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3jähriger tut anderen weh und lügt, was tun ??

3jähriger tut anderen weh und lügt, was tun ??

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Hallo, bin heute echt sauer auf mein Kind. Er hat mich heute gleich 3mal angelogen. Ich schreib mal die Situationen. 1. Er klettert am Klettergerüst rauf, ein anderes Kind kommt hinterher, er will das es runter geht, er tritt zu (trifft ins Gesicht) Ich frage beide Kinder was passiert ist, das betroffene Kind kann nicht genau äußern was war, ich frage den meinen, er sagt, er wüsste es nicht. Bin mir aber zu 100% sicher, das er weiß was er gemacht hat. Nach mehrmaligen Fragen sagt er es. So ähnlich war vor ein paar Tagen die Situation schon einmal, er tut einem Kind weh, behauptet aber, er wisse nicht, warum das Kind weint. Minuten später sagte er es doch. Heute Abend sag ich ihm, er solle seine Schuhe zumachen, ersagt, er macht es vor der Tür, geht raus, schließt die Tür und geht ohne die Schuhe zuzumachen. Wenn er gefragt wird, was er gerade macht (z.B. Oma am Telefon fragt) sagt er, ich weiß es nicht. Wie gehe ich damit um. Heute Abend muss ich zugeben hab ich ihn angebrüllt, weil ich es als ziemlich dreis fand, das mit den Schuhen. Das hat denPunkt aufs i gesetzt. Klar ist nicht die Lösung, könnt Ihr mir helfen ?? Ich weiß auch, das jeder mal lügt, aber ich möchte, das er so schnell wie möglich lernt, das es so nicht geht. LG und Danke


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Hinze, ich setze dir jetzt mal 2 Antworten von Dr. Posth hier hin. Danach wirst du wissen, dass deinem Kind altersgemäß noch die Reife fehlt, um den erwachsenen Moralvorstellungen zu genügen. "Stichwort: Wahrheit und Lüge Liebe Danie, erst etwa mit 4 Jahren begreifen die Kinder, daß es im Kopf eines jeden anderen Menschen eine ganz eigene Vorstellung von den Vorgängen und Dingen in der Welt gibt (sog. Realitätskontinuum). Bis dahin glauben die Kinder, daß alle anderen Menschen die Dinge genau so sehen und verstehen, wie sie selbst. Aber sie begreifen auf der anderen Seite schon, daß man in Gedanken (Phantasie) diese Sicht der Dinge verändern kann und zwar am besten zu seinen Gunsten. Wenn man also einen Fehler begangen hat und Kritik oder sogar Strafe fürchten muß, dann kann man so tun, als hätte diesen Fehler ein Anderer begangen. Dazu wählen die Kinder gerne die Geschwister oder andere Kinder, denen sie sich überlegen fühlen. In gleichem Zug versuchen die Kinder, die Sicht anderer Menschen direkt zu manipulieren. Dazu wählen sie eindrückliche Geschehnisse, deren Realität sie einfach behaupten. Sie wollen sehen, wie die Manipulierten darauf reagieren. Daher muß es sich schon ein mehr oder weniger dramatisches Ereignis handeln, denn sonst ist keine Reaktion zu erwarten. Den ethisch-moralischen Hintergrund dieser Wahrheitsveränderung verstehen die Kinder dieses Alters noch nicht, da sie noch über kein Gewissen verfügen, das ihnen die Verwerflichkeit eines solchen Vorgehens vor Augen führt. Insofern darf man sie nicht der Lüge bezichtigen. Es handelt sich nur um ein Experimentieren mit Wahrheit und Falschheit. Viele Grüße" "Liebe Christiane, Ihre Frage zielt in Richtung der Entwicklung von Moral und Gewissen. 4-jährige fangen an, ihre Gefühle zu reflektieren und durch worte auszudrücken. Das erspart bis zu einem gewissen Grade den starken Affekt. Allerdings hängt das sehr von der Veranlagung zur Impulsivität ab und sicher auch von den Vorbildern, denen das Kind ausgesetzt ist. Aber es ist noch ein großér Unterschied zwischen der Erfahrung und Benenung der eigenen Gefühle (Mentalisation von Gefühlen) und denen der anderen Menschen. Zwar begreift das Kind in diesem Alter, dass es dem anderen Kind schadet und ihm weh tut, wenn es es schlägt oder ihm gewaltsam etwas fortnimmt, aber der Weg bis zu einem präventiven Handeln in Form der Unterlassung ist noch nicht gegangen. So sagt das Kind jetzt richtig, das andere Kind sei traurig oder habe jetzt "Auaweh" (Schmerz), aber das Mitleid ergeht sich einstweilen nur in Trösten im Nachhinein (Induktion). Ein Bedauern der eigenen Handlung oder gar eine Reue, es getan zu haben, das alles kommt erst schrittweise im nächsten Jahr (mit der Ausbildung des Gewissens). Ein Gefühl mit Worten beschreiben kann ein Kind noch nicht, was nicht heißt, dass es das passende Adjektiv nicht richtig verwendet. Aber darauf kommt es ja gar nicht an, entscheidend ist die richtige Zuordnung und die richtige Reaktion. Viele Grüße" LG


