Elternforum Rund ums Baby

Wie lange vollstillen?

Wie lange vollstillen?

jenny.96

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Hallo Ihr Lieben, Meine Frage steht ja bereits im Betreff. Da ich im Bekanntenkreis und von Kinderärztin verschiedene Meinungen eingeholt habe, bin ich mir nicht sicher, wie lange man vollstillen „darf“. Meine Tochter reagiert allergisch, wenn ich Milch oder Weizen zu mir nehme und wird vollgestillt. Sie bekommt dann Ekzeme. Meine Kinderärztin drängt mich bei jeder U-Untersuchung dazu, mit Beikost zu beginnen, aufgrund der vielen Unverträglichkeiten bin ich mir jedoch nicht schlüssig und würde es gern so lang wie möglich hinaus zögern. Was sind eure Erfahrungen? Liebe Grüße


Berlin!

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Wie alt ist Dein Kind?


jenny.96

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Geboren am 15.09.21


Linn95

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Wie meine Tochter unser KiA sagt, dass wir noch warten können bzw sollen. Ich stille auch noch voll:) wahrscheinlich fangen wir auch erst in einem Monat mit Beikost an


SuitcaseOfMemories

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Generell wird empfohlen, 6 Monate vollzustillen und dann langsam Beikost einzuführen (erst wenn eine Mahlzeit durch Brei ersetzt wird, kommt die nächste dazu, meist dauert es pro Mahlzeit ca 1 Monat). Ich hab aber selbst erlebt und schon häufiger gehört, dass ca 9 Monate oder sogar länger voll gestillt wurde, weil das Kind einfach nur homöopathische Mengen an Brei zu sich genommen hat. Als Allergieprophylaxe wird grundsätzlich aber empfohlen, alles (außer Kuhmilch, da scheiden sich die Geister) möglichst früh einzuführen, weil die Kinder es dann meist besser vertragen als wenn spät gestartet wird. Bei Gluten wird häufig empfohlen, ganz langsam anzufangen und die Menge an Gluten nur nach und nach zu steigern. Das mal so allgemein. Letztendlich wirst du aber nicht drumherum kommen, Beikost einzuführen und der Zeitpunkt macht dann doch keinen Unterschied? Taste dich bei den vermutlich schwierigen Lebensmitteln ganz langsam heran. Oder gibt es evtl die Möglichkeit, eine Unverträglichkeit/Allergie schon jetzt untersuchen zu lassen?


dhana

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Hallo, du schreibst nicht wie alt dein Kind ist - und es wird irgendwann mehr Nährstoffe als Muttermilch brauchen. Deswegen wirst du dich irgendwann mit der Beikosteinführung auseinandersetzen müssen. Es gibt da durchaus Möglichkeiten sehr allergenarm an Beikost heran zu gehen - Reis ist z.B. ein Getreide, auf das so gut wie niemand allergisch reagiert. Genauso gibt es Gemüse/Obstsorten die sehr allergenarm sind. Wenn du dir Sorgen machst - viele Krankenkassen haben eine Ernährungsberatung die da wirklich sehr hilfreich sein kann. Ansonsten - ich habe ein Kind das sehr lange keine Beikost vertragen hat - er hatte ein sehr unreifes Darmsystem und hat auf jeden Beikostversuch mit extremen Bauchschmerzen reagiert. Ich hab im Endeffekt über den ersten Geburtstag hinweg voll gestillt - allerdings unter med. Überwachung - sprich die Eisenwerte vom Kind wurden regelmässig kontrolliert. Aber es es war dann kein Problem. Nach dem ersten Geburtstag hat er dann irgendwann Reisflocken mit Mumi angerührt ganz gut vertragen, dann kam noch Birne dazu... und dann wurde es langsam mehr. Aber das ging wirklich nur mit der regemässigen Kontrolle der Blutwerte. Gruß Dhana


Lilly1

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Lass dich nicht vom Kinderarzt verrückt machen, die empfehlen meistens die Beikost nach Schema F und eher sehr früh. Ich würde mich auch an die empfohlenen 6 Monate vollstillen halten und dann probieren was geht. Mein Sohn hat trotz vielfältigem Angebot ab 6 Monaten erst ab 14 Monaten irgendwas nennenswertes gegessen, und auch dann erstmal nur eine sehr geringe Auswahl. Es gab keinerlei Mangelerscheinungen (Blutwerte waren wunderbar).


mausebär2011

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Das geht theoretisch ziemlich lange. Beikost ist im ersten Jahr theoretisch überflüssig. Das heißt dementsprechend das ein Kind bis zum ersten Geburtstag vollgestillt werden kann. Und sicherlich geht das auch noch um einiges länger. Kommt ja auch ein bisschen aufs Kind an. Manchen würde es vielleicht nicht reichen. Aber ich kenne auch 1½jährige die Beikost komplett verweigern und noch voll gestillt werden. Also.... mach es einfach so wie es für euch beide am besten passt!


