Elternforum Rund ums Baby

Brei und Fingerfood

Brei und Fingerfood

Monja1389

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Hallo alle zusammen Bin bis lange Stille mitleserin gewesen und jetzt doch selbst fragen Mein Sohn 5 Monate alt bekommt seit 2 Wochen brei und mir sind nun drei Fragen aufgekommen Vielleicht für manche doofe aber für mich als erstmama noch Neuland und leider sehr verwirrt durch irgendwelche Tipps Ratgeber Und Bücher 1.) wann darf ich einen zweiten brei am Tag einführen? Und wenn welchen? 2.) darf ich Felix Wasser oder Tee geben statt ihn danach nochmal die Brust anzubieten? Wenn ja was darf er trinken? 3.) Was kann ich ihm zwischendurch an fingerfood geben? Bzw ab wann darf er fingerfood bekommen? Schonmal vielen Dank im voraus Liebe Grüße Monja


Amelie-

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Antwort auf Beitrag von Monja1389

1. Also den zweiten Brei - Abendbrei erst nach 4 Wochen. Der Mittagsbrei sollte da bereits gut klappen. Du nimmst ja zum Gemüse dann kartoffel dazu und dann Fleisch. Ich habe am Sa. Mit dem Abendbrei angefangen - Schmelzflocken mit Obstmus. 2. Ich gebe nur während dem Brei Essen etwas Wasser (Still). Du wirst ja dann die Menge vom Brei erhöhen und danach brauchst du nicht mehr stillen. 3. Kann dein Baby schon zugreifen mit zwei Fingern greifen und sitzen? Mein Kind kann es nicht und daher gebe ich noch kein Fingerfood. Sobald es aber klappt, dann kannst du Gemüse garen und es anbieten.


Monja1389

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Antwort auf Beitrag von Amelie-

Danke für die schnelle Antwort Ja greifen und sitzen kann er schon


Puzzles

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Antwort auf Beitrag von Monja1389

Hey, ich kann dir zumindest weitergeben, was wir in unserem Kurs dazu gelernt haben. 1. Eine Mahlzeit sollte so Pi mal Daumen einen Monat eingespielt sein, bevor man sich an die nächste traut. Die Hebamme empfahl Abend- oder Nachmittagsbrei als zweite Mahlzeit. Abendbrei sollten wir zunächst mit Pre anrühren. Nach ein paar Wochen sollte oder könnte man halb Vollmilch (keine fettarme), halb Wasser verwenden. Reine Vollmilch käme dann später dazu. Insgesamt eignen sich sowohl Schmelzflocken als auch Getreideflocken. Da gibt es bspw. von Alnatura Reis, Hirse, Hafer und Co. Wir starteten mit Reis und Hirse und einem bisschen Obstbrei drin. 2. Wasser sollte man unbedingt nach der dritten Breimahlzeit regelmäßig zum Essen einführen oder anbieten. Vorher anbieten stößt wahrscheinlich auf mehr Neugierde als dass es zwingend nötig wäre. Aber man kann es immer wieder zwischendurch anbieten, um das Kind an den Becher oder Trinklernbecher zu gewöhnen. Nur eine normale Saugflasche sollte man bei Wasser idR vermeiden. Bei Tee sollte man z.T. vorsichtig sein, da Heiltee eigentlich nur im Bedarfsfall gegeben werden soll. Unser Sohn, bald 1 Jahr, kennt z.B. nur Wasser und das bleibt wahrscheinlich auch erstmal so :) 3. Fingerfood mit 5 Monaten kommt mir spontan früh vor. Wir starteten allerdings auch mit Brei und nicht mit BLW. Da gibt es hier bestimmt viele MaPa´s, die sich dafür gut auskennen. Liebe Grüße


Ulli_1990

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Antwort auf Beitrag von Monja1389