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Hmm, ich war eigetlich schon der Meinung, das mein Sohn, der laut Aussage seiner Erzieher zeimlich weit ist, auch sprachlich, gut ausdrücken kann, wie er sich fühlt. Oder versteh ich das falsch ?? Und wie geh ich jetzt damit um ?? Ich weiß , ich hab vorhin überreagiert, aber trau ich ihm wirklich zuviel zu ?? LG von einer Erzieherin, die sich mit so Kleinen null auskennt (schääääm)


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recht weit ist halt schwammig und trifft sicher nicht alle Bereiche ;-) Die Sprache ist das eine, aber Sprache kann nur vorhandenes ausdrücken. Noch handelt er wohl eher impulsiv anstatt rational. Er weiß zwar bereits, dass sein Handeln negative Attribution nach sich ziehen wird (sprich sanktioniert werden wird), aber vorausschauendes Denken ist ebenfalls noch nicht zu erwarten. Empathievermögen steckt in den Kinderschuhen - er kann sich also noch nicht wirklich in die Gefühls- und Gedankenwelt der anderen hineindenken. Resultat ist sozusagen das Lügen, um der Sanktionierung aus dem Weg zu gehen und somit dem sich aufbauenden Selbstbewusstsein nicht zu schaden. Die soziale Reife entwickelt sich. Es bringt euch aber nicht weiter, wenn du meinst, dass dein Sohn das absichtlich macht und dich auf die Palme bringen will... Dann endet es wohlmöglich noch so wie im AE-Forum, wo Weihnachten gestrichen werden soll, obwohl die Kinder eher den geringsten Teil zur Misere beigetragen haben (meine Meinung) :-( Sprich, was tust du am besten: Nerven behalten, setze dich nicht selber unter Druck, so à la das muss er doch mal lernen. (-: Er wird es lernen :-) Natürlich brauchst du nicht so tun als wäre sein Handeln total toll. So lange er noch nicht so weit ist, versuche Deeskalation im Voraus. Wenn du siehst, dass Eskalation im Anmarsch ist, entschärfe die Situation/ nimm ihn raus. Trete vermittelnd in die Situation. Nachher nen schuldigen festlegen zu wollen, ist auch gemein. Schließlich gehören ja immer zwei dazu ;-) Geh also mit gutem Beispiel voran. Er wird dein Verhalten nachahmen sobald er die nötige soziale Reife hierfür besitzt. Naja, und wenns mal nicht geklappt hat, was solls. Dann muss halt Schadensbegrenzung betrieben werden. Sohn erneut erklären, erneut andere Streitmöglichkeiten mitteilen. Kennst du die Grundsätze zur effektiven Kommunikation? Ich kenne sie nicht alle, aber ich hatte berufsbedingt heute wieder 4 Stunden Weiterbildung dazu und finde es immer wieder interessant - auch wenn man es eigentlich alles kennt, ist es gut, es nochmal vor Augen zu haben. Kommunikation ist fast alles und macht einen wichtigen Anteil in einer Beziehung aus. Sag bspw. anstatt "du hast schon wieder!"/ "Du warst schon wieder böse." Ich finde es nicht schön, wenn..."/ "Du machst das ja schon recht klasse, aber ich fände es noch besser..." Du wirst am besten merken, inwieweit das Vermitteln von Gefühlen schon Sinn macht. Aber Vorbeugung finde ich persönlich immer besser als hinterher zu flicken. Du machst das schon, mir war es vor allem wichtig, dass du verstehst, dass dein Sohn dich nicht schikkaniert oder sonstige nervige Absichten hegt - sondern lediglich entwicklungskonform handelt. Nicht dass deswegen noch der Weihnachtssegen und letztlich noch die Kinder-/Mamaseele schiefhängt. LG


