Lennina
Hallo, Ich habe zwei Bewerbungen offen, bei beiden wurde ich eingeladen, bei einem Termin war ich bereits. Vor einigen Jahren hatte ich einen tollen Job, dem ich seit der Kündigung täglich hinterher trauere. Nun habe ich eventuell die Chance, dort noch einmal zu arbeiten und ich selig vor Glück, ABER die Bedingungen sind schlecht. Schicht, Wochenende, Jahresvertrag. Gehalt mittelmäßig bis schlecht, woanders könnte ich deutlich mehr bekommen. Da ich ja auch aus einer Depression gerade komme muss ich abwägen. Kann ich diese Belastung tragen (Schicht) und kann ich es mir erlauben, meinen Traumjob abzusagen oder soll ich es wenigstens nur versuchen? Alleine der Gedanke, wieder dorthin zu gehen, macht mich so glücklich. Bei dem anderen Gespräch war ich noch nicht, aber das sträubt sich jetzt schon alles. Danke
Schwierig... Der Traumjob verklärt sich rückblickend oft. Die Zeiten sind andere, Du hast Dich verändert, Kollegen haben sich verändert und sind evtl. sogar gewechselt... Ich würde an die guten alten Zeiten denken und neu woanders durchstarten
Meine Gedanken dazu: es war nicht alles gut, sonst wärst du nicht gekündigt worden. Es müssen ja einige Jahre vergangen sein. Dort ist innerhalb bestimmt auch viel passiert, Kolleginnen gegangen/neue gekommen. Veränderungen der Bedingungen. Du siehst es mit der rosa roten Brille. Für mich wäre es kein Traumjob, wenn so viele Faktoren eigentlich dagegen sprechen. Schicht, Gehalt (eigentlich müsste es mit Schicht ja besser sein). Dazu kommt deine und deine familiäre Situation dazu. Gerade bei einer Depression ist regelmäßiger Schlaf wichtig. Nimmst du noch Medikamente? Die müssen auch regelmäßig eingenommen werden….
Ich nehme keine Medikamente, ich wurde in der Klinik ohne behandelt. Ich habe sie nicht vertragen
Das kann dir so niemand beantworten. Manchmal kann man schlechte Bedingungen vorübergehend akzeptieren, weil es einem langfristig bessere Möglichkeiten eröffnet. Es hängt von deiner gesamten Lebenssituation ab. Ich habe früher auch unter maximalem Stress gearbeitet mit Diensten nachts, feiertags, und am Wochenende. Jetzt mit einem kleinen Kind würde ich das nie mehr tun!! Grundsätzlich ist der Markt gerade ziemlich arbeitnehmerfreundlich. Firmen haben große Probleme, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Versuche, bessere Bedingungen für dich herauszuhandeln. Wenn sie dir in keinem Bereich entgegenkommen - sag ab!
Aufgewärmter Kaffee mag dem ein oder anderen schmecken, meistens ist es aber einfach nur igitt. Ich würde den Job nehmen wo ich die meisten Vorteile sehen und wo es am ehesten passt. Wo ich langfristig die besseren Perspektiven sehe.
Hey Ho, darf ich Mal fragen, was daran ein Traumjob war/ist, wenn so viele wichtige Faktoren eigentlich sehr schlecht sind? Klar, das Team und dass man sich wohl fühlt spielt eine große Rolle. Aber für einen Traumjob müsste für mich auch das Gehalt und die Arbeitszeiten passen. Für mich persönlich klingt das überhaupt nicht traumhaft, daher die Frage :) Ansonsten stimme ich den anderen zu: aufgewärmt schmeckt nur Gulasch und es ist so viel Zeit vergangen, dass es keine Garantie gibt, dass es so wird wie früher. Auch Schichtarbeit mit Kindern würde für mich nicht in Frage kommen. Alles Liebe
PN..
