gekauft hat! Klar zwischendurchkauft sich auch was von ihrem Taschengeld aber es ist halt weniger und sie muß länger Sparen! Wie regelt ihr das? Vg Claudia
bei uns bekommen die jungs ihr taschengeld auf ein konto überwiesen, jeder sein eigenes - das wird gespart. das ist der festteil. der flexible teil ist abhängig davon, was sie machen, da hat der kleine schlechte karten, weil er mit 8 monaten nicht helfen kann. der große bekommt z. b. für müll raustragen 5 cent (pro tag) sein zimmer saugen 10 cent sein zimmer aufräumen 0 cent - ist ja seine unordnung :-) im garten helfen 30 cent. dreckwäsche sammeln 10 cent ... davon kann er sich dann kaufen, was er will. lg doreen
wir haben das von anfang an klar gestellt: Der Grosse bekommt mehr, d.h. der Grosse bekommt mit 10 Jahren 2Euro die Woche der Kleine mit 7 Jahren 1 Euro die Woche, das können sie Sparen und dann davon kaufen was sie möchten. Wenn es ums Süßigkeiten oder Eis geht: Bekommen sie nach wie vor von uns, nur wenn sie was möchten was teurer ist als wir ausgeben wollen müssen sie den Rest draufzahlen. Bisher hat es jeder akzeptiert, dass der Kleine mit weniger Taschengeld noch mehr bekommt als der Grosse. Wird von allen Seiten akzeptiert. Gruss Birgit
Hallo Genau so lernen Kinder ja mit Geld umzugehen: Einer bekommt mehr u. kann sich auch mehr kaufen. Der andere muss länger sparen. So ist das Leben. Und das ist doch gut so wie ihr das handhabt. Deine Kleine muss einfach diese Grenze akzeptieren. Du kannst ihr ja zeigen, wann sie genauso viel gespart hat, um sich die gleiche Menge (an einem anderen Tag) zu kaufen- oder noch besser, dein Sohn erklärt ihr das- dann ist die Konkurenz weg u. er versteht, dass es kein Grund ist, ihr etwas mit seinem Mehrgehalt vorzuführen. Er kann z.B. mit ihr zus. eine Makrieung an der Spardose machen und mit ihr zus. Bonbons einkaufen. Überleg dir mal, wie dein Sohn deiner Kleinen helfen kann... Gruß
Ich muss sagen, dass ich das schon ein bisschen früh finde, einem 4-jaehrigen Kind schon Taschengeld zu geben. Es sei denn, sie haben wirklich schon so früeh ein Gefûhl fuer Geld. Wie auch immer wuerde ich an deiner Stelle nix unternehmen, es ist einfach normal, dass groessere Kinder mehr bekommen. Und wie gesqgt koennt Ihr auch argumentieren, dass viele Kinder erst ab 5 oder 6 Taschengeld bekommen, und dass sie schon gut dran ist. Ob sie es einsieht, ist eine andere Sache. Der eine Beitrag mit den Betraegen fuer jede taetigkeit erschreckt mich ziemlich. Wir legen bei uns gerade darauf Wert, dass Taschengeld an keine Bedingung verknuepft ist, sondern da ist um Erfahrungen mit Geld zu machen. Die ganzen Aufgaben im Haushalt gehoeren zum Familienleben, und jedes Mitglied soll auch sein Teil erfuellen. wir bekommen auch kein Extrageld fuers Rasenmaehen o.ä. LG Nat (sorry fuer die Fehler, ich tippe gerade auf eine franzoesische Tastatur, und quaele mich;-)
mit dem erledigen von einigen sachen verdient er sich was DAZU, sein taschengeld bekommt er unabhängig davon
... bin ich sowieso dagegen, fuer Haushaltaufgaben die Kindern zu entgelten, aus den oben genannten Gruenden. Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, wo du um eine Erledigung bittest, und die Antwort lautet dann: was kriege ich dafuer? LG
Liebe Claudia, ich kann deine Tochter verstehen, ich finde das auch ungerecht. Sie kann doch gar nichts dafür, dass sie später geboren wurde als ihr Bruder. Jüngere Geschwister müssen schon genügend einstecken, aber dass du diese Hierarchie noch unterstützt und einen Geschisterkrieg "fütterst", kann ich nicht verstehen. Was erhoffst du dir denn von so einer Ungerechtigkeit? Liebe Grüße Heike
deine aussage, dass jüngere geschwister sowieso mehr einstecken müssten, finde ich interessant. wie kommst du zu dieser ansicht? ich selbst bin einzelkind und kenne mich nicht aus mit geschwistern. ich weiß z.b. noch genau, dass meine freunde damals im teenie-alter sich immer beschwert haben, dass sie sich alles erkämpfen mussten und die jüngeren einfach nur noch locker nach maschieren mussten. (freiheiten wie ausgehzeiten, langes aufbleiben, klamottenfrage, haare färben dürfen usw.) bei meinen cousinen war das auch immer schön zu beobachten. die große musste alles ausfechten, die kleines rutschte einfach nach. das fand die große natürlich ungerecht. ich selbst habe jetzt 2, bald 3 kinder. die beiden großen sind genau 4 jahre auseinander und wir hatten uns vorgenommen, dass der große eben früher zu privilegien kommen wird als die kleinen. beim taschengeld wollten wir das auch so halten. irgendwann ab dem schulalter. lg
Hallo! Ich finde das nicht ungerecht! Eigentlich finde ich es sogar zu früh für Taschengeld für die Kleine, aber da sie sehr aufgeweckt ist, hielten wir es für eine gute Lösung! Und ich finde auch das sie es lernen muß, ich würde es ihr und auch uns nur etwas leichter machen wenn sie sieht das Timo das z.B. ihr Lieblingsgetränk ( so ein Active Fitness für 1Euro was wir nicht kaufen)hat und ihr Taschengeld nicht reicht! Vg Claudia
