mami202
Hallo, schön langsam mache ich mir ein paar Sorgen. Seit Wochen interessiert meinem bald 3 Jährigen Sohn gar nichts mehr. Alleine spielen funktioniert überhaupt nicht mehr. Wenn ich sage, dass ich gerade keine Zeit habe um mit ihm zu spielen (da ich z.B. kochen, putzen, arbeiten muss) dann lässt er den Kopf hängen und sitzt nur da, bis ich wieder für ihn Zeit habe. er macht so ein trauriges Bild, weil er inzwischen wirklich nur da sitzt und auf mich wartet. Früher hat er mir immer sehr gerne geholfen beim Kochen, oder putzen - zeitweise auch alleine gespielt. aber er macht im gesamten einen sehr traurigen Eindruck. Er ist noch nicht im Kindergarten - einmal in der Woche treffen wir uns mit anderen Kindern in einer Spielegruppe, dort gefällt es ihm Ansonsten ist er noch 1 - 2 Mal die Woche bei Oma. Dort gefällt es ihm auch, aber Oma spielt halt auch den ganzen Tag mit ihm. Das geht zuhause durch den Alltag nicht. Außerdem möchte ich das auch gar nicht, ich finde Langeweile gehört dazu. Er ist gesund, isst gut und ausgewogen, schläft durch
Das kenne ich so von meinen Kindern nicht. Ob die Krippe, die sie ab ca. 1,5 Jahre besuchten, darauf Einfluss hat, weil dort ja auch nicht immer sofort für jedes einzelne Kind Zeit ist? Keine Ahnung. Vielleicht erlebt Dein Kind das gerade erstmalig? Am liebsten wollen unsere natürlich auch mit uns spielen und nicht allein, aber wenn es grade nicht geht, kriegen sie es meist eine Weile allein hin und warten nicht nur. Eine Depression ist das aber bestimmt nicht, sondern ganz nachvollziehbare Enttäuschung.
Also ich glaube grundsätzlich schon das es Depressionen bei 3 jährigen gibt, wenn auch sehr sehr selten, bei deinem Kind hört es sich so an als wäre es zum einen nicht ausgelastet ( damit meine ich körperlich) und zum anderen das ihm stinkt langweilig ist. Ich gebe dir Recht das Kinder sich langweilen müssen aber das hört sich bei euch nach sehr viel Langeweile an.
Hallo, deprimiert kann ein Dreijähriger im klinischen Sinne wohl noch nicht sein. Aber schon ein Dreijähriger kann sich einsam fühlen. Als mein eigener Sohn noch nicht in den Kiga ging und ich täglich trotzdem ein paar Stunden Home Office machen musste, ist das auch passiert. Daran ändert auch Betreuung von Oma ein oder zwei Mal die Woche nichts. Kleine Kinder sind sehr soziale Wesen, sie brauchen sehr viel Aufmerksamkeit zum Gedeihen. Mein Sohn konnte sich damals (knapp 3) schon gut artikulieren, und er sagte mir tatsächlich zu meiner riesigen Überraschung eines Tages, dass er sich so "komisch und traurig fühlt, wenn er allein spielen muss." Er sah dabei auch richtig traurig aus. Da habe ich verstanden, dass er sich tatsächlich einsam fühlte. Ich habe dann darauf achtet, sehr viel mehr Zeit konkret mit ihm zu verbringen. Wenn du keine Lust auf Spielen hast, beziehe ihn einfach in den Haushalt mit ein: Ich habe mit meinen Kindern: gestaubsaugt, Wäsche sortiert und gefaltet, gewischt, wir haben gemeinsam Gemüse fürs Kochen geschnibbelt, zusammen eingekauft (Kind hat Dinge für Einkaufswagen angereicht), überlegt, was wir kochen wollen und-und-und. Kinder wollen sowieso nicht immer nur spielen, sie wollen sich auch wichtig und gebraucht fühlen. Ja, es dauert dann alles