ZoeSophia
Huhu!
Ich suche ein Wort!
Schweizerdeutsch heisst es „stürme“
Dieses Wort kann man für x Sachen brauchen, ich suche aber:
„Mini Ching hei wider nume „gstürmt“ —> Meine Kinder haben die ganze Zeit ????
„Hör doch uf stürme!“ —> Hör auf zu ??
(Wenn man die ganze Zeit immer das gleiche will und vom gleichen spricht, so wie Kinder eben immer wieder vom gleichen reden)
Es ist nicht quengeln, da es nicht „weinerlich“ ist.
Es ist auch nicht streiten, da es auch nicht „böse“ ist.
Es ist ein sehr ausdauerndes immer wieder auf das gleiche beharrendes „jammern“ („jammern“ ist es aber auch nicht, weil es nicht wirklich „dramatisch“ ist)
Gibt es auf Hochdeutsch 1 Wort wo genau das beschreibt?
Weitere Bsp. Wo wir das Wort „stürme“ brauchen: „es hets es mega gstürm gäh uf der Arbeit“ —> auf der Arbeit hat es mega Stress/Chaos gegeben
„stürmen“ brauchen wir auch beim Wind/Unwetter, also wie im Hochdeutschen.
Auch „drauf los stürmen“ brauchen wir…
Es gibt immer wieder Wörter auf schweizerdeutsch, die je nach Kontext x oder y bedeuten, manchmal bin ich dann auf der Suche nach dem korrekten Hochdeutsch Wort, aber ich finde es einfach nicht ![]()
He jZoeSophia! Ich kann kein Schweizerdeutsch, aber ich kenne das problem. Manchmal gibt es kein Wort, das 100%ig trifft, manchmal gibt es aber einen anderen Satz, ein idiom , einen idiomatischen Ausdruck also, das andere Sprachen eben mit 1 Wort ausdrücken können. Passiert bei mir immer wieder, wenn jemand fragt, obb das dt. Wort, das sie verwenden, richtig ist und ich dann nach dem Zusammenhang frage --- und dann paßt eben genau das, was im Wörterbuch steht, absolut NICHT. Das fdänische Wort "hygge", das jetzt ja sogar im Duden steht, ist eben nicht nur "gemütlich". sow ie gemütlich etwas anderes als "hygge" ist.. Und das Wort "nærvær", das "Nähe, Zugewandtheit, sich Kümmern" heißen kann, kann ebenso "Aufdringilchkeit, nerven, zu dicht auf die Pelle rücken" und noch sehr viel mehr bedeuten, je nach Zusammenhang. So wie Du das im Zusammenhang erklärst, hätte ich als erstes "nerven" gesagt: "Hör auf zu nerven". Aber vermutlich ist auch das nur die halbe Miete. Ich bin gespannt, ob Du etwas findest - und lese weiter mit. Gruß Ursel, DK
Streiten????
Upps...ignorieren bitte
Huhu, so wie du es beschreibst, klingt es für mich nach "beharrlich, hartnäckig, unermüdlich, verbissen" oder wenn es im Sinne von Streiten gemeint ist, dann eventl. etwas abgeschwächter, wie "zanken"? LG
Ok in deinen Bespielsatz passt meine erste Vermutung nicht. Ich kenne noch das Wort "kabbeln". Meine Kinder haben sich den ganzen Tag gekabbelt (also liebevoll gezankt).
Mir fällt jetzt nur „nörgeln“ ein, das würde aber nicht auf das Beispiel mit der Arbeit passen. Ich finde Schweizerdeutsch faszinierend!
jammern? Du bisch jetzt en stürmisockä. Nörgeln
Deine Kombination „stürmisocke“ würde ich tatsächlich als jammern bezeichnen, aber nur wegen dem Zusatz „Socke“… aber nume stürme isch ebe nid jammere ![]()
Quasseln?
