Nurmalsoeben
Weil es sonst unten in dem Mega-Thread untergeht: Heute ist mit dem 20. Juli ja das Jubliäum des Stauffenberg-Attentats auf Hitler, den wir deshalb als Helden feiern, obwohl er lange zur (gebildeten) nationalkonservativen Elite gehörte, die Hitler unterstützt hat. Er versuchte Hitler erst zu ermorden, als klar wurde, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen war und Deutschland vor dem Zusammenbruch stand. Georg Elser, ein einfacher Schreiner, hatte das NS-Unheil lange vor ihm erkannt und sein Attentat vorbereitet. Er wählte die KPD, weil er dort seine Arbeiterinteressen vertreten sah, trat aber politisch nicht sonderlich in Erscheinung, sondern handelte als Einzeltäter aufgrund seines moralischen Kompasses. Wie passt das zu deiner historischen Einordnung unten? Und komm mir jetzt bitte nicht mit einer großen moralischen Zäsur durch die deutsche Niederlage 1945, sodass sich die Situation heute keinesfalls vergleichen ließe. An vielen Folgen unaufgearbeiteter Kriegs- und Nachkriegsgeschichte leiden wir bis heute, nicht nur persönlich, sondern auch politisch.
ich weiß zwar nicht um was es geht aber der kreisauer kreis, dessen zerschlagung durch die verhaftung moltkes 01/44 letztlich zum attentat vom 20. juli führte, entstand schon 1940 aus 2 konservativen oppositionellen gruppen die sich schon vor 1933, damals noch sehr lose, formiert hatten. spannendes thema, lohnt einen deep dive. schifferkreis, sperr-kreis, kreisauer kreis
Es geht um Zwergenalarms Behauptung, dass linke politische Positionen "historisch" akademisch besetzt seien und "Arbeiter" traditionell politisch zum rechten Rand tendieren. Ich würde das auch gern verstehen. Ich würde auch gern verstehen, warum ich, wenn ich hier politisch meistens pro ökologische und soziale und gegen elitäre und rassistische/diskriminierende Politik schreibe, als "weltfremde Akademikerin, die sich zu fein ist, mit normalen Leiten das Gespräch zu suchen" abgestempelt werde und mit irgendwelchen holzschnittartigen linksalterntiven Klischees wie Ökoladen-Tante oder Namenstänzerin konfrontiert werde, von denen ich annehmen muss, dass sie auf mich gemünzt sind. Das ist ein wiederkehrendes Argumentationsmuster, das ich mich weigere einzusehen (weil ich es nicht verstehe und noch dazu platt und falsch finde), weshalb es immer wieder in neuen Varianten herangetragen wird, scheinbar in der Hoffnung, dass ich es diesmal aber doch bitte einsehen muss, weil ich sonst generell unfähig zur Diskussion bin.
Danke übrigens für die Ergänzung, da gehe ich nachher gleich mal gucken, die genauen Hintergründe kenne ich nämlich nicht.
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