Eli61
Hallo zusammen, ich wollte euch gerne nach eurer Meinung zum Gehen, Sprechen und Essen fragen. Meine Tochter ist 13 Monate und ein paar Tage alt. Gehen: Seit dem 9. Monat läuft sie an Möbeln entlang, manchmal macht sie 3–4 Schritte alleine zwischen mir und dem Sofa. An der Hand kann sie gut laufen. Was mich jedoch verunsichert, ist, dass sie sich immer festhalten möchte, Angst hat, alleine loszulassen und ständig meine oder die Unterstützung meines Mannes sucht. Sie ist sehr vorsichtig und traut sich nicht, alleine zu laufen. Diese Phase dauert nun schon etwa 2 Monate – ist das nicht schon recht lange? Sprechen: Sie murmelt oder brabbelt manchmal, hat aber noch kein Wort mit Bedeutung. Sie kann zeigen, wo Mama, Papa oder ihre Lieblingsspielzeuge sind, aber wenn sie selbst auf etwas zeigt, sagt sie nur „da“. Ansonsten hat sie kein Wort mit Bedeutung. Wir lassen keinen Fernseher laufen, lesen täglich Bücher, ich kommentiere alles und zeige ihr viel. Ist sie sprachlich im Rückstand? Essen: Das ist ein eigenes Kapitel… Sie wurde bis zum 5. Monat gestillt, hat feste Nahrung nie besonders gut gegessen, aber mit 13 Monaten hätte ich mir schon eine Verbesserung erwartet. Sie hat erst 4 Zähne und lehnt feste Nahrung ab. Ich habe wirklich alles probiert: weiche Stückchen, fein und grob püriert, verschiedene Breie … An guten Tagen isst sie etwas Nestlé-Getreidebrei, eine Frucht-Quetschbeutelchen und trinkt Milch, sonst möchte sie nichts. Ich habe für sie gekocht, Muffins gebacken, unterschiedliche Methoden ausprobiert – nichts. Da sie so wenig isst, habe ich mit 12 Monaten ein Blutbild machen lassen, dabei wurde ein Eisenmangel festgestellt. Nach Rücksprache mit dem Arzt bekommt sie nun Eisentropfen sowie Fischöl. Ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr weiter. Sie wiegt nur 8,6 kg. Vor etwa 1,5 Wochen hatte sie eine Mittelohrentzündung und hat Antibiotika genommen. Würdet ihr das Gehen, Sprechen und Essen weiter abklären oder abwarten? Vielen Dank!
Laufen: Problem ist halt, wenn Kinder viel an der Hand laufen lernen sie ein falsches Gleichgewicht. Unser Sohn ist nie an der Hand gelaufen und quasi mit einem Jahr gelaufen. Meine Nichte und Neffen ebenfalls. Versucht Mal das an der Hand laufen zu reduzieren. Aber ansonsten ist 13 Monate auch noch voll im Rahmen. Manche Kinder sind mutiger als andere. Reden: auch da ist sie noch voll im Rahmen. Bei uns find das ganze auch eher mit eineinviertel/anderthalb an. Da kam dann Mal eher ein gezieltes Mama oder Papa. Bis zum 2. Geburtstag müssen die Kinder grob 50 Worte sprechen. Die Worte an sich sind bei uns auch jetzt erst in den letzten paar Monaten explodiert. Fernseher gibt's hier auch nicht und Bücher werden viel gelesen. Essen: ein Eisenmangel führt häufig dazu, dass Kinder weniger Appetit haben. Das schon Mal vorweg. Dann die Frage an dich, lasst ihr sie selbst essen und das Essen erkunden oder füttert ihr sie bzw die bekommt ständig den Mund und die Finger abgewischt? Kinder müssen Essen erfahren. Und zwar mit allen Sinnen. So klein wird nicht ordentlich gegessen. Das gibt Sauerei, also danach ein Tuch bereit legen und dann alles sauber machen. Manche Kinder wollen trotzdem lieber mit Besteck essen. Da haben sich bei uns die Pieksis angeboten, die sind schön klein und die Kinder können alleine aufpieksen. So. Als nächstes könntet ihr Mal versuchen den Ort des Essens zu wechseln. Auf dem Boden ein Picknick machen, im Lernturm im Stehen essen lassen (wenn sie soweit sicher steht). Solcherlei Dinge holfen auch schon Mal. Und zu guter Letzt: keinen Stress beim Essen machen. Biete an und wenn sie nicht möchte, dann möchte sie nicht. Auch gerne Mal Brei und Fingerfood zeitgleich. Das was ihr auch esst. Kinder lernen am Modell, die wollen uns nachmachen und die gleichen Dinge tun und essen.