Hallo, Also prinzipiell gilt die Regel, langsam neue Lebensmittel einführen und testen, wie das Kind drauf reagiert. Am Anfang ist das doch eine große Umstellung für den Darm. Viele Ratgeber empfehlen, erstmal den Mittagsbrei zu etablieren. Erst rein Gemüse, dann Gemüse Kartoffel, dann Gemüse Kartoffel Fleisch Brei. Und dann Gemüse, Stärkebeilage und Fleisch variieren. Im Schnitt sagt man pro Lebensmittel 7 Tage warten, bis man was Neues einführt. Aber da habe ich mich auch nicht dogmatisch dran gehalten. Als zweites würde ich den Abendbrei (Milchbrei) einführen, anfangs mit pre oder nur mit 50% Milch 50% Wasser. Und dann zum Schluss den Obstbrei nachmittags, der ist ja eher nur ne Zwischenmahlzeit. Kenne aber auch einige die es andersherum gemacht haben. Schau einfach, wie dein Kind reagiert, was es mag und nicht mag. Generell gilt: hin nicht zu früh aufgeben! die Kinder müssen sich erst an neue Konsistenzen und Geschmäcker gewöhnen, nur weil ein Kind und ein Gemüse einen Tag ablehnt, heißt das nicht, dass es das nicht am nächsten Tag mit Gusto isst. Hatten wir öfters. Trinken zu den Mahlzeiten muss der Kleine anfangs noch gar nicht. Erst wenn man 3 Mahlzeiten durch Brei ersetzt hat, muss das Kind auch was extra trinken. Derweil reicht die Flüssigkeit im Brei und die Milch die er sonst noch kriegt. Du kannst ihm zum Essen aber gerne schonmal etwas Wasser anbieten. Fingerfood muss ganz am Anfang auch gekocht sein, denke ich, zwecks empfindlicher Verdauung. Mein Zwerg wollte kein Fingerfood, vlt ist das ja bei deinem anders. Gekochte Kartoffeln zum Beispiel, weich gekochter Apfel, sowas würde ich probieren. Manche Kinder mögen keinen Brei, aber dafür Fingerfood und umgekehrt. Einfach probieren, aber nicht alles auf einmal, und nicht enttäuscht sein, wenn es nicht sofort klappt. Viel Erfolg! Liebe Grüße Ulli


Monja1389

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Antwort auf Beitrag von Ulli_1990

Ich danke allen für die tollen Antworten Verrückt lassen will ich mich nicht und Zeit haben wir auch da gibt der kleine das Tempo an Bisher verträgt er alles gut Das mit zwischendurch Wasser klingt gut Noch eine Frage hinterher Stillt noch jemand nach dem brei?


Puzzles

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Antwort auf Beitrag von Monja1389

Egal ob stillen oder Pre: Am Anfang geht es um das Kennenlernen von Essen, dem Geschmack, der Konsistenz. Mit ein bisschen zeitlichem Abstand ist gerade zu Anfang nachher stillen oder Flasche ganz normal. Dein Kind zeigt dir, wenn es dann keine MuMilch mehr haben möchte :) Wenn es aber schon ganze Gläschen verdrückt, würde ich es bis zur nächsten Mahlzeit einfach mal ohne probieren und schauen, ob er sich vorher meldet. Bei Hunger sind die Kleinen ja recht schnell eindeutig =)


auf der Reise

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Antwort auf Beitrag von Ulli_1990

"Im Schnitt sagt man pro Lebensmittel 7 Tage warten, bis man was Neues einführt. Aber da habe ich mich auch nicht dogmatisch dran gehalten." Laut meiner Hebamme ist das veraltet. (Wobei sie in den letzten zwei Jahren dank Corona kaum Fortbildungen hatte.) Inzwischen empfehle man auch in Deutschland, was in anderen Ländern schon viel länger üblich ist: Wenn man startet, zügig (Gemüse z.B. täglich) neue Lebensmittel einführen. Wenn es ein Problem gibt, dann zurückfahren und schauen, ob es wirklich an Lebensmittel X liegt (oder Zufall war). Hat bei uns bisher sehr gut geklappt.


Felica

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Antwort auf Beitrag von Monja1389

