Elternforum Alleinerziehend, na und?

Weiß nicht weiter

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Hallo liebe Mitalleinerziehenden, Ich wende mich heute mit einer Frage an euch. Ich bin seit Anfang des Jahres vom Kindesvater getrennt. Das war eine weise Entscheidung, die wieder Ruhe in unser aller Leben brachte. Ich mag ihn irgendwo noch, aber momentan hab ich nix mit Beziehung am Hut. Jedenfalls lebt unser gemeinsames Kind (22Monate) bei mir, ich habe das alleinige Sorgerecht. Er lebt 15min mit dem Rad in der selben Stadt. Wir haben ein Problem mit unserer Kommunikation. Durch eingefahrene Verhaltensweisen und auch "fehlende Einsicht" kommt es oft zum Streit. Er hat keinen Job, das heißt, er hat einen, wo er max 400€ verdient, je nachdem wieviel er aebeitet, zahlt also keinen Unterhalt. Momentan ist das auch kein Problem. Jedenfalls gibts zur Zeit schlimmeres. Das Momentane Problem ist, dass er sich beschwert, ich würde ihm sein Kind wegnehmen. Mir fielen fast die Ohren ab. Der Mann ist sich zu stolz sich bei mir zu melden, weil er sein Kind sehen will. Er kriegt das einfach nicht gebacken sich zu überwinden mich zu fragen. Statt dessen melde ich mich bei ihm, sag, frage ob er was mit ihr machen will. Er will in seinem Geiste unglaublich viel mit ihr machen. Aber meist scheitert es an mir. Weil er "muss an mir vorbei". Ich habe ihm noch nie verweigert sein Kind zu sehen. Das einzige was ich möchte ist wissen, wann er sie wieder bringt. Da meint er nur, er sei noch nicht mal los, da wisse er doch nicht, wann er wieder da ist. Sag ich ihm dann, wann die Kleine wieder da sein soll, wegen KiGa usw, ist er hammer beleidigt. Meist bin ich kulant, sag, okay, schaut mal wie lange ihr braucht und wollt, wie lange sie noch fitt ist. Zur Zeit hab ich die Schnauze voll ihm hinterher zu telefonieren und dann trotzdem der Arsch zu sein, der zwischen ihm und seinem Kind steht. Ich habe mir überlegt, mich auch nicht mehr zu melden. Da soll er zusehen wo er bleibt. Dummerweise weiß ich, dass das bestimmt nur dazu führt, das der gnädige Herr weiter den Depri schiebt, weil er dann noch weniger mit seinem Kind zu tun hat und das auf mich schiebt. Er ist nur am Denken, dass es scheiße ist "Bittsteller" zu sein. Er ist es nicht gewohnt von anderen abhängig zu sein, keine Kontrolle zu haben, nicht der Chef sein. Richtig krass wird es, wenn die Kleine nicht zu ihm will. Daran bin ich natürlich in seinen Augen auch Schuld. Ich erzähle NIE schlechte Dinge über ihn, ich zeig ihr Fotos von ihrem Papa. Aber es gibt Zeiten, da brüllt sie, wenn sie zu ihm gehen soll (und andere Herren). Was soll ich denn nur machen? Soll ich mich nicht melden (mit dem Gefühl, dass es noch schlimmer wird) oder weiter Geduld üben, mich melden, dem Herrn sein Ego über Wasser halten, weil ich melde mich ja mit der Bitte, er könne doch. Hach, er hat mir aber auch schon den Vorwurf gemacht, er wäre Papa nur auf abruf. Von fersten Zeiten hält er nicht so viel. Zudem istr er beleidigt, wenn ich zu den beiden stoße (zB zum Abholen), dass sie ihn erst mal weniger beachtet. Wir stillen noch und sie nimmt gern dann einen riesen Schluck. Dann bockt er rum und geht auf kein Spielangebot der Kleinen ein. Er schneidet quasi den Draht zu ihr ab. Ich versteh es nicht. Mir blutet dann das Herz. Ich merke nämlich, dass er mir "weh" tun will. Ich habe das Gefühl, er macht mich zum Sündenbock für sein unzufriedenes Leben. Er träumt zu viel und verpasst dabei das Leben. Auch mit seiner Tochter. Ich danke schon mal.


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türlich, gekränkte eitelkeit weil du schluss gemacht hast. der will dich treffen damit,schafft er auch. traurig is das. ich würd mich ich mehr melden, wer nich will der hat schon, zwiingen kannst du ihn nicht und mir wär das zu blöd irgendwann. kann ja nich immer alles nur von deiner seite aus kommen.


