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kranke Männer

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wolfsfrau

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Oh man, ich bin gerade echt genervt.... Mein Mann hat seit Donnerstag einen Leistenbruch. Da er Schmerzen hatte, sind wir am Abend in die Notaufnahme gefahren. Ich kam gegen 19 Uhr von der Arbeit nach Hause, hab meine Jacke gar nicht ausgezogen, wir sind dann direkt los. Diagnose: Bruch vorhanden, knapp 2x2 cm, sollte operiert werden, aber geplant und ambulant. Termin zur OP-Vorbesprechung hat er gleich am Freitag gemacht, der ist in zwei Wochen. Heute war er beim Hausarzt. Den Krankenhausbericht vorlegen und besprechen. Hm. Kommt wieder und ist bis zum Besprechungstermin im KH krankgeschrieben. Er dürfe ja nicht heben und soll sich schonen... Er musst nichts heben! Er arbeitet nicht wirklich körperlich! Er sitzt auch nicht nur am Schreibtisch, aber mit einer Bescheinigung, dass er nicht heben darf hätte es auch gelangt. Echt, das geht mir so auf die Nerven! Ich hab mit meinem Sohn am Wochenende die Waschküche fertig renoviert, alles geschleppt und gemacht und getan....und er wird sich jetzt schon vor der OP aus allem rausnehmen... Fakt am Rand, aber nicht ganz so funny: ich hatte vor einigen Jahren einen Narbenbruch nach einer Gallen-OP. Ich habe bis zur OP gearbeitet (lagen ca 8 Wochen zwischen Diagnose und OP), danach war ich 4 Wochen zuhause und musste jeden Tag neu alle Sachen ansagen, die ich nicht konnte und sollte. Und er lässt sich schon vorher in Watte packen.


3wildehühner

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Der Hausarzt hat deinen Mann sicher nicht aus Spaß krank geschrieben. Und warum wiegst du jetzt eure Krankheiten auf? Wenn du märtyrerhaft auch mit Schmerz arbeiten gegangen bist, ist das deine Entscheidung und die deines Arztes gewesen! Aber du kannst doch deshalb nicht auf deinen Mann sauer sein und ihm vorwerfen, dass er krank geschrieben ist! Warum bist du deinem Mann gegenüber so wenig emphatisch? Habt ihr Eheprobleme und deine Gefühle sind die Folge?


Ruto

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Da sehe ich zwei Probleme: Du hast dich unverantwortlich durchgequält (no offense, neige da selbst dazu) und jetzt erwartest du eine zumindest ähnliche Haltung von deinem Mann. Der Mittelweg wäre angebracht - sowohl damals (was du nicht mehr ändern kannst, aber vielleicht für die Zukunft) als auch heute. Ich hatte selbst Mal einen Nabelbruch, wegen dem ich heftige Schmerzen hatte. Wurde zwei Tage später wegen Dringlichkeit (es können ja auch die Organe durchbrechen) operiert. Was ich damit sagen will: Es gibt unterschiedliche Abstufungen. Und ein Zustand könnte sich auch verschlechtern. Bei einem vorhandenen Leistenbruch ist es definitiv nicht anzuraten, schwere Möbel herumzuschleppen, nur damit dann eine ungeplante Not OP erfolgen muss. Sorry für die harten Worte. Ich ärgere mich auch schnell Mal über meinen Mann, der deutlich schneller und vehementer jammert als ich. Was man daraus lernen kann: Auch mehr auf sich selber zu achten.


Honigküchlein

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Mein Mann stellt sich nach meinem Empfinden auch immer seeehr an, wenn er was hat. Na und? Deshalb rege ich mich doch nicht so auf, es ist doch sein Körper und seine Arbeitsstelle. Insgesamt freue ich mich auch immer wenn er Zuhause bei mir und den Kindern sein kann. Ich finde es nicht gerade liebevoll, wie du über deinen Mann schreibst, das ist vielleicht das viel größere Problem.


wolfsfrau

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Er hat jetzt keine Schmerzen mehr. Es ist nichts eingeklemmt und er kann auf der Arbeit die Aufgaben so verteilen, dass er sich zurücklehnen kann. Ich will nicht sagen, dass er hypochond ist, aber er neigt dazu, dann vom Bett zum Sofa zu wechseln und dort bewegungslos auszuharren. Ich selber habe mich damals nicht gequält, vor der OP war es halt unangenehm und ich habe schon sehr genau drauf geachtet, nach der OP habe ich halt die schweren Sachen verteilt und ansonsten alles langsam angehen lassen. Der Unterschied da ist dann, dass er alle Hilfen kriegt, sie ihm immer wieder angeboten werden oder wie jetzt am Wochenende einfach gemacht werden, ohne Vorwürfe. Ich selber muss aber alles einfordern, wenn es nötig ist.....