Ich persönlich würde so lange wie möglich zu den Mahlzeiten stillen. Muss nicht viel sein. Hintergrund ist der, das in der Muttermilch Bestandteile sind, welche sie Verwertbarkeit von Eisen extrem erhöhen. Normalerweise verlieren wir nämlich den größten Teil des Eisens ungenutzt wieder über den Darm. Das gilt vor allen dann wenn Lebensmittel gegessen zeitnah gegessen werden die die Aufnahme blockieren, wie zB Kuhmilch. Muttermilch dagegen wie gesagt fördert die Aufnahme extrem, so das Eisen kaum noch ungenutzt ausgeschieden wird. Mahlzeiten ersetzen mag also bei den Kindern richtig sein welche Säuglingsmilch bekommen, bei gestillten Kindern ist das aber kontraproduktiv. Vom Allergieschutz mal abgesehen. Ein Grund warum empfohlen wird so früh mit Beikost anzufangen ist nämlich der, das viele Mütter viel zu früh abstillen. Damit das Kind aber möglichst lange unter dem Schutz der Muttermilch an feste Kost herangeführt wird, hat man einfach das Einstiegsalter für Beikost auf den frühsten möglichen Zeitpunkt gelegt. Man muss auch kein festes Konzept haben wie erst Mittag, dann abends, dann vormittags usw. wichtiger ist es das das Kind langsam! an neue Lebensmittel herangeführt wird. Falls das Kind auf irgendwas reagiert, ist es halt extrem ungünstig wenn die Koliken nachts kommen. Deshalb habe ich immer neue Lebensmittel vormittags/mittags eingeführt. Ob das nun Dinkel in Breiform mit Obst ist, oder Dinkel als Dinkelstange oder Dinkel mit Getreide mittags ist ziemlich egal. Hauptsache wenige Löffel am Anfang und nicht zu viel auf einmal. Wasser haben unsere beiden auch recht schnell bekommen, Tee nicht, das ist für mich kein geeignetes Getränk. Getrunken haben sie aber anfangs gar nichts, es war eher ein probieren. Und mehr muss es auch gar nicht sein. Fingerfood hat Kind 1 hier von Anfang an bekommen, da Brei verweigert wurde. War mit 5,5, fast 6 Monaten. Kind 2 war beikostreif mit 4 Monaten und wollte nicht wirklich Fingerfood, für Brei hätte er allerdings fast alles gemacht - kein Witz. So nach und nach wurde dann auch mal Fingerfood probiert.


Monja1389

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Antwort auf Beitrag von Felica

Was hast du an fingerfood gegeben?


Felica

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Antwort auf Beitrag von Felica

Vom ernährungsphysiologischem Standpunkt ist das vorgehen anderer Länder, mit Getreide zu starten, logischer. Aber die Deutschen lieben halt ihren Sonntagsbraten, Gemüse, Kartoffel und Fleisch. Das muss man auch schon Babys so früh wie möglich eintrichtern Amylase ist auch mit eines der ersten Enzyme welche Säuglinge selbst produzieren können, merkt man ua am vermehrten speicheln. Und Amylase ist das wichtigste Enzym für Kohlenhydrate. Neben Laktase und Galaktose für Säuglinge.


Felica

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Antwort auf Beitrag von Monja1389

Weichgekochtes Gemüse, Banane, Dinkelsticks, Pfannkuchen, Kartoffelstückchen, weiches Obst, irgendwann auch Erbsen und Mais. Das war vor allen für die Motorik extrem förderlich Beikost war gerade beim ersten Kind hier wirklich das was der Name sagt, daBei. Richtig komplette Mahlzeiten wurden hier erst spät gegessen. Dafür hielten sich die Verdauungsprobleme wirklich in Grenzen, Allergien hat keines der Kinder beide Kinder waren, als es zur Betreuung ging, bereits extrem selbstständig beim essen. Gerade Kind 2 ist nun ein Allesverwerter, außer Fleisch. Das haut ihn nicht vom Hocker. Blutwerte sind aber alle super, Eisenmangel war nie ein Problem. Da wurde gerade beim ersten viel kontrolliert.


auf der Reise

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Antwort auf Beitrag von Felica

Hallo Felica! Woher stammen eigentlich die Informationen - man solle nur deshalb früh mit Brei beginnen, weil Frauen (zu) früh abstillen? - Muttermilch helfe bei der Eisenresorption aus anderem Essen (also nicht beim Eisen der Muttermilch, das ja bekanntlich gut verfügbar ist, aber im zweiten Lebenshalbjahr nicht mehr den kindlichen Bedarf deckt) Das habe ich bisher noch nirgendwo außer hier im Forum gelesen und wäre einfach neugierig, die Studien dazu zu lesen. Danke!! Achja, zum "langsamen" Heranführen an Lebensmittel s. mein anderer Beitrag: Laut meiner Hebamme ist das veraltet und im Ausland z.T. eh nicht üblich gewesen.


