Mitglied inaktiv
Hallo, leider weiß ich nicht genau, wie ich hätte den Betreff besser formulieren können. Es geht um meine fast 4jährige Tochter. Sie ist ein sehr aufgewecktes Mädchen, weiß viel, merkt sich viel, will viel wissen. Aber leider hat sie auch einen Sturkopf. Womit wir alle aber grundsätzlich gut leben können, denn wir finden immer gemeinsam eine Lösung. Es gibt nur immer eine Situation, wo wir alle nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen. Wenn sie sich z.B. beim Spielen wehtut, den Kopf stößt oder so, dann frage ich, was passiert ist, wie schlimm es ist usw. Sie dagegen fühlt sich anscheinend peinlich berührt, blamiert oder sonstwas. Sie "schlägt" nach mir und schreit "lass mich". Aber in einem extrem wütenden, lauten Ton. Sie schlägt auhc nicht, sie tut so, als ob, also so "Luftschläge". Sie hat aber auch schon mal geboxt, z.B. auf mein Bein. Wie können wir ihr da helfen? Wie können wir alle damit besser umgehen? Was meint Ihr? Habt Ihr Ideen warum das so ist? Melli
Ich bin nicht sicher, ob ich das Problem verstanden habe: Sie stößt sich, weint nicht, und Ihr betüddelt sie trotzdem? Warum denn? Wenn unsere hinfallen oder sich stoßen und nicht sofort losbrüllen, sagen wir "Platsch!" oder "Bonk!", und dann lachen die Kinder. Wenn Kinder keinen Trost brauchen, dann kann man sie doch einfach lassen, oder?
Doch, sie weint oder jammert zumindest. D.h. für mich, ich frage schon mal ob alles klar ist. Ich betüddel sie ja nicht. Sie verzieht das Gesicht, es sieht jedenfalls so aus, als ob ihr was wehtut, deshalb frage ich sie. Wenn sie weiterspielen würde, wäre ja alles kein Problem, das passiert ja auch manchmal. melli
Das mit dem Nach-uns-Schlagen macht unser Grosser (auch fast 4) auch manchmal - und zwar wenn er ärgerlich oder aggressiv ist, manchmal auch um zu provozieren ... In Eurem Fall kann ich mir aber vorstellen, dass sie evtl. es nicht mag, wenn ihr was akut wehtut und dann kommt noch jemand und spricht sie an, "betüddelt sie" etc. - dass das dann quasi zuviel wird (?). Das kenne ich von mir selbst - z.B. wenn ich mir den Zeh angeschlagen habe oder sowas, es mir gerade sauweh tut und mein Mann ankommt mit Mitleid und "ach Du Arme" usw. (ist natürlich lieb gemeint, klar!), reagiere ich in dem Moment "paradoxerweise" oft ganz unleidlich, blaffe ihn an "Lass mich" usw. Es tut mir danach leid, aber es ist einfach so, dass ich dem Moment einfach nicht auch noch kommunizieren kann/will, wenn ich gerade diesen plötzlichen Schmerz "verarbeiten" muss (hört sich jetzt so melodramatisch an, aber nur der Erklärung halber). Dann kommt mir am besten keiner in die Quere :-/. Vielleicht ist das bei Deiner Tochter auch so? Vielleicht bessert es sich, wenn Ihr mehr auf ihre Signala achtet, ob sie die Zuwendung in dem Moment möchte? Nur son Gedanke...
Die Erklärung von MM mit dem Schmerz verarbeiten finde ich einleuchtend. Vielleicht ärgert sie sich auch über sich selber, weil sie es eben besser können müsste, und lässt das dann an Euch "Eindringlingen" aus. Mit 4 Jahren ist sie wahrscheinlich schon so weit, dass sie nicht bei jedem Mißgeschick Trost von Euch braucht, aber eben noch nicht so weit, dass sie ihre emotionale Reaktion komplett kontrollieren kann. Wen ich mir den Fuß stoße, will ich ja auch nicht immer getröstet werden. Nur bin ich eben schon so groß, dass ich nicht mehr weine, sondern den Schmerz innerlich verarbeite. Hab doch einfach Vertrauen, dass sie Dir schon signalisieren wird, wenn sie wirklich Trost braucht.
Ich glaube Ihr habt recht. Geht mir ja ebenso, wenn ich mich verletze oder so, brauche ich auhc nicht unbedingt noch einen Kommentar von anderen.... Das ist einleuchtend. Ich danke Euch trotzdem, dass Ihr mir mal wieder auf die Sprünge geholfen habt. Melli
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