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Hallo Susanne nein, ich denke nicht das er mich ärgern will, er hat den Jungen ja aus einem bestimmten Grund wehgetan, das er ihm nicht hinterher kommt. Ich bin mir nur in Sachen Erziehung immer sehr unsicher, und sbald irgendwas ist, denke ich, oje, was hab ich schon wieder falsch gemacht. Klar, ich bin ein sehr emotionaler Mensch, der schnell und oft auch über reagiert. Es ist für mich oft schlecht einzuschätzen, wie geh ich mit bestimmten Situationen um und manchmal habe ich das Gefühl, wenn ich jetzt stärker reagiere, versteht er es schneller. Ist mit Sicherheit ein Trugschluss, das erkenne ich jetzt. Ich hoffe, das ich lerne anders zu reagieren. Dann wird es bestimmt besser. Ich muss aber leider auch feststellen, das ich sehr viel von meinem Vater habe, de ist sehr streng, sagt manchmal so Sachen wie "Du darfst uns nicht mehr besuchen, oder Du kannst nach Hause fahren. oder ich hab Dich nicht mehr lieb. Und wir können Oma (die liebt mein Sohn über alles) eh nicht so oft besuchen, weil sie so weit weg wohnt. Ich habe es auch meinem Vater schon gesagt, das er solche Äußerungen nicht sagen soll. Oje, jetzt schweif ich ab, ich glaub ich beende erst mal mein Schreiben. Ich schau morgen noch mal rein, vielleicht kann ich dann besser denken und schweif nicht vom eigentlichen Problem ab. LG und Danke für Deine Antworten


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Hallo Hinze, ich glaube nicht, dass du wirklich abgeschweift ist...schließlich packt man Probleme am besten an der Wurzel. Allerdings ist dein Charakter, dein Ich eben du. Das darf ja auf jeden Fall so bleiben. Nur ist eben auch der Entwicklungsstand deines Kindes wichtig, bevor man am Kind rumzerrt oder Konsequenzen einleitet obwohl sie das Kind nur behindern anstatt ihm Helfen. LG


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sondern versuche mal barfuß in deine Richtung zu kommen... Mal sehen, wie weit ich es schaffe ;) Also, mittlerweile weiß dein Sohn mit Sicherheit, wie Du in bestimmten Situationen reagierst und vllt. ist er ja auch "typisch....." D.h. er hat schon ein Rollenbild von sich im Kopf, das mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht immer positiv belegt ist. Gehen wir davon aus, dass der kleine Mensch schon Erfahrungen gesammelt hat nach dem Muster "Mache oder sage ich das, dann passiert dieses oder jenes". Nehmen wir darüber hinaus an, dass es Folgen gibt, die angenehmer sind als andere. Dann können wir auch schlussfolgern, dass ein Kind alles tun wird, damit die Folgen so wenig unangenehm als möglich sind. Das nenne ich dann amorlische Umgehungsstrategie. Als Kind handele ich vllt. nicht bösartig, aber mit einer Absicht, nämlich mein Leben und meine Lebensbedingungen so angenehm als möglich zu gestalten (daher auch immer die Grundannahme Kindern kooperieren). So, wie weit bin ich jetzt bei Euch/ Dir?! Vllt. weit genug, um zu sehen, dass dein Sohn WEIß, dass das, was er da tut, Dir keinen Freudenschrei und ihm einen Loorbeerkranz einbringt. Auch wenn er noch nicht benennen kann, warum dem so, kann er doch Kausalitäten herstellen - nämlich aufgrund der Erfahrung. Wenn eine vergleichbare Situation eintrifft, dann entziehe dich seiner Regie. Denn momentan schreibt er sowohl das Drehbuch, als dass er Dich auch dirigiert. Wenn gemeinsames Spielen nichts bringt, dann bleibt das Spielen alleine - und zwar unter Aufsicht. Und die Ansage, dass Du ihm gegenüber nicht unfair sein willst, jedes Mal zu fragen, was denn los war. Daher bringst Du euch beide gar nicht erst in die Bredouille. Oder aber Du fragst erst gar nicht, was los war, sondern kümmerst dich in erster Linie um den Weinenden - ohne Schuldvorwürfe jeglicher Art Richtung eigenes Kind (was natürlich eine schier unmenschliche Anstrengung verlangt). Einfach nur trösten, sagen, dass es Dir leid tut, dass der andere weint. Und es dann darauf beruhen lassen. Was man noch machen kann, ist, seine Gedanken/ Befürchtungen auszusprechen. So nach dem Motto "Pass auf, ich befürchte, dass Du dem Jungen mit Absicht weh getan hast. Ich will es Dir nicht unterstellen, denn ansonsten würde ich Dir weh tun und das möchte ich nicht. Daher reite ich jetzt nicht darauf herum." In Sachen Schuhe ist es natürlich so, dass für sich allein genommen diese "Lüge" nicht so viel wiegen würde wie im Zusammenhang mit den anderen Vorfällen. Hier würde ich in Zukunft das Erledigen in meiner Anwesenheit vorziehen. Und zwar auch hier wieder mit Ankündigung. Wenn dein Sohn weiß, dass Du weißt und trotzdem an seiner Seite bleibst, dann hilft es weiter. Letztendlich kann man nur belogen werden, wenn man es nicht besser weiß und der andere genau hiervon ausgehen muss. Nimmt man aber der Lüge diesen Charakter, dann ist es keine Lüge mehr. Ich hoffe, ich bin nicht vollends in Fettnäpfchen getreten, jedenfalls ist der Weg recht steinig, wenn man auf die Ph(r)asendrescherei verzichtet ;) GlG und ein schönes WF AyLe