Schneeglöcken

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Mindestens 6 Monate voll stillen würde ich persönlich auf jeden Fall. Bei meinen eigenen Kindern habe ich BLW praktiziert und dabei auf die Beikost-Reifezeichen geachtet : - Kind kann selbstständig frei sitzen - Zungenstreckreflex ist verschwunden - Kind hat Interesse an fester Nahrung - die ersten Zähnchen sind bereits da - Baby kann seine Nahrung selbstständig greifen und zum Mund führen Die Kinder haben sich so in ihrem Tempo an die Beikost herangetastet. Das waren Anfangs eben die oft beschriebenen homöopathischen Mengen. Im Endeffekt haben wir locker 8-10 Monate vollgestillt und weit ins 2. Lebensjahr hinein noch überwiegend gestillt. Lass dich da von deiner Kinderärztin nicht stressen!


Pino

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Früher hat man gesagt, dass man 6 Monate voll stillen und mögliche Allergene meiden soll. Inzwischen ist die Empfehlung, 4 Monate voll zu stillen und dann eher zeitiger auch Gluten etc. zu füttern, weil das eher zu weniger Unverträglichkeiten führt. Ich hab aber mal gelesen, dass die Empfehlung daher kommt, dass viele Frauen mit 6 Monaten abstillen und Glutenunverträglichkeit seltener entsteht, wenn das Kind noch gestillt wird, wenn es damit in Kontakt kommt. Meine Kinderärztin hatte auch empfohlen, mit 4 Monaten zu starten, weil mein Sohn schon so interessiert am Essen war. Sie empfahl aber, da mein Hb gut ist und auch in der Schwangerschaft gut war, die ersten zwei Monate nur Gemüse (Möhre, Pastinake, Kürbis, Süßkartoffel, Kartoffel) und Obst (Apfel, Birne, Banane) zu geben. Dabei sollte es vor allem ums kennenlernen vom Essen gehen - rummatschen und mit dem Löffel spielen ausdrücklich erwünscht. :-) Wir haben dann einmal pro Woche ein bisschen püriertes Gemüse angeboten, mit dem er vor allem gespielt hat. Mit 5 Monaten fing es an, dass er auch ein bisschen davon gegessen hat. Beikost kann man auch ganz vorsichtig, ohne Druck und mit Freude angehen. :-)


Sandra88

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Mein Kleiner (jetzt 11 Monate alt) hat die ersten vier Monate mit Verdauungsproblemen zu kämpfen gehabt. Neben Blähungen hatte er auch Verstopfung. Uns wurde auch vom Kinderarzt geraten möglichst früh mit der Beikost zubeginnen. Und ich hatte echt Angst, weil man ja eigentlich immer hört, dass die Einführung der Beikost zu Verstopfung führen kann. Wir haben es dannausprobiert und es hat super geholfen. Auch schon bei den ganz kleinen Startmengen. Also ca. drei Löffel Gemüse am Tag. Eure Situation ist natürlich eine andere, aber ich würde dem Kinderarzt vertrauen und es ausprobieren. Zumal am Anfang die Mengen so gering sind, dass da Kind ja erstmal ganz normal weiter stillt. Und dann kannst du, wenn du es möchtest, ja dein Kind entscheiden lassen wie viel Muttermilch es noch trinkt und wie lange. Die Einführung der Beikost hat absolut nichts mit Abstillen zu tun. Und die beste Allergieprevention hat man wohl, wenn man ein breites Spektrum an Beikost frühzeitig unter dem Schutz der Muttermilch anbietet. Ich drücke euch die Daumen.


SybilleN

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Ich würde so lange vollstillen,wie ihr beide es wollt. Ihr könnt ja auch vorsichtig mal probieren lassen - nicht dass etwas in der Beikost noch stärkere Reaktionen hervorruft. Kinder sind da extrem unterschiedlich und Unverträglichkeiten können sich auch verwachsen. Meine drei jüngeren Kinder haben auch auf unterschiedliche Dinge in der Muttermilch reagiert (v.a. Kuhmilch, Weizen und Banane) bei den beiden jüngeren Kindern hat es vor dem Wechsel zum Zufüttern aufgehört. Ich hab sie zwischen 4 und 9 Monaten vollgestillt. Wobei die 9 Monate nicht von mir ausgingen!!! Die Älteste hat mit 3 Monaten nach allem gegiert, was es für uns Erwachsene auf dem Tisch gab.


Tiffy_78

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Die WHO empfiehlt, 6 Monate voll zu stillen und insgesamt mindestens zwei Jahre lang zu stillen. Aus meiner Erfahrung beschäftigen sich kaum Kinderärzte mit der Thematik.


SarahV

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Hallo, unser Sohn hat lange kein Interesse an Beikost gezeigt und wurde somit 10 Monaten voll gestillt. Nach 11 Monaten hat er sich dann selbst abgestillt und quasi normal mitgegessen. Die Gemüsebrei und Milchfläschchenphase haben wir komplett ausgelassen.