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Schlafrhythmus Baby

Schlafrhythmus Baby

Meliya

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Hallo mein Sohn ist jetzt zwei Monate alt (ist bei 37+1 gekommen, falls wichtig) und hat irgendwie noch garkeinen Schlafrhythmus. Eigentlich finde ich das noch normal, weil ich denke dass er noch zu klein ist. Aber ich lese hier immer wieder solche Sachen wie „Mein Kind bekommt mit 6 Wochen dann und dann die letzte Flasche und schläft bis dann und dann durch“. Irgendwie ist das bei uns nicht so. Vorallem seit drei Tagen hat der Kleine sichtbar Spaß daran bis 1 oder 2 Uhr Nachts aufzubleiben und sich die Gegend anzuschauen. Tagsüber schläft er viel, bis ca. 16 Uhr, dann wird er allmählich wach. Zwischendurch hat er natürlich Wachphasen aber eher kurze. Bei Hunger kommt er Nachts genauso wie tagsüber auch. Pendelt sich das mit der Zeit noch ein oder muss ich das selber irgendwie in die Hand nehmen? Wann kann ich denn anfangen ihm beizubringen dass wir zum Beispiel um 22 Uhr ins Bett gehen? Ich hatte vor ihn mit drei Monaten jeden Abend zur selben Zeit zu baden und ins Bett zu legen. Aber manchmal haut es mit den Mahlzeiten nicht hin ich weiß nicht wie ich es machen soll hat jemand Tipps?


Suomi

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Den Schlafrhythmus lernt er, wenn man mit ihm eben abends immer ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett und eine Routine entwickelt. Wenn man es jeden Tag anders macht und ihn bis nachts im hellen Wohnzimmer lässt, wird da kein Rhythmus entstehen. Fang doch jetzt einfach langsam Mal an mit dem zur gleichen Zeit ins Bett gehen.


User-1750749248

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Mach dir keinen Kopf. Versuch, es immer gleich zu machen und Rituale einzuführen. Jeden Abend dasselbe in der selben Reihenfolge. Der Rhythmus wird sich noch ein paar mal ändern. Und "mein 6 Wochen altes Baby hat schon einen Rhythmus und schläft 10 Stunden am Stück" ist entweder großes Glück oder gelogen. Kenne beide Versionen. Das Nachbarskind schläft auch ganz toll, wenn man die Mama fragt. Aber so oft, wie sie nachts weint, kann an der Aussage was nicht stimmen


Juem21

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Hey, wenn du es dir zeitlich erlauben kannst: Mach gar nichts und beobachte dein Baby. Meine Tochter ist gerade vier Monate alt. Sie ist zu Beginn ca. um 23 Uhr ins Bett gegangen und hat dann 3-5std geschlafen (ich stille). Ab dem zweiten Monat begann die Nachtzeit zwischen 23.30 und 01.30 Uhr. Dafür hat sie bis 10.00/11.30 Uhr geschlafen. Nachmittags schlief sie zwischen 2-4 Std, teilweise 3Std. am Stück und abends Power Naps. Sie war nie überdreht, ist ausgeglichen und fröhlich, weint wenig. Ich habe mir teilweise Stress gemacht, weil ja der „Rythmus“ da sein soll oder das Kind ja viiiel zu spät ins Bett geht. Manche kamen schon mit dem Spruch „...der Kindergarten fängt auch nicht erst um 11 Uhr an“ Wenn ich dann was von „Schlafregression um den vierten Monat“ erzählt habe und dass sich das von selbst ggf. einpendelt, kam von den Zweiflern „...glaub ich nicht... kenne ich nicht... lies nicht so viel“... Ich habe immer drauf geachtet, dass mein Baby tagsüber schlafen kann (ging zu 98% nur mit mir, Kiwa ist mein bester Freund und Frischluft bin ich nun gewöhnt). Das war und ist viel wert. Auch „Programm“ sehr strukturiert und nicht zu viel. Wegen Corona und dem RS-Virus (als Begründung für draußen treffen) ging das gut. So, und was ist passiert? Seit knapp zwei Wochen ist die Zubettgehzeit von meiner Tochter aus vorverlegt worden. Erst 22.30 Uhr und plötzlich hatten wir das Gefühl, es wäre gut sie um 20.00 Uhr bettfertig zu machen. Sie schläft nun seit ein paar Tagen gegen 21.00 Uhr. Und es ist definitiv der Nachtschlaf und nicht wie vorher mit wirklich sehr aktiven Wachphasen und PowerNaps. Aufstehen möchte sie nun gegen 08.00 Uhr, das ist auch unabhängig vom Trinken, sie ist dann einfach wach und freut sich. Tagsüber schläft sie immer noch viel, es ist nur ungeheuer wichtig nach der „bekannten ersten halben Stunde“ wieder in den Schlaf zu finden, dann klappt auch der lange Mittagsschlaf. Ich dachte mir, wenn sich bis zum 5. oder 6. Monat der Schlaf nicht wie wissenschaftlich erforscht, beginnt zu verändern, dann versuche ich zu steuern. Sonst nicht. Aber ich muss dazu sagen: ich konnte es, weil ich keine Termine vormittags vermisst habe und auch kein 2. Kind oder mehr habe. Ich habe nämlich einfach mit bis 10/11 Uhr geschlafen. Und ich habe es zugelassen, dass die Abende „babygesteuert“ waren und nichts vermisst.