Meine beiden Kinder sind auch nie an der Hand gelaufen. (Wollten sie gar nicht.) Trotzdem sind sie erst mit 14 und 16 Monaten frei gelaufen. Alles bis 18 Monaten ist ganz normal.
Stimmt. Es ist auch noch durchaus um Rahmen. Trotzdem ist dieses an der Hand laufen lassen eben kontraproduktiv fürs Gleichgewicht. Das hätte ich anders formulieren sollen.
Hallo, was das Laufen und Sprechen angeht, ist alles bestens, da muss nichts abgeklärt werden. Meine Kinder sind erst mit 14 Monaten gelaufen, und das Sprechen war mit 13 Monaten so wie bei deiner Tochter, da war noch kaum etwas. Das ist völlig normal. Die zeitliche Spannbreite bei diesen Entwicklungsschritten ist sehr groß und macht mehrere Monate aus. Wie früh ein Kind hier dran ist, hat übrigens nichts mit seiner Klugheit zu tun und auch nicht mit der späteren Entwicklung. Meine Kinder hatten es bei allen Schritten nicht gerade eilig. Trotzdem waren sie in der Grundschule immer mal wieder Klassenbeste und haben 1er-Abiture gemacht. Ich sag' das nicht zum Angeben, sondern damit du wirklich beruhigt bist. Es ist Völlig wurscht, ob ein Kind einige Monate früher oder später läuft oder spricht. Was das Essen angeht: Achte darauf, deiner Tochter die Breimahlzeiten immer VOR der Milch anzubieten, damit sie nicht schon halbsatt ist, wenn sie essen soll. Gibt ihr keinerlei Zwischemmahlzeiten, also keine Snacks und auch kein Obst, aber auch keine Fruchtsäfte (sättigen durch viel Fruchtzucker). All das killt den Appetit. Es ist wichtig, dass ein Baby zu den Hauptmahlzeiten richtig Kohldampf hat, sonst mümmelt es nur herum und ist auch nicht sehr experimentierfreudig, was neue Breisorten angeht. Biete zu den Hauptmahlzeiten momentan lieber noch nichts Stückiges an. Das klappt meist erst, wenn ein Kind schon gut Brei isst. Und vor allem: Gelassen bleiben! Ein Kleinkind in diesem Alter darf noch recht wenig essen, die Milch darf noch eine Zeitlang Hauptnahrungsmittel sein. Es ist gut, dass du Eisen supplementierst, so bist du auf der sicheren Seite. Was jetzt aber sehr wichtig ist: Dränge deine Maus nicht zum Essen. Veranstalte kein Brimborium, mach keine Spiele a la "ein Löffelchen für Mama, ein Löffelchen für Papa" usw. Je mehr Aufmerksamkeit man aufs Essen legt, desto krampfiger wird es. Essen ist etwas Schönes und Genussvolles. Ein Kind muss dazu nicht überredet werden, und es muss dafür auch nicht belohnt werden. Das ist wichtig, sonst rutscht man in so eine Verweigerungshaltung beim Kind, weil es merkt: "Wenn ich nichts esse, habe ich IMMER sofort Mamas hundertprozentige Aufmerksamkeit. Prima!" Und das ist nicht gut. Auch deshalb kein Ding aus dem Essen machen. Behandele die Mahlzeiten beiläufig und entspannt. Alles entwickelt sich gut, du wirst sehen. LG
ein kind muss nicht brei essen "können" um stückiges zu essen. manche mögen es lieber so und manche anders und alles ist komplett "normal". bei unsere beiden kleinen ist uns aufgefallen wir unterschiedlich das laufen kann. die große war nicht sehr experimentierfreudig. der kleine probiert alles was man ihm hinlegt (oder klaut es sich von anderen tellern). beide haben allerdings davon profitiert dass sie sich an den großen geschwistern orientieren konnten. deswegen essen viele kinder in der kita "besser" als daheim. aus der erfahrung heraus finde ich es allerdings wichtig dass das kind nicht getrennt isst sondern gemeinsam mit den eltern (und evtl. vorhandenen größeren kindern) am tisch sitzt. kinder lernen nun mal vor allem durch nachahmung. ich finde es auch problematisch dass du milch als hauptnahrungsmittel so normalisierst. es ist eben nicht "normal", sonst hätte das kind ja keinen mangel. der körper ist in dem alter auf die nährstoffzufuhr aus essen angewiesen, die milch reicht einfach nicht mehr aus. natürlich ist es besser zu supplementieren als nichts zu tun, aber die 1. wahl sollte doch immer sein dass der lebensstil keine supplementierung von irgendwas nötig macht. ein gesundes kind - ein gesunder mensch - hat eigentlich instinktiv "lust" auf nahrungsmittel die dem körper das geben was er gerade braucht. das wird konsequent abtrainiert durch das bohei das man in der modernen gesellschaft um den total natürlichen vorgang des essens macht. vor allem bei kindern.