***deine aussage, dass jüngere geschwister sowieso mehr einstecken müssten, finde ich interessant. wie kommst du zu dieser ansicht?*** Weil die Jüngeren körperlich und intelektuell unterlegen sind. Sie erleben hautnah die Abhängigkeiten druch diese entwicklungsbedingten Einschränkungen. Gebe ich als Mutter noch bewusst Privilegien für das Alter vor, dann ist das ein doppelt empfundene Strafe. Wie soll da Geschwisterliebe gedeihen? Meine Töchter sind 8 Jahre auseinander. Liebe Grüße Heike
Liebe Claudia, ob du das ungerecht findest, ist nicht relevant. Deine Tochter findet es ungerecht und die empfundene Ungerechtigkeit äußert sich in ihrem Verhalten. Und auch im gehässigen Verhalten ihres Bruders. Mir ist nicht ganz klar, was sie durch das Taschengeld lernen MUSS. Das sie Dinge (Sportgetränke) nicht haben darf, weil sie noch jünger als der Bruder ist? Bei uns dürfen Kinder bestimmte Dinge nicht haben, weil sie ihnen SCHADEN (könnten) und das kommunizieren wir auch so. "Weil ich mich um deine Gesundheit sorge..." Du begrenzt das aus deiner Sicht Schädliche (Süßigkeiten, Sportgetränke) mit einer Regulierung des Taschengeldes. Das ist ganz sicher verwirrend für Kinder. Liebe Grüße Heike
Weil dann das jüngere Kind über den Zeitraum, wo Taschengeld gezahlt wird, mehr bekommt. Bei uns gibt es auch ein altersbezogenes Taschengeld. Ab Schuleintritt gibt es für jedes Schuljahr 50 Cent pro Woche. Temi ist in der 1. Klasse und bekommt 50 Cent, Fumi ist in der 6. Klasse und bekommt 3,- Euro. Da die Regeln vorher bekannt waren und schon seit Fumis Einschulung so stehen, gibt es da auch keine Diskussionen. Ungerecht finde ich nicht die unterschieldiche Taschengeldhöhe, sondern daß das jüngere Kind offensichtlich keine Möglichkeit hat, sich etwas dazuzuverdienen. DAS ist in meinen Augen ungerecht. Im übrigen dient das Taschengeld bei uns auch nicht dazu, irgendwelche pädagogischen Prinzipien durchzusetzen. Es gibt natürlich Dinge, die ich nicht kaufe, weil sie überflüssig, zu teuer oder ungesund sind. Wer sich das von Taschengeld kaufen kann und will, möge das tun, denn das Taschengeld steht zur freien Verfügung. ICh gebe MEIN Geld für Dinge aus, die ICH als sinnvoll erachte, die Kinder dürfen das mit ihrem Geld auch tun. Wir stoßen da an unterschiedliche Grenzen, denn ich habe mehr Geld zu Verfügung als Fumi und Fumi hat mehr Geld zur Verfügung als Temi. Aber so ist es halt im Leben. Willkommen in der Realität. Wie gesagt: Bei uns gab es noch keine Beschwerden. Allerdings würde ich Fumi was husten, wenn sie mit ihren finanziellen Möglichkeiten Temi gegenüber prahlen würde. Das geht nicht. GsD tut sie das nicht, im Gegenteil: Wenn sie sich etwas gekauft hat, was Temi sich nicht leisten kann, gibt sie ihm meistens etwas ab, wenn es sich um Süßkram oder so handelt. M.E. ist das Urpsrungsproblem kein monetäres, sondern ein anderes. Es geht nicht um Geld, es geht um Macht. Gruß, Elisabeth.
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Ab dem Moment, wo das Kind aufegeweckt genug ist, um Taschengeld zu bekommen, wird es auch aufgeweckt genug, um zu verstehen, dass man mehr bekommmt, wenn man groesser ist, bzw. dass man mehr darf, wenn man groesser ist. Das gleiche gilt auch fuer das Dazuverdienen, aber man koennte die Kleine fragen, was sie als Aufgabe(keine Haushaltsache bitte) erldigen wuerde, um etwas dazu zu kriegen... Als Aelteste von 3 Kindern fand ich es immer als aeusserst ungerecht, dass ich mir jede Erlaubnis zum Ausgehen abnds (ich war 17) und mein Bruder ein spaeter (mit 15,5) immer mitkommen durfte. Dazu kommt ich immer fuer uns 2 dann einen serioeser Fahrer finden musste. Einen Platz frei zu kriegen, geht schon aber 2 war immer total schwierig. (Wer in einem Dorf wohnt, weiss, wovon ich rede;-) Soviel zum Thema Gerechtigkeit! LG
... ich meinte "Als Aelteste von 3 Kindern fand ich es immer als aeusserst ungerecht, dass ich mir jede Erlaubnis zum Ausgehen abnds ERKAEMPFEN MUSSTE (ich war 17) und ....."
Fumi darf länger aufbleiben als Temi, weil sie in ihrem Alter weniger Schlaf braucht. Fumi darf andere Filme sehen als Temi, weil sie fast 6 Jahre älter ist (allein schon wegen der FSK). Fumi darf alleine S-Bahn fahren, Temi nicht. Fumi darf (bald muß sie) mit dem Rad auf dem Radweg fahren, Temi nicht. Fumi muss sich um ihre Wäsche alleine kümmern, Temi nicht. Fumi hat mehr Hausaufgaben als Temi und erledigt diese selbstständiger. Von Fumi erwarte ich, daß sie ihr Bett selber bezieht, von Temi nicht. Und Fumi hat in den letzten 6 Jahren schon etwas über den Umgang mit Geld gelernt, daher bekommt sie mehr Taschengeld als Temi. Jedes Alter hat Vor- und Nachteile, andere Privilegien. Gleichmacherei von verschiedenen Personen halte ich für Quatsch. Und wenn Fumi Geige lernen möchte, muß Temi auch Geige lernen, damit es gerecht zugeht? Wenn Temi so alt ist wie Fumi, wird er die gleichen Rechte und Pflichten haben wie Fumi jetzt. Fumi wird dann aber schon wieder andere Rechte und Pflichten haben, weil sie auch älter geworden ist. Den Kindern die "Macht", die Privilegien (die ja immer auch mit Pflichten einhergehen - zumindest sollten sie das) geben, zu nehmen, hilft ihnen doch nicht, zu lernen, damit umzugehen. Ähh, schwerer Satz. Also: Indem ich allen Kindern, unabhängig von ihrem Alter und ihren Fähigkeiten, die gleichen Rechte (wie ist es denn dann mit den Pflichten?) einräume, nehme ich ihnen zwar die Macht, diese Privilegien zu ihren eigenen Gunsten auszunützen. Aber ich nehme ihnen auch die Chance, den Umgang mit Privilegien und der damit verbundenen Macht zu lernen. Und: Wo nivelliere ich die Kinder denn dann? Auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner? Soll ich Fumi mit 11 so behandeln wie Temi mit 6? Oder Temi wie einen 11jährigen? Beides finde ich nicht angemessen. Gruß, Elisabeth.