Ja für dich Ich liebte zb. meine Nachtschicht. Die ging von 22 - 6 Uhr morgens. Früh nach Hause gekommen, den Jüngsten in den Kiga gebracht und gewartet bis die Großen zur Schule gingen, dann ab ins Bett. Geschlafen bis 13 Uhr und den Kleinen wieder abgeholt. Nachts war Papa zuhause! Ich fand das toll, weil der Kleine dann nicht den ganzen Tag bis 16 oder 17 Uhr im Kiga bleiben mußte und ich Nachmittag Zeit für alle Kinder hatte. Der Verdienst war auch toll, dank Nachtzuschlag. Hätte die Fa nicht geschlossen, weil beide Chefs in Rente gingen, ich glaub ich hätte das noch sehr lange gemacht. Man sieht ja gerade, ich bin eh ein Nachtmensch
Ist schwierig zu sagen. Ich leide auch an Depressionen und muss ehrlich sagen das ich es mir nicht aktuell zu trauen würde mit Haushalt und Kind in Schicht zu arbeiten. Eine Ja, aber in drei definitiv nicht. Ich selbst spiele mit dem Gedanken aufgrund das man sich 1. Nicht einig wird ( nach der Elternzeit zwecks Schichten mangels ausreichender Betreuung und Kontischicht des Mannes) und 2. Veränderung des Personals und Leitung, zu gehen. Denn ich traue mir aktuell nur 450€ Jobs zu. Ich selbst möchte erst meine Psyche in den Griff bekommen um auch 150% bei der Arbeit erbringen zu können. Was mir schwer fällt aufgrund guter Bezahlung, aber seit der ganzen Elternzeit spiele ich mit dem Gedanken. Und zum alten Arbeitsplatz nach Jahren zurück zu kehren obwohl man selbst gekündigt hat finde ich bedenklich. Kollegen, Ablauf etc. kann sich alles arg geändert haben. Ob du dann glücklich dort wirst bedenke ich eventuell. Wenn sich nichts geändert hat und du dir sicher bist das du das packst dann mach das.
Hallo, wenn du erwartest, das alles wieder so wird, wie es vor Jahren bei einem Traumjob war, wirst du mit Sicherheit enttäuscht werden. Es wird nie wieder so! Der tolle Job von damals ist weg, die Kollegen sind andere, in der Firma wird sich einiges verändert haben... Wenn du jetzt schon sagst, die Bedingungen sind schlecht überleg dir das wirklich. Gehst du da mit falschen Erwartungen ran? Es spricht sicher auch einiges dafür, bei einem schon bekanntem Arbeitgeber zu arbeiten - aber bitte nicht mit rosa Brille. Lass dir das mal realistisch durch den Kopf gehen und vielleicht hast du ja noch Kontakte zu Arbeitskollegen von damals die du mal fragen kannst wie es heute läuft? Gruß Dhana
Ich hab dir eine PN geschrieben ;-) Alles Liebe!
Warum sträubt sich bei dem Gedanken an das andere Gespräch schon alles? Ist es vielleicht eher die Angst vor etwas Neuem/Fremden im Gegensatz zu dem alten bekannten Job? Da ist es vielleicht im ersten Moment bequemer, dahin zu tendieren, aber wie schon geschrieben, die Kollegen und das Umfeld haben sich bestimmt verändert, wenn dazu noch ungünstige Arbeitszeiten und eher geringes Gehalt kommt, würde ich doch lieber nach etwas anderem schauen
Kurz und knapp: Nein, würde ich nicht machen Erklärung: Der Verdienst würde mir nicht passen. Es wird alles teuerer. wir haben gestern erst wieder einen Brief der Versicherung bekommen, dass die Gebäude- und Hausrat teuerer wird, weil die Baustoffe teuerer wurden und gleichzeitig haben wir auf dem Einkaufszettel auch bemerkt, dass alle Lebensmittel um 10 - 20 ct teuerer wurden. Dann einen Job anzunehmen, wo ich im Vorfeld weiß, der Verdienst wäre nicht angemessen. Da könnten sie mir den roten Teppich ausrollen, NEIN. Schicht wäre mir schnuppe, hatte ich schon.