länger und das Ergebnis ist nicht perfekt. Aber das macht nichts, denn es ist gemeinsame Zeit. Ein bisschen mit ihm zu spielen, ist aber auch gut. Dabei kannst du Dinge wählen, die dir etwas mehr Spaß machen. Ich fand es z.B. ganz okay, die Duplo-Eisenbahn mit ihm aufzubauen oder Kasperle-Theater mit Stofftieren zu veranstalten. Und ich habe gern vorgelesen, zweimal am Tag. Das ist auch gut, wenn man nicht gern spielt. Man findet auch als Erwachsener etwas, das geht. Theoretisch und bei älteren Kindern hast du recht: Langeweile muss auch mal sein. Bei noch sehr jungen Kindern stimmt das nur eingeschränkt. Sie wollen einbezogen sein und brauchen engen Austausch und elterlichen Fokus. Dein Sohn zeigt gerade, dass das seelische Pflänzchen momentan nicht genug gegossen wird und dass du für ihn etwas abwesend wirkst, auch wenn du da bist. LG
Ich habe ihn auch von Anfang an immer überall mit einbezogen, wie du auch sagst: Staub saugen, Wäsche verräumen, Kochen, Putzen,... Auch darauf geachtet, dass ich vor ihm mein Handy nicht benutze (außer für Rezepte beim Kochen und gemeinsam Bilder anschauen), lasse ihn nicht alleine vorm Fernseher sitzen. der kommt bei uns ca. 3 Mal die Woche für 2 gemeinsame Folgen =ca. 15 Minuten zum Einsatz. Bin bei der Arbeit sehr flexibel und teile mir das auch so ein, dass ich schon um 4.30 in der Früh arbeite bis er aufsteht, und wenn sichs dann eben mal nicht ausgeht für 1 - 2 Tage zur Oma um fertig zu machen Wenn wir spielen achte ich auch darauf, dass wir bewusst spielen, das Spielen macht ihm dann auch Spaß und er freut sich riesig: Brettspiele sind sehr beliebt, tanzen, hüpfen, turnen und ansonsten bauen wir sehr viele Duplo Landschaften (auch mit Zug) oder wir fahren beide auf einem Straßenteppich mit unseren Autos und agieren gemeinsam Sind auch sehr oft draußen - er liebt Bewegung an der frischen Luft Aber ich habe das Gefühl, dass alles was ich wirklich aktiv mit ihm verbringe für ihn zu wenig ist. Wenn ich dann nach einer Stunde spielen zum Beispiel sage ich gehe kurz auf die Toilette, oder was trinken sagt er sofort NEIN und lässt den Kopf hängen. Dann sitzt er nur da und spielt nicht weiter - er wartet einfach nur bis ich wieder komme. Wenn ich wieder zurück bin spielt er auch ganz normal mit mir weiter, aber er ist eben immer tieftraurig wenn ich aufstehe. Ich habe deshalb schon länger den Konflikt mit mir selber, soll ich noch mehr aktiv mit ihm verbringen, oder eben mal "hart" sein und ihn dann schmollen lassen. Ich bringe das glaube ich nicht übers Herz. Aber im Bekanntenkreis sagen mir alle ich sei zu viel für ihn da gewesen und ich soll ihm eben mal alleine im Zimmer schmollen lassen, oder alleine für einige Zeit vorm Fernseher setzten. Ich persönlich finde das nicht richtig, aber ich weiß eben nicht mehr so recht weiter. Letztes Jahr im Sommer und Herbst hat ihn das ganze auch nichts ausgemacht. Wenn ich nach der aktiven Spielzeit dann gesagt habe, ich muss kochen hat er selbst entschieden: hilft er mir, oder spielt er inzwischen weiter (hat sich oft fürs weiterspielen entschieden) Aber seit einigen Wochen eben, will er in meiner Abwesenheit einfach gar nichts machen und mir bei den Haushaltstätigkeiten auch nicht mehr helfen.