so ist es eben! LG Nat
Liebe Elisabeth, nicht GLEICH, sondern gleichRANGIG. Was du aufführst, sind Privilegien die ans Alter gebunden sind: Du darfst (...länger aufbleiben) Du muss noch nicht (...dein Bett beziehen). Damit legst du eine Rangfolge der Kinder nach dem Alter fest. Noch schlimmer finde ich Rangfolgen nach Geschlecht, Aussehen, Verhalten und Fähigkeiten der Kinder. Mit solcehn Rangfolgen zementiert man Hierachien unter den Geschwistern, die Machtbefugnisse legitimieren können. Das duldest du dann aber nicht, hast du geschrieben. Ich will so mit meinen Kindern leben, dass es erst gar nicht dazu muss (von oben wieder "mächtig" drauf zu hauen.) Und das geht. Wir leben in unserer Familie ohne diese DARFST und MUSST. (Ausgenommen die "Rechte und Pflichten", die von außen an uns Eltern angetragen werden.) Die Kleine (3) geht eher schlafen, als die Große (11). Sie MUSS aber nicht, denn wenn sie Mittagsschlaf gemacht hat, bleibt sie selbstverständlich länger wach, dann schläft die Große längst. Schlafen richtet sich danach, wann wer müde ist. Witzig ist, dass wir das gleich wollen. Du schreibst: "...die Chance, den Umgang mit Privilegien und der damit verbundenen Macht zu lernen." Mir geht es nicht um Gleichmacherei der Menschen, sondern um die Beachtung der individuellen Besonderheiten aller Familienmitglieder. Aber nicht als starres Programm ( wie: alle 5jährigen bekommen nur 50 Cent in der Woche zur freien Verfügung), sondern als individuelle Moment-Entscheidung in einer bestimmten Situation. Ich weiß, dass das schwer vorstellbar ist, denn es bedeutet, sein eigenes Kontrollbedürfnis aufzugeben und sich vertrauensvoll auf jede Sitation neu einzulassen. Liebe Grüße Heike
Liebe Nathalie, du bist in deiner Kindheit ungerecht von deinen Eltern behandelt worden, sie haben dir die Verantwortung für deine Geschwister übertragen. Eine Verantwortung, die gar nicht deine war, sondern die deiner Eltern! Diese Ungerechtigkeit resultiert aus dem Machtanspruch der Eltern, über das Leben ihrer Kinder zu bestimmen. Du hast gelernt: Man bekommt nicht mehr, wenn man älter wird, sondern man wird in seiner Lebensführung eingeschränkt, wenn man ÄLTER wird. Altersbezogenes Taschengeld zu geben wiegt diese Ungerechtigkeit nicht auf. Die Ungerechtigkeit verlagert sich nur auf die Jüngeren, die nun weniger bekommen sollen, als die älteren Geschwister. Mir kommt es fast vor, als sollen jetzt endlich mal die Jüngeren "bluten", weil man selbst geblutet hat. Aber NIEMAND braucht oder MUSS in einer Familie "bluten". Deshalb verzichten wir in unserer Familie auf Machtmittel. Liebe Grüße Heike
... mag sein, dass es bei Euch funktioniert, aber bei uns würde es als Mangel an Rituale und Regeln laufen, und mein Sohn braucht definitiv diese Regeln und die Rituale, was nicht heisst, dass er nur ein starres System ist. Dementsprechend weiss er, dass er bis 19.45 Uhr im Bett sein soll und seine Geschichte bekommt, um ein Beispiel zu nennen. Meine Freiheit aus der Situation, liegt dann darin, dass er je nachdem, ob er müde ist oder nicht bzw. ob am folgenden Tag Schule ist oder nicht, dass er dann im Bett ein bisschen länger lesen darf oder das Licht sofort ausgeschaltet wird. Beim Taschengeld ist für mein Kind eher nachvollziehbar, dass er regelmässig eine gewisse Summe bekommt (die eh nur für Spasssachen da ist), als ein Tag ja und ein Tag nicht. Dennn dann übernimmst Du die Entscheidung für das Kind, und nimmst ihm das Recht, seine Erfahrung mit dem ausgegebenen bzw. ersparten Geld zu machen. Und ich denke, dass auch wenn Du mit allen Mitteln versuchst, Gleichrangigkeit innerhalb der Familie einzuführen und jegliche Privilegien zu vermeiden, kannst Du die Kinder nicht von der Aussenwelt fernhalten, und da wird es immer Kinder im gleichen Alter geben, die mehr dürfen, bzw. mehr erhalten, und die Frust muss auch dann ausgehalten werden. Nur so kann sich eine Person, in die Welt halten, insofern er einigermassen (auch mit Frust) akzeptiert, was nicht gerecht ist, um dann versucht auf positive Weise, diese Ungerechtigkeit zu lösen, um evtl. die Frust nicht mehr zu erleben. Wenn mein Kind zB. später sofort nach dem Führerschein ein Auto haben will, weil der Nachbarsohn eins bekommen hat, wird er dafür sparen müssen. Natürlich (wieder situationsbezogen) sollte er das Auto wirklich brauchen, würden wir es ihm kaufen, aber dann auch verlangen, dass er seinen finanziellen Teil dazu beiträgt. Ich weiss, Regeln regeln nicht das Problem der Ungerechtigkeit aber sie helfen schon, nach und nach Frustrationen auszuhalten, indem das Kind weiss, woran er sich halten kann. (dabei spreche ich von Regeln, die zusammen aufgestellt sind oder die der Logik entsprechen). LG Nat
Aber Taschengeld ist doch keine Momententscheidung, kann gar keine sein. Oder bekommen die Kinder immer dann Geld, wenn sie danach fragen? Und wer bestimmt, wann sie was bekommen und warum? Denn: Wenn ich jedes "ich will mir kaufen" meiner Kinder erfülle, haben wir nix mehr zu Essen. Meines Erachtens kann Taschengled seinen Zweck - Umgang mit Geld erlernen - nur erfüllen, wenn er regelmäßig, verlässlich und in einem festen und für das Kind überschaubaren Betrag ausgezahlt wird. So lernt man, akute Bedürfnisse gegen langfristige Wünsche abzuwägen und eine Entscheidung für das eine oder das andere zu treffen. Will ich jetzt die Gummibärchen oder in drei Wochen das Comicheft? Sowas in der Art. Also habe ich zwei Möglichkeiten: Alle bekommen das gleiche Taschengeld. Aber woran richte ich dann den Betrag aus? An den Bedürfnissen der Ältesten (die natürlich größer sind als die des Jüngeren)? Dann habe ich langfristig auch eine Ungerechtigkeit, weil das jüngere Kind sozusagen von Einführung des Taschengeldes bis zu dessen Nicht-mehr-nötig-seins einen erheblich höheren Betrag bekommt. An den Bedürfnissen des Jüngeren? Dann werden die Bedürfnisse der Älteren doch völlig ignoriert. Man muß mit den Aufgaben wachsen dürfen. Also wächst man auch in den Umgang mit Taschengeld hinein. Mit zu viel Geld überfordere ich den Kleinen, mit zu wenig Geld unterfordere ich die Große. Deswegen ist ein ungleicher Betrag an Taschengeld genau das, was den Fähigkeiten und Können der unterschiedlich alten Kinder entspricht. Ganz abgesehen davon daß 1. ein weitgehend ritualitsierter und gleichbleibender Ablauf bei meinen zwei Kindern, von denen eines eine diagnostizierte ADS und das zweite einen Verdacht auf ADHS hat, genau das ist, was der Psychologe rät und 2. ein Tagesablauf, der lediglich aus spontanen Situationsentscheidungen besteht, völlig an meiner Lebensrealität als Vollzeit berufstätige AE mit zwei Kindern vorbeigeht und 3. ICH sowas ständig Spontan-Unritualisiertes auch nicht autenthisch rüberbringen würde, weil es MIR nicht entspricht, und Authentizität doch die oberste Lebensmaxime ist, oder? Gruß, Elisabeth.
