LouLou2020
Hallo an alle Mamis und Papis. Bitte keine Verurteilungen und Vorwürfe zu meinem Anliegen. Unsere Tochter ist 15 Monate alt und kann nur im Beisein von uns schlafen. Egal um welchen Schlaf es sich handelt, einer von uns muss bei ihr bleiben . Ich weiß , wir sind selber schuld. Ich weiß, wir hätten es von Anfang an anders machen sollen , aber nun ist es so und ich hätte gerne ein paar Tipps , wie ich diese Situation schonend und liebevoll ändern könnte. Zum Einschlafen wird sie noch gestillt, kann aber definitiv auch ohne stillen einschlafen. Wir schlafen schon immer gemeinsam im Familienbett und im Prinzip stehen wir zu 100% dahinter. Aber leider haben wir aus Bequemlichkeit den Zeitpunkt verpasst, ihr beizubringen, dass sie auch alleine im Bett schlafen kann, bis wir dann dazukommen. Seit drei Monaten geht sie in die Kita und mittlerweile klappt das Schlafen dort sehr gut. Kein Stillen, keine Mama, kein Papa . Das hätten wir gerne auch zu Hause umgesetzt, zumindest zum Mittagsschlaf und zum Abend, bis wir später dazukommen. Das Stillen ist nicht das Problem. Hat vielleicht jemand einen hilfreichen Tipp , wie ich das Ganze angehen könnte? Vielen Dank und einen schönen Abend noch
Hallo, mein Tipp: Sei geduldig. Beibringen kannst Du eh nichts, was Schlaf angeht, nur daran gewöhnen. Ohne Tränen und Weinen wird es nicht gehen, von daher weiß ich nicht, ob das Deiner Vorstellung von "schonend und liebevoll" entspricht. Aber das ist normal, Deine Tochter muss sich schließlich von einem gewohnten Ritual verabschieden. Du musst ganz klar sein, dass Du etwas ändern willst, und das dann auch strikt durchziehen, ohne Kompromiss, sonst weiß Deine Tochter ja nicht mehr, wo sie dran ist. Als erstes würde ich stillen und einschlafen trennen. Wenn dieser Schritt gemeistert ist, legst Du sie in ihr Bett und sitzt nur noch daneben. Wenn sie sich daran gewöhnt hat, steigerst Du Stück für Stück Deine Entfernung zum Bett, bis Du rausgehen kannst. Rechne eher mit Wochen als mit Tagen. Und lass den Papa das übernehmen. Aus Erfahrung kann ich Dir sagen: Bei ihren Vätern fällt Kindern das leichter. Und was heißt denn "verurteilt mich nicht, wir haben alles falsch gemacht"? Jede Familie mache es so, wie es für sie passt, bis es eben nicht mehr passt und geändert werden muss. Viele Grüße
Also bei uns ging/geht es ohne Weinen und Tränen! Dauert natürlich seine Zeit aber es funktioniert. Die Ausgangssituation mit meinen Zwillingen (jetzt fast 7 Monate alt) war sehr ähnlich. Nachdem wir sie während der Elternzeit von meinem Freund in den Schlaf getragen haben, mussten sie sich daran gewöhnen, dass sie im Bett liegend einschlafen können, weil mein Freund abends arbeiten ist. Da gab es zugegebenermaßen Tränen. An drei Abenden haben sie sich in den Schlaf gebrüllt, während ich sie liegend fest im Arm gehalten habe und leise geredet/gesungen habe. War natürlich nicht schön aber eine andere, vernünftige, Möglichkeit gab es nicht. Wer jeden Abend mit Kinderwagen, Auto fahren oder sowas anfängt ist mMn selbst Schuld. Und begleitetes Weinen hat für mich nichts mit schreien lassen zu tun. Nach 3 Tagen jedenfalls war der Spuk vorbei und sie schliefen friedlich in meinem Arm ein. Zwei Monate klappte es prima, dass ich danach raus gehen und höchstens 1-2x hoch musste bis ich auch ins Bett (ebenfalls Familienbett) kam. Und dann fing es an, dass ich kaum mehr aus dem Bett kam, schon waren sie wieder wach. Ich habe dann unsere Routine geändert, sodass wir vor dem Einschlafen ausgiebig Kuscheln und Bücher anschauen. Zum Einschlafen habe ich mich dann zwischen sie gesetzt und nur noch gesungen, gestreichelt und Händchen gehalten. Da gab es am ersten Abend ca 2 Minuten ein bisschen Irritation, das wars. Seit dem entkopple ich das Einschlafen immer weiter von mir. Und zwar in gaaanz kleinen Schritten. Also immer kürzer singen, immer weniger Streicheln und immer kürzer Händchen halten. Wir sind nun so weit, dass ich nur noch still daneben sitze und im schlimmsten Fall 1x über den Kopf streicheln oder die Hand berühren muss. Von Licht aus bis Einschlafen dauert es meist keine 5 Minuten und die Abende habe ich wieder für mich, ab und zu mal Schnuller wieder rein stecken müssen zähle ich jetzt nicht mit. Dieser Prozess hat jetzt ca 5 Wochen gedauert, glaube ich. Ich achte immer drauf, dass ich den optimalen Zeitpunkt zum ins Bett bringen erwische, dass macht alles viel leichter. Und nicht bei jedem Geräusch sofort reagieren. Einer meiner Jungs macht zB einen riesen Krach beim einschlafen, egal wie und wo er einschläft. Das braucht er im runterzufahren. Kann natürlich sein, dass meine beiden da eher unkompliziert waren. Aber ich finde auch nicht, dass es schlimm ist, wenn ein Kind mal etwas weint, wenn sich die Routine ändert und es sich umgewöhnen muss. Entscheidend ist, dass man es auf keinen Fall alleine lässt und seine Emotionen begleitet und dem Kind deutlich zeigt, dass man da ist.