Felica

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Antwort auf Beitrag von auf der Reise

Ist eine Empfehlung der WHO. Evtl interessiert dich diese Seite: https://www.still-lexikon.de/empfehlungen-der-who-fuer-die-ernaehrung-gestillter-kinder/ Ich meine hier findet man auch was, ist aber viel suchen. Ich meine aber das ich das dort her habe: https://www.bfr.bund.de/de/empfehlungen_zur_stilldauer___einfuehrung_von_beikost-54044.html


auf der Reise

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Antwort auf Beitrag von Felica

Danke! Auf den beiden Seiten habe ich leider nichts dazu gefunden. Solltest Du noch etwas finden - sehr, sehr gern!! [Wie schreibt man übrigens eine PN an jemanden, der nicht den Faden eröffnet hat? Kannst mir jedenfalls sehr gern privat schreiben, ich möchte diesen Faden nicht weiter "beobachten" müssen. :-) ] Die WHO-Richtlinien wurden übrigens von einem WHO-Kommittee auch schon mal als veraltet und nur auf die Prävention von Unterernährung fokussiert beschrieben: https://www.who.int/news-room/events/detail/2019/12/02/default-calendar/who-guideline-development-group-meeting-on-complementary-feeding-of-infants-and-children ... Aber beim Thema Stillen & Beikost scheinen ja eh Grabenkämpfe zu bestehen, manchmal klingen selektiv herangezogene Empfehlungen und Studien für mich mehr nach Interesse, die eigenen Glaubenspositionen zu bekräftigen, als nach Neugier auf seriöse Wissenschaft... ;-/


Orangenkern

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Antwort auf Beitrag von Monja1389

Hallo Monja, Ich mache es so ziemlich ganz anders als nach Lehrbuch und das geht ziemlich gut. habe bei meinem Sohn mit knapp 6 Monaten angefangen, mal ein bisschen Kartoffel vom Löffel zu probieren. Also wirklich nur mal ein kleines Löffelchen. Dann habe ich hin und wieder ein bisschen was mitgekocht für ihn (salzfrei) und das püriert, mit Möhre hab ich angefangen und einige Tage später mit Kartoffeln gemischt. Ich hab am Anfang aber zum Beispiel gar nicht jeden Tag was angeboten, nur wenn es passte. Der kleine hat ja anfangs nur mini Mengen zu sich genommen. Dann hab ich ihm auch weil er zahnte mit 6/7 Monaten Gemüsesticks angeboten, meist Karotte und Gurke, immer roh und am besten aus dem Kühlschrank. Ab und an mal eine gekochte kalte Kartoffel aber die wollte er nicht . Seitdem er 8 Monate alt ist habe ich ihn nach Rücksprache mit meiner Hebamme alles probieren lassen, was wir auch essen, nur halt ohne Salz und Rohmilch und Co. Zwischendurch Brei wenn unser Essen nicht geeignet war bzw ich merkte er hat Bedarf. Seitdem gibt's bei uns einen guten Mix aus versch. Breien (in der Regel vegetarisch) und vom Tisch, dazu stillen nach Bedarf was immer unterschiedlich verlangt wird. Wasser biete ich ihm täglich immer mal zum essen an und ab und an Tee damit er den Geschmack kennenlernt. (Meine große hatte nämlich immer nur Wasser bekommen, und verweigert jetzt Tee total, was blöd ist wenn sie krank ist). Langer Rede kurzer Sinn, laut meiner Hebamme muss man nicht mehr streng nach Lehrbuch gehen heutzutage, solange auch noch gestillt nach Bedarf wird bekommen sie in der Regel was sie brauchen.


Felica

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Antwort auf Beitrag von Orangenkern

So sieht es aus und deckt sich auch mit dem was inzwischen viele Ernährungsexperten empfehlen. Und damit meine ich nicht Kinderärzte welche nach dem Hipp-Lehrbuch agieren.


augustmami2021

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Antwort auf Beitrag von Monja1389

1. Ich hab nach gut 3 Wochen als 2. Brei den Abendbrei eingeführt. 2. Wasser geb ich momentan nur zu den Mahlzeiten und das auch erstmal nur zum kennen lernen. Wenn er nach dem Brei noch an die Brust will, würde ich ihn lassen 3. Ich hab ihm von Beikoststart an auch weich ggekochtes Gemüse oder Obst probieren lassen. Er sitzt dabei bei uns auf dem Schoß. Ich mach das aber auch nicht so nach Plan sondern eher nach Gefühl für mein Kind.