Nur mal interessehalber und beispielhaft: Wer bezieht bei Euch die Betten? Weil: Irgendjemand MUSS es doch hin und wieder mal tun. Wenn ich immer warte, bis es jemand auch tun WILL (und das inkludiert mich), stehen die Betten irgendwann vor Dreck. Gruß, Elisabeth.
Meine drei Kinder sind zwischen gut 2 und knapp 9 Jahren alt, und - stell Dir vor - Taschengeld bekommt nur das älteste Kind, wie ungerecht von mir! Der Kleinste ist 2, er freut sich, wenn ich ihm beim Einkaufen mal ein 2-Cent-Stück in die Hand drücke, strahlt übers ganze kleine Gesichtl und jubelt sehr ausdauernd "Mein Geld, mein Geld!" Die Freude ist allerdings die gleiche, egal, ob ich ein 2-Cent-Stück oder ein 2-Euro-Stück geben würde, mit Geldscheinen kann er noch nichts anfangen, und eine Vorstellung, wovon man sich was kaufen kann, hat er erst recht noch nicht. Die Idee, ihm Taschengeld zu geben, nur weil der älteste Nachwuchs Taschengeld bekommt, fände ich arg abwegig... Der Mittlere bekommt auch noch kein Taschengeld - Kinder sind schließlich (wohl auch aus gutem Grund!) erst ab 7 Jahren "beschränkt geschäftsfähig", vorher greift kein Taschengeld-Paragraph und gar nichts, und ein "Kauf" vom Kind ist rechtlich ungültig, da der Kauf für das Kind nicht "ein lediglich rechtlicher Vorteil" ist. Also brauchen Kinder vorher auch kein Taschengeld, finde ich. Der Mittlere beginnt, ganz langsam eine Vorstellung zu entwickeln, was "Geld" bedeutet und wie die Relationen da sind, aber er ist schließlich gerade erst 4 und braucht definitiv noch kein eigenes Geld. Beim ältesten Nachwuchs sieht es anders aus, der geht auch mal alleine mit Freunden Eisessen oder eine Kleinigkeit einkaufen oder so, und da sind auch schon Wünsche da, die ich nicht finanzieren möchte, und wenn der Nachwuchs es trotzdem haben möchte, soll er selber zahlen und darauf sparen, gute Gelegenheit zu überlegen, ob die Sache ihm das wirklich wert ist. Wobei ich im übrigen ein bisschen Süßkram etc. für die Kinder selber kaufe, Gummibärchen oder Chips oder Schokolade (je nach Kind) sind eigentlich immer im Haus. Allerdings "rationiere" ich diesen ganzen Kram (schrecklich autoritär, huch!), es soll da sein, damit es nicht zu etwas "ganz Besonderem" hochstilisiert wird, aber "Dauernahrungsmittel" ist es auch nicht. (Außerdem kosten eine Mini-Tüte Gummibärchen, ein Riegel Kinderschokolade und eine Handvoll Chips nicht dasselbe, aber ein Kind isst eben nur Gummibärchen, eines nur Chips und eines nur Schokolade - nach dem Preis zu rationieren, fände ich auch, mit Verlaub, etwas unglücklich...) Ansonsten gibt es bei uns sehr wohl eine "Rangordnung" der Kinder dem Alter nach, einfach, weil ein 9-jähriges Kind ganz andere Dinge kann und braucht als eben ein 2-Jähriges, das Große muss eben - um Elisabeths Beispiel aufzugreifen - sein Bett selbst umbeziehen oder einmal die Woche das Zimmer aufräumen. Beim Mittleren hilft er beim Umbeziehen und ich beim Aufräumen, und beim Kleinen mache ich das Bett alleine und das Aufräumen überwiegend auch. Mit dem ältesten Nachwuchs gehen wir ab und zu ins Kino, der Mittlere durfte auch schon zweimal mit, und der Kleine war noch nie im Kino - hach, schon wieder so ungerecht! Im übrigen kann ich auch nicht ständig Spontan-Entscheidungen treffen. Unser Leben ist relativ "organisiert", schließlich gehen mein Mann und ich arbeiten, die Kinderbetreuung ist genau durchgeplant (geht gar nicht anders!), und im Alltag läuft es übrigens für uns alle am Entspanntesten, wenn unser tägliches "Ritual" eingehalten wird, der nächste Schritt auch für die Kinder immer "absehbar" und "berechenbar" ist und sie wissen, was wann kommt... ist zumindest meine Erfahrung mit meinen Kindern! So gesehen - ich finde es völlig normal, wenn Kinder in verschiedenen Altersstufen unterschiedlich viel Taschengeld bekommen (Unterhalt richtet sich schließlich auch aus einschlägigen Gründen nach dem Alter des Kindes), und diese "Selbstverständlichkeit" kann man seinen Kindern auch vermitteln, hoffe ich. Aber vielleicht könnte man ja mal darüber nachdenken, was eigentlich mit dem Taschengeld finanziert werden sollte bzw. darf und wofür doch noch die Eltern zuständig sind? Wenn der Große dem Kleinen vorhält, was er sich alles Tolles leisten kann und der Kleine nicht, ginge mir das jedenfalls auch gehörig gegen den Strich und ich würde mit ihm nachdrücklich darüber reden. Es gehört - für mich - zum Respekt anderen gegenüber, sich genau so nicht zu verhalten.