Hallo und Danke für die Antwort. Ich habe es erst heute geschafft zu antworten
bin gerade alleine mit der Kleinen und muss Arbeit und Kind alleine stemmen. Puh
Genau , Stück für Stück. Anders wird’s nicht werden. Nur bin ich oft so faul und bequem und bleibe einfach mit ihr liegen. So kann sie es natürlich nicht lernen
Hallo. Danke auch dir für deine Antwort.
Das klingt auf jeden Fall sehr gut und entspannt. Ich werde mir eure Tipps zu Herzen nehmen
Liebe Grüße
Also dir geht es nicht um die Einschlafbegleitung, sondern, dass man sie, wenn sie eingeschlafen ist, nicht alleine lassen kann, habe ich das richtig verstanden? Wacht sie da sofort wieder auf, wenn ihr das Zimmer verlassen wollt?
Hallo. Ja genau .
Ich möchte einfach irgendwann mal aufstehen können und vielleicht noch einen Film schauen oder in die Badewanne gehen. Es ist aber nahezu unmöglich, da sie es sehr schnell merkt, wenn ich mich vorsichtig wegschleichen möchte. Ich habe es nach fünf Minuten probiert, aber auch mal erst nach 30 Minuten. Immer das gleiche Spiel
Liebe Grüße
Ich habe meine Kinder beide 3 Jahre in den Schlaf begleitet. Und es war teilweise sehr anstrengend, da sie Meister im Wachhalten trotz Müdigkeit waren. Bei uns kam bei beiden Kindern jedoch der Moment, wo ich gemerkt habe, jetzt schaffen sie es allein. Und es hat dann von einem Tag auf den anderen geklappt, dass sie alleine schlafen gingen. Sie waren alt genug um zu verstehen, dass ich auch da bin, wenn ich nicht daneben liege und sie konnten sich gut mitteilen, wenn sie noch was gebraucht haben. Ich war froh, so lange durchgehalten zu haben, denn so haben sie gelernt, dass ich immer da bin, wenn sie mich brauchen und es gab ab diesem Zeitpunkt kein einziges Problem mehr beim Schlafen gehen. Meine Kinder haben diese Zeit gebraucht, mit 15 Monaten hätte es bei uns noch nicht geklappt. Du kannst es natürlich versuchen, aber alleine schreien lassen würde ich ein Kind nie und auf Biegen und Brechen durchziehen würde ich es auch nicht. Sie brauchen einfach die Rückversicherung, dass sie nicht allein gelassen werden. Und du hast absolut nichts falsch gemacht, dass du diesem Bedürfnis nachgekommen bist. Jetzt musst du auf den richtigen Zeitpunkt warten und dann wird das Alleine schlafen gehen ganz bestimmt klappen. Alles Gute!
Ach so, ich habs auch falsch verstanden, glaub ich... Vielleicht hilft es, wenn du eine Wärmeflasche ins Bett legst und ein getragenes Shirt von dir. Oder es hilft, wenn du eine halbe Stunde wartest und dann erst rausgehst. Mein Kleiner wurde eine Zeitlang auch immer eine halbe Stunde bis Stunde nach dem Einschlafen wieder wach. Oft hat es gereicht, wenn ich dann noch mal kurz bei ihm geblieben bin und manchmal konnte ich auch nicht mehr rausgehen. Aber bei uns war das nur eine kurze Phase über ein paar Wochen. Alles Liebe!
Hallo und Danke für deine Antwort. Aber konntest du dich drei Jahre lang nicht wegschleichen und warst die ganze Zeit bei deinen Kindern ? Oder konntest du nach El er gewissen Zeit das Zimmer verlassen? Liebe Grüße
Hallo LouLou, ich weiß, dass Dir das Deine Frage gerade nicht beantwortet, aber mir kam spontan der Gedanke, dass Deine Tochter wohl auch so gut im Kindergarten schlafen kann, weil sie bei Euch Sicherheit gelernt hat. Wenn sie dort jetzt erst drei Monate ist, dann würde ich mit solchen häuslichen Veränderungen noch ein bisschen warten, denn das, was sie dort durch die Veränderung ihres Lebens erlebt, muss sie ja auch verarbeiten. Da hilft ihr die gleichbleibende Versicherung bei Euch sicher. Der Tipp, etwas Wärmendes oder ein Kissen in eine Bettdecke gerollt neben sie zu drapieren, wenn Ihr Euch leise entfernt, wenn sie tief schläft, wäre vielleicht einen Versuch wert. Also Einschlafbegleitung und zugleich im Schlaf das Gefühl, da ist noch wer Warmes. Ich selbst habe solche Veränderungen immer auch vorher angekündigt, also mein Kind wusste, dass ich irgendwann aufstehe und was anderes mache, aber immer da bin, sobald sie sich meldete. Sie war da auch immer sehr sensibel und lange ziemlich feinfühlig, ob jemand da ist. Ich bin immer wieder hingegangen und habe mich wieder daneben gelegt, wenn sie sich meldete. Alles Andere hätte keinen Schlaf bedeutet. Aber wie gesagt, ich wäre da noch etwas geduldig. Sie macht das super im Kiga. Darf dann vielleicht noch weiter zu Hause kleiner sein? VG Sileick
Hallo und Danke für deine Antwort
Ja, ich weiß, ich denke auch, dass sich zu Hause gerade nichts verändern sollte. Aber prinzipiell wäre es toll. Wenigstens zum Sommer hin. Bin ja heilfroh, dass es in der Kita so gut klappt .
Danke dir
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