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Grr.. bei so einem Getue stellen sich mir echt die Nackenhaare auf. Ich glaube, bei solchen Mätzchen würde ich nicht mehr mitspielen. Mach ihm klar, dass es kein Betteln ist, wenn er bei dir anruft, sondern eine Terminabsprache, schliesslich hat er ja ein UmgangsRECHT. Und wenn er dazu nicht in der Lage ist wie jeder erwachsene Mensch, dann soll er wirklich sehen, wo er bleibt. Wenn er schmollt und den Depri schiebt, lass ihn, das ist nicht mehr deine Angelegenheit. Dieses Hinterhertelefonieren habe ich auch eine Zeit gemacht, aber es dankt einem wirklich keiner und man ist nur dauergefrustet. Entweder er will seine Tochter sehen oder nicht. LG Berit


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Hallo, Ich finde es auch unterstes Kindergartenniveau. Ich bin hin und her gerissen. Die Kleine soll ja auch ihren Vater sehen, was mit ihm machen, von ihm lernen. Andererseits steht der Disput zwischen mir und ihm, den er immer vorschiebt. Er muss immer diskutieren. Vor lauter Gerede kann er nichts mit ihr machen. Statt sie zu nehmen labert er, was zum Streit führt. Dann gehe ich und die Kleine will natürlich mit. Er kann doch freundlich bleiben und sie einfach nehmen. Ich bringe sie ja oft schon zu ihm. Aber nein, da kommt wieder eine Diskussion. Er haut mir meist Anklagen und Seitenhiebe rein. Hinterher stellt sich dann raus, dass das alles versteckte Gefühle sind. Aber warum sagt er lieber "du" als "ich". Ich habe so oft versucht ihm zu sagen, was der Unterschied ist zwischen (beispielsweise) "Du nimmst mir das Kind weg" und "Ich bin so traurig, dass ich sie so wenig sehe. Dabei sehne ich mich nach ihr". Und immer wieder hagelt es Anschuldigungen. Es ist zum Mäusemelken. Ich glaube, so richtig krass ist es geworden als ich ihm von meinem Essproblem erzählt habe. Er ist so ein "Therapeut"-Typ, der gerne hilft. Ich habs "zu spät gemerkt. Naja, ich glaube, er hält mich für schwach und will das immer bestätigt haben. Aber es ist schon schlimm, wenn ein Kind die Unfähigkeit seiner Eltern ausbaden muss.


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Hallo, wie wäre es mit der ganz normalen 14 Tage Regelung. Von Freitag 15.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr hat er das Kind und fertig. Da braucht man keine Terminabsprache. Du übergibst ihm das Kind mit den Anziehsachen an der Tür und er bringt sie wieder zurück. Keine Bettelei kein Hinterhertelefonieren. Jeder weiss Bescheid und du kannst dir für die Zeit auch was vornehmen. Lieben Gruss Pinky


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Hi! Ich würde, wie Pinky2 eine regelmäßige Umgangsregelung vorschlagen. Wenn eure Kommunikation gestört ist, kannst Du Dich auch an das Jugendamt wenden. Die vereinbaren dann einen Termin mit euch auf "neutralem Boden". Eine Regelung zwischen euch beiden wäre allerdings die eleganteste. Vielleicht schafft ihr das per email? Gesagt ist immer schnell etwas. Schriftlich kann man sich besonnener Ausdrücken. Deine bisherigen Bemühungen solltest Du auf jeden Fall notieren. Nicht, dass irgendwann der schwarze Peter tatsächlich bei Dir landet. Gruß Corinna


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Hallo, schliesse mich Pinky und Shinead an. Feste Umgangsregelung u.U. mit Hilfe des Jugendamtes aushandeln. Wenn nix anderes geht per E-Mail kommunizieren. So ähnlich (bei uns im Land gibt es kein Jugendamt) habe ich das auch gemacht. Wir kommunizieren fast ausschliesslich über (meist ca. 2-3zeilige E-Mails) und die Übergabe der Kinder habe ich "ausgelagert" damit der Herr Papa und ich uns nicht sehen. Weiter unten wirst Du einen Beitrag von mir lesen, dass er sie jetzt das erste Mal über's Wochenende genommen hat. Das war ein langer, harter, steiniger Weg von über drei Jahren. Das was Du von Deinem Ex beschreibst kenne ich zur Genüge. Das übliche Spiel bei tief gekränktem Ego und dem emotionalen Niveau von Vierjährigen. ABER: er ist wie er ist. Es wird eine Zeit dauern, auch für Dich, bis Du das akzeptieren kannst. Und da gibt es Auf und Abs. Aber wenn Du erst dahin kommst, dann wirst Du Dir die Situation nur noch von der pragmatischen Seite her anschauen und kucken, was für Dich und Dein Kind geht. Und der Rest ist dann - na ja, eben wie er ist. Es DAUERT bis man zu grösserem oder sogar grossem Gleichmut in Bezug auf einen Herrn Papa derartigen Kalibers kommt, es ist ein Prozess, aber mein Fazit (vorläufiges, ich weiss ja noch nicht, was die Jungs mir heute nachmittag erzählen werden) ist, dass ich etwas Gutes für meine Kinder getan habe. Der Preis für meine Nerven ist hoch, aber ich glaube, es gelingt mir, den Kindern eine gute Beziehung zum Vater aufzubauen und erhalten. Natürlich sage ich mir das hat der Idio... - ähem, Herr Papa, wollte ich natürlich sagen *frechgrins* - überhaupt nicht verdient. Aber meine Jungs haben es verdient. Und für die mache ich diesen Sch... bis zu einem gewissen Masse mit. Fazit: Feste Regelungen, u.U. persönliche Treffen umgehen und ansonsten "Ohm shanti Ohm". Lieben Gruss Yola