Juem21

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...Achso... und die von den anderen beschriebenen Rituale sind auch sehr wichtig. Habe ab dem ersten Tag abends das gleiche Lied vorgesungen. Und seit 4-6 Wochen gibt es abends das gleiche Ritual mit Massage, kämmen, Schlafsack, Fenster zu, Spieluhr, Lied singen, schlafen.


Lana1987

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Hallo, die Kinder entwickeln erst mit ca. 3 Monaten ein Empfinden für Tag und Nacht. Und auch dann können sich Trinkabstände, Einschlafzeit, wie lange das Kind am Stück schläft...noch 1000 Mal ändern (Erkältung, Zähnen, Wachstum, Entwicklung, Verarbeitung von Erlebtem...). Noch ist das alles total normal. Ich würde es auch so machen wie Du. Ab ca. 3 Monaten eine Routine einführen. Das heißt aber nicht, dass das Kind dann plötzlich durch schläft oder so. Was man jetzt schon machen kann, ist nachts kein ",Theater". Also wenn das Kind einfach nur wach ist, dann nicht viel Licht, kein großes Herumlaufen/Erzählen...einfach, nachts kein "Programm" bieten. Da ist eben Ruhezeit (natürlich sollst Du das Kind nicht ignorieren!).


Rachelffm

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schließe mich den anderen an, führ rituale ein. nach 2 wochen sollte sich was bemerkbar machen. bitte nicht jeden tag baden. das ist schädlich für die haut. 1-2 mal pro woche reicht völlig.


Lana89

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Das kommt mit der Zeit. Versuche einfach einen Rhythmus zu etablieren, aber ohne Druck und Stress. Bei einigen Babys hat sich das bereits nach 6 Wochen eingependelt, bei anderen nach 6 Monaten noch immer nicht. Wichtig sind Routinen, aber achte auch darauf, was das Baby braucht.


Ruto

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Ich weiß nicht wo du das hier gelesen hast. In der Regel sind hier die über repräsentiert, bei denen das nicht so einfach geht. Prinzipiell ist es von der Entwicklung her völlig normal, dass es noch keinen Tag-/Nachtrhythmus gibt. Der entwickelt sich im ersten Lebensjahr. Trotzdem kannst du dein Baby unterstützen, indem du Rituale anbietest. Also, plus/minus zu ähnlichen Uhrzeiten Schlafanzug anziehst und ins Schlafzimmer statt im Wohnzimmer schlafen lässt, etc. Die Abstände beim Trinken richten sich völlig nach dem Kind und werden von alleine länger (Stillen/Trinken nach Bedarf eben). Beim Schlaf kann man später durchaus etwas eingreifen (z.B. früher wecken), aber das macht in dem Alter auch noch keinen Sinn.


Liv20

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Ich denke das spielt sich noch ein. Ein abendritual wäre sinnvoll denke ich. Täglich baden würde ich nicht. Babyhaut ist eh so empfindlich, da würde ich eher was anderes machen. Das Ritual muss auch nicht den gesamten Abend füllen. Was die Zeiten anging, habe ich nie etwas vorgegeben. Ich habe mir immer gedacht, ich könnte auch nicht schlafen wenn ich hellwach ins Bett gehe. Oder aufbleiben wenn ich total übermüdet bin. Also habe ich immer auf die Müdigkeitszeichen geachtet und bei den ersten Anzeichen mit dem abendritual gestartet. Unsere kleine ist auch immer schon ne Nachteule und langschläferin. Es hat sich aber eingependelt auf 22-22:30 Uhr. Wobei auch Phasen dabei waren, wo sie (besonders mit 12 Monaten) bis 01:00uhr wach war. Aber auch das hat sich wieder eingependelt. Umso größer die kleinen werden umso deutlicher werden die Müdigkeitszeichen, die zeit der Koliken geht vorbei und man kann ziemlich genau sagen, wie lange sie am stück wach bleiben bis sie wieder einschlafen. Das ist meine Erfahrung. Bei uns hat sich alles ohne viel zutun eingespielt. Wichtig ist das alle mit der Situation wie sie ist zufrieden sind. Dann ists okay, egal wie alle anderen es machen