Bei uns läuft es folgendermaßen: Am Morgen steht sie auf und bekommt etwa 100 ml Milch. Nach ungefähr einer Stunde versuche ich, ihr Getreidebrei zu geben. Zum Mittagessen bekommt sie immer Stückchen von weichem Gemüse oder Teigwaren auf den Teller, zusätzlich biete ich ihr einen Brei aus dem gleichen Essen an, das auch auf dem Tisch steht. Am Nachmittag versuche ich, ihr einen Hipp-Fruchtbrei zu geben, und vor dem Mittagsschlaf bekommt sie Milch. Zum Abendessen erhält sie Getreidebrei, und vor dem Einschlafen gebe ich ihr nochmals Milch. Ich biete ihr immer Stückchen an, füttere sie aber auch, lasse sie selbst probieren – und wenn ich merke, dass es nicht klappt, füttere ich sie. Wir versuchen immer, gemeinsam mit ihr zu essen. In der Kita isst sie mehr als zu Hause :(. An besseren Tagen isst sie von den oben beschriebenen Mahlzeiten insgesamt etwa 250 g, das ist aber das Maximum. Wenn ich ihr häufiger etwas anbiete, schließt sie oft den Mund und dreht den Kopf weg, um zu zeigen, dass sie nicht möchte.
Du kannst sie ruhig mehr selbst machen lassen, und musst nicht gleich übernehmen, wenn es nicht klappt. In dem Alter haben meine Kinder schon Besteck (kleiner Löffel, Kuchengabel) soweit beherrscht, dass sie einigermaßen selbstständig essen konnten. Die Kinder brauchen nur genug Gelegenheit zum Üben. Da geht natürlich auch was daneben, und eine Suppe ist schwieriger zu löffeln als Kartoffel- oder Haferbrei. Gerade wenn die Kleinen anfangen selbst zu essen, gehen manche Konsistenzen oder Formen besser als andere. Zum Beispiel Grießschnitte statt Grießbrei anbieten. Was du auch probieren kannst, ist den Löffel vollmachen und vor ihr auf den Tisch legen. Das war bei uns bei K2 der Gamechanger, da es prinzipiell nicht gefüttert werden wollte. Mein Geheimtipp für das Alter Konsistenz ist ungesüßter Zwieback (gibts im Babyregal). Grob in Stücke brechen und nach Belieben einweichen. Entweder mit Wasser bzw. Milch und Obstmus als Getreidebestandteil. Oder im Rahmen der Familienkost, um Brühe oder Cremesuppen leichter essbar zu machen. Die Konsistenz ist prima zum Löffeln, und einzelne Stückchen können auch gut mit den Fingern aufgepickt werden. Manchmal habe ich ein paar Stückchen dem Kind hingelegt, und parallel mit dem Löffel gefüttert. Die Milch nach dem Aufstehen kannst du vielleicht weg lassen, und gleich am Tisch frühstücken. Auch das Pürieren des Mittagessens würde ich mir sparen, wenn sie den Brei sowieso nicht gerne isst. Du musst dich vielleicht so langsam gedanklich davon verabschieden, dass dein Kind ein Baby ist und von dir mit extra Essen gefüttert werden muss 😉 Sie entwickelt sich gerade zu einem "vollwertigen" Familienmitglied am Tisch. Klar müsst ihr noch auf ihre Fähigkeiten Rücksicht nehmen. Aber je weniger Aufwand du für ihr Essen betreibst, und je seltener sie eine "Sonderkost" bekommt, desto entspannter wird es. Für dich, weil du dich nicht ärgerst, dass sie den extra zubereiteten Brei nicht anrührt. Und für sie, da sie "dazugehört" und selbstbestimmt dasselbe essen kann, was ihr auch auf dem Teller habt.
In deiner Aufzählung fehlt mir Fleisch/Fisch irgendwie komplett. Die Kleinen brauchen Fleisch (am Besten Kalb- oder Rindfleisch) als Eisenquelle - da sie bereits einen Mangel hat, sollte ihr da besonders drauf achten. Und ansonsten fütterst du für das Alter sehr viel Brei und Milch. Mittagsschlaf wird ja entweder vor oder nach dem Mittagessen sein - warum sollte sie also vom Mittagessen was zu sich nehmen, wenn sie entweder vorher noch Milch hatte, oder genau weiß "anschließend bekomme ich ja eh Milch, was soll ich also hier probieren". Frühstück und Abendessen kannst du auch schon Brot geben, mit Aufstrichen, Käse, Ei........dazu Rohkost etc. Dein Speiseplan liest nach einem Kind von 6-8 Monaten, nicht 13.
