Lilifeee
Meine Tochter ca 4,5 Monate alt verweigert seit 2 Tagen ihre Flasche. Sie wird schon lange nicht mehr gestillt und ist somit an die Flasche auch gut gewöhnt und hat auch sonst immer sehr gut und regelmäßig getrunken. Nun sind wir in einen Teufelskreis geraten, da sie wenn sie eigentlich Hunger hätte nicht sofort trinken möchte und mit der Zunge die Flasche ständig wegschiebt. Flaschensauger Gr.3 von Phillips Avent ist eigentlich für ihr alter angemessen und ich hätte auch nicht das Gefühl, dass der Fluss für sie zu langsam wäre. Irgendwann wird sie dann müde und dann hat sie auch noch Hunger und es wird noch schwieriger sie zu füttern. Meistens funktioniert es dann im Dämmerschlaf, nach viel Geweine und Drama.... Hat das jemand von euch auch schon mal so erlebt und was könnte da helfen? Sie trinkt teilweise 4-5 Stunden nichts und da mache ich mir Sorgen, weil es immer alle 2 Stunden war
Mit fast 5 Monaten braucht es nicht mehr alle 2 Stunden Nahrung. Bei vollgestillten Kindern kann das noch sein, aber nicht bei der Flasche. Wenn sie trotzdem ihre Rationen über den Tag trinkt, die Windel auch nass ist, Stuhlgang hat, würde ich das beobachten. Und ganz manchmal sind die Kinder einfach unpässlich. Dann gibt's Drama. Von daher, beobachten und im Zweifel den Kinderarzt drüber schauen lassen.
Hallo, ich bin sicher, dass deine Maus weder die Nahrung verweigert noch den Flaschensauger. Sondern es scheint eher so zu sein, dass es hier ein klassisches Missverständnis zwischen Eltern und Baby gibt: Weil deine Tochter bisher alle zwei Stunden trinken wollte, bietest du ihr etwas an, obwohl sie noch gar nicht wieder richtigen Hunger hat. Und dann trinkt sie nicht und ist frustriert. Babys verändern sich fortlaufend. Nichts bleibt so, wie es war. Die Abstände zwischen den Milchmahlzeiten werden natürlich größer. Das kann auch in Sprüngen verlaufen, also recht plötzlich. Auch wichtig: Wenn ein Baby in diesem Alter knöttert, hat es nicht immer nur Hunger. Es möchte jetzt auch schon etwas Action und Unterhaltung: Dass man es zum Beispiel in der Wohnung herumträgt (in Fliegerstellung, also mit dem Bauch nach unten auf deinem Unterarm, Babys Rücken mit der anderen Hand halten). Dabei kannst du deiner Tochter alles zeigen, die Regale, die Schränke, Ziergegenstände usw. Das ist spannend. Oder du singst ihr etwas vor, oder machst ein wenig Quatsch mit ihr (sie ein bissel schwingen oder sie vorsichtig am Bauch kitzeln). Oder du packst sie in den Kinderwagen und zeigst ihr ausführlich die Welt draußen. All so was ist jetzt wichtig, das Gehirn braucht in diesem Alter viel Input und nicht immer nur Milch. Ein Baby, das wirklich hungrig ist, zeigt dies absolut unmissverständlich: Es lässt sich davon nicht länger als wenige Augenblicke ablenken. Und wenn man dann immer noch nicht kapiert, dass es trinken will, fängt es sehr nachdrücklich an zu schreien. Ich bin relativ sicher, dass du aus Angst, deine Tochter könnte nicht genug trinken, ihr auch ohne dieses eindeutige Signal die Flasche anbietest, oder? Aber ein Baby, das keinen Hunger hat oder eigentlich etwas anderes von der Mama möchte, ist sehr frustriert, wenn Mama das nicht kapiert und ihm immer wieder den Sauger in den Mund stopfen will. Dass sie irgendwann doch noch trinkt, liegt daran, dass sie einfach nicht mehr kann, weil sie sich geschlaucht fühlt von deiner Hartnäckigkeit. Oder dass inzwischen einfach Zeit zum Trinken ist. Es ist sicher dein erstes Kind. Hier traut man sich als Mutter oft noch nicht, den Signalen des Babys einfach zu vertrauen. Aber dein Baby zeigt dir immer ganz genau, was es gerade braucht (und was es nicht braucht). Ich fand es bei meinen Kindern wunderbar, wie perfekt Babys ihre eigenen Bedürfnisse kennen und auch zeigen. Du kannst da nichts verpassen, und deine Maus leidet auch nicht unbemerkt Hunger. Sondern sie sorgt dafür, dass du es glasklar mitbekommst, wenn sie Milch braucht. Gib ihr erst etwas zu trinken, wenn sie wirklich unmissverständlich danach verlangt. Dies darf deutlich später sein als früher. Auch meine Kinder haben manchmal vier bis fünf Stunden Trinkpause gemacht, dafür zischten sie sich dann bei den Mahlzeiten ihre Milch zügig weg. Nur ein Baby, das zügig trinkt, hat auch Hunger. Optimalerweise trinkt ein solches Baby im Rhythmus: Saug-Schluck-Saug-Schluck (= auf jedes Saugen an der Flasche folgt ein Schlucken). Alles andere – Herumgenuckel, mehrfaches kurzes Saugen ohne Schlucken – ist KEIN Appetit. Hier möchte das Baby eigentlich etwas anderes. LG
Hallo, danke für deine Antwort. Ich habe sie schon einfach in Ruhe gelassen mit dem Flasche anbieten, jedoch nach so 4-5 Stunden hatte sie deutlich Hunger Anzeichen gemacht und trotzdem verweigerte sie die Flasche und das ist für mich zurzeit sehr frustrierend, weil ich mir Sorgen mache, wenn sie über 5 Stunden nichts trinkt, dass sie dann doch dehydriert oder einfach über den Tag zu wenig bekommen hat.
Und manchmal, nur manchmal, wollen die auch langsam etwas anderes als Milch. War bei unserem zweiten Kind so. Kind hielt von meinem Plan vollstillen bis 6 Monate so mal gar nichts von.
Stimme den anderen zu, mit 4,5 Monaten ist alle 2 Stunden Flasche ungewöhnlich oft. Und nach 4-5 Stunden dehydriert ein gesundes Baby normalerweise nicht. Hat sie denn normal nasse Windeln und normalen Stuhlgang? Wenn ja, dann würde ich mir wegen der längeren Trinkpausen keine Sorgen machen. Meine Kinder hatten in dem Alter auch mal längere Pausen im Lauf des Tages. Vielleicht ist dein Baby auch krank und hat z.B. Hals- oder Ohrenschmerzen? Im Zweifel würde ich es kurz beim Arzt durchchecken lassen. In dem Alter können sich die Mäuse ja leider noch gar nicht mitteilen, wenn etwas weh tut. Wenn das Baby aber sonst ganz normal wirkt (Schlaf, Tringmenge, Ausschedungen) und fit und fröhlich ist wenn es wach ist, dann ist es vielleicht einfach ein Wachstumsschub.
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