nawe
Hallo, brauche mal eure ehrliche Meinung. Ich habe 3 Kids (Sohn 16, Tochter 14, Sohn 8,5). Bisher habe ich meine selbstständige Tätigkeit immer in unserem Haus gemacht. Nun ziehen wir um und haben diese Möglichkeit so nicht mehr. Mein Mann ist selbstständig im Baugewerbe. Ich als Lerntherapeutin. Nun hätte ich im 15km vom neuen Wohnort entfernten Ort die Chance etwas gewerbliches für meine Tätigkeit zu mieten. Mein Problem ist aber die Betreuung meines jüngsten Sohnes. Er ist hochsensibel und hat einiges durchgemacht (im Vorschuljahr und 1. Schuljahr). Er geht zwar mittlerweile gut in die Schule, aber muss sich ja nun in eine neue Schule eingewöhnen und Ganztagsschule fällt bei uns aber aus "psychischen" Gründen weg. Ist es zu viel verlangt, dass meine 2 Großen mittags von ca. 14-16:00/16:30 Uhr auf ihn aufpassen und ihm bei den Hausaufgaben bei Fragen zur Seite stehen? Oder verlange ich da zu viel von ihnen? Meine zwei Großen sind zwar echt sehr selbstständig und verantwortungsvoll, aber auch momentan mitten in der Pubertät mit allen Streitigkeiten untereinander und manchmal Zickigkeiten gegenüber dem "Kleinen". Auf der einen Seite würde ich gerne dieses Angebot annehmen, aber habe auch etwas Angst, dass mir mein jüngster dann wieder Rückschritte macht... Danke Liebe Grüße Nadine
An 5 Tagen pro Woche ist es viel verlangt. Meine Kids würden sich am Ende der Woche spätestens gegenseitig umbringen. Ich würde mischen. Babysitter, Freunde, Geschwister, Großeltern, .....
Für mal finde ich es Ok , wenn die Großen, auf de Bruder aufpassen, aber nicht jeden Tag. Ich würde auch gucken, ob es keine anderen möglichkeiten gibt
Hmm, schwierig und sehr typabhängig. Einerseits sollte gegenseitiges Helfen in einer Familie selbstverständlich sein, andererseits sind deine Großen grade hormonell nicht zurechnungsfähig. Und jeden Tag einen großen Block ihrer Freizeit zu opfern finde ich schon sehr viel verlangt. Andererseits hat mein Grundschulkind einen Klassenkameraden, der jeden Tag pünktlich von seinem 12jährigen Bruder abgeholt wird, weil die Mutter mit drei Kleinkindern zuhause beschäftigt ist. Er macht das sehr zuverlässig und geduldig, aber er wird wohl auch keine große Wahl haben. Ich würde mit den beiden reden, ihnen überlassen, ob sie sich das zutrauen. Vielleicht findet ihr einen Weg, dass jeder Teenager nur einen Tag pro Woche übernehmen muss?
Ich würde es nicht wollen. Nicht für mich als Mutter, nicht für die großen Kinder und nicht für den "Kleinen" Arbeitest du denn jetzt auch immer bis 16.30? Kommt evtl nicht eine Nachmittagsbetreuung in Form einer Oma/Leihoma in Frage?
Ja, ich finde es von den Älteren und auch vom jüngeren Kind zu viel verlangt. Nicht die zwei Stunden alleine bleiben, das würde ich allen im dem Alter zutrauen. Aber das die Großen täglich während der eigenen Hausaufgabenzeit noch den kleinen unterstützen sollen, der das bestimmt nicht immer ohne "herausfordernden Verhalten" machen wird, das finde ich überfordernd. Auch für den Kleinen. Also alleine bleiben ja, aber ohne Hausaufgaben Betreuung. Und auch so, dass zumindest einer der Großen während dieser Zeit auch Mal Verabredungen/Hobbys nachgehen kann
Ich möchte noch was zu meinem Beitrag ergänzen: Hast Du dir überlegt, ob sich das überhaupt finanziell lohnen würde, ein Büro 15km entfernt, anzumieten? Hast Du eine Wirtschaftlichkeitsrechnung aufgestellt? Ganz ohne das eigene Bedürfnis nach Ich-Wichtigkeit, einfach mal das Einkommen verglichen mit dem, was du erwirtschaften könntest ,wenn du "nur" ganz schnöde Nachhilfe bei Kindern zu Hause geben würdest. Du musst ja nicht nur die Pacht berücksichtigen, sondern auch Verdienstausfall während der ganzen Fahrzeiten und auch, dass du bei Lücken zwischen Schülern ja mal ggf. recht lang (und auch ohne Verdienst) im 15km entfernten Büro festsitzt. Du hast ja schon als lerntherapeutin gearbeitet, du hast ja dann sicher bereits erfahren, dass schnell mal ein Schüler wegbricht. Zuhause ist ja Leerlauf dazwischen überhaupt kein Problem, aber weit weg von zu Hause schon.
