Elternforum Alleinerziehend, na und?

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Ich finde das gut!! Ich denke, gerade beim ersten Kind ist man unsicher und macht Fehler in der Erziehung. Wenn man einen Angel- oder Führerschein haben will, muss man auch Kurse belegen. Also warum nicht auch, wenn man ein Kind will?? Bei uns am KIGA gibts zwar auch solche Erziehungskurse, aber die sind mit erheblichen Kosten verbunden und damit für 99% aller KIGA-Eltern schonmal uninteressant.


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Als Pflichtprogramm finde ich es nicht richtig, denn um zu Heiraten muss man auch nur einmal Ja sagen und mehr nicht. Wenns danach geht, bräuchte man auch Kurse á la Wie werde ich eine liebe Oma? und Wie erziehe ich mein Haustier? ... okay, das war ironisch. Klar, die Kurse sind wichtig - aber verpflichtend sollten sie nicht sein. Es wäre aber schon sehr hilfreich, wenn diese Kurse etwas günstiger und öfter bzw. auch flexibler angeboten werden. Hilfreich wäre sicher auch, wenn sie "über den Kiga" angeboten werden. Es gibt sie ja, ich habe selbst shcon einen mitgemacht. Aber der Kurs war recht teuer, und wir waren nur Leute, die an sich sowieso gut klarkommen in der Erziehung. Außerdem war er immer 20 Uhr, viele Alleinerziehende können das gar nicht ... und die Preise sind für Hartz4-Empfänger oder auch für mich jetzt mit nur einem Einkommen einfach nicht bezahlbar. LG Sylvia


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in ba-wü gibt es das "Stärke" projekt. Jede Mutter / Familie bekommt zur Geburt einen Gutschein über 40 euro. entweder für kurse wie pekip oder co oder eben der Stärke kurs. das ist genauso was wie dort gefordert wird. zu pekip und co muss man zuzahlen, der stärke ist über den gutschein komplett abgedeckt. aber verbindlich (also müssen) tut man nicht


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Hallo Cat, also ich finde das gar nicht so schlecht: wie oft habe ich schon mit Freundinnen oder Arbeitskollegen über sowas nachgedacht...Für jeden Sch...braucht man ein Zertifikat oder einen Kurs / Führerschein und auf Kinder läßt man alle los. Wie beim Autofahren auch wäre doch wichtig, den Eltern die Gefahren und möglichen Vorbeuge-Maßnahmen mit auf den Weg zu geben, bevor sie am Verkehr teilnehmen...was sie davon letztendlich umsetzen ist natürlich dann was anderes, aber es kann hinterher niemand kommen und sagen "das hab ich aber nicht gewußt...oder wenn ich DAS gewußt hätte...". Ich persölich habe auch schon überlegt, mal in so einen VHS Kurs zu gehen oder einen Vortrag anzuhören...aber ich gehöre wohl auch zu den Menschen, die sich sehr kritisch sehen und es ganz richtig machen möchten und mich keineswegs unfehlbar halte...*g* Verpflichtend wäre im Fall des Falles wohl angebracht, da sich sonst - wie bei U-Untersuchungen usw. - die Eltern, die es eigentlich "nötig" hätten, sicher entziehen...Wäre bloß die Frage, welche Sanktionen sollen folgen? Wie denkst Du darüber? *g* lg heike


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an sich eine gar nicht mal so schlechte idee. wobei ich mich frage, wie generationen von eltern vor uns ihre kinder erzogen haben: ohne internet, ohne tausende von ratgebern und ohne vhs-kurse, sondern nur mit gesundem menschenverstand; bauchgefühl und liebe. eltern,die interessiert und aktiv in der erziehung sind, werden sich eh informieren; eltern,die eher lasch durchs leben gehen und sich nicht großartig für erziehung interessieren, können in noch so vielen kursen sitzen- da wird nicht viel in die hohlen birnen landen. so sehr ich auch erst über den besuch der JA-dame gemeckert habe ( mit dem pseudo-buch-geschenk), im prinzip finde diese vorgehensweise gut: ein mitarbeiter besucht jede frische mutter; kann die häusliche situation beurteilen und hilfestellungen anbieten. ich denke, dass im privaten rahmen eher fragen gestellt und hilfebedarf geäußert werden als in einem größeren rahmen


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Hallo Uta, naja, das sagt mein einer Kollege (natürlich ohne Kind und ohne Frau) auch immer, aber der hält es ja für völligen Quatsch, mit dem Kind zum Notdienst usw. zu fahren, sie zu impfen usw....nach dem Motto: früher ging das auch nicht und wir haben es ja auch iiiiiirgendwie überlebt...Von daher sehe ich die "früher ging´s ja auch"-Sache eher gemischt... Aber Du hast recht: interessierte Eltern machen das eh...und die, die es nötig hätten, gehen einfach nur hin und interessieren sich gar nicht wirklich... lg heike