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Ich danke für die Vorschläge. Das paradoxe ist ja, dass er sich einerseits bitter beschwert, er sieht sein Kind nicht, es sei ihm zu wenig. Andererseits tut er fast nichts um sie zu sehen. Vielleicht tut er nichts, weil er sich drauf verlässt, dass ich mich melde. Wenn wir uns dann wieder streiten und einander nicht sehen wollen, dann kann er wieder auf mich meckern und schimpfen, ich würde ihm sein Kind vorenthalten, ich wäre ja so schrecklich usw. Hauptsache er muss sich nicht an seine Nase fassen. Jedenfalls ist das mein Gefühl. Geschlafen hat sie schon bei ihm. Es war eine Katastrophe. Es gab unheimlich viele Tränen und Geschrei. Er ist not amused darüber, weil er der Ansicht ist, er kann alles perfekt. Vor allem in Sachen Kinder. Deswegen wirft ihn so was, wenn die Kleine mal wieder fremdeld (was es in seinen Augen übrigens nicht gibt, das hat nur die Mutter zu verantworten) total aus dem Ruder. Damit sein Weltbild von sich stimmt, hält er mich hin, ich bin ja an allem Schuld. Ja, vielleicht muss ich drüber stehen. Ich weiß, dass ich bisher "zu gut" zu ihm war. Das heißt, er konnte seim "Königstum" weiter leben. Auch beim JA wegen Unterhalsvorschuß war ich nicht, weil ich nicht wollte das er Schulden hat. Ich dachte wir regeln das so. Pustekuchen.


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Guten Morgen! na jetzt ist aber gut mit schonen! Unterhalt ist sicher nicht das wichtigste, aber wovon lebst Du denn??? Und das mit den festen Terminen würde ich auch machen. Zur Not mach einen Termin beim JA und DIE sollen dann die Vorschläge machen! Dann bist nicht Du dran schuld... Ihr bzw. er schmeißt die Paarebene in die Elternebene...das muß getrennt werden...und bei ihm scheint das nur über Abstand zu gehen... Also feste Termine - aufgeschrieben mit Uhrzeit und Ort - und wenn möglich die Übergabe von jemand anderem durchführen lassen...oder glaubst Du, das würde gehen?? Und sonst keinen Kontakt der über das Kind hinausgeht... lg heike


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Ich bin auch für feste Termine und eine "Übergabe" an neutralem Ort, gerne mit neutralen Personen. Kann nicht eine Freundin, Oma, Tante, Nette Nachbarin das Kind an ihn übergeben? Dann sieht er Dich nicht und kann keinen Streit vom Zaun brechen. Ich würde ihm eine sachliche Mail schreiben und ihm genau das so vorschlagen. Und dann - in klaren Worten, anders kommt das nicht an - schreiben, daß er drei Möglichkeiten hat. 1. Er nimmt den Vorschlag an. 2. Er macht einen (konkreten!!!!!!) Gegenvorschlag. 3. Du gehst zum JA und läßt es dort regeln, weil Ihr zusammen auf keinen grünen Zweig kommt. Antwort bis zum xxxxx, wenn bis dahin keine Antwort, gehst Du zum Jugendamt. Und: Er kann Änderungsvorschläge von Dir nicht annehmen (z.B. zum Thema Ich-Botschaften statt Du-Botschaften). Du meinst es gut, das weiß ich, aber Du bist im Moment nicht die richtige Person, um ihm sowas "beizubringen". Versuche mal, seine Ich-Botschaften als Du-Botschaften zu "lesen". Nicht leicht, weiß ich, aber mit ein bißchen Übung klappt das. Denn im Grunde WEISST Du doch, was die hinter der Du-Botschaft liegende Ich-Botschaft ist. Dein Kind kannst Du erziehen, ihn nicht, zumindest nicht in dieser Situation. Gruß, Elisabeth.