Liebe Nat, bei uns gibt es auch Regeln und Rituale. Sie dienen einzig und ausschließlich dem Zweck, das Zusammenleben und ein konsequent liebvolles Miteinander zu ERLEICHTERN. Nicht mehr und nicht weniger! Wenn das durch die Regeln nicht gelingt, dann taugen die Regeln nichts und ich habe kein Problem, mein "Geschwätz" von gestern anzupassen und neu über die Situation nachzudenken. Wenn eine Regel (wie in der Familie von nelemaus mit dem Taschengeld) dazu führt, dass sich ein Kind so total benachteiligt fühlt und ein anderes gehässig wird, dann läuft was falsch. Dann erfüllt die Taschengeld-Regel (bzw. die Intention dahinter) keinen liebevollen Zweck mehr. Und das finde ich einfach schade, weil das nicht sein MUSS. Wenn die Regeln in deiner Familie einem liebvollen Miteinander dienen (wie bei deinem Einschlafbeispiel), dann freue ich mich für euch. Aber aus deinem Geschriebenen entnehme ich, dass eure Regeln auch einen anderen Zweck erfüllen sollen: Das Kind soll "aushalten", "akzeptieren" lernen. Ob das gelingt? Ich gehe mal von mir aus: Wenn ich frustriert bin, dann komme ich aus dem Frust raus, wenn ich die Welt in meinem Sinne ändern kann. Das nennt man dann Glück. Es macht glücklich, ein negative Situation in eine positive zu wandeln. Siehst du das anders? Wenn ein Kind ein Familienregel total "scheiße" findet, dann kann es doch die Welt gar nicht "schöner" machen. Es bleibt ohnmächtig in dieser Regel gefangen, weil sonst eine Strafe/Konsequenz folgt. Es kann sich also nur fügen, begnügen, sein Leid aushalten lernen. Aber Frust positiv begegnen kann es in dieser Situation leider nicht. Meine Kinder sind auf Nachbars oder sonstige Kinder nicht neidisch. Ich auch nicht. Warum auch? Neid erwächst aus der Einstellung, immer zu kurz zu kommen und nie Glück zu haben. Man gönnt dem anderen sein "Glück" nicht, weil man sich selber immer ausgeschlossen fühlt. Die kleine Tochter von nelemaus gönnt ihrem Bruder sein "Glück" nicht. Weil man sie ohnmächtig zuschauen lässt, wenn er sein Getränk vor ihren Augen genüsslich ausschlürft. Sie wird es schon noch aushalten lernen, diesen Frust. Glaubst du das? Ich nicht. Liebe Grüße Heike
Du siehst aber nur eine Möglichkeit, diesen Frust zu ändern: Sie bekommt genausoviel Taschengeld wie er. Aber: Was passiert, wenn die neue Regelung dann dazu führt, daß der große Bruder gefrustet ist? Weil er nämlich in dem Alter genau gar kein Taschengeld bekommen hat, hätte er durchaus Grund dazu. Dann hast Du eine Zwickmühle, aus der Du nicht mehr rauskommst. Ich persönlich sehe noch andere Möglichkeiten, dem kleineren Kind aus seinem Frust rauszuhelfen, und die habe ich auch oben aufgezeigt. Warum kann der große Bruder sein Taschengeld durch Arbeiten aufbessern, und sie nicht? Warum darf er mit seinem Getränk vor ihr prahlen? Warum darf er seine Macht demonstrieren? Du siehst den Auslöser - das Taschengeld - und die Wirkung - den frust - sehr eindimensional. Es geht doch nicht um das Taschengels an sich. Es geht um das, was man damit machen kann. Und es gibt noch mehr Lösungen als die, das Taschengeld der Kleinen zu erhöhen, um da rauszukommen. Denn: Wenn der Große das Bedürfnis hat, mit seinen Sachen vor der Kleinen zu prahlen, dann geht es IHM um die Macht. Er hat das Taschengeld und instrumentalisiert es. Aber er hat doch sicher auch irgendwo Frust, sonst müßte er damit doch nicht prahlen. Das Taschengled ist Mittel zum Zweck, das Problem liegt ganz woanders - und das ist das, was ich mit meinem letzten Satz im ersten Posting meinte. Es geht um Macht. Daß der Große diese Macht meint nutzen zu müssen - das ist das Problem. Denn Du wirst NIE dauerhaft eine Situation so herstellen in einer Familie, daß nie einer Macht über den anderen hat. Ist es nicht das Taschengeld, dann ist es im Zweifel auch nur die Macht, die kleine Schwester an den Rand der Verzweiflung zu bringen, indem man den Ball tausend mal hintereinander gegen die Wohnzimmerwand knallt - oder so. Macht ist per se nicht schlecht. Schlecht ist es, wenn man sich gezwungen sieht, diese auszuspielen, um jemand anderem zu schaden. Ich finde - unter diesem von Dir erklärten Aspekten - Deine Lösung erstaunlich unkreativ für jemanden mit Deinen Ansprüchen. Gruß, Elisabeth.
