Elternforum Rund ums Baby

Dankbarkeitstagebuch

Dankbarkeitstagebuch

kia-ora

Beitrag melden

Wer hat Dankbarkeitstagebücher für Kinder ausprobiert? Habt ihr Empfehlungen? Ich würde das gerne mit meinen Mädchen (13, 10 und 6) versuchen. Die konzentrieren sich gerne auf das Negative und nörgeln schrecklich viel, obwohl sie ein tolles Leben haben. Ich würde da gerne mal den Fokus aufs Positive drehen.


Johanna3

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

Hätte man mir in meiner Kindheit ein "Dankbarkeitstagebuch" aufgedrängt, hätte ich dies auf die Liste der Dinge gesetzt, die negativ sind.


misses-cat

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

Also ok die 6 jährige kann man vielleicht dazu bewegen da mit zu machen, aber die beiden großen??? Meine Tochter hätte mir das Ding um die Ohren gehauen Pubertät ist auch die Zeit wo man alles kacke finden darf


Mamamaike

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

Hallo, meine Idee wäre, bei einer gemeinsamen Mahlzeit (Abendessen?) über das Gute am Tag zu sprechen, aber ohne Druck aufzubauen. Erzähl Du selbst, was am Tag gut für Dich war bzw wofür Du dankbar bist, dann "dürfen" die Mädchen etwas sagen (so a la "Und bei Dir, x?"), aber wer nicht will, muss nicht. Und es ergibt sich auch nicht zwangsweise ein Gespräch, was gesagt wird, kann einfach so stehen bleiben. Sprich: Sei Du unaufdringliches Vorbild, steter Tropfen hölt den Stein. Viele Grüße


kia-ora

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Mamamaike

Ich will essen und nicht reden! Bin froh wenn ich mit Baby 3 Mahlzeiten schaffe und nicht hungrig ins Bett muss. Außerdem ist mein Mann die Negativität in Person. Der muss da definitiv raus bleiben aus der Reflexion. Der findet alles kacke.


misses-cat

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

Das wirst du auch mit so einem Tagebuch nicht rausbekommen er lebt mit euch und lebt es euren ki denn vor und dann gibt es halt auch noch die gene auch Charakterzüge werden zum Teil vererbt


Erdbeere81

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

Ist eine gute Idee. Unser Sohn sollte eventuell in Therapie (hat eine körperliche Behinderung die ihm vor 2 Jahren das Selbstvertrauen raubte) und der Therapeut sagte auch, täglich den Fokus auf positives lenken. Nur so könne sich das Kind weiter entwickeln. Wir haben "Erfolgsjournal" geführt. Alle mussten mit machen. 3 Sachen aufschreiben die man gut gemacht hat, die gut am Tag waren. Ich hatte für jeden ein Heft und keiner durfte beim anderen reinschauen. Es ging um das Reflektieren nicht um das Ergebnis. Fand ich für mich auch gut. Durch die Probleme des Kindes war ich so problemorientiert und mir fiel auch schwer das Gute zu sehen(außer dem üblichen)


Erdbeere81

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

Oh und bei unserem Vorschulkind war das Problem, dass er ständig meinte ich würde mit ihm nicht genug Zeit verbringen. Da hab ich beim Schlafen gehen mit ihm gesprochen was wir gemeinsam gemacht haben und hab es auf Zettel geschrieben und in einem Glas gesammelt. So hatte er visuell vor Augen wieviel es war, obwohl er Einzelheiten natürlich längst vergessen hatte.


Irish83

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Erdbeere81

Es gibt auch einen brauch, wöchentlich etwas positives aufzuschreiben und in ein Glas zu werfen. An Silvester oder Neujahr darf das Glas geöffnet werden und man kann sich an das schöne zurück erinnern. Ich frage täglich, was gut war, was weniger gut war und worauf sie sich morgen freuen.