Die Frage ist halt, was daran traumhaft war. Die Arbeitsbedingungen und das Gehalt ja scheinbar nicht. Die Kollegen? sind die gleichen denn noch dort? das arbeitsfeld? gibt es das eventuell mit besseren Arbeitsbedingungen? Kannst du bei dem Traumjob die Bedingungen evtl verhandeln? nur bestimmte Schichten, mehr Gehalt, nur ein WE pro Monat oder so?
Warum bist du selig vor Glück? Könnte es sein, dass du dir da etwas vormachst? Bei einem Jahresvertrag, schlechter Bezahlung, Schicht und am Wochenende arbeiten. Für mich klingt das alles nicht nach Traumjob. Das was vor einigen Jahren war, kommt nie wieder. Dort wird sich alles verändert haben. Ich würde niemals einen Jahresvertrag nehmen, wenn ich woanders eine Dauereinstellung bekommen kann. Vor allem nicht, wenn dann auch noch eine schlechte Bezahlung dazu kommt.
Wenn es dein Traumjob war, warum hast du dann damals gekündigt? Ich hatte genau so eine Situation übrigens selbst schon mal. Mehr dazu gerne per PN, wenn du magst. Damals hat sich bei Anlauf Nr. 2 einiges geändert. Sowohl intern, als auch dann bei mir privat, dass ich erneut kündigte und inzwischen meine für mich zur momentanen Situation beste Anstellung gefunden habe.
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Noch eine Frage, die ich deinen Überlegungen nicht sehe: Wie würde dein jüngerer Sohn damit zurechtkommen?
Gut. Es gibt ja auch einen Vater zu Hause. Spätschicht wäre vielleicht an 10 Tagen im Monat
WAS ist denn der Grund bzw. die Gründe, dass du diese Arbeitsstelle als “Traumjob” bezeichnest. Rein faktische Dinge, wie Gehalt, Arbeitszeit und Belastung sind es laut deiner Schilderung ja nicht. Was reizt dich also so sehr? Und warum hast du damals gekündigt ( oder wurdest du gekündigt?)? Was hast du denn in deiner Therapie mit den Psychologen bezüglich Arbeit und Arbeitsbelastung besprochen? Bedenke, wenn es ein befristeter Vertrag mit anstrengenden Arbeitszeiten ist, dass deine Depressionen wieder stärker werden können und du im Fall einer längerfristigen Erkrankung sehr schnell wieder raus aus deinem “Traumjob” sein kannst bzw. wirst. Geh in dich und sei ehrlich, ob der “Traumjob”, eben deshalb einer ist, weil du dir etwas erträumst, was nicht (mehr) der Realität entspricht. Fokussierst du dich so auf diesen einen Job, weil du Angst vor dem Unbekannten hast, was die andere, noch ausstehende Arbeitsstelle mit sich bringt? Meinst du wirklich, dass du eine anstrengende Arbeit aushältst? Meinst du das dein psychisch ebenfalls erkrankter Mann deinen jüngeren , psychisch erkrankten Sohn auffangen kann? Das sind viele Fragen, die du und nur du für dich ehrlich beantworten musst. Es ist sinnvoll, dass du das Thema mit deiner Therapeutin besprichst und deine realistische Belastungsgrenze auslotest.
Ich würde "auf jeden Fall" auch zum zweiten Gespräch gehen, dann kannst du nochmal abwägen. Da vergibst du dir doch nix! Vlelleicht klappt es ja auch mit dem... Das weißt du aber nur wenn du auch hingehst!
Ich gucke mir die zweite Stelle auf jeden Fall an!
Ganz ehrlich, das was du geschrieben hast , hört sich für mich nicht so prickelnd an. Ich würde es lassen.
Hast du denn überhaupt schon eine Zusage?
So gut wie
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