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Hallo, wieso ins Fettnäpfchen getreten ?? Klar weiß mein Junior, das auf bestimmtes Verhalten eine Konsequenz folgt. Leider bin ich ein emotionaler Mensch, der ziemlich schnell reagiert und auch nicht immer nur ruhig. Aber er muss doch wissen, was gut ist, und was nicht. Meist versuche ich es durch kurze Erklärung, was auch meist reicht. Was meinst Du, er hätte kein positives Rollenbild von sich ?? Das er schlecht von sich denkt ?? Hierzu muss ich noch schreiben, das er, wenn wir bei meinen Eltern sind und er "Mist" baut, schon auch gesagt bekommen hat, er bräuche ihn (den Opa, der dies auch sagte) nicht mehr besuchen, er sei ein freches Kind und er habe ihn nicht mehr lieb. Mein Sohn liebt seine Oma und Opa und wir können sie eh nicht oft sehen, weil sie so weit weg sind, da tut selbst mir solch eine Bemerkung weh. Ich hab es auch schon angesprochen. Dann wollte ich noch schreiben, das er noch nie so "gelogen" hat. Und ich kann mich auch nicht entsinnen, das es so "bewusst" anderen wehgetan hat. Ich war heute schon ziemlich erschrocken. Ich stand in der Situation eh ziemlich blöd da, da ich auf Arbeit war, d.h. das Kind, dem er wehgetan hat, in meiner und seiner Kindergartengruppe ist. Kann es sein, das er jetzt testet, wie ich mich in dieser Situation verhalte (kommt mir grad so in den Sinn) ob ich ihn trotzdem noch lieb hab ?? Er hat wahrscheinlich das Gefühl ich kümmer mich nicht mehr genug um ihn, aber ich sag ihm jeden Tag öfter, das er mein Kind ist und bleibt, und ich ihn gern hab, das ich mch aber auch mit den andern Kinden "beschäftigen" muss/möchte. So, jetzt hoffe ich, das Du verstehst. ich muss zugeben, das ich Deins noch mal lesen muss, wenn ich wach bin. Danke auf jeden Fall schon mal für die Antwort. LG


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"Ich stand in der Situation eh ziemlich blöd da, da ich auf Arbeit war, d.h. das Kind, dem er wehgetan hat, in meiner und seiner Kindergartengruppe ist." Hallo, das war der Satz, die Erklärung, die alles auf einmal in einem anderen Licht erscheinen lässt. Es ist Eifersucht und die Angst, Mama mit noch mehr Kindern teilen zu müssen. Und so sehr Du dein Kind argumentativ zu beschwichtigen versuchst, so sehr wird das ganze in die Hose gehen. Es ist unmöglich das private von dem beruflichen derart emotional zu trennen wie es in deiner Situation erforderlich wäre - weil es eben ein Kind ist. Kannst Du auch während der Arbeitszeit sein "Mutter" sein? Damit er nicht nur verbal, sondern auch anderweitig spürt, dass es schon einen Unterschied zwischen ihm und den anderen Kindern gibt. Oder aber schon bei "Arbeitsbeginn" verabredet Ihr, dass ihr beide bei der Arbeit seid und er Dich auch bei deinem Namen nennen darf..... Und sobald Ihr eure "Arbeitsklamotten" ausgezogen habt, seid Ihr wieder Mama und Sohn.... Oh, Mann, manchmal könnte man mit dem Fuß aufstampfen, wenn so viele wichtige Informationen fehlen :D LG, AyLe