Liebe Elisabeth, ich habe keine "eindimensionale", "unkreative" Lösung für das Taschengeld dieser Familie angeboten. Ich habe gar keine Lösung angeboten. Wie wir das Thema "Taschengeld" behandeln oder ihr in eurer Familie, ist vielleicht interessant, aber unrelevant. Denn unsere Kinder haben kein Problem! Eine Lösung kann diese Familie nur selber finden. Und das geht ausschließlich über den unbequemen Umweg "Nachdenken": Was tue ich eigentlich und warum? Welche Intention steht dahinter? Wie geht es meinen Kidnern damit und wie fühle ich mich dabei. Denke ich nur, dass es richtig ist, oder fühle ich auch die Richtigkeit meiner Entscheidungen. ***Denn Du wirst NIE dauerhaft eine Situation so herstellen in einer Familie, daß nie einer Macht über den anderen hat.*** Aber man kann es versuchen, wenn man das will. Viele wollen ja ihre Macht über andere gar nicht hergeben. ***Macht ist per se nicht schlecht. Schlecht ist es, wenn man sich gezwungen sieht, diese auszuspielen, um jemand anderem zu schaden.*** Genau, die Macht über mein Leben liebe ich. Und meinen Kindern gönne ich ihre Macht über ihr Leben von ganzem Herzen. Macht über andere macht nicht glücklich. Das geht meinen Kindern auch so. Danke, wegen dem "Anspruch". Ich denke, es hat jeder einfach ein Recht auf Glück. Und das nicht irgendwann mal, sondern jeden einzelnen Moment. Dann ist das eine Kette von vielen glücklichen Momenten. Das Zusammenleben wird einfach schöner, wenn man es so betrachtet und die Kinder entwickeln sich dabei prächtig. Ich mich auch. Liebe Grüße Heike
Liebe Leena, du hast das sehr schön geschrieben. Und wir sind näher zusammen, als du denkst. Es kommt auschließlich darauf an, was ein Kind BRAUCHT. Und das kann ich nur unmittelbar in einer bestimmten Situation ausmachen und nicht an einer Altersvorgabe. Und selbstverständlich schleift sich im Alltag ein, was ein Kind so braucht (z. Bps. eine gewisse Höhe taschengeld). Es geht doch um unser Verhalten, wenn ein Kind ausdrücklich und hartnäckig kommuniziert: "Mama, ich brauche JETZT was anderes (und nicht erst, wenn ich deine Altersvorgabe erreicht habe.) Was tuts du dann? Bestimmt eine Änderung herbeiführen, mit der alle wieder glücklich sind. Liebe Grüße Heike
Ach komm, jetzt wird es albern. In Deinem ersten Posting schreibst Du, daß diese Ungerechtigkeit zu beseitigen wäre. EIN Kind EMPFINDET die Situation als ungerecht. Ist sie das auch? Wir sie gerechter, wenn man diese EINE Ungerechtigkeit beseitigt? Das würde ja voraussetzen, daß die Beziehung zwischen den Kindern nur diese eine Dimension - das Taschengeld - kennt. Es gibt aber noch mehr Dimensionen. Vielleicht ist es besser, an einer anderen Waagschale zu arbeiten, nit unbedingt an dieser. Das meine ich mit mehrdimensional. Keine Frage danach, WARUM dieses Kind die Situation ungerecht findet. Und daher auch kein In-Betracht-Ziehen der Möglichkeit, daß es besser ist, auf das Empfinden dieses Kindes einzugehen, anstatt gleich das subjetkive Empfinden als objektiv anzunehmen und daher zu beseitigen. Und meine Frage etwas weiter unten im Thread wird geflissentlich ignoriert. Nun ja, ich denke mir dann dir Antwort.... Paßt scho. Gruß, Elisabeth.
Liebe Elisabth, ***In Deinem ersten Posting schreibst Du, daß diese Ungerechtigkeit zu beseitigen wäre.*** Nein, ich habe geschrieben, dass ich die Ungerechtigkeit nachvollziehen kann. Du verteidigst deine Taschengeldlösung, obwohl ich sie gar nicht angegriffen habe. Ich habe nichts gegen unterschiedliches Taschengeld. Ich habe etwas dagegen, wenn Kinder das ungerecht empfinden und Eltern das ignorieren oder "schön" reden. Wenn du dich mit deiner Lösung wohlfühlst, warum dann so unter der Gürtellinie. ??? ***EIN Kind EMPFINDET die Situation als ungerecht. Ist sie das auch?*** Ja, IMMER. Du glaubst doch einem Menschen, dass er sich ungerecht behandelt fühlt. Und dann wird sinnvoller Weise nach Lösungen gesucht und die beginnt mit Nachdenken und nicht mit Lösungen nachmachen von X oder Y. ***Und meine Frage etwas weiter unten im Thread wird geflissentlich ignoriert. Nun ja, ich denke mir dann dir Antwort....*** Meinst du das? "Ganz abgesehen davon daß 1. ein weitgehend ritualitsierter und gleichbleibender Ablauf bei meinen zwei Kindern, von denen eines eine diagnostizierte ADS und das zweite einen Verdacht auf ADHS hat, genau das ist, was der Psychologe rät und 2. ein Tagesablauf, der lediglich aus spontanen Situationsentscheidungen besteht, völlig an meiner Lebensrealität als Vollzeit berufstätige AE mit zwei Kindern vorbeigeht und 3. ICH sowas ständig Spontan-Unritualisiertes auch nicht autenthisch rüberbringen würde, weil es MIR nicht entspricht, und Authentizität doch die oberste Lebensmaxime ist, oder?" Ich habe keine ADHS-Kinder, ich bin nicht AE und ich weiß nicht, was deine Authenzität ausmacht. Ich weiß auch nicht was "Spontan-Unritualisiertes" bedeutet. Was wilst du hören? Ich habe keine Antworten. Liebe Grüße Heike
... etwas konkretisieren, welche Lösung Du EMPFEHLEN bzw. selber anwenden würdest, statt Dich hinter Formulerungen wie "Eine Lösung muss jeder selber finden" o.ä. zu verstecken! Was Du so allgemein-theoretisch schreibst, über das "Recht auf Glück", ein liebevolles Zusammenleben usw. ist ja schön und gut, nur finde ich nicht besonders hilfreich oder konstruktiv für die Fragestellerin bzw. alle hier, die vor ähnlichen Dilemmata stehen. Warum schreibst Du nicht einfach, wie Ihr es handhabt? Elisabeth schreibt meiner Meinung nach sehr konstruktiv und konkret, das Ganze hat "Hand und Fuss", und wenn Du in ähnlicher WEise antworten (und evtl. "Kontra geben" - im Sinne von Alternativen vorschlagen) könntest, fände ich das wirklich viel interessanter und hilfreicher (und ich denke, nicht nur ich hier?), gerade auch zum Nachdenek, wie Du schreibst...! Gruss, M.