Irish83

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

Uch finde die Idee gut, fand Tagebuch aber immer doof. Die Thematik in Gesprächen aufzugreifen, wäre mein Ansatz.


sunnydani

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

Ich habe das eine Zeitlang mit meinem Großen gemacht. Wir hatten aber einfach ein stinknormales Notizbuch und haben darin abends aufgeschrieben, was am Tag positiv war und gut gelaufen ist. Erst hab ich ihn gefragt und seine Ideen aufgeschrieben und dann war ich dran und hab gesagt, was ich schön fand. Irgendwann haben wir mit dem Aufschreiben wieder aufgehört, aber wir sprechen abends noch immer darüber. Das wurde irgendwie zum Ritual und mein fast 8-Jähriger mag es immer noch. Ich finde schon, dass man es auch bei anfänglicher Skepsis schaffen kann seinen Blickwinkel zu ändern. Und vieles kommt einem dann wirklich nicht mehr so schlimm vor, wenn man sich das Gute vor Augen hält. Ich hab das selbst in unserer langen KH-Zeit gemacht und fand wirklich jeden Tag auch was Gutes und wenn es nur ganz kleine Kleinigkeiten waren am sonst echt schrecklichen Tag mit Rückschlägen. Mir hat das echt durch diese ganze Zeit durchgeholfen. Mach es nach deinem Gefühl! Wie du es machst, ist egal, es muss zu euch passen und sich nach der Anfangs-/Gewöhnungszeit stimmig für euch anfühlen. Alles Liebe!


Kasia1994

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

https://einguterplan.de/eingutesgefuehl/?gclid=Cj0KCQiAoY-PBhCNARIsABcz77173YNSZ15AOoeIhtQt0DhwWAWzRjEaBKs3N9Z71IiM0hseYdmBLtgaAh1LEALw_wcB


cm2507

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

Wir beten vor dem schlafengehen und jedes Kind das möchte dankt dann für die schönen Sachen Erlebnisse / erzählt von negativen oder bittet für die Nacht/den nächsten Tag / Gesundheit - was auch immer. Die Kinder haben das von klein auf angenommen und es ist ein schönes Ritual geworden. Ich würde den Ansatz Gespräch wählen und wenn nicht beim Essen dann beim gute-Nacht-sagen: was war für dich schön heute / was ist gelungen? Was war doof? Raum sein sollte für beides aber dauergenörgel finde ich auch total doof.


Rahme284

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

Ich finde es überhaupt schön, dass du dir Gedanken machst wie du den Wert Dankbarkeit deinen Kindern vermittelst. Vielleicht mögen deine Töchter das Tagebuch, das ist manchmal auch Typsache. Vielleicht ist eine Reflektion vorm Schlafen gehen besser. Probier es einfach aus. Falls du Zeit und Kapazitäten hast binde sie doch in irgend eine ehrenamtliche Tätigkeit ein. Bei der ihr als Familie was Gutes für andere denen es schlechter geht macht. Das hat man bei meinem Mann gemacht und ich wünsche mir das mit meinen Kindern auch zu machen. Da gibt es so viele Möglichkeiten. Das verlangt dann zwar je nachdem Aufwand aber da sehen die Kids im direkten Vergleich wie gut sie es haben..


kia-ora

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Rahme284

Hallo. Die Mädels haben sich für das Tagebuch entschieden - FREIWILLIG. Es muss ja nicht ewig geführt werden, aber als Einstieg wird es hoffentlich helfen. Ehrenamtlich engagiert sind sie auch. Sie zeigen ihrer Gastschwester aus den USA ihre Heimat, helfen beim Ponyreiten, kümmern sich um den Hund einer kranken Verwandten, .....


Liv20

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

Wir haben eine zeitlang das 6 Minuten Tagebuch geführt, gabs bei amazon. Quasi schreibt man morgens 3 min und abends 3 min rein. Wir fanden das toll um sich positive Dinge nochmal in den Vordergrund zu stellen und auch um sich selbst zu motivieren (zb die Frage, was man morgen besser machen will). Können ja ganz kleine Dinge sein, aber hat mans gemacht wie vorgenommen, dann hatte man abends direkt wieder was positives zu schreiben. Ansonsten finde ich auch wichtig darüber zu sprechen, ob beim essen oder in einer anderen Situation, wie es passt. Selbst natürlich Vorbild sein und positive Gedanken für sich im Vordergrund zu haben ist natürlich auch von Vorteil. Mann da auf jedenfall ins Boot holen... Gibt viele motivierende Bücher oder hörbücher zum Thema mindsetting. Vielleicht liest er ja gerne?