eisern . hartnäckig , passt besser
Stressen, anstrengen, strapazieren, ( heraus) fordern... kA
Hallo, hihi - ich weiß es, ich weiß es! Und zwar, obwohl ich ja Deutsche bin - ich weiß es trotzdem und zwar deswegen: Weil ich mal - allerdings schon vor ÄONEN - mal bei Euch in der CH eine Saison; sprich; ein halbes Jahr (so lange halt eine Saison geht und dauert) gearbeitet habe: Ich würde es also mit drängen, drängeln, nerven oder auch quengeln ins Hochdeutsche "übersetzen". Du meinst ja "Es ist nicht quengeln, da es nicht „weinerlich“ ist." Aber ich finde, quengeln muss nicht immer unbedingt weinerlich sein. Aber ich würde sagen, drängen, drängeln und nerven trifft es doch am ehesten. Wie weiter oben bereits geschrieben, habe ich das, als ich bei Euch war, schon sehr oft gehört. Allerdings - wir hier in D sagen höchstens BEstürmen, aber nicht "stürmen" alleine - dieses Verb benutzen wir nur als das, was es ist - nämlich für einen sehr starken Wind. Aber anstelle von BEstürmen sagen wir tatsächlich viel eher drängen, drängeln und nerven.
Danke für eure Antworten!
Ich fasse zusammen, es gibt fürs „stürmen“ nicht 1 Wort auf Hochdeutsch…
Wobei ich ja finde, kabbeln kommt dem am nächsten…
Warum ich eigentlich frage, ich wollte jemandem auf „nicht schweizerdeutsch“ erklären, das mein Kind den ganzen Tag „gestürmt“ hat…. Erkläre ich das auf schweizerdeutsch, ist natürlich für jeden Schweizer klar, wie das Kind war… aber ich konnte es eben nicht passend erklären, weil ich das Wort nicht gefunden habe… jetzt weiss ich aber, ich muss nicht nach dem Wort suchen, denn es gibt keins ![]()
Bedeutet kabbeln nicht, daß man einen Partner/Gegner hat? Also daß die Kinder das zu zweit machen? Und es ist, wie jemand oben beschrieb, ein liebevoller, nicht ganz ernstgemeinter Streit.
Dann würde ichs so beschreiben, dass stürmen am ehesten, aber eben doch nur fast, kabbeln ist, aber quasi nur das was beim kabbeln 1Partei macht.... Gibt im fall noch weitere solche wörter: "lafere" (da ist plappern die beste Beschreibung) und "liire" (wenn man immer wider das gleiche sagt oder vom gleichen schwafelt, oder wenn man ein bisschen "verwirrt" ist, aber eben doch nicht, wenn man aufgeregt ist und man sich deshalb wiederholt.... Aber ich denke, auch da gibt es nicht 1 Wort...)
Jetzt habe ich einen Ohrwurm von "Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen.."
Ein Lied von dem ich noch nicht mal weiß, woher ich es kenne
Die schweizer Mundart ist toll, ich mag sie so!
Nölen? Das ist so wie nörgeln, aber etwas nerviger und quengeliger und vor allem dauerhaft schlecht gelaunt.
Nope! Stürme ist meist nicht schlecht gelaunt... Ich denke, es gibt kein deutsches wort welches genau exakt stürme beschreibt.... Es ist ein Mix aus vielen Bedeutungen...
Nachklapp noch, da mir noch etwas dazu eingefallen ist (habe ja bereits einige Synonyme genannt): Man kann es auch energisches, unermüdliches und beharrliches Betteln nennen. Oder beharrliches und unermüdliches (Nach)bohren. Wie gesagt, wir Deutschen benutzen dieses Wort zwar nicht so wie Ihr, aber ich habe die Bedeutung durch den Zusammenhang verstanden! Und habe auch während meiner Saisonarbeit damals bei Euch diesbezüglich Sätze gehört, wie "Nun" stürm' " doch nicht andauernd!" Oder "Gut, dann mache(n) wir/ich das halt, damit das" G'stürm' " aufhört/sonst" stürmt" sie/er noch weiter!" Da ist ja die Bedeutung mehr als eindeutig, oder?! Und es gibt ja außerdem auch noch den Stürmer beim Fußball ;-) - aber das ist ja wieder etwas anderes. ;-) :-)
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