Gehen und Sprechen finde ich völlig normal. Zum Essen schreibst du ein bisschen wenig, wie das bei euch abläuft. Darf sie selbst essen? Esst ihr gemeinsam? Ist das Essen eine fröhliche ungezwungene Angelegenheit? Bietest du auch geeignete Dinge von eurem Teller an? Wenn du alles mit Ja beantwortest, und ihr die Blutwerte in Rücksprache mit dem Arzt im Blick habt, dann würde ich einfach weiter Geduld haben. Wenn du dagegen das Gefühl hast, dass sich das Thema Essen bei euch schon festgefahren ist und ein reiner Krampf, dann liegt es jetzt an euch, dagegenzusteuern. Zwang und Druck komplett rausnehmen und das Thema ganz "unwichtig" werden lassen. Mit den Tropfen ist sie ja erstmal versorgt. Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass sie jetzt mit 13 Monaten sich noch an Brei gewöhnen muss. Ich würde nach und nach Familienkost einführen. Erstmal mit einzelnen Dingen anfangen (weichgekochte Kartoffeln oder Kartoffelbrei, Brotstückcken ohne Rinde, filetierte Orangen...). Ihr einen eigenen Teller geben und sie einfach "machen lassen". Wenn sie Neugier zeigt, das Lebensmittel mehrere Tage hintereinander anbieten. Um den ersten Geburtstag ist doch normalerweise eine U, hattet ihr die schon? Stelle deine Fragen ruhig auch beim Arzt, entweder bei der U oder zwischendurch wenn man sowieso da ist wegen Fieber o.ä. Denn genauso normal, wie unterschiedliches Entwicklungstempo ist es auch normal, als Eltern Fragen zu haben. Gerade beim ersten Kind 🙂
Ich habe mal gehört, der Durchschnitt (!) der Kinder laufe mit 13 Monaten. Das hieße ja, daß die Hälfte früher liefe. In meiner Umgebung tun das nicht viele. Meine Kinder waren deutlich später dran. (Und genau, an der Hand laufen zu lassen wird nicht empfohlen.) Sprache: Meine Kinder haben in dem Alter nichts gesagt. K1 hat auch fast nicht gebrabbelt. Wenn Ihr *Spaß* daran habt, könnt Ihr Gebärden / Zeichen einsetzen. Meine Kinder haben am 2. Geburtstag etwas Babysprache, ein paar Gebärden, ein paar Geräusche genutzt. Erst danach ging es richtig los. Weiß noch jemand, wann Du oder der Vater gelaufen sind oder gesprochen haben? Muß nicht sein, aber oft gibt das einen Anhalt. Essen: Wie sieht das Essen aus? Füttern? Oder legt Ihr einfach mal etwas hin und lenkt Euch ab? Redet Ihr untereinander, steht mal jemand auf und holt etwas usw.? Manche Kinder essen erst dann richtig los, wenn sie keine Aufmerksamkeit mehr bekommen. Aber auch dann - kein Druck. Ich würde ihr zu den Mahlzeiten ein bißchen etwas hinstellen und das Thema "Kind ißt" danach vergessen. Ihr unterhaltet Euch, vielleicht auch mal mit ihr, eßt Euer Essen, vielleicht kommentiert Ihr es auch - nicht, ob Ihr es mögt... sondern Konsistenz, Temperatur, wo es herkommt, was Ihr wollt. Aber bitte nicht, damit Eure Tochter ißt (das Thema ist ja gerade irrelevant ;-)), sondern einfach nur Euer Ding machen. Sprich: Sie sitzt hungrig am Tisch, vor sich das Essen, niemand drängt, nichts passiert sonst. Wenn Eure Mahlzeit vorbei ist, möglichst sogar noch etwas abwarten... und *danach* kannst Du ihr dann eine Alternative anbieten. (Klar, sollte sie vorher vor Hunger - nicht Ärger - brüllen, solltest Du ja kein Unmensch sein. Hör auf Dein Gefühl. Aber sie Hunger mal spüren zu lassen und ihr erstmal festes Essen anzubieten, ist auch nicht verkehrt.) Und das einfach Tag um Tag. (Und ja, bei meinen eigenen Kindern war ich nicht so entspannt. Dabei wußte ich ja schon, daß entspannte Nonchalence das Beste wäre...) Schreib gern mal in zwei oder drei Wochen in diesen Faden, wie es läuft. :-)
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