Ich würde sagen, es wird für ihn höchste Zeit in den Kindergarten zu kommen - Kinder brauchen Kinder. Und (offenbar) ein Einzelkind erst recht. 1x Woche Kontakt zu anderen Kindern ist in dem Alter zu wenig. Außerdem schreibst du nicht, wieviel Zeit ihr draussen verbringt - geht wenigstens auf gut besuchte Spielplätze, damit er sich da auspowern kann.
Klar gibt es das. Wobei ich denke, dein Kind ist eher mit dem Angebot unterfordert. es passiert ja nicht viel. Gerade Kinder brauchen das aber durchaus - je nach Persönlichkeit. Langeweile ist OK - im Rahmen. Aber das scheint bei deinem Kind eben zu viel zu sein. Insofern würde ich das Kind schleunigst im KiGa anmelden - zumeist dürften die Anmeldefristen durch sein. Bis dahein würde ich eben deutlich mehr bieten. So viel Zeit geht ja doch nicht für Haushalt drauf als das da nicht mehr möglich wäre. Perfekt wäre es den Vater mit einzubeziehen. Das müssen auch keine Spieltreffen sein, ich denke Spielplatz besuchen - am besten täglich - könnte da schon etwas Entlastung bringen. Dazu eben "kopfdinge" wie zB Ausflüge in Museen zum anpacken, Ausflugsziele wie zB Kettler Park, Indoorspielplätze, usw. Da wären dann auch Kinder zum austauschen. Es kann natürlich auch irgendwas anderes hinterstecken, aber davon würde ich persönlich jetzt erst einmal nicht ausgehen.
Dankeschön für eure Antworten Im Kiga sind wir bereits angemeldet, aber ist erst ab September vorgesehen Ansonsten kommt er schon ab und zu mit anderen Kindern zusammen. Treffe mich momentan allerdings leider nur alle 2 Wochen mit meiner Freundin mit gleichaltrigen Kind. Sind auch dieses Jahr schon 2 mal Therme, 2 mal Indoorspielplatz und einmal beim Schwimmen gewesen. Outdoor Spielplätze sind bei uns leider gar nicht gut besucht. Seit Weihnachten hängt bei uns eine dichte Nebeldecke. Haben noch keine 5 Tage gehabt, an denen wir die Sonne gesehen haben. :(
Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung!!! Kinder gehören bei jedem Wetter an die frische Luft, um sich dort ordentlich auszupowern. Fahrrad fahren, doch den Wald laufen und gucken, wie unterschiedlich der in den verschiedenen Jahreszeiten ausschaut, Dinge von dort mitnehmen und damit daheim basteln, Spielplätze, Schlittschuhlaufen - entweder in Hallen, oder auch in den Innenstädten (nach Weihnachten sind doch in fast jeder Stadt Eislaufflächen auf den Rathausplätzen etc.). Dein Kind verkümmert daheim, der braucht viieeel mehr Input. Gerne auch "Männersachen" mit dem Papa zusammen - Fußball kann man bei jeder Witterung spielen und wenn erst einmal ein Gespann unterwegs ist, finden sich bestimmt bald Mitspieler ;)
ja das weiß ich, dass Kinder raus gehören. wir sind auch seeehr viel draußen. Leider sieht man in der Nachbarschaft, oder an den Spielplätzen sonst keine anderen Leute ;)
aber ich werde schauen, dass ich noch mehr mit ihm unternehme... Ihr habt mir schon sehr weiter geholfen
Deshalb: einer muss den Anfang machen....... ;)
Die letzten 10 Beiträge
- Situation Kindergarten
- Mit Baby Frühlingssonne geniessen
- Tinder extrem traurig
- Empfehlungen Buch zu Zahnarzt/Karies
- Mola Adebisi sagt, ich hatte Glück, meine Frau sieht aus wie vor der Geburt des Babys
- Röhrenknochen zu kurz
- Erfahrungen Impfung Meningokokken B
- Hands free Milchpumpe - Erfahrungen?
- Finanzielle Unterstützung
- Wie formuliert man Widerspruch fürs Amtsgericht.. dringend