***Du könntest etwas konkretisieren, welche Lösung Du EMPFEHLEN bzw. selber anwenden würdest, statt Dich hinter Formulerungen wie "Eine Lösung muss jeder selber finden" o.ä. zu verstecken!*** Ich habe mich mit Elisabeth unterhalten und SusanneZ mit Claudia. Und wo warst du "versteckt"? *augenverdreh* Ich finde deinen Beitrag anmaßend. Bitte überlasse es mir, ob ich Lust dazu habe, etwas über meine Familie zu schreiben. Notwendig ist es ganz sicher nicht. Und ich werde es auch ganz sicher nicht dran festmachen, ob es für dich hilfreich oder interessant genug ist, ich kenne dich doch gar nicht. Claudia hat längst den wichtigen Satz geschrieben: "Wir werden uns mal alle zusammen setzen und gucken wie wir es lösen können!" Einen anderen Weg gibt es nicht. Ich habe schon geschrieben, wie wir es handhaben (nicht gelesen?): Taschengeld richtet sich danach, was meine Kinder BRAUCHEN. Wer keinerlei Phantasie hat, hier ein Beispiel: Wenn meine Große zweimal in der Woche mit Freundinnen ins Eisstadion fährt, bekommt sie das als Taschengeld, was sie üblicherweise BRAUCHT: das Eintrittsgeld, Geld für eine Wurst oder Pommes, ein Getränk, eventuell Geld für´s Schuhschleifen, Busgeld und einen "Reservegroschen". Geht sie dann in dieser Woche noch zu einem Kindergeburtstag, wird sie ein Geschenk einkaufen wollen und während des Einkaufens vielleicht noch ein Bougette kaufen, weil sie hungrig wird. Wieviel Geld sie braucht, richtet sich auschließlich nach ihren Unternehmungen und was sie dort dann kaufen will oder auch in meinem Auftrag kaufen soll. (Denn das wissen wir in der Regel vorher.) Ich frage also meine Große: "Hast du noch genügend Geld?" Wenn nicht, gibt´s Geld in die Taschen. Bei uns ist es Taschengeld, kein "Spargeld", kein "Wünscheerfüllen-Geld" (Das gibt´s extra, aber auch nicht regelmäßig, sondern entsprechend der Wünsche und familiären Möglichkeiten.) Das Taschengeld ist genaugenommen nicht IHR Geld (im Gegensatz zu ihrem Sparschwein-Geld) und genauso verantwortlich geht sie auch mit diesem Taschen-Geld um. Ganz toll macht sie das: sie prüft, sie vergleicht, sie freut sich über ein Schnäppchen, was der ganzen Familie zu Gute kommt. Und sie überlegt sich genau, ob sie etwas (für Hobby, Schule, Vergnügen...ihr Glück) braucht oder nicht. Im Grunde erfüllt das Taschengeld den gleichen Zweck, als wenn ich selbst Geld in den Taschen habe, wenn ich das Haus verlassen. Da brauche ich nichts zusätzlich Pädagogisches für meine Kinder konstruieren. Das normale Leben ist lehrreich genug! Vielleicht ist das aus deiner Sicht auch wieder nur "Theorie". Das glaube ich dir sogar. Geh doch mal einfach davon aus, dass das, was für dich "Theorie" ist, für uns gelebte Praxis ist und uns allen sehr gut tut. Liebe Grüße Heike
... wieso Du meinen Beitrag "anmassend" findest?! -kopfschüttel - Schliesslich schreibst Du in einem öffentlichen Forum, warum kann man die Diskussion nicht interessiert mitverfolgen, seine Meinung (Eindruck kundtun und Dich fragen, wie Du was konkret gemeint hast? Ist doch ganz normal, oder?! Und es waren ja wohl noch mehr Leute beteiligt als Claudia und SusanneZ (Emfut erwähnst Du mit keinem Wort)! Wenn ich was von Dir überlesen habe(?), sorry. Ansonsten danke für die Infos, wie es bei Euch so läuft mit dem Taschengeld. So konkret finde ich es eine interessante Anregung, wie man so was auch handhaben kann (obwohl es bei uns bishe noch nicht aktuell ist - Kinder noch zu klein). Gruss, M.
Ach M., ich bin heute etwas genervt. Ich finde einfach Diskussionen so mühsig, die in einen Schlagabtausch münden. Und dazu gehört die Erwartungshaltung, dass wir Schreiberlinge in gewisser Art in die "Pflicht" genommen werden könnten (wir _müssten_ auf Fragen antworten, wir _müssten_ konkreter sein, wir _müssten_ Lösungen erläutern, wir _müssten_ uns rechtfertigen ...) Das ist grober Unfug. Wir schreiben hier alle nur für uns selbst. Übrigens habe ich doch Elisabeth (+emfut+) erwähnt. Ich kopiere mich mal selbst: "Ich habe mich mit Elisabeth unterhalten und SusanneZ mit Claudia." +emfut+ hat keinen ihrer Beiträge direkt an Nelemaus03 verfasst (MUSS sie ja auch nicht), wo fehlt jetzt ihre "Würdigung" aus deiner Sicht. *ratlosguck* Ich habe jetzt keine Lust mehr, was nicht dir persönlich gilt. Liebe Grüße Heike
wie reagiert sie denn, wenn du sagst, dass Timo in dem Alter noch gar nichts bekommen hat oder/und sie in seinem Alter später die gleichen Möglichkeiten hat? LG
Hallo! Das ist ihr schon klar, aber ihre Antwort ist dann, Timo würde ja immer mehr kriegen, weil er älter ist! Im übrigen kaufe ich auch Getränke und Süßigkeiten! Nur bestimmte Getränke/Süßigkeiten sehe ich einfach nicht ein zu kaufen, es würde für den täglichen Bedarf auch unsere finanzielle Situation zu sehr belaten! Darauf muß dann ebend gespart werden! Und es ist auch nicht so das Timo Nele nie was abgibt! Als er sich z.B eine Tüte lollis mit zehn Stück gekauft hat, hat Nele zwei abgekriegt! Aber sie freut sich dann nicht sondern meckert nur das Timo mehr hat! Was ihn dann natürlich wieder ägert! Nele bekommt es auch fast immer mit wenn Timo sich was käuft, weil wir leben auf dem Dorf wo es keinen Laden gibt, und die Möglichkeit etwas zu kaufen ist halt nur wenn wir zusammen unterwegs sind! VG Claudia
