lucky_me
Hallo, Wie bringt man einen Menschen dazu, sich Hilfe zu holen, wenn er es ganz offensichtlich nicht alleine (und auch nicht mit Hilfe der Familie, Freunde) schafft, den Verlust des Partners zu verarbeiten? Der Vater meiner besten Freundin ist vor mittlerweile 9 Jahren ganz plötzlich mit 49 Jahren verstorben. Er ist morgens nicht mehr aufgewacht und die Mutter meiner Freundin hat ihn tot im Bett gefunden. Die Mutter ist nicht über diesen Verlust hinweg gekommen und meine Freundin weiß mittlerweile nicht mehr, was sie machen soll, um ihrer Mutter zu helfen. Diese wohnt alleine im großen Haus, lässt das Haus verwahrlosen. Sie hat bis jetzt noch nichts von ihrem verstorben Mann weggeräumt. Die Schuhe stehen noch im Flur, die Jacke hängt an der Garderobe, das Portemonnaie liegt auf der Fensterbank, das Schlafzimmer ist unangetastet seit der Mann gestorben ist, etc. Im Bad stehen noch alle Sachen von ihm. Seitdem er tot ist, wird alles gehortet und nichts weggeworfen. Es ist nicht vermüllt aber komplett vollgestopft mit Kram. Einige Zimmer sind kaum noch begehbar. Es wirkt wie ein Kaufzwang. Ständig wird neues angeschafft und gebunkert. Um den Garten kümmert meine Freundin sich, sie wohnt im Nebenhaus. Im Haus darf sie nichts anfassen oder aufräumen. Hat es ihrer Mutter schon oft angeboten. Sie verzweifelt aber mittlerweile auch und weiß nicht mehr weiter. Ich habe auch keinen Tipp. Die Mutter sieht ihre Probleme nicht. Könnt ihr etwas raten? LG Lucky_me
So schwer es fällt, aber solange sie nicht selber einen Leidensdruck verspürt und etwas ändern möchte, könnt ihr nichts daran ändern. Dass sie nichts wegräumt etc, ist nur die Spitze des Eisbergs. Da ist die Tochter zu nah dran als dass sie die richtige Person dazu wäre, das anzustoßen. Was sie tun könnte: Immer wieder Hilfe anbieten in Form von Hilfesuche. Fragen, wie es ihr geht, mögliche Ängste vor einer Therapie (oder vielleicht erstmal Selbsthilfegruppe?) Zu nehmen. Aber ohne Druck. Und im Zweifel akzeptieren, dass sie nichts ändern will.
Warum stört es sie jetzt? Sie hat ja nun nein Jahre die Art der Mutter, damit umzugehen, akzeptiert.
Selten einen so dummen und ignoranten Beitrag gelesen! Schonmal daran gedacht, dass sie vielleicht neun Jahre lang versucht hat, ihrer Mutter zu helfen und nun einfach nicht mehr weiter weiß.
Ich finde die Frage durchaus interessant. Hat die Tochter bisher versucht, etwas zu ändern? Hat die Mutter selber vielleicht versucht, da raus zu finden? Hat die Tochter erst jetzt das Gefühl, das irgendwas nicht stimmt?
Hallo! Ich finde diese Frage ganz wichtig. Denn die Tochter lebt ja auch schon so lange damit. Sie ist Teil des Systems. Warum sie jetzt das nicht mehr ertragen kann, falls es so ist, gibt ja Aufschluss auf eine mögliche Veränderung im System. Die Freundin sollte SICH selbst Hilfe suchen. Das wäre der erste Schritt. VG Sileick
Es mag zwar Leute geben, die gerne helfen würden. Solange die Gegenseite sich aber nicht helfen lassen will, wird das nichts. So furchtbar das auch anzusehen ist.
Ich kenne das Problem. meine Mutter hat auf den frühen Tod meines Vaters ähnlich reagiert und war sehr sehr lange ziemlich beratungsresistent. Wir ( Schwester und ich), haben uns eine Zeit nicht richtig eingestanden, was da läuft. Weil wir selbst getrauert haben und auch etwas hilflos waren als zeugen und eben mit im System). Da die Mutter grundsätzlich selbst verwahrlosen darf- hilft nur immer wieder reden. Und vor alem für deine Freundin- sich selbst Hilfe holen. Als Teil des Familiensystems kann es enorm hilfreich sein, sich dazu therapeutische Unterstützung zu erlauben.
Man kann drn sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt/Kreises informieren. Die machen sich rin Bild vor Ort. Aber dennoch jeder hat das Recht zu verwahrlosen.
Deine Freundin sollte der Mutter Hilfe anbieten. Außerdem könnte sie schauen, was sie tun kann, damit ihre Mutter mehr Lebensfreude hat, vielleicht Ausflüge machen, damit die Mutter etwas anderes sieht, leichter über den Verlust hinwegkommen und wieder am Leben teilnehmen kann. Die Mutter muss soweit sein, dass sie selbst Sachen wegräumen oder weggeben kann. Deine Freundin sollte da gar nichts machen. Es ist nicht ihr Haus!
Meine Freundin hat jahrelang versucht, der Mutter zu helfen. Es machte auch immer den Anschein, als ob es besser werden würde aber dann kam wieder ein Rückschritt. Mittlerweile macht die Mutter komplett "dicht" und es wird immer schlimmer.
Irgendwann ist es auch wichtiig an sich selbst zu denken. Die Mutter ein Leben lang retten zu wollen ist eine größere Last, als sie tragbar ist. Das hört sich auch nicht mehr gesund an ( das verhalten der Mutter) und belastet deine Freundin sicher sehr. Ich denke, vor allem die Freundin braucht erstmal Hilfe.
Das tut mir sehr Leid zu hören. Ich studiere Psychologie und sie wird das sicherlich nicht alleine in den Griff bekommen. Da kann ihr nur eine gute Therapie helfen. Es ist leider schwer, die Mutter dazu zu bringen, wenn sie selbst über keine Krankheitseunsicht verfügt, wäre aber wohl die einzige Möglichkeit.
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