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Ne, also mir graut es vor solchen Dingen. Das Problem ist ja nicht, sich zu informieren, das schließt ja verschiedene Ansätze, Sichtweisen und so mit ein. Ich werde rasend, wenn ich lese, daß manche Eltern es "hervorragend" machen und andere nicht so gut. Wer sagt das, wer beurteilt das? Ist wirklich die Sichtweise eines Kursleiters die richtige? Oder des Jugendamtbesuchers? Wie kann man den Erfolg des Durchschnittserziehenden messen? Bei der "allerbesten" Erziehung gibt es trotzdem schwierige Kinder, Drogen, Gewalt und sonst alles. Was sind denn bitte klare Regeln? Und wie schlecht ist es, wenn man vielleicht nur eine klare Regel hat? Oder - oh gottohgottohgott- gar keine, die man für jemand anderen formulieren könnte? Oder - nochschlimmer- wenn die Kinder nicht angemessen bestraft werden? Was dann? Bekomme ich dann keinen Elternführerschein? Also, ich vermute, ich würde glatt durchfallen (und das gerne!) Also von mir in dieser Form ein klares Nein!


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Ähnlich wie Du, aber ich befürchte man erreicht die Eltern, denen so ein Kurs gut tun würde sowieso nicht. Kritische Eltern, die sich und die Kinder im Blick haben, besuchen solche Kurse oder holen sich bei Bedarf Hilfe bei diversen Stellen. Aber Eltern, die wirklich überfordert sind, sind mit einem verpflichtenden Kurs wahrscheinlich noch mehr überfordert. Beispiel: Meine Tochter geht mit 74 weiteren Kindern an eine vor drei Jahren gegründete Montessori-Schule. Die Hälfte der Eltern hat sich vorab über Montessori-Pädagogik informiert und steht hinter dem Konzept und der Schule. Die andere Hälfte wollte das oder die Kinder an einer Privatschule unterbringen und sind permanent am Meckern, dass die Kinder nicht genug lernen, nicht am Altersdurchschnitt gemessen werden können und überhaupt keine Lernkontrolle stattfinden kann. Für eben diese Eltern bietet unser Pädagogisches Team jetzt versch. Info-Abende an, in denen man lernt, das Kind und seine Lernfortschritte besser beurteilen zu können. Außerdem haben sie einen Herrn organisiert, der den Kurs 'Starke Eltern - starke Kinder' unterrichtet und den auch mit Inhalten aus der Montessori-Pädagogik angereichert hat und nun an unserer Schule anbietet. Sowohl die Info-Abende als auch der Kurs werden aussschließlich von den Nicht-Meckernden Eltern besucht und ich denke, genau das spiegelt die breite Masse wider. Erst wird nach mehr Info, Input und was weiß ich was geschrieen, hat sich einer oder viele dafür eingesetzt, hört und sieht man von den lautesten Schreiern nichts mehr! Verpflichtend wird sowas nicht durchgesetzt werden können, genau wie mit den U-Untersuchungen, hier wird ja auch seit Jahren nur hin- und her-überlegt, oder ist da mittlerweile was durchgesetzt? Ich war neulich mit meiner Tochter beim Nephrologen, der wollte auch das gelbe Heft und das Impfbuch im Vorgespräch und war dann sehr überrascht, dass es lückenlos ausgefüllt ist und das Kind alle erforderlichen Impfungen hat. Er meinte, so ein vorbildliches Heft und Impfbuch hat er lange nicht gesehen in seiner Sprechstunde! Ich glaube, jetzt bin ich etwas weit vom Thema abgekommen...


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Ja, Du hast völlig recht...ich habe da auch noch einmal darüber nachgedacht und kenne das auch so, daß es oft so ist, daß viele meckern, aber nicht wirklich gewillt sind, solche Hilfsangebote anzunehmen. Und das Ergebnis wäre wahrscheinlich nicht das Gewünschte...wie eben auch bei Delfin usw. Die Eltern, die aufmerksam sind, rennen eh zum KiA bzw. zu einem Facharzt und die anderen nehmen das Ergebnis und die "Strafe" oft einfach hin und kümmern sich doch nicht weiter... Es ist wohl eher ein Grundproblem der heutigen Zeit, daß viele Menschen nicht in der Lage sind, eigenverantwortlich zu sein...sich selbst zu informieren bzw. wenigstens die Angebote dann auch anzunehmen...Alles wird erst gemacht, wenn es sein muß, wenn es Pflicht ist, wenn Sanktionen drohen... Vermutlich wird man mit Pflichtprogrammen da auch eher nur erreichen, daß man denkt, ich war doch in so einem Kurs, also mach ich´s doch richtig bzw. mehr muß ich nicht tun... Ich lern´s auch nimmer...hab meine Tochter eben noch fernsehen lassen und wundere mich, daß sie jetzt jammert und natürlich nicht unter die Dusche will...tja, hätte ich mal aufgepaßt und aus der Vergangenheit gelernt...wäre sie schon läääääääängst geduscht und könte erst dann an den Fernseher...:-( lg heike