Wie kommt es, dass sie sich ihm ggü so benachteiligt vorkommt? Ist sie ihm in allem so unterlegen? Was genau muss vom Taschengeld gekauft werden? Wenn es wirklich nur um so Süßigkeiten geht, dann wäre es in eurem Fall vielleicht wirklich überlegenswert, gleich viel Geld zu geben. Das würde dem Unterlegenheitskonflikt sicher erstmal gut tun. Und, das Argument, dass die Welt nunmal ungerecht ist (was hier auch gebracht wurde), finde ich seeehr fragwürdig. 1. ist diese Unterlegenheit willkürlich durch euch Eltern festgelegt. 2. nur weil es immer Unterlegenheitssituationen im Leben gibt, heißt es nicht, dass man diese extra schüren muss. Wenn das Leben so ist, wird sie es lernen, auch ohne dass man extra Zündfeuer schürt. LG
Wie das kommt? Keine Ahnung! Unterlegen ist sie ihm aber eigendlich nicht /sie ist sehr piffig und auch wortgewand für ihr alter), allerdings findet sich sich halt auch groß, und will nicht einsehen das Timo mehr Rechte oder auch Pflichten hat! Viele Dinge lassen sich gut lösen, z.B. darf Timo alleine mit dem fahrrad den Hof verlassen um Freunde zu besuchen, sie noch nicht! Aber dann gehe ich halt mit ihr los, und dann ist es auch in Ordung! Das Timo auch mehr kleine Pflichten hat übersieht sie generell oder schaltet auf stur! gekauft werden muß von dem Taschengeld gar nichts, das dürfen sie sich selbst aussuchen!Nur oft läuft es auf Süßkram oder mal eine Zeitung raus! Klar gibt es auch Zeiten da gibt Timo ein paar Wochen nichts von seinem Taschengeld aus, aber das ist selten ! VG Claudia
deine Tochter unterliegt eurer Willkür, die Gabe einer bestimmten Summe Taschengeld - da scheint ihr nicht einmal die Wortgewandtheit zu helfen. Sie kommt sich (absichtlich) benachteiligt vor und sieht keine Chance das zu ändern. Klar, dass sie keine Almosen von ihrem Bruder haben möchte - sie möchte es sich selbst kaufen können. Hier wird sie ja gleich nochmal abhängig - nämlich von ihrem Bruder. Wenn sie Erwachsen wäre, hätte sie die Möglichkeit den Verdienst zu erhöhen. Bei euch ist sie abhängig von euren Vorgaben. Es gibt sicher Kinder, denen (Un-)Abhängigkeit weniger wichtig ist. Deine Tochter fühlt sich aber mit dieser fremdbestimmung unglücklich. Und wenn man mal drüber nachdenkt: Braucht dein Sohn wirklich mehr Taschengeld? Wenn ja, dann kannst du ihr das sicher auch logisch erklären. Wenn nein, dann kannst du es auch anpassen. Wird dein Sohn eifersüchtig, weil er in dem Alter noch gar kein Geld hatte, dann bleibt die Frage, ob er welches wollte. Wenn er welches wollte, aber aus Willkür eurerseits nicht durfte, wird es schwierig. Gab es wirklich Gründe, dann lässt auch das sich logisch und mit gutem Gefühl erklären. LG
Hallo! danke für die Antworten,ich werde mal darüber nachdenken und es versuchen zu lösen! Evt. bekommt sie eine kleine Erhöhung, oder sie kann sie auch etwas dazuverdienen! Der Meinung das Timo mehr Taschengeld zusteht bin ich immer noch, denn irgendwann kann Timo sich altersbedingt Taschengeld dazuverdienen und was machen wir dann, er wird auch eher 18 usw.Allerdings möchte ich auch nicht das Nele sich so benachteiligt fühlt!Wir werden uns mal alle zusammen setzen und gucken wie wir es lösen können! LG Claudia
bei uns bekommen beide gleich viel, weil ich es an der gleichen situation festmache wie beide grundschule, gleicher schulweg, gleiche möglichkeiten, überhaupt geld auszugeben. wir fahren damit sehr gut.
Also meine Kinder bekommen Geld genau nach ihrem Alter gerichtet und nie hat sich jemand darüber beschwert. ich würde mal mit deinen Kindern reden. Geh doch mal zu deinem Sohn, wenn sie gerade wieder gemeckert hat, und sag ihm, dass du das auch nervig findest, dass sie meckert, dass er nun mal älter ist und deswegen mehr darf etc. pp. Dann würde ich aber mit reinfließen alssen, dass du es ja schon ein wenig verstehen kannst, wenn er es ihr so deutlich zeigt und so weiter. Er wird sich dann von dir verstanden fühlen und vielleicht damit aufhören, ihr das immer deutlich zu zeigen. Falls er damit echt vor ihr prahlt. Und dann würde ich dringend mit deiner Tochter reden. Auch sagen, dass du es ja verstehen kannst, dass sie das doof findest, aber dafür muss er ja immerhin viiiel mehr machen. Dann kannst du ihr ja aufzählen, was seine Pflichten sind und so, und ihr dann noch mal sagen, wann bei ihr Taschengelderhöhung ansteht und ihr sagen, dass er ihr bestimmt auch öfter mal was von seinen Sachen abgibt, wenn sie ganz lieb fragt. Bei meinen Kindern funktioniert das wunderbar und bisher haben sie alle eingesehen, warum wer wie viel Geld bekommt. Und bei uns MUSS auch alles so organisiert sein, da kann auch nichts so spontan verteilt werden. Zumal sie, wenn das Geld immer erst gegeben wird, wenn sie es für Ausflüge brauchen, nicht wirklich den wahren Umgang lernen können. Da denke ich immer an die Freundin meiner Cousine (5 Jahre älter als meine ältesten Söhne). Die Eltern haben nicht so viel Geld und deswegen hat sie kein Taschengeld bekommen. Handy und so haben sie aber freilich bezahlt. Seit ein paar Monaten bekommt sie Taschengeld und eine der ersten Taten war, sich ein neues Handy zu kaufen, obwohl ihr "altes" noch zu den sehr neuen gehörte. Und dann musste dies her und das her. Sie ist in jedem Monat schon fast nach der ersten Woche ausgebrannt und hat, glaube ich, noch einen längeren Weg, den Umgang mit Geld zu lernen, während meine Cousine letztens mit ihrem Geld quer durch Deutschland gereist ist und im März mit ihrem geld zur Leipziger Buchmesse fährt. Dafür hat sie gespart, ihre Freundin kann nicht mitkommen, wenn ihre Eltern sich nicht vielleicht erbarmen und ihr das zahlen... Das nur als kleine Geschichte dazu... LG, Potter
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