Hey! Ich würde es Dir für Deinen eigenen Seelenfrieden glaube ich nicht empfehlen wollen. Was ist denn mit einer Tagesmutter? Die nehmen ja auch nach der Schule auf bis die Eltern fertig sind mit arbeiten, wenn es keine OGS gibt oder sie nicht greift. Würde mich da mal erkundigen, oftmals läuft das auch übers Jugendamt. Viel Erfolg und liebe Grüße!
Für mich eindeutig, ja, es ist zuviel, wenn deine Großen jeden Tag 2-2,5 Stunden für ihren Bruder da sein müssen. Das bedeutet nämlich, dass sie in dieser Zeit selbst kaum Freizeit haben. Sich nicht mit Freunden treffen können. ... Ich kann ein Lied davon singen, immer und jeden Wochentag die jüngeren Geschwister am Bein zu haben. Meine Freunde wollten schon nach kurzer Zeit nichts mehr mit mir zu tun haben. Ich hatte für meine Hausaufgaben keine Zeit, weil erst die der Kleinen. Konnte meine dann Abends machen. Es sind alles 3 deine Kinder und jedes dieser Kinder hat ein Recht darauf, dass ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden. Und mit 16J. bzw. 14J. ist es ein Bedürfnis Zeit für Freunde und Hobbys zu haben. Da ist 5 Tage auf den kleinen Bruder aufpassen zuviel. Auch wenn familiäres helfen wichtig und richtig ist. Da muss trotzdem eine andere Lösung her. Nach Absprache wäre jedes große Kind ein Tag die Woche in Ordnung. Bleiben 3 Tage übrig, die ihr anders lösen solltet.
Ich würde den beiden großen diese dauerhafte Verantwortung nicht übertragen wollen.Nicht wegen Streitigkeit oder Zickerein, sondern weil ein Zeitraum von 2 - 2,5 Stunden an fünf Tagen schon einen großen Eingriff in ihre Lebensgestaltung darstellt. Genauso wenig, wie man Großeltern zum Kinderhüten verpflicheten kann, kann man größere Geschwister dazu dauerhaft verpflichten.
Meine Gedanken: 1. Wäre es dauerhaft überhaupt möglich. dass die beiden von 14:00 Uhr bis 16:30 Uhr aufpassen? Sie haben doch selber Schule und müssen ihre eigenen Hausaufgaben erledigen. Könnten sie das, während sie den Kleinen beaufsichtigen? Welche Schulform besuchen sie denn? Hier bei meinen wäre das gar nicht möglich gewesen, weil sie zu den Zeiten teileweise noch gar nicht Zuhause waren. 2. Meine Kinder brauchten nach der Schule immer erst mal etwas Ruhe und Zeit für sich. 3. Wenn sie jeden Tag diese Verpflichtung haben, kann sich das extrem schlecht auf die Geschwisterbeziehung auswirken! 4. Ich finde es zu viel Verantwortung, dass sie dann für das seelische und schulische Wohl des kleinen Bruders verantwortlich sind! 5. Du könntest deine Arbeitszeiten anpassen. 6. Du kannst deinen Sohn mit zur Arbeit nehmen, wenn es nur um kurze Fragen zu den Hausaufgaben geht. Er kann dann im Nachbarraum warten. 7. Du kannst eine Kinderfrau anstellen, die sich kümmert. Fazit: Ich würde die Geschwister auf keinen Fall so stark einbinden! Geschwister können sich nicht aussuchen, dass sie Geschwister bekommen und die Betreuung sollte grundsätzlich durch die Eltern oder andere Erwachsene gewährleistet werden. Im Notfall ist es ok, wenn Geschwister ihre jüngeren Geschwister beaufsichtigen, aber nicht als regelmäßige Verpflichtung, mit der du die Bedürfnisse der Großen mit Füßen trittst!