Pamo

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Falls er jammert, deines Erachtens aber nicht hilfsbedürftig ist, dann bediene ihn nicht. Wenn ich das Jammern nicht ertragen kann, dann stelle ich meinem Mann eine Tasse Kamillentee auf den Nachttisch und verschwinde aus der Wohnung. Wenn mein Mann mich geärgert hat, dann stelle ich ihm auch eine Tasse Kamillentee hin und bin ansonsten sehr laut (Hämmern etc).


bea+Michelle

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Der Arzt wird schon einen Grund gehabt haben, ihn hetzt schon krank zu schreiben. Das hört sich für mich jetzt etwas fies an, was du schreibst.


Tini_79

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bist du grundsätzlich glücklich und zufrieden in der Beziehung oder kommt da jetzt einfach was hoch, was sich angestaut hat? Ich persönlich wäre sauer und enttäuscht, wenn mich mein Partner im Netz so beschreiben würde und sich über mich auskotzen würde.


wolfsfrau

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Antwort auf Beitrag von Tini_79

Doch, wir sind schon glücklich miteinander.... Er ist leider oftmals gedankenlos, während ich eben eine Kümmerin bin. Ich schiebe das auf seinen lange ausgelebten Status als Nesthäkchen...es wurde sich immer um ihn gekümmert. Und zum auskotzen im Netz: wenn nicht hier, wo dann? Ich würde mich schlecht fühlen, wenn ich es bei meinen/unseren Freunden machen würde, die uns kennen....


Tini_79

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Das ist doch schön und klingt schon nicht mehr so arg :-) Ja, wir hatten auch schon öfter Diskussionen, warum mein Mann Dinge nicht von selbst sieht. Er meint, ich solle doch was sagen, dann macht er ... naja, man muss es halt immer wieder ansprechen und jeder sollte sagen, was er sich erwartet oder wünscht. Und wie oben beschrieben sind Frauen sicher auch manchmal selbst Schuld, wenn sie alles an der Backe haben, mich selbst einbezogen!


Fleurdelys

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Antwort auf Beitrag von Tini_79

„Ja, wir hatten auch schon öfter Diskussionen, warum mein Mann Dinge nicht von selbst sieht. Er meint, ich solle doch was sagen, dann macht er ...“ Ohweia, das klingt sehr nach mir… Ich bekomme dann immer die Antwort „Lass mal, ich mach es lieber selbst, das ist einfacher!“


Pamo

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Antwort auf Beitrag von Fleurdelys

Das sagt mein Mann auch. Da ich aber nicht seine Erziehungsberechtigte bin, die ihn führende und ableitenden Mutti, oder seine Therapeutin/ Lehrerin, ist das für mich nicht OK.


Fleurdelys

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Antwort auf Beitrag von Pamo

Meinst du mich? Bei uns ist es ja umgekehrt… Ich bin die faule Socke…


Pamo

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Antwort auf Beitrag von Fleurdelys

Ich meine den nichtsehenden Part.


Fleurdelys

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Antwort auf Beitrag von Pamo

Ups… Das Einzige was ich zu meiner eigenen Verteidigung sagen kann ist, dass mein Mann einfach unrealistische Maßstäbe hat Ich gelobe Besserung!


Pamo

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Antwort auf Beitrag von Fleurdelys

Meine Maßstäbe halte ich für total durchschnittlich. Die Augen meines Mannes sind total selektiv! Möchte ich etwas vor ihm verstecken, kein Problem, einfach irgendwo offen hinstellen.


Maxikid

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Antwort auf Beitrag von Pamo

mein Mann ist auch so. Wenn die Kinder früher etwas auf dem Boden aufgebaut haben und ich ihm nicht sofort gesagt habe, dass er bitte vorsichtig sein soll, hat er immer alles niedergetrampelt. Von alleine sieht mein Mann, zu hause, auch nie etwas. Wenn ich es aber sage, wird es umgehend erledigt. Im Büro, sieht er aber schon alles von ganz alleine. LG


1905lh

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Was hat deine Gallen OP und deine Aufopferung mit der Krankheit deines Mannes zutun?


wolfsfrau

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Antwort auf Beitrag von 1905lh

Das ich jede Hilfe, die ich braucht explizit einfordern musste? Das er seine Maleschen bis ultimo ausreizt?


1905lh

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Wenn du so genervt von deinem Mann bist, dann sprich mit ihm darüber. Oder hilf dir selber. Oder unterlasse ihm gegenüber Hilfe. Oder geh. Du beklagst dich über sein Jammern, tust es aber selber statt zu Handeln.


wolfsfrau

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Antwort auf Beitrag von 1905lh

Es musste halt mal raus... Gehen ist keine Option, den Rest von ihm liebe ich :). Ich jammere eher wenig. Schon gar nicht im echten Leben.


