MamaLieb
Hallo miteinander. Ich bin hier neu und hoffe, dass ich einfach mein Herz ausschütten kann und evtl. auf Verständnis stoße. Getrennt bin ich seit kurz nach der Geburt. Ich wurde leider sehr allein gelassen und dann in einer unglücklichen Situation auch noch aufs schlimmste bedroht. Kurz danach habe ich die Reißleine gezogen. Anschließend wurde alle paar Monate kontaktiert und in den ersten 2 Jahren kam es zu 6 Treffen, die leider sehr konfliktreich waren. Generell wurde ich mit wenig Respekt behandelt und das Wohl des Kindes war weniger wert als das eigene Ego. Viele Treffen wurden ganz kurzfristig abgesagt oder einfach nicht aufgetaucht. Dann war erstmal nichts mehr. Da ich Unterhaltsvorschuss bekomme, wurde er da wohl irgendwann aufgefordert zu zahlen, das fand er so blöd, dass er plötzlich vor der Türe stand. Mit Vorwürfen und Forderungen. Ich riet ihm zum Jugendamt zu gehen. Danach wieder in der Versenkung verschwunden. Jetzt erhebt die UVG Kasse Klage im Namen meines Kindes und ich befürchte, dass es für ihn wieder ein Anlass ist Stress zu machen. Und habe Angst. Viele Ängste, die mich im Alltag zerfressen seit ich davon weiß. Ich würde mich am liebsten verbarrikadieren. Aber mein Sohn ist inzwischen 6, das ist natürlich nicht möglich und natürlich auch nicht zielführend. Wie kann ich mit diesen Ängsten besser umgehen? Damit sie mich nicht bestimmen? Es ist das letzte woran ich abends denke und das erste am Morgen.
hast du angst, dass er gewalttätig gegen dich wird?
Handgreiflich ist er mir gegenüber noch nie geworden. Anderen in der Vergangenheit schon. Aber Psychospielchen beherrscht er bei mir gut. Drohungen. Und so... Indirekte Anspielungen. Beleidigungen. Abwerten. Ich glaube auch einfach, dass das einfach mein Trigger ist, also er. Ich kann nicht mal über ihn sprechen mit jemandem. Da wehrt sich alles in mit gegen. Wenn ich den Namen höre verkrampft sich mein Magen. Ich muss aber sagen ich bin ein mensch der alles, alles total zerdenkt und immer bis ins unendliche weiterspinnt. Die schlimmsten Szenarien. Ich denke über jede Entscheidung über alles so oft nach und bereue dann danach oft noch, was ich dann gewählt habe.
Hi, es gibt ja Ängste, die uns zeigen, dass wir irgendetwas ändern müssen. Wenn du aber das Gefühl hast, dass die Ängste übertrieben sind, dann kann eine AngstTherapie helfen. Psychotherapieplätze sind leider nicht so schnell zu finden und zeitlich bist du als Alleinerziehende wahrscheinlich auch ganz schön eingespannt. Aber es gibt inzwischen mehrere Behandlungen per App, die dir zum Beispiel der Hausarzt verschreiben kann. Das ist für dich kostenlos und wird vollständig von der Krankenkasse übernommen (wenn du in Deutschland gesetzlich versichert bist).