Ich finde auch, dass es zu viel ist. Mal einen Tag in der Woche ok, aber nicht täglich. Es steht der Frühling ins Haus und ich könnte mir vorstellen, dass die Großen dann auch mal alleine losziehen wollen. Auch wäre mir die Verantwortung viel zu groß. Da würde ich eine andere Lösung suchen
Hallo Meine beiden Großen sind auch 16 und 14, die Kleine 10. Die Großen gaben selbst sehr oft Mittagsschule, ist das bei Euch nicht so? Jeden Tag die Betreuung in einer doch wichtigen Tagesphase übertragen, das stelle ich mir schwierig vor. Abgesehn von Hausaufgaben , der Kleine kommt dann zu keinem Freund, zu keinem Hobby usw, oder? Und die Geschwister sind genauso angebunden. "Mal" würde das klappen. Auf Dauer sicher nicht. Kannst Du Deine Therapien nicht zeitlich so legen, dass Du nachmittags Zeit hast?
Hallo Nadine, ich verstehe das Problem. Ich würde aber meine berufliche Tätigkeit nicht auf die veranwortungsvollen, aber schmalen Schultern meiner Teenagerkinder legen, denn letztendlich würde das dann ja so sein. Gibt es doch eine Möglichkeit, etwas zu finden, das näher dran ist? Gibt es ggf. die Möglichkeit, eine Ersatzoma zu finden, die die mittägliche ruhige Kugel mit dem Kind schiebt, also dem Kind viel eigenen Rahmen zum Ausspielen, ggf. Mittagsschlaf usw. ermöglicht und auch Vertrauensperson für das Kind werden kann, wenn es mit allem, was aus der neuen Schule verarbeitet werden muss, nach Hause kommt? Das wäre DER Glücksfall. So eine Person würde ich sehr gut behandeln. Hier bei uns war keine Lösung zu finden, weshalb ich nur sporadisch arbeite, und das auch erst seit Corona. Das wechselt dann bald, wenn mein Mann in Altersteilzeit geht. Kind ist aber schon 10 Jahre alt, wird dann also schon in der weiterführenden Schule angekommen sein. Ich denke, da musst Du mit Deinem Mann auch eine gleichberechtigte Sorge zusammen tragen. Der Brainload, den Du trägst, wenn Du so eine Konstruktion schaffst, um selbst arbeiten gehen zu können, ist allein zu hoch. Da muss auch er Ideen einbringen, ebenfalls eine Backupmöglichkeit mitdenken und mitorganisieren. Wie lassen sich die Arbeitszeiten evtl. an die Schulzeiten anpassen? Kann Dein Mann ggf. die Mittagspause verlängern und danach wieder zur Arbeit fahren - Homeoffice machen oder so? Ich hoffe, Ihr findet einen kreativen, für alle gangbaren Weg dafür! Viele Grüße Sileick
Ich musste früher auch auf meine 5 Jahre jüngere Schwester aufpassen. Ich habe sie dafür gehasst. Sie war mir ein Dorn im Auge. Meine Freundinnen hatten natürlich auch keine Lust auf den kleinen Anhang. Ich wollte mit 14 einfach mit meinen Freundinnen unterwegs sein und nicht meiner Schwester beim Playmobil spielen zusehen. Und Hausaufgaben Hilfe hätte bestimmt nicht geklappt. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass dein Sohn in dem Ort zur Schule geht. Du nimmst ihn morgens mit, kannst danach in dein "Büro" , er kann nach der Schule dort hin kommen. Vielleicht kannst du ihm da irgendwo eine eigene gemütliche Ecke einrichten. Wo er Hausaufgaben machen und spielen kann. Und nach deiner Arbeit fahrt ihr zusammen heim.
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