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Hmm, kann es wirklich nur das sein ?? Das würde mich ja fast beruhigen. Leider ist es schwierig ihm auch unter der Arbeit zu zeigen, das ich weiterhin seine Mama bin, er soll mich sogar mit Vornamen anreden, was ich aber nicht möchte, auch wird er so oft wie möglich mit der anderen Kolegin vorlieb nehmen müssen, da es so besser sei, laut Leitung. Wohl fühle ich mich in der Situation nicht, aber, ich muss arbeiten :( Aber ich werde versuchen, mit ihm wirklich etwas auszumachen, das ich ihm zeigen kann, das er mein Kind ist und auch bleibt, und das ich ihn lieb hab. Danke Dir und LG


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Hallo, kleine Kinder "lügen" nicht, sie schwindeln allenfalls. Lügen heißt, dass man bewusst die Unwahrheit erzählt, um anderen zu schaden. So bewusst läuft das aber bei einem Dreijährigen längst nicht ab. Ein Kind in diesem Alter macht gerade die Erfahrung, dass Worte die Wirklichkeit beschreiben, aber auch verändern können. In diesem Alter erproben die Kinder verschiedene Versionen der Wirklichkeit - vor allem natürlich so, dass sie gut dabei wegkommen. Wenn ein Dreikäsehoch etwas ausgefressen und Angst vor Schelte hat, wählt er eine etwas andere Version der Wahrheit, um dem zu entgehen. Dies geschieht aber nur halbbewusst. Eine objektive Wirklichkeitswahrnehmung besitzen Kinder in diesem Alter nämlich noch gar nicht. Nicht einmal drei Erwachsene, die (z.B. bei einem Streit) dasselbe erlebt haben, berichten hinterher auch dasselbe - geschweige denn Kinder, huh? Schwindeln ist in diesem Alter normal und unvermeidlich, und Schimpfen hilft hier nix. Man darf keine Erwachsenen-Maßstäbe auf Kleinkinder anwenden. Bei meinen Kindern reagiere ich bei so etwas möglichst gelassen, gebe aber auch zu verstehen, dass ich weiß, dass das nicht so ganz die Wahrheit ist... Kinder lernen mit der Zeit ganz von selbst, dass Schwindeln nicht richtig ist. Bei uns hat das so funktioniert: Meine Kinder wissen, dass ich niemals schimpfe, wenn sie mir die Wahrheit sagen. Auch nicht, wenn sie etwas ausgefressen haben. Etwas zuzugeben ist nämlich sehr schwer und wird von mir immer belohnt. Wenn sie schwindeln, sage ich "Ich glaube aber, dass es eher so und so war, was meinst Du?". So baut man goldene Brücken zur Ehrlichkeit. Bleib' gelassen, es wird noch mehrere Jahre dauern, bis Dein Kleiner die Wirklichkeit so wahrnimmt und wiedergibt, wie Du sie als objektiv einschätzt. Und das auch nur, wenn Du nicht Druck und Angst bei ihm verursachst. Kleine Kinder sind in ihrer Wahrnehmung durch und durch subjektiv - sie haben noch gar nicht die Idee, dass es so etwas wie eine objektiv wahre Wiedergabe überhaupt gibt. Das kommt erst nach und nach. Grüßle, Mimi


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Hallo Auch wir kennen diesen Satz ich weiss nicht. Wenn meine tochter (4,8) etwas angestellt hatt und man fragt sie danach antwortet sie auch immer ich weiss nicht. be ihr kommt dazu das ihr wortschatz gering ist und sie einfach nicht die Wörter hatt um auszudrücken warum sie auf solche dummheiten kamm. Bestes beispiel: Sie hatt einen dieser (wie ich vorher fand) tolle lego-Adventskalender extra so einen für mädchen. Dort sind hauptsächlich klitzersteine und Accesiors (oh je) für das Schloss drin. Eines Tages steckte sie sich einen dieser kleinen diamanten in die Nase. Warum sie sowas getan hatt "weiss ich nicht" wie sie auf diese idee kamm "weiss ich nicht" ;) Wie du siehst vieleicht auch wenn dein sohn sprachlich weit ist vieleicht kennt er die Wörter einfach nicht um das auszudrücken was er grad gefühlt hatt oder den grund seines benehmen zu erklären. Vieleicht hilft es ihm wenn du ihn fragst ob er sich geärgert hatt oder ob er sich heute nicht so danch fühlt die schuhe zuzumachen :) wir haben ja auch nicht immer lust zum kochen. lg Ps: Sorry wieder sooo lang --------------------------------------- Jassyspage: http://www.baby-o-meter.de/babypage.php?id=jassy2003 Folhmarktpage: picasaweb.google.de/stubenzicke