Baerchie90

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Ich kann es ein ganz kleines bisschen nachvollziehen. Ehrlich gesagt nervt mich mein Mann auch oft, wenn er krank oder erschöpft zu Hause ist, wobei ich da schon etwas unterscheide. Eine schnoddernase würde mich schneller nerven, als ein Bruch. Meine Lösung ist da recht simpel. Wenn ich merke, dass es mich nervt, schicke ich ihn in ein anderes Zimmer und schließe die Tür. Je nachdem zum Schlafen ins Schlafzimmer oder zum "sein" ins Arbeitszimmer. Da kann er sich dann meinetwegen vor den Laptop setzen und sich auskurieren. Im Wohnzimmer stört er dann eher, da die Kinder nicht verstehen, dass er anwesend aber nicht verfügbar ist, oder ihn stören die Kinder, weil sie so laut sind, wie Kinder halt sind. Und mich stört es halt auch, wenn ich zeitgleich zwei Kinder versorgen darf/muss, während er seelig daneben liegen "darf".


Meyla

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Finde ich ehrlich gesagt extrem unfair von dir! Eine Hernie tut teilweise scheißeweh und man läuft ständig Gefahr, dass die letzte Schicht des Bauchfells nachgibt und Darmschlingen in den Bruchsack rutschen. Nekrosen sind nicht selten tödlich, führen aber mindestens zu einer teilamputation des Darmabschnitts und auch gerne mal mit vorläufigem künstlichen Darmausgang. Wahnsinnig unverschämt so zu reagieren! Sei lieber dankbar, dass es früh erkannt wurde und dein Mann sich jetzt entsprechend verhalten kann bis zur OP!


wolfsfrau

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Antwort auf Beitrag von Meyla

Er selber wäre nicht mal zum Arzt gegangen....jedenfalls nicht, so lange es "noch irgendwie geht". Ich habe ihm angesehen, dass irgendwas im Argen ist, gefragt, er zeigte es mir und ich habe dann entschieden, dass wir sofort in die Notaufnahme fahren. Weil ich weiß, wie gefährlich es werden kann. Es geht auch nicht darum, dass ich ihm was zumute, was nicht geht. Ich selber übernehme dann eben zuhause den Teil den ich kann und für das, was ich nicht kann, such ich mir Hilfe. Aber: er kann auf der Arbeit wirklich eine ruhige Kugel schieben und ich weiß, dass er die Krankentage für hinterher brauchen wird.


Meyla

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Ok. Aber wieso ist es dir so extrem wichtig, dass er zur Arbeit geht?


wolfsfrau

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Antwort auf Beitrag von Meyla

Ich finde es irgendwie ungeschickt...mal abgesehen davon, dass er auch da den ganzen Tag sitzen kann, wenn er möchte, weiß ich - wie gesagt, dass er die Zeit hinterher brauchen wird - ich kenne sein Schmerzempfinden. - dass er zuhause bei allem und jedem sagen wird "ich bin ja krankgeschrieben", natürlich kann er dann weder seine Sachen in den Geschirrspüler räumen, geschweige denn, ihn ausräumen und er wird für alles Lob wollen.... Ach je, ich will nicht jammern, aber er ruht sich halt auf sowas aus.


Spirit

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Hm, was soll man dazu sagen. Immerhin hat es der Arzt so "vorgeschrieben". Insofern wird es schon richtig sein. Mit persönlicher Erfahrung kann ich nicht dienen. Mein Mann tut immer über Not, sprich, selbst mit gebrochenem Bein wird noch auf Krücken überall raufgehüpft, gemacht und getan. Ich habe mir abgewöhnt ihn Einbremsen zu wollen. Jeder wie er es für sich richtig hält. Übrigens habe ich sogar noch am Tag einer geplanten OP an der Brust noch gearbeitet. Ging sich zeitlich noch gut aus und ich war abgelenkt. Deshalb erwarte ich das aber nicht von anderen.


Liv20

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Mein Mitgefühl hast du! Natürlich ist das nicht nett, aber manchmal darf man sich trotzdem ärgern, auch wenn klar ist das jeder eine unterschiedliche Schmerzgrenze hat oder die arbeitsunfähigkeit unterschiedlich ernst nimmt. Wenn hier über männerschnupfen hergezogen wird sind alle mit dabei, verstehe nicht warum das alle jetzt so dramatisch finden. Jaaaa Natürlich kann sowas weh tun, und ja, ein darmverschluss ist theoretisch jederzeit möglich. Ist aber ja nicht der Fall, sonst würde man keine ambulante selektive OP empfehlen. Sei einfach dankbar das du ihm nicht bei der Entleerung helfen musst, weil er nicht pressen soll Und alles Gute für seine OP